Mao Tse-tung: “Drigende Aufgaben nach der Herstellung der Zusammenarbeit zwischen der Kuomintang und der kommunistischen Partei”

Proletarier aller Länder, vereinigt euch!
Es gibt ein Ziel, die Eroberung der Macht!

DRINGENDE AUFGABEN NACH DER HERSTELLUNG DER ZUSAMMENARBEIT ZWISCHEN DER KUOMINTANG UND DER KOMMUNISTISCHEN PARTEI

Mao Tse-tung
25.09.1937

Ausgewählte Werke
Band 2
Reproduziert von
Die Rote Fahne

DRINGENDE AUFGABEN NACH DER HERSTELLUNG DER ZUSAMMENARBEIT ZWISCHEN DER KUOMINTANG UND DER KOMMUNISTISCHEN PARTEI

Bereits im Jahre 1933 veröffentlichte die Kommunistische Partei Chinas eine Deklaration, in der sie sich bereit erklärte, auf der Grundlage dreier Bedingungen mit beliebigen Einheiten der Kuomintang-Truppen Abkommen über den Widerstand gegen die japanische Aggression zu schliessen: Einstellung des Angriffs gegen die Rote Armee, Gewährung von Freiheiten für die Volksmassen und Bewaffnung der Volksmassen. Das geschah, weil nach den Ereignissen des 18. September 1937 der Kampf gegen die Aggression des japanischen Imperialismus in China zur wichtigsten Aufgabe des chinesischen Volkes geworden war. Aber es gelang uns damals nicht, das gesteckte Ziel zu erreichen.

Im August 1935 wandten sich die Kommunistische Partei Chinas und die chinesische Rote Armee an alle politischen Parteien und Gruppen sowie an alle Landsleute mit dem Aufruf, eine vereinigte antijapanische Armee sowie eine Regierung der Landesverteidigung für den gemeinsamen Kampf gegen den japanischen Imperialismus zu schaffen.1 Im Dezember des gleichen Jahres nahm die Kommunistische Partei Chinas eine Resolution für die Organisierung einer antijapanischen nationalen Einheitsfront mit der nationalen Bourgeoisie2 an. Im Mai 1936 veröffentlichte die Rote Armee ein Telegramm, worin sie von der Nanking-Regierung forderte, den Bürgerkrieg einzustellen und gemeinsam gegen Japan zu kämpfen3. Im August 1936 richtete das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas an das Zentralexekutivkomitee der Kuomintang ein Schreiben, in dem es von der Kuomintang die Einstellung des Bürgerkriegs und die Schaffung einer Einheitsfront der beiden Parteien für den gemeinsamen Kampf gegen den japanischen Imperialismus forderte.4 Im September 1936 nahm die Kommunistische Partei eine Resolution über die Schaffung einer einheitlichen demokratischen Republik in China5 an. Die Kommunistische Partei beschränkte sich nicht auf die Deklaration, das Telegramm, das Schreiben und die Resolutionen, sondern entsandte ihre Vertreter, die zu wiederholten Malen Verhandlungen mit der Kuomintang führten; aber auch das blieb ergebnislos. Erst als es Ende 1936 zu den Sian-Ereignissen gekommen war, erzielte der bevollmächtigte Vertreter der Kommunistischen Partei Chinas mit den Hauptverantwortlichen der Kuomintang-Führung ein für die damalige Politik wichtiges Übereinkommen, nämlich die Einstellung des Bürgerkriegs zwischen den beiden Parteien, ausserdem wurde eine friedliche Beilegung der Sian-Ereignisse herbeigeführt. Das war ein grosses Ereignis in der Geschichte Chinas, und seitdem ist die notwendige Voraussetzung für die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit zwischen den beiden Parteien gegeben.

Am 10. Februar dieses Jahres, am Vorabend der 3. Plenartagung des Zentralexekutivkomitees der Kuomintang, richtete das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas für die konkrete Aufnahme der Zusammenarbeit der beiden Parteien an die Kuomintang-Tagung ein Telegramm, in dem es seine Vorschläge systematisch darlegte.6 In diesem Telegramm forderte das Zentralkomitee die Kuomintang auf, der Kommunistischen Partei zu versichern, dass sie folgende fünf Verpflichtungen eingehe: den Bürgerkrieg einzustellen, Demokratie und Freiheit zu verwirklichen, eine Nationalversammlung einzuberufen, unverzüglich Vorbereitungen zum Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression zu treffen und die Lebensbedingungen des Volkes zu verbessern. Die Kommunistische Partei garantierte ihrerseits der Kuomintang, folgende vier Verpflichtungen zu übernehmen: die Feindschaft zwischen den beiden politischen Mächten zu beseitigen, die Rote Armee umzubenennen, in den revolutionären Stützpunktgebieten eine neudemokratische Ordnung zu errichten und die Beschlagnahme des Bodens der Grundherren einzustellen. Das war ebenfalls ein wichtiger politischer Schritt, denn ohne diesen wäre die Aufnahme der Zusammenarbeit zwischen den beiden Parteien bestimmt verzögert worden, und das hätte sich auf die schleunigst durchzuführenden Vorbereitungen zum Widerstandskrieg gegen Japan äusserst schädlich ausgewirkt.

