Mao Tse-tung: “Zur Frage des genossenschaftlichen Zussammenschlusses in der Landwirtschaft”

Proletarier aller Länder, vereinigt euch!
Es gibt ein Ziel, die Eroberung der Macht!

ZUR FRAGE DES GENOSSENSCHAFTLICHEN ZUSAMMENSCHLUSSES IN DER LANDWIRTSCHAFT

Mao Tse-tung
31.07.1955

Ausgewählte Werke
Band 5
Reproduziert von
Die Rote Fahne

ZUR FRAGE DES GENOSSENSCHAFTLICHEN ZUSAMMENSCHLUSSES IN DER LANDWIRTSCHAFT

Bericht des Vorsitzenden Mao Tse-tung auf der vom Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas einberufenen Konferenz der Sekretäre des Parteikomitees der Provinzen, Städte und autonomen Gebiete.

1

Ein Aufschwung der neuen sozialistischen Massenbewegung auf dem Lande steht in Ganz China bevor. Doch manche unserer Kameraden trippeln wie eine Frau mit eingebundenen Füssen schwankend einher und beschweren sich in einem fort bei anderen Leuten: „Ihr geht zu rasch!“ Ständiges Nörgeln, unangemessene Vorwürfe, endlose Befürchtungen und zahllose Vorschriften und Verbote –, sie glauben, das wäre der richtige Kurs für die Anleitung der sozialistischen Massenbewegung im Dorf.

Nein, das ist nicht der richtige Kurs, das ist ein falscher Kurs.

Gegenwärtig hat der Aufschwung der gesellschaftlichen Umgestaltung auf dem Lande, d.h. des genossenschaftlichen Zusammenschlusses, bereits einige Gebiete des Landes ergriffen und wird sich bald über das ganze Lande ausbreiten. Es ist dies eine sozialistischen revolutionäre Bewegung von riesigen Ausmassen, welche die mehr als 500‘000‘000 Menschen zählende Landbevölkerung umfasst, eine Bewegung von grösser Weltbedeutung. Wir müssen diese Bewegung tatkräftig, enthusiastisch und planmässig führen und dürfen sie nicht auf diese oder jene Weise zurückzerren. In einer solchen Bewegung sind einige Abweichungen nicht zu vermeiden; das ist begreiflich, und es wird auch nicht schwerfallen, sie zu berichtigen. Die Mängel oder Fehler, die bei den Kadern und bei den Bauern zu verzeichnen sind, können überwunden bzw. berichtigt werden, wenn wir ihnen nur tatkräftig dabei helfen. Die Kader und die Bauern schreiten unter der Führung der Partei vorwärts; die Bewegung ist in ihrem Kern gesund. An einigen Orten machten sie in der Arbeit gewisse Fehler. So verwehrten sie z. B. einerseits armen Bauern den Beitritt zur Genossenschaft und berücksichtigen nicht deren Schwierigkeiten nötigen jedoch andererseits wohlhabende Mittelbauern zum Eintritt in die Genossenschaft und verletzten deren Interessen. Statt einfach Vorwürfe zu erheben, muss man diese Fehler durch Erziehung berichtigen. Blosse Vorwürfe können keine Probleme lösen. Wir müssen die Bewegung kühn anleiten, ohne „vorn den Drachen und hinten den Tiger zu fürchten“. Die Kader und die Bauern werden sich durch ihre eigenen Kampferfahrungen selbst umherziehen. Man muss ihnen die Möglichkeit zur Aktivität geben; sie werden im Verlauf ihrer Aktivitäten Lehren ziehen und ihre Fähigkeiten entwickeln. Auf diese Weise werden zahlreiche vortreffliche Menschen hervorgehen. Kader lassen sich nicht heranziehen, wenn man „vorn den Drachen und hinten den Tiger fürchtet“. Zur Anleitung und Unterstützung der Bewegung für den genossenschaftlichen Zusammenschluss muss ein grosse Zahl von Kadern aus den übergeordneten Organisationen nach einer kurten Ausbildung aufs Land geschickt werden; aber auch die von den übergeordneten Instanzen entsandten Funktionäre können nur dadurch, dass sie an der Bewegung selbst teilnehmen, lernen, wie sie ihre Arbeit zu tun haben . Wer nur einen Kurzlehrgang besucht und dort vom Lehrer ein paar Dutzend Punkte erläutert bekommen hat, wird nicht unbedingt schon imstande sind, die Arbeit zu leisten.

Mit einem Wort, die Führung darf nicht hinter der Massenbewegung zurückbleiben. Gegenwärtig aber ist die Massenbewegung der Führung voraus, hält die Führung mit der Bewegung nicht Schritt. Dieser Zustand muss geändert werden.

