INDIEN: Interview mit Kamerad Abhay

Proletarier aller Länder, vereinigt euch!
Es gibt ein Ziel, die Eroberung der Macht!

INTERVIEW MIT KAMERAD ABHAY

Zentralkomitee
Kommunistische Partei Indiens (Maoistisch)
November 2021

Infrarot MedienkollektivReproduziert von
Die Rote Fahne

INTERVIEW MIT KAMERAD ABHAY

Der folgende Text ist ein Interview mit Kamerad Abhay, dem Sprecher des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Indiens (Maoistisch). Die Kommunistische Partei Indiens (Maoistisch) ist eine der grössten und erfolgreichsten Kommunistischen Parteien der Welt, die als die grösste existenzielle Bedrohung des indischen Staates bezeichnet wird und weite Teile des indischen Landes befreit hat. In diesem Interview geht es um ihre Geschichte und ihre Praxis.

F: Könnten Sie uns bitte kurz den historischen Hintergrund des Volkskriegs in Indien schildern?

A: Das ist eine gute Frage; sie erfordert eine detaillierte Beschreibung. Ich präsentiere dies. Die Geschichte der Kommunistischen Partei Indiens (Maoistisch), die die beiden wichtigsten maoistischen Strömungen in Indien repräsentiert, ist tief in der durchschlagenden Periode der 60er Jahre verwurzelt. Es war die Zeit, in der die beiden herausragenden und führenden Anührer unserer beiden Strömungen — die Kameraden Charu Majumdar und Kanai Chatarjee — auf der Bildfläche erschienen, als sie den Marxismus-Leninismus-Maoismus auf die konkreten Bedingungen Indiens anwandten und den jahrhundertealten Revisionismus der Kommunistischen Partei Indiens und Kommunistischen Partei Indiens (Marxistisch) bekämpften, entlarvten und mit ihm brachen. Die grosse Naxalbari-Revolte unter der Führerschaft des Kameraden Charu Majumdar im Mai 1967 erwies sich als der erlösende Ruf des „Frühlingsdonners über Indien“.

Die Naxalbari-Bewegung wurde von der Regierung innerhalb weniger Monate niedergeschlagen. Aber sie hatte grosse Auswirkungen auf die indische Gesellschaft. Bewegungen vom Typ Naxalbari entstanden in Srikakulam in Andhra Pradesch, Muschahari in Bihar, Lakhimpurkeri in Uthar Pradesch, Bhirboom, Gopi Vallabapoor, Kankscha, Budh Budh, Sonarpoor in West-Bengalen, Dharmapuri in Tamilnadu und Kerala.

Aufgrund schwerer Repressionen und taktischer Fehler erlitt die Bewegung einen Rückschlag. Nach dem anfänglichen Rückschlag analysierten wir die positiven und negativen Aspekte der Naxalbari-Bewegung. Wir erstellten eine „selbstkritische Bilanz“. Sie war ein Leitfaden für die Bewegung, die nach dem anfänglichen Rückschlag wieder auftauchte. Auf der Grundlage der selbstkritischen Überprüfung erkannten wir die Fehler wie linke abenteuerliche Aktionen ohne Massenbeteiligung und die Ablehnung von Massenorganisationen. Diese Tendenzen wurden im Kampf gegen den Revisionismus aufgegriffen. Die Lehren und Erfahrungen aus der Naxalbari-Bewegung wurden in der gesamten Partei vermittelt und formten die Basis neu. 1980 wurde die Kommunistische Partei Indiens (Marxistisch-Leninistisch) Volkskrieg gegründet, die die Bundesstaaten Andhra Pradesch, Tamilnadu, Karnataka und Maharastra umfasste. Zur gleichen Zeit gründete sich die Kommunistische Partei Indiens (Marxistisch-Leninistisch) Parteieinheit in Bihar und Jharkhand. Das Maoistische Kommunistische Zentrum Indiens entwickelte die Bewegung in Kankscha und Sonarpoor in Bengalen, Bihar, Jharkhand und einigen Teilen des Nordostens. Diese Parteien nahmen in den Jahren 1974-80 eine Klassenanalyse vor und erkannten die halbkolonialen und halbfeudalen Produktionsverhältnisse in der indischen Gesellschaft an. Sie gaben Parolen wie Land dem Pflüger und politische Macht dem revolutionären Bauernkomitee. Massenorganisationen wie revolutionäre Studentenvereinigungen, revolutionäre Jugendfront, revolutionäre Frauenkomitees und Arbeitergewerkschaften wurden gegründet. Zudem wurden Intellektuelle, Schriftsteller und Künstler organisiert und auf effektive Weise mobilisiert. Unter der Leitung dieser Gewerkschaften kam es zu einem Massenaufstand. Sie waren bekannt als Jagithyala-Bauernmarsch in Andhra Pradesch und als bewaffneter landwirtschaftlicher Massenaufstand in Jahanabad, Hazaribagh Gaja und Aurangabad in Bihar. Diese Bewegungen wurden verstärkt und auf Jharkhand und Dandakaranja (Tschattisgarh, Orissa und einige Teile von Maharastra) ausgedehnt. 1990 hielten wir die Konferenz des revolutionären Bauernkomitees mit 1,000,000 Menschen in Warangal in Andhra Pradesch ab. Neben den Massenbewegungen wurden auch bewaffnete Trupps als Keimform der Volksarmee gebildet. Gegenwärtig die Volksbefreiungsguerillaarmee. Jetzt haben wir Züge, Kompanien und Bataillone. Diese sind vordergründig an der militärischen Front, aber auch in der Massenarbeit, in der Produktion und in der politischen Propaganda tätig. Seit 1980 fanden Einigungsgespräche zwischen diesen drei Parteien statt, die jedoch aufgrund einiger politischer und ideologischer Differenzen nicht zustande kamen. 1998 fusionierte die Kommunistische Partei Indiens (Marxistisch-Leninistisch) Parteieinheitmit der Kommunistischen Partei Indiens (Marxistisch-Leninistisch) Volkskrieg. Auf der Grundlage der Synthese aller positiven Punkte in den Dokumenten der beiden früheren Parteien sowie ihrer Erfahrungen im Verlauf des Volkskriegs, im Kampf gegen den Revisionismus und gegen rechte und linke opportunistische Strömungen in der indischen und internationalen kommunistischen Bewegung und beim Aufbau einer stabilen und konsequenten revolutionären Bewegung in verschiedenen Teilen unseres Landes. Der Zusammenschluss der Kommunistischen Partei Indiens (Marxistisch-Leninistisch) Volkskriegund Maoistischen Kommunistischen Zentrum Indiens fand 2004 statt. Das Ergebnis ist die Gründung der Kommunistischen Partei Indiens (Maoistisch). So wurde die landesweite revolutionäre Partei gegründet. Im Jahr 2007 haben wir erfolgreich einen Einheitskongress durchgeführt.

Charu Majumdar (links) und Kanai Chatterjee (rechts).

In der langen Geschichte unserer Partei gab es in den Jahren 1985, 1992 und 1997 interne Krisen. Wir lösten diese Krisen durch Diskussionen und ideologische und politische Kämpfe in Form des demokratischen Zentralismus mit Synthese und Schlussfolgerungen auf Konferenzen und Kongressen. Durch diesen politischen Kampf in der Partei wurden die Leiter und die Kader um reiche Erfahrungen reicher und entwickelten sich zu einer starken Leitung und erreichten Einheit in der Partei.

Seit dem bewaffneten Kampf der Bauern von Naxalbari ist nun mehr als ein halbes Jahrhundert vergangen. Auf der ganzen Welt gibt es beträchtliche Veränderungen im wirtschaftlichen, sozialen, politischen, militärischen, technischen, kulturellen und anderen Bereichen. Die Ausplünderung von Kolonien und Halbkolonien, die Einbindung sozialistischer Märkte in ihre Wirtschaft oder die LPG-Politik konnten den Imperialisten nicht aus Wirtschaftskrisen wie der Grossen Depression helfen. Die grundlegenden Widersprüche im imperialistischen System verschärften sich weiter. Regionale Kriege/Besätzungskriege zwischen den Imperialisten um die Weltherrschaft, der Wettbewerb um die Neuaufteilung der Märkte, Neuorganisationen und hohe Zuweisungen für die Militärbudgets nahmen zu. Sie kollaborierten bei der Unterdrückung revolutionärer Bewegungen und der gerechten nationalen Befreiungsbewegungen. Sie verschärften die Ausbeutung und Unterdrückung der Arbeiterklasse und der Bevölkerung in den halbkolonialen und kolonialen Ländern.

Neue demokratische Revolutionen und nationale Befreiungsbewegungen setzten sich in halbkolonialen und neokolonialen Ländern trotz aller Höhen und Tiefen fort und kämpften gegen die vom Imperialismus geförderte konterrevolutionäre „Krieg niedriger Intensität“-Strategie.

Dies ist der Hintergrund des andauernden langwierigen Volkskriegs unter der Leitung der Kommunistischen Partei Indiens (Maoistisch) in Indien.

F: In welchem Stadium befindet sich der Volkskrieg in Indien derzeit? Defensive, Gleichgewicht oder Offensive?

A: Der Volkskrieg in Indien befindet sich gegenwärtig in der Phase der „strategischen Defensive“. Unsere Partei ist sich darüber im Klaren, dass es angesichts der Besonderheiten des Landes und der Gesamtsituation in der Welt sehr lange dauern würde, bis die nächste Phase erreicht ist. Im Grundlagendokument unserer Partei „Strategie und Taktik der indischen Revolution“ heisst es:

[…] Der Krieg wird mit dem Guerillakrieg beginnen und dann die Formen des mobilen und des Stellungskrieges durchlaufen, um die Frage der Staatsmacht zu lösen […]

Die Erfahrung vergangener siegreicher Revolutionen anderer Länder zeigt, dass in einem langwierigen Volkskrieg die erste Phase länger dauern wird. Die Phase des strategischen Gleichgewichts und die darauffolgende Phase der strategischen Offensive werden in vergleichsweise kürzerer Zeit enden. Der Übergang in die zweite und dritte Phase hängt jedoch hauptsächlich von der nationalen und internationalen Lage ab […]

[…] die mobile Kriegsführung, die die elementaren Eigenschaften der regulären Kriegsführung besitzt, wird die Fähigkeit haben, die gegnerischen Kräfte in grossem Umfang zu vernichten. Indem er die feindlichen Kräfte in grossem Umfang vernichtet, wird er als Schlüssel dazu dienen, die Oberhand über den Feind zu gewinnen und den Krieg aus dem Stadium der strategischen Defensive in das Stadium des strategischen Gleichgewichts und aus dem Stadium des strategischen Gleichgewichts in das Stadium der strategischen Gegenoffensive zu verwandeln […]“

Unsere Partei, die Volksbefreiungsguerillaarmee und die Organe der Einheitsfront unter ihrer Leitung arbeiten in den jeweiligen Sektoren mit diesem Verständnis, mit einer festen Strategie und der Formulierung von Taktiken entsprechend den bestehenden politischen Bedingungen.