Danach wurde in Verhandlungen von beiden Seiten ein Schritt zur gegenseitigen Annäherung getan. Zu den Fragen eines gemeinsamen politischen Programms der beiden Parteien, der Aufhebung des Verbots der Massenbewegung, der Freilassung der politischen Häftlinge, der Umbenennung der Roten Armee usw. machte die Kommunistische Partei noch konkretere Vorschläge. Obwohl die Verkündung eines gemeinsamen Programms, die Aufhebung des Verbots der Massenbewegung, die Anerkennung der neuen Ordnung in den revolutionären Stützpunktgebieten bis auf den heutigen Tag immer noch ausbleibt, wurde der Befehl über die Umbenennung der Roten Armee in Achte Route-Armee der Nationalrevolutionären Armee (entsprechend der Kriegsgliederung der an der antijapanischen Front kämpfenden Truppenverbände wird sie auch 18. Armee genannt) bereits erlassen — etwa einen Monat nach dem Fall von Peiping und Tientsin. Die der Kuomintang bereits am 19. Juli übergebene Deklaration des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas über die Aufnahme der Zusammenarbeit zwischen den beiden Parteien und der Text der Erklärung Tschiang Kai-scheks über die Anerkennung des legalen Status der Kommunistischen Partei — der vereinbarungsgemäss gleich nach der Deklaration bekanntgegeben werden sollte — wurden ebenfalls schon am 22. und 23. September, als die Lage an der Front kritisch war, von der Zentralen Nachrichtenagentur der Kuomintang veröffentlicht, wenn auch bedauerlicherweise mit grosser Verspätung. In dieser Deklaration sowie im Text der Erklärung Tschiang Kai-scheks wurde die Aufnahme der Zusammenarbeit zwischen den beiden Parteien verkündet, und damit ist die unerlässliche Grundlage für die grosse Sache des gemeinsamen Kampfes der beiden Parteien zur Rettung des Vaterlands geschaffen worden. Die Deklaration der Kommunistischen Partei wird nicht nur die Richtlinie für den Zusammenschluss der beiden Parteien, sondern auch die grundlegende Richtlinie für den grossen Zusammenschluss des ganzen Volkes darstellen. In seiner Erklärung hat Tschiang Kai-schek den legalen Status der Kommunistischen Partei im ganzen Land anerkannt und darauf verwiesen, dass der Zusammenschluss zur Rettung des Vaterlands notwendig ist. Das ist gut. Dennoch hat er weder den Eigendünkel der Kuomintang abgelegt noch die notwendige Selbstkritik geübt, und das kann uns nicht zufriedenstellen. Aber wie dem auch sei, die Einheitsfront der beiden Parteien ist bereits proklamiert. Das leitet eine neue Ära in der Geschichte der chinesischen Revolution ein, das wird weit und breit einen sehr tiefwirkenden Einfluss auf die chinesische Revolution ausüben und eine entscheidende Rolle bei der Zerschmetterung des japanischen Imperialismus spielen.