2

Jetzt, da die Genossenschaftsbewegung im ganzen Land mit Riesenschritten vorwärtsgeht, müssen wir aber immer noch solche Fragen diskutieren: Sind die Genossenschaften entwicklungsfähig? Können sie sich festigen? Für einige Kameraden besteht der Kern der Frage anscheinend darin, dass sie darum besorgt sind, ob sich die bestehenden mehreren hunderttausend halbsozialistischen Genossenschaften, in der Regel kleine Genossenschaften (mit durchschnittlich nur etwas über 20 Höfen), auch wirklich festigen können, Ist eine Festigung unmöglich, so kann natürlich auch von einer Entwicklung nicht die Rede sein. Manche Kameraden haben gesehen, wie die Genossenschaftsbewegung in den letzten Jahren angewachsen ist, sind aber noch immer nicht überzeugt, wollen noch abwarten, wie die Entwicklung in diesem Jahr, d.h. 1955, weitergeht. Sie wollen vielleicht auch noch ein weiteres Jahr zusehen, wie sich die Sache entwickelt, und erst nachdem sich 1956 eine noch grössere Anzahl von Genossenschaften gefestigt hat, werden sie wirklich davon überzeugt sein, dass der genossenschaftliche Zusammenschluss in der Landwirtschaft möglich, der Kurs des Zentralkomitees unserer Partei richtig ist. Darum wird die Arbeit in diesen zwei Jahren von so grosser Bedeutung sein.

Um die Möglichkeit des genossenschaftlichen Zusammenschlusses in der Landwirtschaft und die Richtigkeit des diesbezüglichen Kurses des Zentralkomitees unserer Partei zu Beweisen, ist es wohl von Nutzen, jetzt über die Geschichte der landwirtschaftlichen Genossenschaftsbewegung in unserem Lande zu sprechen.

Schon vor der Gründung der Volksrepublik China, in den 22 Jahren der revolutionären Kriege, hat unsere Partei, nachdem die Bodenreform durchgeführt worden war, Erfahrungen bei der Leitung der Bauern zur Organisierung vom Gemeinschaften der gegenseitigen Hilfe für die landwirtschaftliche Produktion gesammelt, die Keime des Sozialismus in sich trugen. Zu jener Zeit wurden in der Provinz Kiangsi Gruppen der gegenseitigen Arbeitshilfe und Feldbestellungsgruppen, im Norden der Provinz Schensi Arbeitsaustauschbrigaden, in verschiedenen Gebieten Nord-, Ost, und Nordostchinas Gruppen der gegenseitigen Hilfe gebildet. Es entstanden damals auch einzelne landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften halbsozialistischen und sozialistischen Charakters. In der Periode des Widerstandskrieges gegen die japanische Aggression entstand z. B. im Kreis Ansai im Norden der Provinz Shensi eine landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft von sozialistische Charakter. Solche Genossenschaften fanden jedoch damals noch keine Verbreitung.

Erst nach der Gründung der Volksrepublik China führte unsere Partie die Bauern zu einer breiteten Organisierung von Gruppen der gegenseitigen Hilfe für die landwirtschaftliche Produktion und zur Inangriffnahme der gruppenweisen Bildung landwirtschaftlicher Produktionsgenossenschaften auf der Grundlage der erwähnten Gruppen. Seither sind fast sechs Jahre vergangen.

Als das Zentralkomitee unserer Partei am 15. Dezember 1951 den ersten Resolutionsentwurf über die gegenseitige Hilfe und den genossenschaftlichen Zusammenschluss in der landwirtschaftlichen Produktion annahm und ihn zunächst der örtlichen Parteiorganisationen zur versuchweisen Durchführung in verschiedenen Orten übermittelte (erst im März 1953 wurde das Dokument als offizieller Beschluss in der Presse veröffentlicht), gab es in China schon über 300 landwirtschaftliches Produktionsgenossenschaften. Nach zwei Jahren, als unser Zentralkomitee am 16. Dezember 1953 die Resolution über die landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften verbreitete, war ihre Anzahl auf mehr als 14‘000, also in zwei Jahren auf das 47fache gestiegen.

In dieser Resolution wurde festgelegt, dass in der Zeit vom Winter 1953 bis zur Herbsterne 1954 die Zahl der LPG von mehr als 14‘000 auf über 35‘800 zu steigen habe, also nur auf das 2,5-fache. In Wirklichkeit stieg die Zahl der Genossenschaften in jenem Jahr auf 100‘000 d. h. auf mehr als 7-fache der ursprünglichen Zahl (über 14‘000).

Im Oktober 1954 beschloss das Zentralkomitee unserer Partei, die Anzahl der Genossenschaften auf das 6fachen zu erhöhen, d. h. von 100‘000 auf 600‘000 zu bringen. In Wirklichkeit stieg sie auf 67,000. Bis Juni 1955 wurde ihre Zahl nach einer vorläufigen Überprüfung um 20,000 verringert, so dass 650‘000 übrigblieben, was um 50‘000 mehr war als geplant. Die Gesamtzahl der Bauernhöfe in den Genossenschaften betrug 169‘000‘000, d. h. , auf eine Genossenschaft einfielen im Durchschnitt 26 Höfe.