F: Seit 2009 hat die reaktionäre indische Regierung eine erneute Offensive gegen die Kräfte der indischen Revolution geführt. Könnten Sie unseren Lesern mehr über die Taktiken zur Unterdrückung des Volkes und den Widerstand der revolutionären Kräfte gegen die Operation Green Hunt erklären?

A: Zunächst möchte ich sagen, dass die OGH in ihrer Form im Jahr 2017 aufgrund des erbitterten Widerstands des Volkes unter der Führung des „Forums gegen den Krieg gegen das Volk“ und der Solidarität aus der ganzen Welt eingestellt wurde. Im Jahr 2017 hat eine neue strategische Offensive „SAMADHAN“ (S: Smart Leadership, A: Aggressive Leadership, M: Motivation und Training, A: Actionable Intelligence, D: Data Base, H: Use of Technology, A: Action Plan for each scenario, N: No access to financing) begonnen. Ich werde das im Detail erklären.

Der maoistische Volkskrieg war seit seinen Anfängen in den 1980er-Jahren mit Repressionen in verschiedenen Formen konfrontiert. Die Repression variierte in verschiedenen Stadien und Formen in verschiedenen Staaten und Gebieten des Landes. In Andhra Pradesch, Bihar und Jharkhand gab es sogar mörderische Banden. Bevor der indische Staat im September 2009 die Operation Green Hunt startete, wehrte sich die Partei gegen die repressiven Massnahmen, darunter Salwa Judum (Kollektivjagd) in Dandakaranya und Sendra (Pseudofrieden) in Jharkhand. Konterrevolutionäre Banden wurden unter verschiedenen Namen in verschiedenen Bundesstaaten organisiert und bei Konterguerillaoperationen eingesetzt. Nach der Niederlage der Salwa Judum in Dandakaranja (Tschattisgarh) wurden die SPOs (Special Police Officer) der Kampagne in Koya (Tribal) Commando Force umgewandelt. Grameen Ekta Manch (Village Unity Forum), TPC, JJMP, JPC, Pahadi Cheetah, dann JLT und jetzt PLFI, SPM, Gram Raksha Dal (Village Defense Squad), Santi Sena (Peace Army) wurden in Bihar-Jharkhand nach der Niederlage von Sendra, Nagarik Suraksha Samiti (Citizens Security Councel) gebildet, Dalma Aanchalik Suraksha Samiti (Dalma Regeional Security Councel), die Harmad Vahini der sozialfaschistischen CPM, die Bhairav Vahini der TMC, Maovadi Daman Sena (Maoisten-Unterdrückungstruppe), Gan Pratirodh Committee (Volkswiderstandskomitee) in West Bung, Peace Committee in Odisha und andere konterrevolutionäre Kräfte wurden gefördert. Dann begann der Staat mit der OGH (Operation Green Hunt).

OGH wurde zu einer Zeit gestartet, als die Zentralregierung und die Regierungen der Bundesstaaten begannen, eine Vielzahl von Vereinbarungen mit mehreren ausländischen Unternehmen und imperialistischen multinationalen Konzernen zu treffen. OGH wurde von vielen als „Krieg gegen das Volk“ bezeichnet. Der OGH brachte eindeutig vier Hauptformen hervor, die in den Aufstandsbekämpfungsoperationen des „Kriegs niedriger Intensitäts“ erwähnt werden. Diese sind: Aufstockung der Streitkräfte, Informanten und verdeckte Netzwerke, Reformen und psychologische Kriegsführung. Darüber hinaus wurden Polizeistationen und -lager sowie Infrastrukturen wie Strassen, Mobilfunktürme, Eisenbahnen und andere Dinge verstärkt, die es dem Staat erleichterten, repressive Massnahmen zu ergreifen.

Die UPA-2-Regierung formulierte den konterrevolutionären OGH konkreter und wendete die LIC-Strategie und -Taktik mit direkter Einmischung des U.S.-Geheimdienstes FBI an, um den Weg für die Ausbeutung der einheimischen bürokratischen Kompradoren und ausländischen multinationalen Konzerne zu ebnen. Das Verbot unserer Partei wurde ausgeweitet und die Partei wurde zu einer terroristischen Organisation erklärt. Dieser Krieg begann zunächst in Gebieten, in denen unsere Massenbasis, unsere Formationen und unsere Stärke vergleichsweise gering waren. Die Operationen wurden in den Phasen Räumen, Halten, Aufbauen und Entwickeln aufgenommen. Spezielle Kommandoeinheiten wie COBRA (Combat Battalion for Resolute Action) in der paramilitärischen Central Reserve Police Force (CRPF), Special Intelligence Bureau (SIB), spezielle Kommandoeinheiten wie Greyhounds, STF, Black Panthers, SOG, SAP, DVF, Jaguar in verschiedenen Bundesstaaten. Die Sicherheit auf dem Teppich wurde verstärkt. Die Regierung plant den Bau von Hunderten von befestigten Polizeistationen und -lagern. Strassen und Mobilfunktürme wurden in grossem Umfang in Betrieb genommen. Das Netz der verdeckten Ermittler wurde verstärkt. Die Guerillabekämpfung wurde mit dem Ziel intensiviert, die Guerilla als Guerilla zu bekämpfen. Strassen, Schulen, Krankenhäuser und Elektrizität wurden in 34 Distrikten im Namen des „Integrierten Aktionsplans“ (IAP) mit einem Kostenaufwand von 13‘742‘000‘000 Rupien unter der Leitung der Zentralen Planungskommission in Angriff genommen, die die Entwicklung in den von den Naxal beeinflussten Gebieten forderte.

In der ersten Phase des OGH wurden zahlreiche COBRA- und andere paramilitärische Kräfte sowie Spezialkommandos der Bundesstaaten eingesetzt. Menschen wurden bei Vorfällen wie Singaram, Palachelima, Gattapad, Endapad, Saatnar, Chinari, Vechapal, Gachampalli, Gompad, Rangayyagooda, Ongnar in Dandakaranya (DK), Taadko, Laadi, Badhaniya, Phulvariya-Kodasi, Gobardaha und anderen von der TPC massakriert, die Ermordung von zehn Genossen an der Grenze von Khagadiya-Munger durch den Fluss Ganga durch Gift in Bihar-Jharkhand (BJ), im Khas-Dschungel, in Chikurdanga, Boyara, Chedabani, Bandarbani, Dooli (Ranja), Metla, Baarikool in Lalgarh in West Bung, Gunjivada und Narayanapatna in AOB, Padkipal in Odisha und andere derartige Vorfälle, um die Kämpfe der Menschen zu beenden. Es kam zu Massenverhaftungen, Folterungen, Grausamkeiten gegen Frauen, Brandschatzungen von Häusern und Eigentum der Menschen und anderen Zerstörungen dieser Art. Es gab Angriffe auf die Volksbefreiungsguerillaarmee.

Kämpfer der Volksbefreiungsguerillaarmee

In der ersten Phase führte die Partei die Volksbefreiungsguerillarmee, die revolutionären Massenorganisationen, das Volk und die Demokraten an, um dem Feind in den Guerillazonen und den städtischen Gebieten vereint zu widerstehen. In vielen Ländern der Welt gab es Proteste gegen die OGH. Aufgrund des Drucks des Volkswiderstands begann die Zentralregierung mit dem Drama der Gespräche. Die Täuschung des Gesprächsvorschlags zeigte sich in der Ermordung des Politbüromitglieds Genosse Azad bei einer fingierten Begegnung und der Verhaftung anderer Führer. Unsere Partei musste in dieser Phase erhebliche Verluste hinnehmen. Aber die Volksbefreiungsguerillaarmee hat dem Feind nur wenige Schläge versetzt. In einigen Gebieten mussten wir uns bei den Vertreibungsaktionen des Feindes zurückziehen. Die Volksbefreiungsguerillaarmee unternahm auch einige grosse Angriffe und versetzte dem Feind einen schweren Schlag, wie z. B. im Februar 2010 in Silda in West Bung gegen die Eastern Frontier Rifles, bei dem 24 Polizisten ausgelöscht wurden. Eine Kompanie der CRPF wurde im April 2010 in Mukaram-Tadimetla in DK ausgeschaltet. Es gibt weitere Vorfälle, bei denen die Volksbefreiungsguerillaarmee im Juni 2010 in einem mehrstündigen Gefecht die Einkreisung der feindlichen Kräfte in Mamail im Distrikt West Singhbhum in Jharkhand erfolgreich zurückgeschlagen hat, sowie die Vergeltung einer Einkreisungsoperation in Saranda im selben Bundesstaat im September 2010 und andere Vorfälle. Die erste Phase der OGH endete im September 2010.

Die feindlichen Kräfte wurden durch diese Vorfälle vorübergehend demoralisiert. Der Staat erkannte, dass die paramilitärischen Kräfte nicht ausreichen, um die maoistische Bewegung zu bekämpfen, und plante den Einsatz der Armee und der Luftwaffe. In der zweiten Phase von OGH ergriff der Staat mehrere Massnahmen, um die Moral der Streitkräfte zu heben. Im Mai 2010 wurde in Raipur, der Hauptstadt von Chhattisgarh (der grösste Teil der Sonderzone Dandakaranya besteht aus Distrikten von Chhattisgarh, abgesehen von Maharashtra), unter der Leitung des Zentralkommandos der indischen Armee ein Subarea Command Headquarters eingerichtet. Im Juni genehmigte der Kabinettsausschuss für Sicherheitsfragen unter der Leitung des Premierministers die Vorbereitungen für den Einsatz der Armee in Chhattisgarh. Er beschloss den Einsatz von 60‘000 Soldaten und der Luftwaffe in den von den Naxal beeinflussten Gebieten, die als roter Korridor bezeichnet werden. Ausserdem plante die indische Armee den Einsatz von acht Bataillonen der Rashtriya Rifles, einer Abteilung der Aufstandsbekämpfung der Armee in Tschattisgarh. Im Juni beschloss die Zentralregierung, in vier Bundesstaaten einheitliche Kommandos zu bilden und pensionierte Generalmajore als Berater für diese Kommandos zu ernennen, um so das C4 zu verbessern. Der Bau von 400 befestigten Polizeistationen und -lagern wurde in Angriff genommen, um die Sicherheit auf dem Teppich zu erhöhen. 75‘000 Leute wurden für die paramilitärischen Kräfte rekrutiert, um die revolutionäre Bewegung zu beseitigen. Es wurde auch beschlossen, 34 indische Reservebataillone zu bilden und 16‘000 SPOs in Chhattisgarh, Jharkhand, Bihar und Uttar Pradesh zu ernennen. Die Zahl der Lager/Polizeistationen wurde auf 400-500 erhöht. Der Nachrichtendienst in CRPF und BSF wurde verstärkt. Unter der Leitung des zentralen Innenministeriums wurden einheitliche Kommandos zur besseren Koordinierung der zentralen und der staatlichen Streitkräfte gebildet. Standard Operating Procedure (SOP) wurde formuliert, um die Zusammenarbeit zwischen den lokalen und den zentralen Kräften zu erleichtern. Die Ernennung von SPOs wurde strikter geplant. Weitere geheime konterrevolutionäre Gruppen, Kräfte, Organisationen und Kampagnen wurden konsolidiert und mit den zentralen und staatlichen Kräften koordiniert.