Vom Jahre 1924 an spielen die Beziehungen zwischen der Kuomintang und der Kommunistischen Partei in der chinesischen Revolution eine entscheidende Rolle. Infolge der Zusammenarbeit der beiden Parteien auf der Grundlage eines bestimmten Programms entfaltete sich die Revolution von 1924-28. Das führte bereits in zwei bis drei Jahren zu gewaltigen Erfolgen in der nationalen Revolution, der Dr. Sun Yat-sen seine Kräfte vierzig Jahre lang gewidmet hatte, die er aber nicht vollenden konnte. Diese Erfolge fanden ihren Ausdruck in der Schaffung der revolutionären Basis in der Provinz Kuangtung und in dem Sieg des Nordfeldzugs. Das war das Ergebnis der Schaffung einer Einheitsfront der beiden Parteien. Da sich aber gewisse Leute nicht an die revolutionären Prinzipien halten konnten, spalteten sie gerade in dem Augenblick, als sich die Revolution ihrem siegreichen Abschluss näherte, die Einheitsfront der beiden Parteien, so dass die Revolution eine Niederlage erlitt, und es wurde damit der Invasion Tür und Tor geöffnet. Das war das Ergebnis der Spaltung der Einheitsfront der beiden Parteien. Die von den beiden Parteien heute neugeschaffene Einheitsfront bedeutet den Beginn einer neuen Periode der chinesischen Revolution. Und wenn auch mancher die historischen Aufgaben und die grossen Perspektiven dieser Einheitsfront noch immer nicht begreift und immer noch meint, ihre Schaffung wäre nur ein erzwungener, um des Scheins willen ergriffener Notbehelf, so wird dennoch das Rad der Geschichte durch diese Einheitsfront die chinesische Revolution in ein völlig neues Stadium bringen. Ob China aus der so tiefen und ernsten nationalen und sozialen Krise herauszukommen vermag, hängt davon ab, wie sich diese Einheitsfront entwickeln wird. Neue positive Beweise liegen bereits vor. Der erste Beweis besteht darin, dass die Politik der Einheitsfront, kaum dass die Kommunistische Partei Chinas sie erstmalig vorgeschlagen hatte, sofort vom ganzen Volk unterstützt wurde. Das zeigt deutlich, wonach sich das Volk sehnt. Der zweite Beweis besteht darin, dass die friedliche Beilegung der Sian-Ereignisse und die Einstellung des Krieges zwischen den beiden Parteien sofort alle politischen Parteien und Gruppen, alle Bevölkerungskreise und alle Armeen des Landes zu einem beispiellosen Zusammenschluss angespornt haben, auch wenn dieser Zusammenschluss vom Standpunkt der Erfordernisse des Widerstandskriegs noch vieles zu wünschen übrig lässt, zumal die Frage der Einheit zwischen Regierung und Volk bis auf den heutigen Tag im wesentlichen noch nicht gelöst ist. Der dritte und klarste Beweis besteht darin, dass ein gesamtnationaler Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression begonnen hat. Dieser Widerstandskrieg kann uns im Hinblick auf seinen gegenwärtigen Stand nicht befriedigen, weil trotz seines gesamtnationalen Charakters nur die Regierung und die Armee daran beteiligt sind. Wie wir schon früher betont haben, kann man mit einem Widerstandskrieg dieser Art den japanischen Imperialismus unmöglich besiegen. Jedenfalls hat aber ein gesamtnationaler Widerstandskrieg gegen fremde Eindringlinge tatsächlich begonnen — ein Krieg, wie wir ihn in den letzten hundert Jahren nicht gesehen haben. Ohne die Herstellung des inneren Friedens, ohne die Zusammenarbeit der beiden Parteien wäre das unmöglich. Wenn es zu der Zeit, als die Einheitsfront der beiden Parteien gespalten war, den japanischen Eindringlingen gelungen ist, sich mühelos, ohne einen einzigen Schuss, in den Besitz der vier nordöstlichen Provinzen zu setzen, werden sie jetzt, da die Einheitsfront der beiden Parteien neu geschaffen worden ist, chinesischen Boden schon nicht anders erobern können als um den Preis blutiger Kämpfe. Der vierte Beweis ist das Echo im Ausland. Der Vorschlag der Kommunistischen Partei Chinas für eine antijapanische Einheitsfront findet die Unterstützung durch die Arbeiter- und Bauernmassen und die kommunistischen Parteien der ganzen Welt. Nach Aufnahme der Zusammenarbeit zwischen der Kuomintang und der Kommunistischen Partei werden die Völker der ganzen Welt, insbesondere die Sowjetunion, China noch aktiver unterstützen. China und die Sowjetunion haben bereits einen Nichtangriffspakt7 abgeschlossen, und man kann hoffen, dass sich die Beziehungen zwischen den beiden Ländern auch weiterhin verbessern werden. Gestützt auf alle angeführten Beweise können wir mit Gewissheit behaupten, dass die Entwicklung der Einheitsfront China den Weg öffnen wird zu einer lichten und grossen Zukunft, das heisst zur Zerschlagung des japanischen Imperialismus und zur Schaffung einer einheitlichen demokratischen Republik in China.

Aber die Einheitsfront wird diese grosse Aufgabe nicht erfüllen können, wenn sie in ihrem gegenwärtigen Zustand erstarrt. Die Einheitsfront der beiden Parteien muss weiter ausgebaut werden, da es der heute geschaffenen Einheitsfront noch an einer breiten Grundlage und an Festigkeit fehlt.