Der Grossteil dieser Genossenschaften befindet sich in einigen nördlichen Provinzen, die früher als die anderen befreit wurden. Auch in den meisten später befreiten Provinzen wurde jeweils eine Gruppe von landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften gebildet; in den Provinzen Anhui und Tschekiang sind die LPG verhältnismässig zahlreich; in den anderen Provinzen aber ist ihre Zahl noch gering.

Im allgemeine sind diese Genossenschaften klein, aber es gibt auch eine geringe Anzahl von grossen Genossenschaften, manche mit 70 bis 80, manche mit mehr als 100 Höfen und manche mit mehreren hundert Höfen.

Diese Genossenschaften tragen in der Regel halbsozialistischen Charakter; eine geringe Anzahl unter ihnen hat sich jedoch schon zu LPG höherer Stufe, d. h. sozialistischen LPG, entwickelt.

Während sich unter den Bauern die Bewegung für den genossenschaftlichen Zusammenschluss in der Landwirtschaft entwickelte, wurde in unserem Lande gleichzeitig auch eine kleine Anzahl von sozialistischen Staatsgüter 3‘038 und die von ihnen bearbeite Fläche 16‘870‘000 Mu erreichen. Das werden 141 mechanisierte Staatsgüter (die mechanisierten Staatsgüter, die es 1952 gab, zuzüglich der im ersten Planjahrfünfterrichteten) mit einer Anbaufläche von 758‘000 Mu sein, sowie 2‘897 nicht-mechanisierte Staatsgüter mit 9‘290‘000 Mu Anbaufläche, die den örtlichen Behörden unterstellt sind. Im zweiten und dritten Planjahrfünft werden die landwirtschaftlichen Staatsbetriebe grosszügig weiterentwickelt werden.

Im Frühjahr 1955 entschied das Zentralkomitee unserer Partei, dass die Zahl der LPG eine Million erreichen müsste. Das ist ein Zuwachs um nur etwas mehr als 50% – zu den 650‘000 auf etwa das Doppelte steigern, d. h. die Anzahl der Genossenschaften auf rund 1‘300‘000 erhöhen, damit es in jeder der über 200‘000 Gemeinden im ganzen Landen, mit Ausnahme einiger Grenzgebiete, eine oder mehrere kleinere LPG halbsozialistisschen Charakter gibt, die als Vorbild dienen können. Diese Genossenschaften werden in ein, zwei Jahren Erfahrungen gesammelt haben, werden dann „Veteranen“ sein, und andere werden von ihren lernen. Vom gegenwärtigen Zeitpunkt bis zum Beginn der Herbsternte im Oktober 1956 sind es noch 14 Monate, in dieser Zeit müsste es möglich sein, einen solchen Plan zur Bildung von Genossenschaften zu verwirklichen. Ich hoffe, dass die die verantwortlichen Kameraden aus allen Provinzen und autonomen Gebieten nach ihrer Rückkehr diese Frage prüfen, von der konkreten Situation ausgehend entsprechende Pläne ausarbeiten und binnen zwei Monaten dem Zentralkomitee Bericht erstatten werden. Dann werden wir abermals darüber diskutieren und eine endgültige Entscheidung treffen.

Die Frage lautet: Können die Genossenschaften gefestigt werden? Manche sagen, dass der vorjährige Plan, 500‘000 Genossenschaften zu bilden, übertrieben und übereilt gewesen wäre, dass auch der diesjährige Plan, 350‘000 neue Genossenschaften zu bilden, übertrieben und übereilt sei. Sie bezweifeln, dass eine so grosse Zahl von Genossenschaften gefestigt werden kann.

Ist es nun möglich, sie zu festigen?

Natürlich ist weder die sozialistische Industrialisierung noch die sozialistische Umgestaltung eine leichte Sache. Die Umwandlung der Einzelwirtschaften von rund 100‘000‘000 Bauernhöfen in Kollektivwirtschaften und sodann die Vollendung der technischen Umgestaltung in der Landwirtschaft sind tatsächlich mit sehr vielen Schwierigkeiten verbunden. Aber wir müssen daran glauben, dass unsere Partei imstande ist, die Massen bei der Überwindung dieser Schwierigkeiten zu führen.