Falsche Reformen wurden in den Gebieten der Bewegung intensiviert. Das IAP wurde auf 82 Bezirke ausgedehnt. Eine neue Kapitulationspolitik und Belohnungen für Führer wurden angekündigt. Es wurden gross angelegte Pläne für Strassen und Kommunikationsnetze erstellt. Das Netz von Spitzeln und verdeckten Ermittlern wurde verstärkt. Die Zahl der Schulen für die Aufstandsbekämpfung wurde erhöht. Die staatlichen Polizeikräfte und die konterrevolutionären Banden wurden phasenweise ausgebildet, und es wurden Zulagen und andere Erleichterungen gewährt. Es gab ausserplanmässige Beförderungen, eine Erhöhung der Entschädigung im Falle des Verlustes von Menschenleben bei unseren Volksbefreiungsguerillaarmee-Angriffen auf bis zu 2‘800‘000 Rupien pro Kopf von der Zentralregierung, abgesehen von derjenigen der Landesregierung.

So begann die zweite Phase der OGH mit einer neuen Strategie und Taktik im Jahr 2011, die bis zum Mai 2014 andauerte. Die Unified Commands wurden auf alle Bundesstaaten ausgeweitet, was eine bessere Koordinierung zwischen der Zentralregierung und den Bundesstaaten ermöglichte. Die Vorbereitungen für den Einsatz von Armee und Luftwaffe in DK- und BJ-Gebieten wurden intensiviert. Es wurde mit dem Bau zahlreicher Hubschrauberlandeplätze und Landebahnen begonnen. In Chhattisgarh, Vidarbha, Andhra Pradesh, Bihar, Jharkhand und Odisha wurden Luftwaffenstützpunkte für Luftangriffe und die Unterstützung der Bodentruppen errichtet.

Demokratische und Bürgerrechtsorganisationen sowie Umweltschützer protestierten in grossem Umfang gegen den Vorschlag, die Armee einzusetzen. Der Staat hielt den Einsatz der Armee vorübergehend zurück, da er der Ansicht war, dass das Naxalitenproblem auch ohne die Armee mithilfe von Kommandoeinheiten nach Art der Greyhounds in den Griff zu bekommen sei, wobei er die Erfahrungen in Andhra Pradesh berücksichtigte. Die Regierung hat jedoch einen Plan zur dauerhaften Stationierung der Armee vorgelegt, indem sie 750 Quadratkilometer Land in den Maad-Hügeln in Chhattisgarh zugewiesen hat. In diesem Gebiet lebt eine der primitivsten Stammesgemeinschaften, Mariah Gond (lokale Stammesgemeinschaft), die im Begriff ist, auszusterben.

Während dieser Zeit wurde die Massenbasis aufgrund verschiedener Unzulänglichkeiten und Schwächen in der Partei sowie der unaufhörlichen Offensive des Feindes auf die Partei und die revolutionäre Bewegung verringert. Der Staat nutzte unsere Schwächen aus und verstärkte die Angriffe. Es kam zu einer Zunahme von Durchkämmungsoperationen, Neutralisierungsoperationen und Vertreibungsaktionen. Im Rahmen der OGH gab es die Operationen Anaconda-1 und -2 im Gebiet Saranda in Jharkhand, die Operation Octopus im Distrikt Latehar, die Operation Thunder in Jhumra Upper Ghats im Distrikt Bokaro, die Operation Marangdev in den Distrikten Palamu und Gadhava, Operation Sarvnash in den Distrikten Jamui und Banka, Operation Haka, Vijay und andere in Dandakaranya, mehrere Operationen in Bihar, AOB, Odischa, Tschattisgarh-Odischa-Grenz, West-Bengalen, Telangana, Karnataka-Tamil Nadu-Kerala in den Western Ghats. Bei diesen Operationen drangen die Streitkräfte der Zentralregierung und der Regierungen der Bundesstaaten ins Landesinnere vor und fügten uns Verluste zu. Es kam zu zahlreichen Verhaftungen, Folterungen, Grausamkeiten gegen Frauen und Zerstörung von Eigentum der Bevölkerung. Die Beschlagnahmung des Eigentums von Revolutionären war eine neue Methode wie in der Kolonialzeit. Die Gefängnisse waren mit Revolutionären und Menschen gefüllt. In Dandarkaranya, Jharkhand, AOB und Odischa kam es zu etwa 20 Massakern. Ausserdem wurden konterrevolutionäre Banden aktiviert, die getrennt oder zusammen mit der Polizei arbeiteten.

Auch diese Angriffe in der zweiten Phase zwangen uns, in einigen Gebieten zurückzutreten. In Jharkhand wurde in der Region Saranda an der Grenze zum Bundesstaat Odischa ein gefälschter Entwicklungsplan, der „Saranda Action Plan“, ins Leben gerufen, und es wurde ständig die falsche Propaganda verbreitet, dass die Maoisten in diesem Gebiet vollständig eliminiert seien. Als Teil des Psy-Krieges wurde dies als ein grossartiges Modell dargestellt, und dass solche Aktionspläne in allen Gebieten der Bewegung durchgeführt werden würden.

Die Zentralkräfte und die staatlichen Streitkräfte waren gemeinsam an schweren Operationen zur Beherrschung des Gebiets beteiligt. Die Operation Ende Dezember 2013 ist eine solche, die in allen Bundesstaaten der revolutionären Bewegung im ganzen Land durchgeführt wird. An diesen Angriffen sind Kräfte auf Bataillons- und Brigadeebene beteiligt. Diese Operationen zielten darauf ab, den strategischen Gebieten der revolutionären Bewegung einen Schlag zu versetzen, sie zu entkoppeln und zu deskoordinieren, viele Hürden und ungünstige Bedingungen für die Volksbefreiungsguerillaarmee-Kräfte im Guerillakrieg zu schaffen und die Kampfkraft der Volksbefreiungsguerillaarmee zu besiegen. Während dieser Zeit konnte uns der Staat mit informationsbasierten Angriffen einen Schlag versetzen.

Die Laufzeit des IAP wurde auf drei Jahre verlängert und 2013 wurden weitere Mittel freigegeben. Ein weiteres Programm zur Sicherung des Lebensunterhalts wurde eingeführt. „Roschini“, das Programm zur Schaffung von Arbeitsplätzen für Jugendliche, wurde von zwei Distrikten (Sukma in Tschattisgarh und West-Singhbhum in Jharkhand) auf 24 Distrikte ausgeweitet. Mehrere Programme wurden eingeführt, um die Studenten und die Jugend von der Bewegung zu distanzieren. Es wurde eine Politik der falschen Kapitulation entwickelt. Schwache Elemente der Partei wurden unterdrückt. Hunderte von Dorfbewohnern und Milizionären wurden als kapitulierend dargestellt.

Bei den politischen Angriffen wurde propagiert, dass Sozialismus und Kommunismus überholt seien; dass diese keinen Erfolg haben könnten; dass die revolutionäre Bewegung in 10 Jahren völlig zerschlagen sein werde; dass man nicht gewinnen könne, wenn man die Bewegung verlasse und der Polizei beitrete; dass man versuche, sie bald zu Spitzeln zu machen. Es wurde auch propagiert, dass es in der Partei Differenzen gibt. Es wurde versucht, die Stammes- und die Nicht-Stammes-Kader zu spalten, zwischen denen aus AP und CG in DK, zwischen denen aus Odisha und DK in Odisha, zwischen Yadav und Ganjhu in Bihar und Jharkhand. Infolgedessen haben wir einige Verluste erlitten.

Auf dem 4. Plenum des Zentralkomitees im Jahr 2013 wurde festgestellt, dass sich die Bewegung in einer schwierigen Lage befindet, und es wurden Taktiken zur Überwindung dieser Lage entwickelt.

Der Widerstand der Volksbefreiungsguerillaarmee hat sich in den Jahren 2012 und 2013 leicht verbessert, aber nicht in dem erforderlichen Ausmass. Daher begannen zahlreiche Truppen in das Landesinnere vorzudringen. Hubschrauber und Drohnen wurden verstärkt eingesetzt. Die gegnerische Offensive nahm zu. Die bewaffneten Kräfte des Feindes begannen mit dem Civic Action Program (CAP), um die Bevölkerung zu täuschen. Diese Art von Offensive dauerte dreieinhalb Jahre, aber die ständigen Guerilla-Aktionen der Volksbefreiungsguerillaarmee zwangen den Feind, mehr Kräfte in unseren Gebieten einzusetzen und seine Kräfte in weiten Teilen zu dezentralisieren. In den lebenswichtigen Gebieten konnten sie keine Kräfte nach ihrem Wunsch einsetzen. Infolgedessen konnten wir die feindliche Offensive in den lebenswichtigen Gebieten bis zu einem gewissen Grad eindämmen.