Beschränkt sich die antijapanische nationale Einheitsfront nur auf die zwei Parteien: die Kuomintang und die Kommunistische Partei? Nein, sie stellt eine Einheitsfront der gesamten Nation dar; die beiden Parteien sind nur ein Teil dieser Einheitsfront. Die antijapanische nationale Einheitsfront ist die Einheitsfront aller politischen Parteien und Gruppen, aller Bevölkerungskreise und aller Armeen, die Einheitsfront aller Patrioten — der Arbeiter, Bauern, Soldaten, Intellektuellen und Kaufleute. Die gegenwärtige Einheitsfront ist faktisch noch nicht über die Grenzen der beiden Parteien hinausgekommen, die breiten Massen der Arbeiter, der Bauern, der Soldaten, der städtischen Kleinbourgeoisie und viele andere Patrioten sind noch nicht wachgerüttelt, noch nicht mobilisiert, noch nicht organisiert und bewaffnet worden. Das ist das ernsteste Problem im gegenwärtigen Augenblick, und zwar deshalb, weil dieser Umstand jeden Sieg an der Front unmöglich macht. Jetzt kann man schon kein Hehl mehr daraus machen — man hat es auch nicht mehr nötig — dass die Lage an der ganzen Front in Nordchina wie auch in den Provinzen Kiangsi und Tschekiang äusserst kritisch geworden ist. Die Frage lautet jetzt, wie diese Krise zu überwinden ist. Der einzige Weg zu ihrer Überwindung ist die Verwirklichung des Testaments von Dr. Sun Yat-sen: „Die Volksmassen wecken.“ In diesem Testament hat Dr. Sun Yat-sen auf dem Sterbebett erklärt, dass er auf Grund vierzigjähriger Erfahrung zu der tiefen Überzeugung gekommen sei, man könne die Ziele der Revolution nur auf diesem Wege erreichen. Aus welchem Grund also weigert man sich so beharrlich, dieses Testament zu verwirklichen? Aus welchem Grund kann man sich in einem so kritischen Augenblick, da über Leben und Tod der Nation entschieden wird, immer noch nicht dazu entschliessen, dieses Testament zu verwirklichen? Für jeden ist klar, dass Willkürherrschaft und Unterdrückung dem Prinzip “die Volksmassen wecken” zuwiderlaufen. Wird der Widerstandskrieg nur von der Regierung und der Armee geführt, dann wird es absolut unmöglich sein, den Sieg über den japanischen Imperialismus zu erringen. Davor haben wir die regierende Partei, die Kuomintang, noch im Mai dieses Jahres in aller Öffentlichkeit eindringlich gewarnt, wobei wir darauf hinwiesen, dass China, wenn sich die Volksmassen nicht zum Widerstand gegen die japanische Aggression erheben, genauso wie Abessinien auf den verhängnisvollen Weg der Unterjochung geraten wird. Darauf haben nicht nur die chinesischen Kommunisten, sondern auch viele andere fortschrittliche Leute im ganzen Land sowie eine Reihe einsichtiger Mitglieder der Kuomintang hingewiesen. Die Politik der Willkürherrschaft blieb jedoch unverändert. Die Folge davon ist, dass die Regierung und die Armee vom Volk losgelöst und in der Armee die Kommandeure von den Kämpfern getrennt sind.

Gelingt es nicht, unter Einbeziehung der Volksmassen die Einheitsfront auf eine breite Grundlage zu stellen, wird die Krise an der Front unweigerlich schärfer und nicht schwächer werden.

Die derzeitige antijapanische Einheitsfront hat bislang noch kein von den beiden Parteien anerkanntes und offiziell veröffentlichtes politisches Programm, das die Politik der Willkürherrschaft der Kuomintang ersetzen würde. Gegenwärtig wendet die Kuomintang gegen die Volksmassen nach wie vor die gleichen gewohnten Praktiken an, derer sie sich in den letzten zehn Jahren bedient hat; angefangen von dem Regierungsapparat, dem System der Armee und der Politik gegenüber den Volksmassen bis zur Finanz-, Wirtschafts- und Volksbildungspolitik sind im wesentlichen keinerlei Änderungen vorgenommen worden — es bleibt seit zehn Jahren im grossen und ganzen alles beim alten. Es lassen sich Änderungen feststellen, und zwar sehr bedeutende Änderungen: die Einstellung des Bürgerkriegs und der einmütige Widerstand gegen die japanische Aggression. Der Bürgerkrieg zwischen den beiden Parteien wurde beendet, und es begann ein gesamtnationaler Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression. Das ist eine gewaltige Veränderung in der politischen Lage in China seit den Sian-Ereignissen. Aber diese erwähnten alten Praktiken bleiben bis auf den heutigen Tag unverändert. Daraus eben ergibt sich die Diskrepanz zwischen dem, was unverändert geblieben ist, und dem, was sich bereits verändert hat. Die früheren Praktiken taugten nur zur Durchführung einer Kompromisspolitik nach aussen und zur Unterdrückung der Revolution innerhalb des Landes. Aber da man noch heute zu denselben Praktiken Zuflucht nimmt, um dem Angriff des japanischen Imperialismus entgegenzutreten, erweisen sie sich auf Schritt und Tritt als untauglich und offenbaren allerlei Schwächen. Hätte man den Widerstandskrieg überhaupt nicht gewollt, dann brauchte man kein Wort mehr darüber zu verlieren; da man sich aber zu diesem Krieg entschlossen und ihn tatsächlich begonnen hat, da ausserdem bereits eine ernste Krise entstanden ist, dann sind die Gefahren, die drohen, schier unvorstellbar, wenn man sich trotz alledem weigert, auf eine Reihe neuer Wege und Methoden umzuschalten. Der Widerstandskrieg erfordert eine Einheitsfront mit breiter Grundlage, und folglich muss man das ganze Volk mobilisieren und in die Einheitsfront einbeziehen. Der Widerstandskrieg erfordert eine feste Einheitsfront, und folglich ist ein gemeinsames Programm notwendig. Das gemeinsame Programm wird für die Einheitsfront eine Anleitung zum Handeln und zugleich eine Art Bindung sein, die als Richtschnur das Handeln aller politischen Parteien und Gruppen, aller Bevölkerungskreise und aller Armeen sowie aller Organisationen und Einzelpersonen, die der Einheitsfront angehören, aufs strengste regeln wird, und erst dann kann von einem festen Zusammenschluss die Rede sein. Wir sind gegen die alten Bindungen, weil sie für den revolutionären nationalen Krieg nicht taugen. Wir begrüssen die Schaffung neuer Bindungen an Stelle der alten, und zwar die Veröffentlichung eines gemeinsamen Programms und die Errichtung einer revolutionären Ordnung. Das allein entspricht den Erfordernissen des Widerstandskriegs gegen die japanischen Eindringlinge.