Ich bin der Ansicht, wir sollten bezüglich des genossenschaftlichen Zusammenschlusses in der Landwirtschaft davon überzeugt sein, dass erstens die armen Bauern und die untere Schicht sowohl der neuen als auch der alten Mittelbauern1 begeistert für den sozialistischen Weg sind und eifrig dem ruf der Partei nach genossenschaftlichen Zusammenschluss folgen – was besonders für die Bauern mit einem relativ hohen politischen Bewusstsein zutrifft –, da ihre wirtschaftliche Lage schwierig ist (das gilt für die armen Bauern) oder sich zwar im Vergleich zur Zeit vor der Befreiung etwas verbessert hat, aber immer noch nicht als Leben in Wohlstand bezeichnet werden kann (das gilt für die untere Schicht der Mittelbauern).

Zweitens müssen wir meiner Ansicht nach davon überzeugt sein, dass die Partei fähig ist, das ganze Volk zur sozialistischen Gesellschaft zu führen. Unsere Partei hat die grosse volksdemokratische Revolution zum Sieg geführt , sie hat die unter der Führung der Arbeiterklasse stehende demokratische Diktatur des Volkes errichtet und wird zweifellos auch imstande sein, unser ganzes Volk dazu zu führen, im Laufe von etwa drei Funfjahrplänen die sozialistische Industrialisierung und die sozialistische Umgestaltung der Landwirtschaft, des Handwerks, der kapitalistischen Industrie und des kapitalistischen Handels im wesentlichen zu verwirklichen. In der Landwirtschaft ebenso wie auf anderen Gebieten haben wir dafür überzeugende, schlagende Beweise Man sehe nur: die 300 Genossenschaften, die als erste Gruppe gegründet wurden, de 13700 Genossenschaften, die ihnen folgten, und die 86‘000, die die dritte Gruppe waren, – diese insgesamt 100‘000 LPG wurden vor dem Herbst 1954 gebildet und haben sich bereits gefestigt. Warum sollte uns also nicht die Festigung der in den Jahren 1954-55 als vierte Gruppe gegründeten 550‘000 Genossenschaften gelingen sowie die der fünften Gruppe mit 350‘000 LPG (vorläufige Kontrollziffer, endgültige noch nicht festgelegt), die in den Jahren 1955 bis 1956 gegründet werden sollen?

Wir müssen an die Massen glauben, wir müssen an die Partei glauben: das sind zwei Grundprinzipien. Wenn wir an diesen beiden Prinzipen zweifeln, können wir nichts zuwege bringen.

3

Um den genossenschaftlichen Zusammenschluss auf dem Lande in ganz China Schritt für Schritt herbeiführen zu können, müssen wir die schon bestehenden Genossenschaften gewissenhaft überprüfen.

Man muss grosses Gewicht auf die Qualität der Genossenschaften oder der in ihnen zusammengefassten Bauernhaushalte zu streben. Darum muss der Uferprüfung der Genossenschaften besondere Beachtung geschenkt werden.

Die Genossenschaften sollen nicht ein-, sondern zwei-, oder dreimal im Jahr überprüft werden. Ich schlage vor, einige Genossenschaften ist (an einigen Orten anscheinend sehr oberflächlich, ohne ernste Bemühung), im Herbst und Winter dieses Jahres zum zweitenmal zu überprüfen und im Frühjahr und Sommer der nächsten Jahres zum drittenmal. Von den bestehenden 650‘000 Genossenschaften sind 550‘000 neue Genossenschaften, die im vorigen Winter und in diesem Frühjahr gegründet wurden. Ein Teil davon sind relativ gefestigte und in diesem Genossenschaften, sogenannte „erstklassige Genossenschaften“2. Fügt man ihnen die 100‘000 bereits konsolidierten alten Genossenschaften hinzu, so ist die Zahl der gefestigten Genossenschaften nicht gering. Werden diese imstande sein, die noch nicht gefestigten Genossenschaften zur allmählichen Konsolidierung zu führen? Die Antwort sollte lauten: Sie sind unbedingt dazu imstande.

Wir müssen jede geringste Bekundung sozialistischer Aktivität bei Bauern und Kadern schätzen, dürfen diese Aktivität nicht bremsen. Wir müssen unser Schicksal mit dem der Mitglieder und Kader der Genossenschaften, der Kader der Kreise, Distrikte und Gemeinden verbinden, Freund und Lied mit ihnen teilen. Wir dürfen ihre Aktivität nicht hemmen.

Die Auflösung einer Genossenschaft darf nur dann beschossen werden, wenn alle oder fast alle Genossenschaftsmitglieder entschlossen sind, nicht weiterzumachen, so soll diesen gestattet werden,, auszucheiden, während die Mehrheit bleibt und weitermacht. Ist jedoch nur ein Teil der Genossenschaftsmitglieder entschlossen, nicht weiterzumachen, so soll diesen gestattet werden, auszuscheiden, währen die Minderheit bleibt und weitermacht. Selbst wenn es dazu kommt, ist es auch gut. In der Provinz Hopeh gab es eine sehr kleine Genossenschaft mit nur sechs Höfen. Drei Genossenschaftsmitglieder, alte Mittelbauern, waren entscheiden dagegen weiterzumachen, und man liess sie gehen. Die drei restlichen Familien, arme Bauern3, erklärten jedoch, dass sie trotz alledem weitermachen wollten. Man liess sie bleiben, und die genossenschaftliche Organisation wudre aufrechterhalten. In der Tat ist die Richtung, die diese drei Familien armer Bauern gewisen haben, jene Richtung, in der sich die 500‘000‘000 Bauern des ganzen Landes bewegen werden. Alle Einzelbauern werden schliesslich den Weg einschlagen, den diese drei Wirtschaften armer Bauern so entschlossen beschritten haben.