Die dritte Phase des OGH begann im Juni 2014. Im Mai 2014 kamen die faschistischen Hindutwa-Kräfte unter der Leitung von Modi an die Macht, was der feindlichen Offensive gegen die revolutionäre Bewegung noch mehr Schwung verlieh. Alle an der Macht befindlichen parlamentarischen Parteien, einschliesslich der revisionistischen Kommunistischen Partei Indiens und der Kommunistischen Partei Indiens (Marxistisch) im Zentrum und in den Bundesstaaten, formulierten gemeinsam neue Pläne, um die Entwicklung unserer Partei und der revolutionären Bewegung, die eine alternative Kraft im Land ist, zu verhindern. Sie begannen, die vom Imperialismus geförderten Reformen in einer sehr aggressiven Weise umzusetzen. Sie verstärkten die zentralen paramilitärischen Kräfte und die Reservebataillone in den Bundesstaaten. Einheimische Stammesjugendliche wurden für die Sonderpolizei, die paramilitärischen Kräfte und die indische Armee rekrutiert. 37 indische/spezialindische Reservebataillone wurden zusätzlich zu den bereits stationierten 106 paramilitärischen Bataillonen aufgestellt (9 davon sind COBRA-Bataillone). Und weitere sind geplant. In Jharkhand wurden 20‘000 Stellen bei der Polizei besetzt. Die ehemaligen Maoisten wurden in die Polizeikräfte aufgenommen. Die CRPF hat zwei Frauenkommandos mit je 35 Soldaten in Jharkhand und Chhattisgarh aufgestellt. Das Jharkhand Adiwasi (Stammesangehörige) Pahadiya (Hügel) Bataillon wurde geplant. Die Regierung von Bihar rekrutierte eintausend Stammesfrauen in den Gebieten der Bewegung. Die Teppichsicherheit wurde verstärkt und mehr Polizeistationen und Lager wurden befestigt. 400 Polizeistationen und -lager wurden in den Gebieten der Bewegung verstärkt. 16 Polizeistationen wurden in dem neu eröffneten Dreiländereck, das aus drei südlichen Bundesstaaten besteht, verstärkt. In Chintalnar im Bezirk Sukma wurde zum ersten Mal ein Feldlazarett eingerichtet. Den Polizeikräften wird eine Feldausbildung zuteil.

Millionen von Rupien wurden für ein Geheimdienstnetz ausgegeben. Auf der Grundlage von Informationen aus dem Nachrichtendienst wurden im Landesinneren Gebietsüberwachungen, Patrouillenfahrten über grosse Entfernungen und andere derartige Operationen eingeleitet. Gemeinsame Operationen zwischen Bezirken und Bundesstaaten sowie gemeinsame Operationen der verschiedenen Polizei-, Militär- und Kommandoeinheiten, SPOs und geheimen Mörderbanden wurden zur Regel. Angriffe auf unsere Guerillastützpunkte wurden intensiviert. Es wurden zunehmend Hubschrauber eingesetzt und nächtliche Angriffe geprobt. Die Führungsriege wurde ins Visier genommen. Die Überwachung über Mobiltelefone nahm zu. Die Anti-Naxal-Abteilung, Infotech und die Biotech Promotion Society (Chips) brachten gemeinsam eine spezielle Android-App heraus, um den Geheimdienst in der CG zu stärken. Dies half ihnen, Angriffe, Verhaftungen und Begegnungen in den Gebieten der revolutionären Bewegung zu erhöhen.

Die Kapitulationspolitik half den Offizieren, sich Geld zu beschaffen, und die einfachen Leute wurden gezwungen, sich zu ergeben. Mit der Ankündigung „Ergebt euch für einen Job“ sollten die Revolutionäre und ihre Unterstützer demoralisiert werden.

Der Feind ergriff ein Gebiet, das schwach geworden war, und begann mit Aufbauarbeiten. Der Regierungsapparat wird wieder aufgebaut und auf Dauer gestellt, um zu verhindern, dass die revolutionäre Bewegung wieder erstarkt. Strassen, Kommunikationsnetze, Elektrizität, Bewässerung werden eingerichtet, um die Plünderung der Ressourcen zu erleichtern. Schulen, kommunale Gebäude, Anganwadis und Gesundheitszentren werden zur Unterstützung der Lager errichtet. Eine Politik zur Vergabe von Strassenbauaufträgen an Einheimische wurde mit dem bösen Plan in Höhe von 2‘000‘000 Rupien im Namen der Beschäftigung der Jugend in Angriff genommen. Die Jugend wird durch die Ausbildung in verschiedenen Fertigkeiten und Berufen mobilisiert und zur Intelligenz entwickelt. Die Regierung von Kerala hat ein weiteres neues Programm zur Verteilung von Nahrungsmitteln für 100 Rupien pro Person gestartet.

In anderen Teilen von Jharkhand, Odischa, Tschattisgarh und Gadtschiroli in Maharaschtra wurden Aktionspläne nach dem Vorbild des „Saranda Action Plan“ aufgegriffen. Die multinationalen Konzerne und Unternehmen haben Programme zur sozialen Verantwortung der Unternehmen (CSR) aufgelegt, um die Wut der Menschen über Ausbeutung und Unterdrückung zu zerstreuen. Ein Betrag von rund 800‘000‘000 Rupien wurde für Reformen in den Gebieten der Bewegung ausgegeben. Der Tourismus wurde gefördert.

Jede Art von Protest und Widerstand wird unterdrückt. Intellektuelle, Demokraten und soziale Aktivisten werden als äusserst gefährlich für die Volksbefreiungsguerillaarmee-Kräfte dargestellt. In dem Bestreben, die städtische und die ländliche Bewegung voneinander zu trennen, wurden viele im städtischen Netzwerk als „Maoisten“ gebrandmarkt und mit dem „UAPA“ (Gesetz zur Verhinderung ungesetzlicher Aktivitäten) und Aufruhr belegt. Offiziere der Armee haben die von der Polizei und den paramilitärischen Kräften durchgeführten Aufstandsbekämpfungsmassnahmen geleitet. Die Dschungelkriegsschulen zur Terrorismusbekämpfung wurden aufgestockt, und Tausende von Polizei- und Paramilitärs erhielten eine entsprechende Ausbildung. Die Beamten des US-Konsulats besuchten die Gebiete der revolutionären Bewegung und die Dschungelkriegsschulen und führten Gespräche mit der Zentralregierung und den Regierungen der Bundesstaaten.

Mission-2016 und Mission-2017 wurden in den jeweiligen Jahren verabschiedet. Wir intensivierten unsere politischen, militärischen und organisatorischen Anstrengungen im ganzen Land und konnten sie bis zu einem gewissen Grad eindämmen. Der Volkskrieg-Guerillakrieg, der sich dem konterrevolutionären Krieg der ausbeuterischen herrschenden Klassen widersetzte, ist dabei von entscheidender Bedeutung. Wir haben auch die Volkskämpfe zu den täglichen und grundlegenden Problemen aufgenommen. Wir haben die Aktivitäten der vereinigten Tätigkeit verstärkt, die Kämpfe gegen die Vertreibung intensiviert und ausgeweitet, und all dies hat viel dazu beigetragen, die feindliche Offensive zurückzuschlagen. Andererseits hat die Partei Programme zur Ausbildung von Führungskräften (Leadership Training Programs — LTP) und zur Ausbildung von militärischen Führungskräften (Military Leadership Training Programs — MLTP) aufgelegt und politische und militärische Schulungen für alle Ebenen der Leitungskräfte durchgeführt. Sie untersuchte die sich durch die revolutionäre Bewegung verändernden gesellschaftlichen Bedingungen, agrarrevolutionäre Programme und revolutionäre Reformen. Wir haben einige Ergebnisse erzielt.

Die Intensität und die Ausbreitung von Guerillakampfaktionen im ganzen Land haben 2017 zugenommen. Aber wir haben auch subjektive Kräfte der Partei, der Volksbefreiungsguerillaarmee und der Volksorgane bei intensiven feindlichen Angriffen verloren, wie zum Beispiel in Ramguda im Oktober 2016. Der Feind beschlagnahmte auch eine beträchtliche Anzahl von Waffen und Munition. Die OGH konnte jedoch ihr Ziel nicht erreichen.

Im April 2017 kam es zu einem Überfall auf die Streitkräfte in Burkapal. Dies erschütterte die herrschenden Klassen. Am 8. Mai wurde ein hochrangiges Treffen einberufen, auf dem SAMADHAN“, ein neuer konterrevolutionärer Plan, formuliert wurde — eine Strategie und Taktik zur Beseitigung der maoistischen Bewegung anstelle von OGH oder in Fortsetzung von OGH. Für die Beseitigung der maoistischen Bewegung wurde ein Zeitraum von fünf Jahren festgelegt. Die wichtigsten Punkte von „SAMADHAN“, die derzeit laufen, sind:

  • Aggressive Angriffe anstelle von defensiven Methoden, Zentralisierung der Angriffe auf unsere Guerillastützpunkte und strategischen Gebiete.
  • Angriffe aus der Luft und damit verbundene Mechanismen.
  • Ausweitung und Verstärkung der Aufklärung durch UAV, Satelliten, GPS, Wärmebildtechnik, Infrarottechnik, CCTV-Kameras und Radare.
  • Es wurden einheitliche Kommandos bis zur Bezirksebene gebildet, die zivile, polizeiliche, paramilitärische und Luftwaffen-Offiziere umfassen. Es wurden auch taktische einheitliche Kommandos gebildet.
  • Erhöhung der Anzahl der staatlichen und lokalen Streitkräfte bei Kampfeinsätzen, Schutz von Strassenbauarbeiten und anderen Arbeiten dieser Art durch die Ausweitung von Operationen zur Beherrschung von Gebieten und ROP-Operationen.
  • Böse Propaganda in grossem Stil, die uns als entwicklungsfeindlich brandmarkt, wenn wir „Entwicklungs“-Arbeiten wie Kommunikations-Glasfasernetz, Eisenbahn und Stromleitungen zerstören.
  • Unterstützung Israels bei der Aufstandsbekämpfung und der Terrorismusbekämpfung, einschliesslich der Einfuhr von hochmodernen biotechnologischen Waffen und Technologien.
  • Der Bezirk Sukma wurde als Kerngebiet ausgewählt und ein spezieller Plan ausgearbeitet. Zwei COBRA-Bataillone wurden entsandt.
  • Eindämmung der finanziellen Mittel zur Kontrolle der maoistischen Aktivitäten.

Mit der strategischen Offensive „SAMADHAN“ soll die Agenda der Bildung eines „neuen Indiens“ bis 2022. Das „neue Indien“ ist nichts anderes als die Bildung eines Hindutwa-Staates. Die Partei erklärte den Kadern und der Bevölkerung das „neue Indien“ und formulierte ein konkretes Programm zur Bekämpfung von „SAMADHAN“. Innerhalb eines Jahres nach der Offensive wurden etwa 90 Polizisten getötet und 190 verletzt. Hundert von ihnen wurden in den von der Volksmiliz vorbereiteten Einstichlöchern verletzt. Die Volksbefreiungsguerillaarmee beschlagnahmte 25-30 Waffen und verschiedene Arten von Munition und anderem Kriegsmaterial. In den Gebieten, in denen die Bewegung aktiv ist, haben die Volkskämpfe zugenommen, abgesehen von den anderen Gebieten. Die Kämpfe richten sich u.a. gegen die aggressiven CNT- und SPT-Gesetze in Jharkhand und gegen das Gesetz über den Erwerb von Land. Die kleinbürgerlichen Sektionen haben unweigerlich Kämpfe aufgenommen, und die Partei versucht, in verschiedenen Formen in diese Kämpfe einzugreifen. Die Ergebnisse in diesem Zeitraum sind überwiegend positiv. Die Regierung behauptet, dass sie 44 der 126 „Naxal-befallenen“ Bezirke „Naxal-frei“ gemacht hat.