Was ist das gemeinsame Programm? Das sind die Drei Volksprinzipien Dr. Sun Yat-sens und das Zehn-Punkte-Programm für den Widerstand gegen Japan zur Rettung des Vaterlands8, das von der Kommunistischen Partei am 25. August aufgestellt worden ist.

In ihrer Deklaration über die Aufnahme der Zusammenarbeit zwischen der Kuomintang und der Kommunistischen Partei bekundete die Kommunistische Partei Chinas: “Die Drei Volksprinzipien Dr. Sun Yat-sens sind für das heutige China unerlässlich, und unsere Partei ist bereit, für ihre restlose Verwirklichung zu kämpfen.” Einigen erscheint es sonderbar, dass die Kommunistische Partei bereit ist, die Drei Volksprinzipien der Kuomintang zu verwirklichen. Als Beispiel kann Dschu Tjing-lai9 aus Schanghai dienen, der seine Zweifel darüber in einer Schanghaier Zeitschrift zum Ausdruck brachte. Diese Leute glauben, der Kommunismus und die Drei Volksprinzipien seien unvereinbar. Das ist ein formales Herangehen an die Frage. Der Kommunismus wird in einem künftigen Entwicklungsstadium der Revolution verwirklicht werden. Doch geben sich die chinesischen Kommunisten nicht der Illusion hin, dass der Kommunismus im gegenwärtigen Stadium verwirklicht werden könne, sondern sie wollen wie das durch die historische Entwicklung bestimmt ist – die nationale Revolution und die demokratische Revolution durchführen. Eben das ist der hauptsächliche Grund, warum die Kommunistische Partei die Schaffung einer antijapanischen nationalen Einheitsfront und einer einheitlichen demokratischen Republik vorgeschlagen hat. Was die Drei Volksprinzipien betrifft, so haben die Kommunistische Partei und die Kuomintang bereits vor zehn Jahren, in der Periode des Bestehens der ersten Einheitsfront der beiden Parteien, auf dem 1. Nationalkongress der Kuomintang gemeinsam beschlossen, sie in die Tat umzusetzen, und überdies wurden sie schon in der Periode von 1924 bis 1927 in den weiten Gebieten unseres Landes durch die Bemühungen eines jeden treuen Kommunisten und eines jeden treuen Mitglieds der Kuomintang in die Tat umgesetzt. Leider wurde die Einheitsfront im Jahre 1927 gespalten, und von diesem Augenblick an begann die Periode des zehnjährigen Kampfes der Kuomintang gegen die Verwirklichung der Drei Volksprinzipien. Aber im wesentlichen entsprach die ganze Politik der Kommunistischen Partei im Laufe dieser zehn Jahre nach wie vor dem revolutionären Geist der Drei Volksprinzipien und der drei politischen Hauptrichtlinien Dr. Sun Yat-sens. Es verging kein Tag, an dem die Kommunistische Partei nicht gegen den Imperialismus gekämpft hätte, und das ist die konsequente Verwirklichung des Prinzips des Nationalismus; genauso ist die demokratische Diktatur der Arbeiter und Bauern nichts anderes als die konsequente Verwirklichung des Prinzips der Demokratie; die Agrarrevolution aber ist die konsequente Verwirklichung des Prinzips des Volkswohls. Warum erklärt dann die Kommunistische Partei jetzt, dass sie auf die demokratische Diktatur der Arbeiter und Bauern verzichte und die Beschlagnahme des Bodens der Grundherren einstelle? Der Grund dafür liegt, wie wir bereits vor einiger Zeit dargelegt haben, nicht darin, dass ein solches System und solche Massnahmen überhaupt nicht notwendig wären, sondern darin, dass die bewaffnete Aggression des japanischen Imperialismus Änderungen in dem Verhältnis zwischen den Klassen innerhalb des Landes hervorgerufen und die Vereinigung aller Gesellschaftsschichten der Nation zum Widerstand gegen den japanischen Imperialismus notwendig und möglich gemacht hat. Nicht nur in China, sondern in der ganzen Welt wurde es notwendig und möglich, eine antifaschistische Einheitsfront für den gemeinsamen Kampf gegen den Faschismus zu schaffen. Deshalb sind wir für die Herstellung der nationalen demokratischen Einheitsfront in China. Eben auf dieser Grundlage haben wir vorgeschlagen, die demokratische Diktatur der Arbeiter und Bauern durch die demokratische Republik des Bündnisses aller Gesellschaftsschichten zu ersetzen. Die Agrarrevolution, die das Prinzip „Den Land denen, die es bebauen!“ in die Tat umgesetzt hat, ist eben die Politik, wie sie seinerzeit von Dr. Sun Yat-sen vorgeschlagen wurde. Und wenn wir heute die Durchführung dieser Politik einstellen, so tun wir das, um eine noch grössere Anzahl von Menschen zum Kampf gegen den japanischen Imperialismus zusammenzuschliessen, und nicht deshalb, weil China keine Lösung der Agrarfrage braucht. Wir haben unseren Standpunkt über die objektiven Ursachen und die zeitliche Bedingtheit für die Änderung dieser Politik klipp und klar auseinandergesetzt.