In der Provinz Tschekiang wurden durch die Befolgung der Politik der sogenannten „entschlossenen Einschränkung“ (die nicht vom Provinzparteikomitee Tschekiangs beschlossen worden war) mit einem Schlag von den insgesamt 53‘000 Genossenschaften 15‘000 mit 400,000 Bauernwirtschaften aufgelöst, was grosse Unzufriedenheit bei den Massen und den Kadern hervorrief und absolut nicht das Rechte war. Diese Politik der „entschlossen Einschränkung“ wurde in einer Panikstimmung ausgearbeitet. Auch war es nicht richtig, einen so wichtigen Schritt ohne Einverständnis der Zentralkomitees der Partei zu tun. Der Zentralkomitee hatte überdies schon im April 1955 folgende Warnung ergehen lassen: „Wiederholt nicht den im Jahre 1953 begangenen Fehler, einer grosse Anzahl von Genossenschaften aufzulösen, sonst wird wieder Selbstkritik notwendig sein“. Einige Kameraden haben sich diese Warnung aber nicht zu Herzen nehmen wollen.

Erfolge können meiner Ansicht nach zwei schlechte Erscheinungen hervorrufen: Erstens können sie einen berauschen, so dass einem der Kamm schwillt, was zu „linken“ Fehlern führt, und das ist selbstverständlich schlecht. Zweitens können sie einen erschrecken, was dann zu einer „entschlossenen Einschränkung“ und zu rechten Fehlern führt; auch das ist schlecht. Gegenwärtig lässt sich bei uns die zweite Erscheinung feststellen: Angesichts der mehreren hunderttausend kleinen Genossenschaften sind einige Kameraden in Panik geraten.

4

Vor der Gründung von Genossenschaften muss eine gewissenhafte Vorarbeit geleistet werden.

Von Anfang an ist der Qualität der Genossenschaften Aufmerksamkeit zuzuwenden; die Tendenz, nur nach einer Erhöhung der Anzahl zu streben, muss bekämpft werden.

Führe kein Gefecht, das nicht gut vorbereitet ist, klein Gefecht, dessen Erfolg ungewiss ist. Das war die bekannte Losung unserer Partei während das revolutionären Kriege. Diese Losung ist auch beim Aufbau des Sozialismus anwendbar. Damit der Erfolg verbürgt ist, muss man vorbereitet sein, und zwar im vollem Masse vorbereitet. Ehe man darangeht, in einer Provinz, einem Bezirk oder einem Kreis eine neue Gruppe von LPG zu schaffen, muss eine grosse Vorarbeit geleistet werden. Diese Arbeit besteht in der Hauptsache in folgendem:

1) Falsche Anschauungen kritisieren und die Arbeitserfahrungen zusammenfassen.

2) Systematisch und wiederholt unter den Bauernmassen den Kurs, die Politik und die Massnahmen unserer Partei in der Frage des genossenschaftlichen Zusammenschlusses in der Landwirtschaft propagieren. Bei dieser Propaganda unter den Bauern müssen nicht nur die Vorzüge den genossenschaftlichen Zusammenschlusses erläutert, sondern muss auch auf die Schwierigkeiten hingewiesen werden, die sich im Prozess der Zusammenschlusses in vollem Masse geistig vorbereitet sind.

3) In Übereinstimmung mit der realen Lage umfassende Pläne zur Entwicklung des genossenschaftlichen Zusammenschlusses in der Landwirtschaft der ganzen Provinz, des ganzen Bezirkes, Kreises, Distrikts oder der ganzen Gemeinde aufstellen und auf dieser Grundlage den Jahresplan ausarbeiten.

4) Durch kurzfristige Lehrgänge Kader für die Gründung von Genossenschaften ausbilden.

5) Überall und in grosser Zahl Gruppen der gegenseitigen Hilfe für die landwirtschaftliche Produktion entwickeln und nach Möglichkeit diese Gruppen der gegenseitigen Hilfe anregen, sich zusammenzuschliessen und Vereinigungen von Gruppen der gegenseitigen Hilfe zu bilden, was die Grundlage für ihre weitere Zusammenlegung zu Genossenschaften schafft.