Im Jahr 2019 führte die Volksbefreiungsguerillaarmee fast 360 Aktionen in den verschiedenen Guerillazonen und roten Widerstandsgebieten durch. Sie führte fast 70 Aktionen gegen die gegnerischen Streitkräfte durch. Es kam zu rund 130 Begegnungen mit der Polizei, den paramilitärischen Kräften und den Kommandos. Dabei wurden 75 Angehörige verschiedener Kräfte getötet, 147 verletzt und 13 Waffen beschlagnahmt. In diesem Jahr fand eine relative Konsolidierung statt. Die Volksbefreiungsguerillaarmee zerstörte in 65 Guerilla-Aktionen zusammen mit der Bevölkerung Eigentum der Kompradoren und der Regierung im Wert von mehreren Millionen Rupien. Der Kampf gegen die Bergbauaktivitäten nahm in diesem Zeitraum einen wichtigen Platz ein. Es wurde darauf geachtet, der Volksbefreiungsguerillaarmee Kampffähigkeiten und technische Fertigkeiten zu vermitteln. Es wurde eine gemeinsame Bewegung gegen den brahmanischen Hindu-Faschismus initiiert. Verschiedene Programme wurden von den Parteikomitees aufgegriffen, um die Menschen unter den gegenwärtigen politischen Bedingungen zu mobilisieren. Ein Treffen der Chief Ministers der maoistisch beeinflussten Staaten unter der Leitung des zentralen Innenministers formulierte am 26. August 2019 einen Aktionsplan.

Bei diesem Treffen wurde ferner geplant, die Mittel für die Partei zu kürzen, das städtische Netz einzudämmen, mehr Strassen und Mobilfunkmasten in den Gebieten der Bewegung zu errichten, der örtlichen Jugend beim Bau von Strassen Bedeutung beizumessen, Privatunternehmen beim Bau von Mobilfunkmasten zu unterstützen, mehr Banken, Geldautomaten und Postämter zu errichten, um den Stammesangehörigen die Bargeldtransaktionen zu erleichtern, und Schulen nach dem Modell „Ekalavya“ zu errichten. Es war geplant, Maad, ein hügeliges Gebiet in Bastar in Tschattisgarh, das eines unserer strategischen Gebiete ist, mit 7 Bataillonen zu umzingeln. Es waren auch äusserst verdeckte faschistische Unterdrückungsmassnahmen geplant. Auch die Regierungen der Bundesstaaten kündigten Pläne an. Die Regierung von Tschattisgarh kündigte den betrügerischen Plan an, den Menschen in Maad Landzertifikate zu geben. Die Regierung von Telangana kündigte die Rekrutierung von 18 Tausend Polizisten an.

Im Jahr 2020 unternahm die Volksbefreiungsguerillaarmee 99 Guerilla-Aktionen. Der Minapa-Hinterhalt in Chhattisgarh ist die grösste Aktion, 8 waren mittelschwere Aktionen und 90 kleinere Aktionen. Eine Einheit der indischen Armee wurde unter dem Deckmantel lokaler Kräfte zur Durchkämmung entsandt, als die Volksbefreiungsguerillaarmee den Angriff unternahm. Dies war eine Antwort auf die Operation „Prahaar“ der Landesregierung, die in mehreren Phasen durchgeführt wird.

In den vergangenen 20 Jahren wurden 2‘958 bewaffnete Angehörige des indischen Staates getötet und 3‘507 verletzt. 3‘208 moderne Waffen verschiedener Art wurden vom Feind beschlagnahmt und 152‘899 Schuss Munition wurden sichergestellt. Durch die OGH von 2009 bis 2017 und die laufende „SAMADHAN“-Partei, die Volksbefreiungsguerillaarmee, die Revolutionären Massenorganisationen und die Revolutionären Volkskomitees wurden in den roten Widerstandsgebieten und den Guerillazonen schwer getroffen. Mehrere Kameraden und Genossen, von den Mitgliedern des Zentralkomitees bis zu den Dorfparteikomitees und Zellen, Kommandeure und Kämpfer der Volksbefreiungsguerillaarmee verschiedener Ränge, verloren bei feindlichen Angriffen ihr Leben. Partei und Volksbefreiungsguerillaarmee wurden durch Verhaftungen, Degeneration und Verrat geschwächt. Der Hauptgrund ist die Schwäche bei der ordnungsgemässen Anwendung der Regeln des Guerillakrieges und der geheimen Arbeitsmethoden. Hinzu kamen Unzulänglichkeiten und Schwächen bei der Formulierung einer angemessenen Taktik des Klassenkampfes entsprechend den Veränderungen der Produktionsverhältnisse infolge der Globalisierung. Dies führte zu ungünstigen Aspekten. Einige Guerillazonen erlitten einen vorübergehenden Rückschlag, einige wurden in Mitleidenschaft gezogen oder wurden schwach. Aus einigen mussten wir uns zurückziehen oder sie ganz räumen.

Anlässlich Jahrestages der Volksbefreiungsguerillaarmee im Jahr 2020 (die Volksbefreiungsguerillaarmee wurde am 2. Dezember 2000 gegründet) rief die Partei dazu auf, den Klassenkampf und den Guerillakrieg auszuweiten und zu intensivieren, um die konterrevolutionäre „SAMADHAN“ zu besiegen und die revolutionäre Bewegung voranzubringen. Der Partei, der Volksbefreiungsguerillaarmee und den Organen der Einheitsfront gelang es, die „Prahaar“-Kampagne (Angriff) zu besiegen, die der Staat im November 2020 angekündigt hatte und die bis Juni 2021 andauern sollte. Prahaar umfasste zehn Aspekte. Es gibt schwerwiegende Veränderungen in den Operationen der feindlichen Streitkräfte im Guerillakrieg. Diese sind: Umzingelung in zwei bis drei Kreisen, Angriff mit Artillerie wie Panzerfäusten und Mörsern und Beschuss von UBGLs. Derzeit befinden sich mehr als 6‘000 Polizisten, Paramilitärs und Kommandoeinheiten in den Gebieten der revolutionären Bewegung. Der Staat trifft Vorbereitungen für Prahar-3 im Oktober 2021. Am 26. September 2021 fand unter der Leitung des zentralen Innenministers ein Treffen der obersten Minister und der Polizeibeamten des Bundesstaates statt, bei dem über besondere Massnahmen zur Unterdrückung der maoistischen Bewegung beraten wurde.

Die Partei rief anlässlich ihres 17. Jahrestages ihre Kader dazu auf, die Partei stark und geheim für den Feind unbesiegbar zu machen. Sie rief auch dazu auf, den Guerillakrieg und den Klassenkampf zu intensivieren, die SAMADHAN-Prahar-Offensive zu schlagen und die revolutionäre Bewegung voranzutreiben. Das Volk spielte eine entscheidende Rolle bei den Erfolgen des Volkskriegs.

F: Wie viel von Indien ist durch die Revolution befreit worden, und wächst die revolutionäre Bewegung derzeit?

A: Wir haben Guerillazonen mit dem Ziel der Bildung von Stützpunktgebieten. Guerillazonen haben Guerillabasen. Guerillabasen sind vorübergehender Natur. Diese Guerillabasen werden innerhalb der Guerillazonen die Brennpunkte für die Entwicklung einer starken Partei, einer starken Volksbefreiungsarmee und einer Einheitsfront bilden und gleichzeitig günstige Bedingungen für die Errichtung von befreiten Gebieten schaffen, die politische Macht in Wellen ausweiten und das Tempo der Revolution beschleunigen. Durch die Intensivierung der Agrarrevolution in diesen Basen sollte das Land auf der Grundlage von „Boden denen, die es bebauen“ verteilt und die genossenschaftliche Bewegung unter dem Volk für die Entwicklung der Landwirtschaft gefördert werden. Die Guerillabasis ist also die embryonale Form des neu-demokratischen Staates. Daher bedeutet die Bildung der Guerillabasis einen bedeutenden Fortschritt im Prozess des Aufbaus der Stützpunktgebieten, sie wird einen starken Einfluss auf die Menschen in den Gebieten um die Guerillabasis ausüben und sie dazu inspirieren, sich stärker am Volkskrieg zu beteiligen.

Die Partei arbeitet mit dem Ziel, Bihar-Jharkhand und Dandakaranya in befreite Gebiete zu verwandeln. Es gibt Sondergebiete/Sonderzonen/Staaten im ganzen Land, wobei die Namen in den verschiedenen Staaten unterschiedlich sind. Es gibt Höhen und Tiefen, Drehungen und Wendungen in der Bewegung, die durch die Offensive des Feindes und subjektive Schwächen beeinflusst werden. Im Grossen und Ganzen ist die Partei jedoch fest davon überzeugt, dass die indische revolutionäre Bewegung mit dem klaren Ziel der Erlangung der Staatsmacht des Volkes durch die Verwirklichung der neu-demokratischen Revolution im Besitz der Theorie des Marxismus-Leninismus-Maoismus auf dem Weg des langwierigen Volkskriegs voranschreitet. Dieser Weg wird durch die Opfer des revolutionären Volkes, der Aktivisten, der Kämpfer und der verschiedenen Ebenen der Kader der Partei, der Volksbefreiungsguerillaarmee und der Organe der Strategischen und Taktischen Einheitsfront erhellt.

F: Natürlich wurden in den Befreiungszonen viele Massnahmen im Dienste des Volkes ergriffen. Könnten Sie beschreiben, welche Massnahmen zum Beispiel in den Bereichen Gesundheit und Bildung ergriffen wurden?

A: Ja. Gesundheitsfürsorge, Bildung und alle Arten von Wohlfahrtsaktivitäten für die Bevölkerung werden von den Revolutionären Volkskomitees in den Guerillabasen durchgeführt. In Dandakaranja heisst das „Janatana Sarkar“. In Bihar-Jharkhand wurde die Arbeit vom Krantikari Kisan Committee (KKC) (Revolutionäres Bauernkomitee) geleistet, und jetzt werden RPCs aufgebaut. Die RPCs kümmern sich auch um Landreformen. Dies werde ich in der Antwort auf Ihre nächste Frage erläutern. Die RPC ist die strategische Einheitsfront des Proletariats, der Bauernschaft, des Kleinbürgertums und der nationalen Bourgeoisie und hat ein Grundsatzpapier. Sie hat gemäss ihrem Grundsatzpapier gearbeitet.