Eben weil die Kommunistische Partei, auf den Prinzipien des Marxismus fussend, sich konsequent an das gemeinsame Programm der ersten Einheitsfront der Kuomintang und der Kommunistischen Partei, das heisst an die revolutionären Drei Volksprinzipien, hielt und dieses Programm weiterentwickelte, vermochte sie in dem Augenblick der nationalen Krise, als starke Eindringlinge unsere Grenzen überrannten, rechtzeitig die Politik der nationalen demokratischen Einheitsfront, die einzige Politik, die das Land vor der Unterjochung retten kann, vorzuschlagen und diese Politik unermüdlich in die Tat umzusetzen. Jetzt handelt es sich nicht darum, ob die Kommunistische Partei an die revolutionären Drei Volksprinzipien glaubt oder nicht glaubt, ob sie diese in die Tat umsetzt oder nicht; im Gegenteil, es handelt sich darum, ob die Kuomintang an die revolutionären Drei Volksprinzipien glaubt oder nicht glaubt, ob sie diese in die Tat umsetzt oder nicht. Jetzt besteht die Aufgabe darin, den revolutionären Geist der Drei Volksprinzipien Dr. Sun Yat-sens im ganzen Land wieder aufleben zu lassen, auf ihrer Grundlage ein bestimmtes politisches Programm und eine bestimmte politische Linie auszuarbeiten und deren Verwirklichung aufrichtig, ohne Hintergedanken, tatsächlich und nicht formell, rasch und ohne Verzug in Angriff zu nehmen. Danach sehnt sich die Kommunistische Partei Chinas wahrlich Tag und Nacht. Deshalb schlug die Kommunistische Partei nach den Ereignissen bei Lugoutjiao ein Zehn-Punkte-Programm für den Widerstand gegen Japan zur Rettung des Vaterlands vor. Dieses Programm steht im Einklang sowohl mit dem Marxismus als auch mit den echt revolutionären Drei Volksprinzipien. Es ist das Minimalprogramm der chinesischen Revolution im gegenwärtigen Stadium, das heisst das Minimalprogramm des revolutionären nationalen Widerstandskriegs gegen die japanischen Eindringlinge. Nur unter der Bedingung der Verwirklichung dieses Programms kann China gerettet werden. Die Geschichte wird alle jene strafen, die das fortsetzen wollen, was diesem Programm zuwiderläuft.

Die Verwirklichung dieses Programms im ganzen Land ist ohne das Einverständnis der Kuomintang unmöglich, da die Kuomintang augenblicklich noch die grösste und dabei die regierende Partei in China ist. Wir glauben, die Zeit wird kommen, wo die einsichtigen Mitglieder der Kuomintang diesem Programm zustimmen werden, denn falls sie nicht zustimmen, werden die Drei Volksprinzipien immer eine hohle Phrase bleiben, wird es nicht gelingen, den revolutionären Geist Dr. Sun Yat-sens wieder aufleben zu lassen, wird es unmöglich sein, den Sieg über den japanischen Imperialismus zu erringen, und wird das chinesische Volk nicht davor entrinnen können, zu Kolonialsklaven zu werden. Das alles wollen die wirklich einsichtigen Mitglieder der Kuomintang bestimmt nicht; auch unser Volk wird auf keinen Fall tatenlos zuschauen, wie es bis auf den letzten Mann in Kolonialsklaven verwandelt wird. Ausserdem sagte Herr Tschiang Kai-schek in seiner Erklärung vom 23. September:

Ich bin der Meinung, dass wir, die wir für die Revolution eintreten, den persönlichen Groll und die persönlichen Vorurteile ablegen und uns für die Verwirklichung der Drei Volksprinzipien einsetzen sollten. In dem kritischen Augenblick, da über Leben oder Tod der Nation entschieden wird, muss man um so mehr das Vergangene vergangen sein lassen, mit der ganzen Nation einen völlig neuen Anlauf nehmen und in jeder Weise den Zusammenschluss anstreben, um Leben und Existenz des Staates zu verteidigen.“