Unter diesen Voraussetzungen wird es möglich sein, das Problem der Verbindung von quantitativer und qualitativer Entwicklung der Genossenschaften im wesentlichen zu lösen. Doch wird es immer nach erforderlich sein, jede Gruppe von Genossenschaften gleich nach ihrer Gründung zu überprüfen.

Ob eine Gruppe von Genossenschaften nach ihrer Gründung gefestigt werden kann oder nicht, hängt einmal von der Qualität der vorausgegangenen Vorarbeit ab, zum anderen davon, ob nachher die Überprüfungsarbeit gut durchgeführt wird.

Bei der Bildung von Genossenschaften und ihrer Überprüfung muss man sich auf die Zellen der Partei und des Jugendverbandes in der betreffenden Gemeinde stützen. Darum müssen die beiden Aufgaben mit dem Aufbau und der Konsolidierung der Partei und des Jugendverbandes auf dem Lande eng verknüpft werden.

Sowohl bei der Gründung von Genossenschaften als auch bei deren Überprüfung sind die örtlichen Kader im Dorf als die Hauptkraft zu betrachten; sie müssen in ihrer Arbeit ermutigt werden, und man muss ihnen Verantwortung übertragen. Die Kader, die von oben entsandt wurden, sollten nur zur Unterstützung da sein. Ihre Aufgabe besteht darin, anzuleiten und zu helfen, nicht aber darin, alles in die eigenen Hände zu nehmen.

5

Was die Produktion betrifft, müssen die LPG höhere Ernteerträge erreichen als die Einzelbauern und die Gruppen der gegenseitigen Hilfe. Auf keinen Fall darf zugelassen werden, dass die Erträge in den Genossenschaften auf der Höhe der Erträge der Einzelbauern und der Gruppen der gegenseitigen Hilfe bleiben, denn dann wären die Genossenschaften ein Misserfolg. Wozu wären sie dann überhaupt nötig? Erst recht darf keine Senkung der Erträge zugelassen werden. Von den 650‘000 bereits gegründeten LPG haben über 80% ihre Ernteerträge erhöht. Das ist ein ausserordentlich erfreuliches Ergebnis, Das von der hohen Produktionsaktivität der LPG-Mitglieder und von der Überlegenheit der Genossenschaften über die Gruppen der gegenseitigen Hilfe und erst recht über die Einzelbauern zeugt.

Um die Erträge zu steigern, ist es notwendig:

1) unentwegt an den Prinzipien der Freiwilligkeit und des gegenseitigen Vorteils festzuhalten,

2) die Wirtschaftsführung (Produktionsplanung, Produktionsleitung, Arbeitsorganisation usw.) zu verbessern,

3) die Ackerbautechnik auf ein höheres Niveau zu heben (Tiefpflügen und intensive Bodenbearbeitung, Dichtpflanzverfahren, Erweiterung der Anbauflächen mit mehrmaliger Aussaat, Saatgutauslese, Popularisierung neuer landwirtschaftlicher Geräte, Kampf gegen Pflanzenkrankheiten und Schädlinge usw.)und

4) die Produktionsmittel zu vermehren (Anbaufläche, Düngemittel, Irrigationsanlagen, Zugtiere, landwirtschaftliche Geräte usw.).

All das sind unerlässliche Voraussetzungen für die Festigung der Genossenschaften und für die Gewährleistung einer Seigerung der Produktion.

Wir müssen, während wir unentwegt and den Prinzipien der Freiwilligkeit und des gegenseitigen Vorteils festhalten, gegenwärtig der Lösung folgender Fragen Aufmerksamkeit schenken:

1) Ist es zweckmässig, die Einbringung des Zugviehs und der grossen landwirtschaftlichen Geräte in die Genossenschaft für ein, zwei Jahre aufzuschieben, wird ihr Preis dabei gerecht eingeschätzt, und ist die Frist für die Auszahlung eines entsprechenden Entgelts nicht zu lang?

2) Ist das Verhältnis zwischen dem Entgelt für den eingebrachten Bodenanteil und dem für die geleistete Arbeit angemessen?

3) Auf welche Weise können die für die Genossenschaften notwendigen Mittel aufgebracht werden?

4) Können gewisse Genossenschaftsmitglieder einen Teil ihrer Arbeitskraft für bestimmte Arten der Nebenproduktion benutzen? (Da die gegenwärtig von uns geschaffenen LPG in der Regel noch halbsozialistischen Charakter tragen, muss auf eine richtige Lösung dieser vier Fragen geachtet werden, nur dann wird das Prinzip des gegenseitigen Nutzens der armen Bauern und der Mittelbauern nicht verletzt, und nur auf der Grundlage des gegenseitigen Nutzens kann das Prinzip der Freiwilligkeit verwirklicht werden.)

5) Wieviel Boden soll den Genossenschaftsmitgliedern zur persönlichen Nutzung überlassen werden?

6) Die Frage der Klassenzusammensetzung der Genossenschaftsmitglieder.