Die RPC hat 9 Abteilungen, nämlich Finanzen, Verteidigung, Landwirtschaft, Gesundheit, Bildung und Kultur, Justiz, Forstsicherheit und Öffentlichkeitsarbeit. Diese Abteilungen und Organisationen kümmern sich um die Gesundheit und bieten den Menschen die notwendige Behandlung. Die Ärzte dieser Abteilungen gehen täglich zu den Menschen, um sie zu behandeln. Die Volksbefreiungsguerillaarmee-Ärzte bilden die RPC-Ärzte aus, und diese wiederum bilden die Ärzte in den RPCs auf Dorfebene aus. Sie stellen Geld für die Gesundheit der Menschen zur Verfügung. Die RPCs stellen 20% des Jahresbudgets für die Gesundheit zur Verfügung. Mit finanzieller und technischer Hilfe der übergeordneten RPCs und des Parteikomitees sorgen sie auch dafür, dass schwer kranke Menschen in Krankenhäuser in städtischen Gebieten gebracht werden. Die Ärzte lehren Sauberkeit und geben Kurse, in denen sie wissenschaftliche Kenntnisse über den menschlichen Körper, Krankheiten und Behandlungsmethoden vermitteln. Sie achten besonders darauf, den blinden Glauben in der Bevölkerung zu beseitigen, der aufgrund des Mangels an normaler Bildung in den letzten Generationen immer noch besteht, und auch auf die Gesundheit der Frauen. Im Vergleich zu früher hat sich die Einstellung der Menschen zur Gesundheit stark verändert. Die Gesundheitsämter haben Bücher herausgegeben, in denen allgemeines Wissen über Gesundheit und allopathische Arzneimittel erläutert wird. Sie haben auch Bücher über Kräutermedizin mit Fotos der Kräuter veröffentlicht. Die Ärzte, die alle Stammesgenossen sind, lernen Englisch, um die Namen der allopathischen Medikamente zu erkennen.

Was die Bildung betrifft, so stellt die Partei dafür spezielle Mittel zur Verfügung. Die RPCs betreiben Schulen auf Dorfebene und auch Internatsschulen auf Pantschajat-Ebene (mit einer Bevölkerung zwischen 500 und 3‘000 Einwohnern). Es ist interessant zu wissen, dass die Menschen sehr daran interessiert sind, die Schulen trotz der schweren Repressionen des Staates weiterzuführen. In solchen Orten werden die jungen Leute nachts ins Dorf geschickt, während die älteren Schüler und die Lehrer im Wald schlafen. Am Morgen erkunden sie die Umgebung und beginnen mit dem Unterricht erst, wenn klar ist, dass es keine Patrouillen in der Nähe gibt.

Die RPCs ernennen einige gebildete Jugendliche aus der Gegend zu Lehrern und geben ihnen ein Gehalt von 2‘500 bis 3‘000 Rupien Einige Lehrer sind Vollzeitaktivisten der Partei. Die Mitarbeiter, die auch Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigte sind, kochen und erledigen andere Dinge in der Schule. Die Schüler helfen ihnen beim Holen von Wasser, Feuerholz und so weiter. Sie machen auch die Reinigung.

Die zuständige RPC kümmert sich um das für die Schule benötigte Material wie Uniformen, Schiefertafeln, Bleistifte, Karten usw. Sie liefert Gemüse und andere Lebensmittel, die in den Kolchosen der RPC angebaut werden. Die Schüler säen auch Gemüse in der Nähe des Schulgeländes. In den Ferien sammeln sie Lebensmittel ein.

Der Lehrplan wird vom Education Department Committee (EDC) des DK Special Zonal Committee erstellt, überprüft und verbessert. Das EDC hat Lehrbücher für die Klassen 1 bis 5 erstellt. Die Schüler der 1. und 2. Klasse werden in Sprache (Gondi/Koja) und Mathematik unterrichtet. Ab der 3. Klasse werden Hindi (Sprache) und Sozialwissenschaften unterrichtet. Der Unterricht wird bis zur 8. Klasse mithilfe der Lehrbücher der bürgerlichen Regierung durchgeführt. Die Lehrer der Schulen des RPC werden in Workshops und Trainingskursen von der EDC in Unterrichtsmethoden geschult. Die Schulen zeigen eine gute Wirkung auf die Menschen in der Region.

In jeder Schule wird aus den Schülern ein Kulturteam gebildet. Auch dem Sport wird Aufmerksamkeit geschenkt. Die Chetna Natya Manch (CNM) bildet sie in Gesang und Tanz aus.

Mitglieder der Chetna Natya Manch (CNM), die maoistische Kulturorganisation.

F: Ein Thema, das für Ihre Revolution von grosser Bedeutung ist, ist eine echte Landreform. Könnten Sie erläutern, welche Massnahmen ergriffen wurden, um dies zu erreichen?

A: Die Landfrage wird von der revolutionären Bewegung seit der Gründung der beiden echten kommunistischen revolutionären Parteien im Jahr 1969 behandelt, die sich 2004 zur Kommunistischen Partei Indiens (Maoistisch) zusammenschlossen. Die Partei betrachtet die Agrarrevolution als Achse der Neuen Demokratischen Revolution und ist daher sehr daran interessiert, Land an die Landlosen und Armen zu verteilen und eine Veränderung der Produktionsverhältnisse herbeizuführen. Die revolutionären Massenorganisationen unter der Leitung der Partei haben dies getan, und nach der Gründung der Partei haben die revolutionären Volkskomitees diese Aufgabe übernommen.

In den ‘80er Jahren warfen wir in der Agrarrevolution die Landfrage auf. In der Anfangsphase besetzten die Menschen Waldland, Regierungsland, Tempelland und schliesslich das Land der Grossgrundbesitzer. Wann immer die Menschen das Land der Grossgrundbesitzer besetzten, organisierten diese private Armeen, um die Anführer der Bewegung zu massakrieren. Die bewaffnete Bewegung entwurzelte die Privatarmeen und vertrieb die Grossgrundbesitzer aus dem ländlichen Raum. Danach griff der Staatsapparat direkt in das Geschehen ein und setzte die Unterdrückung der Bewegung fort. Polizei, Paramilitärs, Spezialkräfte, Sonderkommandos und einige Einheiten der Armee sind in den Kampfgebieten im Einsatz. Seitdem sieht sich die revolutionäre Bewegung dem konterrevolutionären Ansturm ausgesetzt. Der Landkampf fand in der Küstenregion, in Telangana, Rajalseema, den Regionen von Andhra Pradesch, Jahanabhad, Patna, Ara, Arwal, Hajaribhag, Palamu, Gaja, Aurangabad, Bopkaro in Bihar-Jharkhand und einigen Teilen von Tamilnadu, Karnataka, Orissa und Maharastra statt. Die berüchtigten grausamen Privatarmeen waren Ranveer sena, Sanlight sena, Kurmi sena, Lorik sena und so weiter.

Die RPC führt seit 2011 eine „Landnivellierungskampagne“ durch. Ein Bericht über diese Kampagne würde einen Überblick über die laufenden Landreformen geben. Zu Beginn wurde eine detaillierte Erhebung über den Landbesitz der Familien in den Dörfern der RPC durchgeführt. Die Umfrage basierte auf den Erkenntnissen aus dem Dokument „Strategie und Taktik der indischen Revolution“. Das dritte Kapitel des Dokuments „Klassenanalyse der indischen Gesellschaft“ erklärt den Charakter, den Zustand und das Bewusstsein der bestehenden Klassen in der indischen Gesellschaft. In Bezug auf die Bauern heisst es darin:

Im Allgemeinen haben die landlosen Bauern, einschliesslich der Landarbeiter, kein eigenes Land und keine eigenen landwirtschaftlichen Geräte. Sie leben entweder ganz oder hauptsächlich vom Verkauf ihrer Arbeitskraft. Die landlosen und armen Bauern sind nicht nur mit wirtschaftlicher Ausbeutung, sondern auch mit sozialer Unterdrückung konfrontiert, da sie hauptsächlich aus rückständigen Kasten, Stämmen und Dalits stammen. Aufgrund dieser ausserökonomischen Formen des Zwangs führen sie nicht nur ein Leben in Hungersnot, sondern auch in Ausgrenzung am Rande der Gesellschaft. Die meisten der armen Bauern besitzen nominell Land oder haben kleine Parzellen gepachtet. Ebenso verfügen einige über spärliche landwirtschaftliche Geräte. Sie zahlen nicht nur Pacht und Zinsen, sondern verkaufen auch ihre eigene Arbeitskraft und werden somit in all diesen Formen ausgebeutet.

Sie machen 65-70% der Landbevölkerung aus. Von allen Klassen, die in der indischen Gesellschaft existieren, sind die armen und landlosen Bauern die grundlegenden Triebkräfte und die stärksten Verbündeten des Proletariats.“

Revolutionäre Massenorganisationen propagierten den politischen Aspekt der Kampagne. Chetan Naty Manch veröffentlichte zu diesem Anlass Audio- und Videoprogramme, die den Menschen die Kampagne näher brachten. Alle Parteikomitees, Volksbefreiungsguerillaarmee-Einheiten und Organe der Revolutionären Massenorganisationen nehmen zusammen mit den RPCs und der Bevölkerung an der Kampagne teil. Die Erhebung der RPCs auf Dorfebene umfasste die Einzelheiten des Grundbesitzes, der landwirtschaftlichen Geräte, des Viehs und der Arbeitskräfte in jeder einzelnen Familie. Anhand dieser Angaben wurde die Klasse der Familie ermittelt — landlose, arme, mittlere und reiche Bauern.

In Workshops wurden die Erhebungsberichte auf Gebietsebene (etwa 100-150 Dörfer) diskutiert. Der Workshop prüfte die Bewertungen und stellte die Berichte der verschiedenen RPCs des Gebiets fertig. Er beschloss und bewilligte das Budget für jedes RPC. Ursprünglich bestand die Kampagne darin, Land für Landlose bereitzustellen und das Land zu planieren, um die Produktion zu steigern. Die Menschen machen die Arbeit kollektiv nach dem Plan der RPC. In einigen wenigen RPCs sammeln die Menschen selbst Geld für die Kampagne. Viele landlose Familien haben im Rahmen dieser Kampagne Land erhalten.

Nach einigen Jahren umfasste die Kampagne auch andere Arbeiten wie das Anlegen von Teichen zur Behebung des Wassermangels und zur Bewässerung sowie den Bau von Häusern. Im Laufe der Jahre bauten einige RPCs auch Brücken über die kleinen, aber schnell fliessenden Bäche, um den Dorfbewohnern die freie Bewegung zu erleichtern, insbesondere zu den Wochenmärkten, um Waren des täglichen Bedarfs zu kaufen.