Das ist völlig richtig. Die dringende Aufgabe der Gegenwart besteht darin, die Verwirklichung der Drei Volksprinzipien anzustreben, die Vorurteile einzelner Personen und kleiner Gruppierungen aufzugeben, die gewohnten Praktiken der Vergangenheit zu ändern, ein den Drei Volksprinzipien entsprechendes revolutionäres Programm unverzüglich in die Tat umzusetzen und mit dem Volk einen völlig neuen Anlauf zu nehmen. Das ist heute der einzige Weg. Zögert man die Sache weiter hinaus, dann wird die Reue zu spät kommen.

Aber zur Verwirklichung der Drei Volksprinzipien und des Zehn-Punkte-Programms braucht man ein entsprechendes Instrument. In diesem Zusammenhang taucht eben die Frage der Umgestaltung von Regierung und Armee auf. Die gegenwärtige Regierung ist immer noch eine Regierung der Einparteiendiktatur, nämlich der Diktatur der Kuomintang, und keine Regierung der nationalen demokratischen Einheitsfront. Die Verwirklichung der Drei Volksprinzipien und des Zehn-Punkte-Programms ist ohne eine Regierung der nationalen demokratischen Einheitsfront unmöglich. Das System der Kuomintang-Armee ist bis heute immer noch das alte geblieben. Es ist unmöglich, mit einer Armee, in der ein solches System herrscht, den Sieg über den japanischen Imperialismus zu erringen. Die Streitkräfte erfüllen gegenwärtig die Aufgaben des Widerstandskriegs. Wir bringen allen diesen Truppen, insbesondere den an der Front kämpfenden Truppen, Achtung und Bewunderung entgegen. Wie jedoch die Erfahrungen in den letzten drei Monaten des Widerstandskriegs gezeigt haben, ist das System der Kuomintang-Armee untauglich für die Erfüllung der Aufgabe, den vollständigen Sieg über die japanischen Eindringlinge zu erringen, untauglich für die erfolgreiche Verwirklichung der Drei Volksprinzipien und des revolutionären Programms; dieses System muss man ändern. Dieser Änderung müssen die Prinzipien der Einheit von Offizieren und Soldaten sowie der Einheit von Armee und Volk zugrunde liegen. Das gegenwärtige System in der Kuomintang-Armee widerspricht von Grund auf diesen beiden Prinzipien. Obwohl den breiten Massen der Offiziere und Soldaten Treue und Tapferkeit nicht fehlt, hält sie das alte System gefesselt und macht es ihnen unmöglich, ihre Aktivität zu entfalten, und deshalb soll man die Umgestaltung dieses alten Systems so rasch wie möglich in Angriff nehmen. Das bedeutet nicht, dass man die militärischen Operationen einstellen und sie erst wieder aufnehmen soll, wenn das System der Armee geändert sein wird. Man kann es schon im Verlauf des Krieges ändern. Dabei besteht die zentrale Aufgabe darin, den politischen Geist der Armee zu ändern und die politische Arbeit in der Armee umzugestalten. Als Vorbild in dieser Hinsicht kann die Nationalrevolutionäre Armee aus der Periode des Nordfeldzugs dienen. Das war eine Armee, in der die Einheit von Offizieren und Soldaten sowie von Armee und Volk im wesentlichen erreicht war. Es ist ganz unerlässlich, den Geist dieser Zeit wieder aufleben zu lassen. China muss aus den Lehren des Krieges in Spanien lernen. Die Armee der Spanischen Republik wurde in einer äusserst schwierigen Lage geschaffen. China befindet sich in einer besseren Position als Spanien, aber es fehlt ihm eine feste Einheitsfront mit einer breiten Grundlage, es fehlt ihm eine Regierung der Einheitsfront, die fähig ist, das revolutionäre Programm restlos zu verwirklichen, es fehlt ihm eine grosse Anzahl von Truppen, die nach dem neuen System aufgebaut sind. China muss alle diese Mängel beheben. Im Hinblick auf den Widerstandskrieg als Ganzes kann die von der Kommunistischen Partei Chinas geführte Rote Armee gegenwärtig nur die Rolle eines Vortrupps spielen; sie ist noch nicht imstande, im Massstab des ganzen Landes die entscheidende Rolle zu übernehmen. Aber einige ihrer politischen, militärischen und organisatorischen Vorzüge verdienen es, von allen befreundeten Armeen des Landes ausgewertet zu werden. Und auch diese Armee war nicht von Anfang an so wie sie jetzt ist; seinerzeit hat sie ebenfalls eine ganze Reihe Umgestaltungen erfahren; die wichtigste davon war, dass in ihr die feudalen Zustände ausgemerzt und die Prinzipien der Einheit von Offizieren und Soldaten sowie von Armee und Volk verwirklicht wurden. Diese Erfahrungen können allen befreundeten Armeen im Land als lehrreiches Beispiel dienen.