Und so weiter.

Behandeln wir hier die Frage der Klassenzusammensetzung der Genossenschaftsmitglieder. Ich bin der Ansicht, dass wir in den nächsten ein bis zwei Jahren überall dort, wo die LPG sich auszubreiten, begonnen oder erst vor kurzem eine Verbreitung erfahren haben, d. h. gegenwärtig in den meisten Gebieten, vor allem die aktiven Elemente aus den folgenden Schichten der Bauernschaft veranlassen sollten, sich zu organisieren: 1. die armen Bauern; 2. die untere Schicht der neuen Mittelbauern; 3. die untere Schicht der alten Mittelbauern. Jene Angehörigen dieser Schichten, die vorläufig noch nicht davon begeistert sind, sollte man jedoch nicht zwangsweise in die Genossenschaften hineinziehen. Man sollte warten, bis ihr Bewusstseinsgrad gestiegen ist und sie Interesse für die Genossenschaft haben; erst dann sollten sie gruppenweise in die Genossenschaften aufgenommen werden. Ihrer wirtschaftlichen Lage nach stehen diese Schichten einander recht nahe. Entweder haben sie es noch schwer (das gilt für die armen Bauern, die zwar Land erhalten haben und viel besser leben als vor der Befreiung, aber immer noch Schwierigkeiten haben wegen des Mangels an Arbeitskräften, an Zugtieren und an landwirtschaftlichen Geräten), oder sie sind noch nicht wohlhabend (das gilt für die untere Schicht der Mittelbauern). Darum zeigen sie alle einen gewissen Enthusiasmus für die Organisierung von Genossenschaften. Ungeachtet dessen ist der Grad dieser Einstellung bei ihnen aus verschiedenen Gründen noch immer ungleich. Die einen sind sehr aktiv eingestellt, die anderen vorläufig noch nicht so sehr, andere wiederum ziehen es vor, sich sie Entwicklung der Dinge einmal anzusehen. Darum müssen wir unter allen jeden, die im Augenblick noch nicht einer Genossenschaft betreten wollen, selbst wenn es arme Bauern oder untere Mittelbauern sind, eine Zeitlang Erziehungsarbeit leisten, müssen geduldig abwarten, bis ihr politisches Bewusstsein wächst, dürfen nicht das Prinzip der Freiwilligkeit verletzen und sie gegen ihren Willen in die Genossenschaft ziehen.

Was die oberen Schichten der neuen Mittelbauern und der alten Mittelbauern betrifft, d. h. alle diejenigen Mittelbauern, die ihrer Wirtschaftslage nach relativ wohlhabend sind, so sollten diese Leute – mit Ausnahme jenes Teils, der genügend politisch bewusst ist, um den sozialistischen Weg einzuschlagen, und wirklich freiwillig den Genossenschaften beizutreten wünscht, also in sie aufgenommen werden kann – vorläufig nicht in die Genossenschaften aufgenommen, noch weniger gegen ihren Willen hineingezerrt werd. Das darum, weil sie noch nicht das politische Bewusstsein haben, den sozialistischen Weg einzuschlagen. Erst wenn die überwältigende Mehrheit der Bauern auf dem Lande den Genossenschaften beigetreten ist oder wenn die Genossenschaften genauso hohe Mu-Erträge einbringen wie die wohlhabenden Mittelbauern oder sogar noch höhere und sie selber fühlen, dass es in jeder Beziehung unvorteilhaft ist, als Einzelbauer weuterzuwirtschaften, und dass nur der Anschluss für sie relativ vorteilhaft ist, dann werden sie sich zum Eintritt in die Genossenschaft entschliessen.

Als nächstes also wären diejenigen, die ihrer Wirtschaftschlage nach arm sind oder denen es noch nicht gut geht (sie machen insgesamt etwa 60-70% der Landbevölkerung aus), entsprechend dem Stand ihres politischen Bewusstseins zu gruppieren und in den nächsten paar Jahren dazu zu bringen, Genossenschaften zu organisieren. Und erst dann wären die wohlhabenden Mittelbauern für die Genossenschaften zu gewinnen.So liesse sich ein Herumkommandieren vermeiden.

Auf keinen Fall dürfen in den nächsten paar Jahren in jenen Gebieten, in denen der genossenschaftliche Zusammenschluss noch nicht im wesentlichen verwirklicht worden ist, Grundherren und Grossbauern in die Genossenschaften aufgenommen werden. In der Gebieten, wo der genossenschaftliche Zusammenschluss im wesentlichen abgeschlossen ist, können jedoch in bereits gefestigten Genossenschaften unter bestimmten Bedingungen gruppen- und etappenweise diejenigen ehemaligen Grundherren und Grossbauern, die schon lange jede Ausbeutung aufgegeben haben, selber arbeiten und die Gesetze und Verordnungen der Regierung einhalten, aufgenommen, zur kollektiven Arbeit zugelassen und durch die Arbeit weiter umerzogen werden.