Die Familien der Gefallenen, der politischen Gefangenen und der hauptamtlichen Militanten der Partei und der Volksbefreiungsguerillaarmee werden bei diesen jährlichen Kampagnen unterstützt. Die Kampagne beginnt im Januar und endet etwa Mitte Februar. „Bhoomkal divas“ wird am 10. Februar mit der Inbrunst des Erfolgs der Kampagne gefeiert. Gemäss dem Beschluss der Partei wird dieser Tag als Tag der Staatsmacht des Volkes gefeiert. Die Regierung und die Polizeikräfte wissen von der Kampagne und versuchen, sie zu stören. Während der Kampagnen kam es fast überall in der Sonderzone Dandakaranya zu 80 Zusammenstössen, bei denen 50 Mitglieder der Volksmiliz, der Massenorganisationen und einfache Menschen ihr Leben verloren und weitere 25 verletzt wurden. Hunderte wurden verhaftet. Deshalb stellen die RPCs Wachen und Patrouillen rund um die Dörfer auf, um die Bevölkerung zu schützen und dafür zu sorgen, dass die Kampagne nicht gestört wird. Die RPC setzt auch ihre Ärzte ein, um die an der Kampagne teilnehmenden Menschen zu behandeln.

In den vergangenen etwas mehr als zehn Jahren wurde die Kampagne in 3‘507 Dörfern in 573 Pantschajats durchgeführt. 9‘053 armen Familien, 3‘219 mittleren Bauern und 509 reichen Bauern wurde beim Anbau geholfen. Zusätzlich zu diesen Familien wurden 838 Familien von Märtyrern, 920 Familien von Gefangenen und 2‘181 Familien von Vollzeit-Volksbefreiungsguerillaarmee-Kämpfer unterstützt. Insgesamt wurden 33‘440 Familien und 34‘324 Hektar Land neu bebaut, eingeebnet oder instand gesetzt.

Es ist wahr, dass noch viel zu tun ist. Die Bewegung sieht sich unaufhörlichen Repressionskampagnen des Staates gegenüber, und die Partei und ihre beiden anderen Wunderwaffen finden Wege, um die Arbeit unter der Bevölkerung in verschiedenen Bereichen fortzusetzen.

F: Ein weiterer Bereich von grosser Bedeutung für die indische Revolution ist die Befreiung der Frauen. Die verstorbene Genossin Anuradha Ghandy hat dazu einen wichtigen Beitrag geleistet, und ich empfehle unseren Lesern die Lektüre ihres Werkes „Philosophische Tendenzen der feministischen Bewegung“. Würden Sie erklären, wie die indische Revolution diese Sache vorangebracht hat?

A: Frauen sind die am meisten unterdrückte soziale Gruppe in der Gesellschaft. Sie sind die Hälfte der Gesellschaft. Sie verrichten die meiste Arbeit im Haushalt und auch in der Produktion, primär in der Landwirtschaft. Aber sie haben keine Rechte in Bezug auf Eigentum, Entscheidung und Kinder. Dieser Zustand führt natürlich dazu, dass Frauen über ihre Befreiung nachdenken. Mit dem Erstarken der revolutionären Bewegung im Lande erkennen die Frauen der unterdrückten Klassen, nämlich des Proletariats, der Bauern und des Kleinbürgertums, immer mehr, dass dies der Weg ist, den sie gehen können. Sie werden in Massenorganisationen mobilisiert, durch die sie ein Bewusstsein für ihre Emanzipation entwickeln. Es gibt einige wenige Genossinnen aus den städtischen Gebieten, die im Zuge der Lösung ihres persönlichen Problems mit einer Massenorganisation in Berührung kamen, aktive Mitglieder der Organisation wurden, etwas über Revolution und bewaffneten Kampf lernten, verstanden, dass die Emanzipation der Frauen nur im Prozess der Emanzipation der gesamten unterdrückten Klassen erreicht werden kann, und der Partei beitraten. Sie sind jetzt auf verschiedenen Führungsebenen tätig.

Frauen verfügen über eine enorme Kraft. Unsere Partei und die Volksbefreiungsguerillaarmee haben viele Klassenkämpfe gegen den Feind, einschliesslich des Patriarchats, geführt und in gewissem Masse eine Veränderung in der Gesellschaft bewirkt. Unsere Partei unternimmt grosse Anstrengungen, um die patriarchalischen Werte unter den Kadern an drei Fronten — in der Partei, der Volksbefreiungsguerillaarmee und der UF-Organisation — zu überwinden und die Stärke und Kreativität der weiblichen Kader zu erkunden.

Kämpferinnen der Volksmiliz.

F: Welche Position vertritt die Kommunistische Partei Indiens (Maoistisch) in der Kaschmir-Frage?

A: Das Volk von Kaschmir hat für seine „Unabhängigkeit“ gekämpft, seit Gulab Singh Dogra 1846 in Kaschmir an die Macht kam. Die Herrschaft der Dogra in Kaschmir endete mit der Kapitulation des Dogra-Königs Raja Hari Singh vor der Indischen Union im Jahr 1947. Kaschmir wurde am 26. Oktober 1947 mit der Vereinbarung, „das Problem durch ein Plebiszit zu lösen“, in die Indische Union eingegliedert und wurde Teil der faschistischen Herrschaft der indischen Ausbeuter-Herrscher.

Als es im Oktober 1947 zu kommunalen Unruhen in Kaschmir kam, starben fast zweieinhalb Lakh Muslime und Raja Hari Singh floh nach Jammu. Später fälschten die indischen Machthaber einen Brief mit dem Datum der Ernennung des Führers der Nationalen Konferenz Shek Abdullah zum Premierminister von Kaschmir und brachten ihn an die Macht. 1951 wurden in Kaschmir Wahlen abgehalten, bei denen die Nationale Konferenz 73 der 75 Sitze ohne Gegenkandidaten errang. Shek Abdullah schloss ein Abkommen mit Nehru, um Jammu-Kaschmir besondere Befugnisse einzuräumen. Demnach waren die Befugnisse des Zentrums in Kaschmir begrenzt.

Artikel 370 wurde über Nacht in die Verfassung aufgenommen, um das brennende Kaschmir-Problem abzukühlen. Der Artikel verlieh Kaschmir einen Sonderstatus. Es wurde vereinbart, dass Indien sich nicht einmischen darf, ausser in den Bereichen Aussenpolitik, Verteidigung, Währung und anderen Fragen. Gemäss dieser Vereinbarung gelten die Gesetze des indischen Parlaments nicht für Kaschmir. Der Führer des Staates erhielt den Status eines Premierministers. Sie erhielten die Befugnis zur Selbstverwaltung, um ihre eigenen Gesetze zu erlassen. Doch nichts davon wurde in die Tat umgesetzt.

Schliesslich wurden Artikel 370 und auch 35A für ungültig erklärt und Kaschmir offiziell der Sonderstatus aberkannt. Es wurde vollständig in die indische Regierung eingegliedert. Die indischen Machthaber haben den nationalen Befreiungskampf des kaschmirischen Volkes in Blut ertränkt und ihn in nationalen und internationalen Foren als Separatismus verharmlost, die Aktivisten in Kaschmir seien von Pakistan angestiftet, die Bewegung sei grenzüberschreitender Terrorismus und ein Störfaktor. Sie verschwören sich auf vielfältige Weise, um den Kampf des Volkes, das für das Überleben seiner Nationalität, für sein Recht auf Abspaltung und Selbstbestimmung kämpft, zu erniedrigen und ihren repressiven Massnahmen Geltung zu verschaffen.

Unsere Partei unterstützt die Bewegung der kaschmirischen Nationalität. Unsere Partei stellt klar, dass in der „Demokratischen Volksrepublik Indien“, die unter der Führung des revolutionären Proletariats gebildet werden soll, alle Nationalitäten des Landes das Recht auf Trennung und Selbstbestimmung haben werden, dass sie eine angemessene Lösung für ihre Probleme erhalten und dass der Weg für ihre dauerhafte Befreiung erleichtert wird.

F: Ein weiteres Problem, mit dem Indien konfrontiert ist, ist das unterdrückende Kastensystem. Welche Position vertritt die Kommunistische Partei Indiens (Maoistisch) in dieser Frage, und wie plant sie, sich diesem unterdrückerischen System zu widersetzen?

A: Unsere Partei behandelt das Kastenthema als ein der indischen Gesellschaft eigenes Problem. Unsere Partei vertritt die Auffassung, dass die Menschen ebenso wie in verschiedene Klassen in verschiedene Kasten eingeteilt sind, und dass wir daher eine klare Haltung zu diesem Thema im Allgemeinen und im Besonderen haben sollten. In unseren Grundlagendokumenten „Parteiprogramm“ und „Strategie und Taktik der indischen Revolution“, die vom 9. Parteitag unserer neuen Partei im Jahr 2007 verabschiedet wurden, haben wir deutlich erwähnt, dass wir die Menschen der Dalits und der rückständigen Kasten sowie die demokratischen Kräfte in den anderen Kasten mobilisieren und eine starke Bewegung zu diesem speziellen Problem aufbauen müssen, mit dem Ziel einer neuen demokratischen Revolution.

[…] Das Kastensystem ist nicht nur ein überstrukturelles Phänomen, sondern auch ein Teil der wirtschaftlichen Basis. Angesichts dessen ist die Zerstörung des Kastensystems, einschliesslich der Beseitigung der Unberührbarkeit, zusammen mit dem Kampf gegen alle Erscheinungsformen des Brahmanismus, ein notwendiger Bestandteil der neudemokratischen Revolution im Lande. Das Kastensystem und der Brahmanismus sind im Wesentlichen elitär und hierarchisch und vermitteln den Menschen von Geburt an ein Gefühl der Überlegenheit gegenüber anderen Kasten, die niedriger sind als sie selbst, und all dies wird im Namen der Religion geheiligt. Es ist auch eine tödliche Waffe, mit der die unterdrückten Massen gespalten werden können. Eine solche elitäre Struktur ist ideal für jedes Ausbeutungssystem.“ (Strategie und Taktik, Seite 6.)