Kameraden der regierenden Kuomintang, die ihr den japanischen Aggressoren Widerstand leistet! Heute tragen wir mit euch gemeinsam die Verantwortung für die Rettung des Vaterlands vor der Unterjochung und für die Sicherung seiner Existenz. Ihr habt bereits mit uns die antijapanische Einheitsfront geschaffen – und das ist sehr gut. Ihr habt bereits begonnen, den Widerstandskrieg gegen die japanischen Eindringlinge zu führen – das ist ebenfalls sehr gut. Aber wir billigen es nicht, dass ihr in allem Übrigen die alte Politik fortsetzt. Wir müssen die Einheitsfront entwickeln und erweitern, die Volksmassen in sie einbeziehen. Wir müssen sie festigen und ein gemeinsames Programm verwirklichen. Man muss sich entschliessen, das politische Regime und das System der Armee zu ändern. Es ist unbedingt notwendig, eine neue Regierung zu bilden. Nur wenn eine neue Regierung da ist, kann man das revolutionäre Programm verwirklichen und die Umgestaltung der Armee im Landesmassstab in Angriff nehmen. Dieser unser Vorschlag ist das Gebot der Stunde. Auch in eurer Partei gibt es nicht wenig Leute, die fühlen, dass es schon höchste Zeit ist, diesem Gebot zu genügen. Seinerzeit hatte sich Dr. Sun Yat-sen zur Umgestaltung des politischen Regimes sowie des Militärsystems entschlossen, und damit wurde das Fundament für die Revolution von 1924-1927 gelegt. Heute liegt die Verantwortung für eine ähnliche Umgestaltung auf euren Schultern. Es ist anzunehmen, dass alle jene Mitglieder der Kuomintang, die das Vaterland aufrichtig lieben, unseren Vorschlag nicht als unzweckmässig ansehen werden. Wir sind fest davon überzeugt, dass dieser Vorschlag der objektiven Notwendigkeit entspricht.

Gegenwärtig befindet sich unsere Nation in einem kritischen Augenblick, da sich die Frage ihres Seins oder Nichtseins entscheidet. Mögen sich die Kuomintang und die Kommunistische Partei eng zusammenschliessen! Landsleute, die ihr nicht Kolonialsklaven werden wollt, schliesst euch auf der Grundlage der Einheit zwischen der Kuomintang und der Kommunistischen Partei eng zusammen! Die notwendigen Umgestaltungen durchführen, um alle Schwierigkeiten zu überwinden – das ist die dringende Aufgabe, die heute vor der chinesischen Revolution steht. Wenn diese Aufgabe gelöst ist, werden wir den japanischen Imperialismus zweifellos niederschlagen können. Wir brauchen nur unsere Kräfte anzustrengen, und eine lichte Zukunft wird sich uns erschliessen.

1Siehe „Die Aufgaben der Kommunistischen Partei Chinas in der Periode des Widerstandskampfes gegen die japanische Aggression“, Anmerkung 2, Ausgewählte Werke Mao Tse-tungs, Bd. 1, S. 325 f.

2Siehe „Die Aufgaben der Kommunistischen Partei Chinas in der Periode des Widerstandskampfes gegen die japanische Aggression“, Anmerkung 3, Ausgewählte Werke Mao Tse-tungs, Bd. 1, S. 326 ff.

3Siehe „Die Aufgaben der Kommunistischen Partei Chinas in der Periode des Widerstandskampfes gegen die japanische Aggression“, Anmerkung 4, Ausgewählte Werke Mao Tse-tungs, Bd. 1, S. 328 f.

4Siehe „Eine Erklärung zur Erklärung Tschiang Kai-scheks“, Anmerkung 5, Ausgewählte Werke Mao Tse-tungs, Bd. 1, S. 303 ff.

5Siehe „Die Aufgaben der Kommunistischen Partei Chinas in der Periode des Widerstandskampfes gegen die japanische Aggression“, Anmerkung 6, Ausgewählte Werke Mao Tse-tungs, Bd. 1, S. 330 f.

6Siehe „Die Aufgaben der Kommunistischen Partei Chinas in der Periode des Widerstandskampfes gegen die japanische Aggression“, Anmerkung 7, Ausgewählte Werke Mao Tse-tungs, Bd. 1, S. 331

7Der Nichtangriffspakt zwischen der Republik China und der USSR wurde am 21. August 1937 abgeschlossen.

8Siehe „Für die Mobilisierung aller Kräfte zur Erringung des Sieges im Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression“, Band 2, S. 19 ff.

9Dschu Tjing-lai war einer der Führer der „Nationalsozialistischen Partei“ (einer kleinen Gruppierung, die von reaktionären Grundherren, hohen Beamten und den Grossbourgeois organisiert worden war); später wurde er Mitglied der landesverräterischen Regierung Wang Djing-wes.