Der kastenbasierte brahmanische Feudalismus wirkt als Fessel für die Entwicklung der Produktivkräfte, indem er die grosse Mehrheit des indischen Volkes unter rückständigen Produktionsverhältnissen festhält. Wirtschaftlich gesehen hält er die überwältigende Mehrheit der Menschen in bitterer Armut und Not und drückt ihre Kaufkraft. Dadurch wird das Wachstum des Binnenmarktes behindert, die industrielle Entwicklung gebremst und die Wirtschaft stagniert und es kommt zu Massenarbeitslosigkeit. Politisch unterdrückt sie die demokratischen Rechte der Massen und schafft mancherorts sogar einen ‚Staat im Staat‘, d.h. eine parallele Grundherrschaft in den ländlichen Gebieten mit eigenen Privatarmeen oder mit Unterstützung von staatlich angeheuerten bewaffneten Söldnern. Dadurch wird die Bauernschaft in ständiger Unterwerfung und Knechtschaft gehalten. In sozialer und ideologischer Hinsicht bringen der Brahmanismus und das Kastensystem zusätzliche Unterdrückung für die unterdrückten Kasten und Dalits. Bei den Dalits nimmt dies die unmenschliche Form der Unberührbarkeit an. Sie dienen auch als Massnahmen für ausserökonomische Formen der Gewinnung von Überschüssen durch die feudalen Interessen.“ (Strategie und Taktik, Seite 8.)

Der Kastentum wird benutzt, um die tatsächlichen Kämpfe der unterdrückten Kasten, die sich gegen den Imperialismus, den Feudalismus und den kompradorbürokratischen Kapitalismus richten, zu entgleisen.“ (Parteiprogramm, Seite 8.)

Wir haben viele Kämpfe gegen die Klassenausbeutung, die Unterdrückung und die Herrschaft der Grossgrundbesitzer und der hierarchischen Kräfte sowie gegen die soziale Unberührbarkeit, die Gräueltaten, die Unterdrückung und die physischen Angriffe in den ländlichen Gebieten vieler Staaten des Landes aufgenommen. Als die hierarchischen Unterdrücker und Kastenchauvinisten in Bihar, Andhra Pradesh und Maharashtra Dalits massakrierten, setzten wir uns entschlossen für die Opfer ein und begannen mit gross angelegten Propaganda- und Protestaktionen, um diese Grausamkeiten aufzudecken. Wir haben diese reaktionären Kräfte in Orten wie Lakshmanpur Bathe, Senari, Dalil Chowk-Bhagoura und Karamchedu ausgelöscht. In Bihar bildeten die bösen hierarchischen Kräfte der Grundbesitzerkaste seit Ende der 1970er Jahre bis ins letzte Jahrzehnt Brahmarshi Sena, Bhoomi Sena, Savarna Liberation Front, Sunlight Sena, Ranaveer Sena und andere derartige Armeen mit Unterstützung der Führer der politischen Parteien der Ausbeuterklassen und der staatlichen Verwaltung und verübten mittelalterlich anmutende Massaker und zahllose Gräueltaten an den Menschen der Dalit und anderer unterdrückter Klassen und Kasten mit dem Ziel, die revolutionäre Bewegung zu beseitigen. Das unter der Leitung der Partei bewaffnete unterdrückte Volk schlug diese Armeen und ihre Anführer einen nach dem anderen nieder, und nur so konnte die revolutionäre Bewegung vorankommen.

Eine grosse Errungenschaft ist, dass die unterdrückten Menschen der Dalits, der rückständigen Kasten und der Adiwasi im Klassenkampf ausgebildet wurden und ihre Führungsrolle nicht nur in den Massenorganisationen auf Dorfebene, den Revolutionären Volkskomitees, der Partei und der Volksbefreiungs-Guerillaarmee, sondern auch auf staatlicher und zentraler Ebene zunahm.

Unsere Erfahrung zeigt jedoch, dass unsere Versuche angesichts der Struktur des Problems nicht ausreichen. Die verschiedenen Klassen- und Sektionsorganisationen unter der Leitung unserer Partei werden die Menschen der Dalits und anderer unterdrückter Kasten, demokratischer Klassen und Sektionen politisch mobilisieren und Bewegungen gegen die Unterdrückung durch die Kaste aufbauen, mit dem Ziel, die Kaste zu vernichten. In Anbetracht des Ausmasses und der Wirkung der gegenwärtigen Bewegung müssen wir uns bemühen, die Kämpfe zu diesem Thema auf eine höhere Ebene zu heben. Wir müssen diese Kämpfe mit dem agrarrevolutionären Kampf und den antiimperialistischen Kämpfen koordinieren und sie in einer effektiven Weise aufgreifen. Unsere Klassenorganisationen müssen ihre Aktivitäten mit den verschiedenen Sonderorganisationen und Foren der Einheitsfront koordinieren, die zu diesem Thema arbeiten.

F: Eine Gruppe von Menschen, die das Rückgrat der indischen revolutionären Bewegung gebildet hat, sind die Adiwasi. Könnten Sie deren Rolle in der indischen Revolution erläutern, sowohl historisch als auch aktuell?

A: Indien hat eine lange Geschichte von Kämpfen der indigenen Bevölkerung gegen die Briten. Die Stammesvölker im ganzen Land lehnten sich gegen die Plünderung durch die britischen Imperialisten auf. Um nur einige zu nennen: der Santhal-Aufstand in der damaligen Präsidentschaft Bengalens (das heute zum Bundesstaat Jharkhand gehört), der Munda-Aufstand im heutigen Jharkhand, die Paralkot- und Bhoomkal-Aufstände in Bastar im heutigen Chhattisgarh, der Aufstand in Gadchiroli in Maharaschtra und der Manjam Pituri in Andhra Pradesch erschütterten die britische Herrschaft, wenn auch nur für kurze Zeit. Abgesehen von der internationalen wirtschaftlichen und politischen Lage zwangen die Stammesrevolten die Briten in erheblichem Masse, das Land zu verlassen. Während die feudale Kompradorenschicht des Landes mit den Briten kollaborierte und sich bereit erklärte, die Macht in ihrem Namen zu übernehmen, setzte die Stammes- und Bauernbevölkerung ihre militanten Kämpfe fort.

Monument der Kommunistischen Partei Indiens (Maoistisch) für gefallene Kameraden und Genossen.

Die Tradition setzte sich unter der Herrschaft der kompradorbürokratbourgeoisen Klasse im Lande fort. Nach der Machtübergabe von den Briten an die indischen Kompradoren im Jahr 1947 kam es zu einigen Stammesrevolten. Die revisionistische Kommunistische Partei Indiens und die Kommunistische Partei Indiens (Marxistisch) wichen vom wahren Weg der Revolution ab und täuschten die Menschen im Lande. Der bewaffnete Bauernkampf in Naxalbari, der vom revisionistischen Weg abwich, versetzte diesem einen schweren Schlag und zeigte den Weg der indischen Revolution auf. Seit der Bildung echter kommunistischer Parteien nach dem Kampf werden die Stammesaufstände nicht mehr als blosse Stammesaufstände, sondern als Teil des maoistischen langwierigen Volkskriegs geführt.

Zu den laufenden Kämpfen der Stammesbevölkerung gehören vor allem die Kämpfe für jal-junglezameen-ijjat-adhikar (d.h. Wasser-Wald-Boden-Macht) und gegen Vertreibung. Die Stammesbevölkerung und die mit ihr verbündeten Klassen, die Arbeiter, Bauern, die Kleinbourgeoisie und die nationale Bourgeoisie, sind sich darüber im Klaren, dass der Kampf gegen die Vertreibung nicht nur ein Kampf um das Überleben und die Identität ist, sondern Teil des antiimperialistischen, antifeudalen und antikompradorbürokratkapitalistischen Klassenkampfes des Landes ist.

Die indigenen Völker der Guerillazonen des Landes sind in der langwierigen Volkskrieg in der Partei, der Volksbefreiungsguerillaarmee, den revolutionären Massenorganisationen, den revolutionären Volkskomitees, der Volksmiliz und anderen Organen dieser Art organisiert. Sie sind, wie Sie sagten, das Rückgrat, denn strategisch bereitet sich die Partei auf die Machtergreifung in den relativ rückständigen Waldgebieten vor.

F: Was rät die Kommunistische Partei Indiens (Maoistisch) dem internationalen Proletariat, und wie können Freunde des indischen Volkskriegs im Ausland sie unterstützen?

A: Ihr könnt die indische revolutionäre Bewegung unterstützen, indem ihr die revolutionären Bewegungen in euren Ländern verstärkt und direkt eure Stimme zur Unterstützung der indischen Bewegung erhebt. In der zweiten Welle der Corona-Pandemie wurde die Lebensgrundlage der Menschen auf der ganzen Welt vernichtet. Offizielle Statistiken zeigen über 4‘400‘000 Todesfälle in der ganzen Welt und über 400‘000 in Indien. Wissenschaftler warnen die Welt vor der Möglichkeit einer dritten Welle und anderen Formen von COVID. Anstatt die notwendigen Gesundheitseinrichtungen bereitzustellen, nutzen die Imperialisten und ihre Kompradorenherrscher diese schwere Katastrophe, um ihren Reichtum zu vergrössern. Die Schliessungen haben die Wirtschafts- und Finanzkrise der kapitalistischen Ordnung verstärkt.

Lohnkürzungen, die Abschaffung anderer Leistungen, Preiserhöhungen und andere volks- und arbeiterfeindliche Massnahmen werden ergriffen, um die Krise auf den Schultern der Bauern und Mittelschichten abzuladen. Dadurch wird das Leben der einfachen Leute, einschliesslich der Arbeitnehmer, zur Hölle. Der Reichtum der Kapitalisten ist um ein Vielfaches gestiegen.

In diesem Jahr gibt es in europäischen Ländern wie Frankreich und Deutschland und auch in den USA militante Demonstrationen und Agitationen der Arbeiter und der Mittelschicht. Es gibt Protestdemonstrationen und verschiedene Formen von Agitationen im Irak, in Kampuchea, Peru, Chile, Libanon, Ecuador, Indien, Pakistan und anderen Ländern. Frauen und Jugendliche beteiligen sich zunehmend an diesen Demonstrationen. Die Menschen sind wütend über den Mangel an Arbeitsplätzen, Bildung, Gesundheit und anderen grundlegenden Einrichtungen, die hohen Preise, die Wachstumsrate des BIP ohne Beschäftigung, die Zerstörung der Umwelt und andere Dinge.

Die grundlegenden Widersprüche in der Welt verschärfen sich in einer noch nie dagewesenen Weise. Dies führt zu einer Intensivierung der Volkskämpfe. Die Richtung dieser Demonstrationen und Agitationen auf der ganzen Welt gegen die Ausbeutung durch die Unternehmen und den Unterschied zwischen Arm und Reich ist zweifelsohne auf eine alternative Wirtschaftsordnung gerichtet.

Unter diesen Bedingungen muss das Proletariat aller Länder seine Einheit stärken und einen entschlossenen Kampf gegen den Imperialismus führen, mit dem Ziel, ihre eigenen Länder zu befreien und auf den Aufbau des Sozialismus hinzuarbeiten, um den Kommunismus in der ganzen Welt zu erreichen.