6

In der Frage der Entwicklung der Genossenschaftsbewegung steht es gegenwärtig nicht so, dass sie als übereilt zu kritisieren wäre. Es ist falsch zu sagen, dass die jetzige Entwicklung der Genossenschaften „die realen Möglichkeiten übersteigt“ und „über das politische Bewusstseinsniveau der Massen hinausgegangen“ ist. Die Lage in China ist so : Für die riesige Bevölkerungzahl reicht der kultivierte Boden nicht aus (im Durchschnitt entfallen pro Kopf der Bevölkerung 3 Mu Land in vielen Teilen der Südprovinzen nur 1 Mu oder noch weniger) es kommt von Zeit zu Zeit zu Naturkatastrophen (alljährlich wird ein bedeutender Teil der Anbaufläche in diesem oder jenem Masse von Naturkatastrophen heimgesucht; von Überschwemmungen, Dürre,Stürmen, Frost, Hagel, Schädlingen), und die Methoden der Bewirtschaftung sind rückständig. Infolgedessen hat sich das Leben der breiten Massen der Bauern nach der Bodenreform zwar verbessert oder sogar weitgehend verbessert, ist aber für viele von ihnen immer noch schwer es geht vielen nach wie vor nicht gut, während es nur verhältnismässig wenige Bauern gibt, denen es gut geht. Deshalb ist die grosse Mehrheit der Bauern begeistert für den sozialistischen Weg- Die sozialistische Industrialisierung unseres Landes und ihre Erfolge steigern diese ihre Begeisterung ständig. Für sie ist der Sozialismus der einzige Ausweg. Diese Bauern machen 60-70% der gesamten ländlichen Bevölkerung Chinas aus. Das bedeutet, dass die grosse Mehrheit der Bauern des Landes nur dann der Not den Rücken kehren, ihren Lebensstandard verbessern, den Naturkatastrophen die Stirn bieten kann, wenn sie sich zusammenschliesst und auf dem breiten Weg zum Sozialismus voranschreitet. Das Gefühl dafür wächst schon schnell unter den breiten Massen der armen Bauern und der nichtwohlhabenden Bauern. Die wohlhabenden oder relativ wohlhabenden Bauern machen nur 20-30% der Landbevölkerung aus. Sie schwanken, und einige von ihnen versuchen hartnäckig, den kapitalistischen Weg zu gehen. Wie schon oben gesagt, gibt es unter den armen Bauern und unter den nichtwohlhabenden Bauern viele, die infolge das niedrigen Niveaus ihres politischen Bewusstseins vorläufig noch abwartend zusehen und ebenfalls schwanken. Sie werden aber im Vergleich zu den wohlhabenden Bauern den Sozialismus leichter annehmen. So liegen die Dinge in Wirklichkeit. Doch einige unserer Kameraden ignorieren das und sind der Ansicht, dass die eben erst gegründeten mehreren hunderttausend kleinen LPG halbsozialistischen Charakters bereits „die realen Möglichkeiten übersteigen“ und „über das politische Bewusstseinsniveau der Massen hinausgegangen“ sind. Das heisst, dass sie nur die zahlenmässig relativ wenigen wohlhabenden Bauern sehen, die armen und die nichtwohlhabenden Bauern aber – die überwältigende Mehrheit – vergessen. Das ist die erste falsche Ansicht.

Diese Kameraden unterschätzen auch die Stärke der führenden Rolle der Kommunistischen Partei auf dem Lande und die leidenschaftliche Unterstützung, die die breiten Massen der Bauern der Partei erweisen. Sie sind der Ansicht, dass es unserer Partei schon schwerfalle, die bereits bestehenden mehreren hunderttausend kleinen Genossenschaften zu festigen, und dass eine grosse Entwicklung von Genossenschaften daher überhaupt unvorstellbar wäre. Sie schildern pessimistisch die derzeitigen Umstände der Parteiarbeit bei der Leitung des genossenschaftlichen Zusammenschlusses in der Landwirtschaft und sind der Ansicht, sie sei „über das Niveau der Erfahrungen der Funktionäre hinausgegangen“. In der Vergangenheit hatten wir nur Erfahrungen mit der bourgeois-demokratischen Revolution, nicht aber mit der sozialistischen Revolution. Wie aber können wir solche Erfahrungen gewinnen? Dadurch, dass wir mit den Händen im Schoss herumhocken, oder indem wir in den Kampf für die sozialistische Revolution treten und aus diesem Kampf lernen? Wie können wir Erfahrungen bei der Industrialisierung gewinnen, wenn wir den Fünfjahrplan nicht durchführen, wenn wir nicht die sozialistische Industrialisierung vorantreiben? Ein Bestandteil des Fünfjahrplan ist der genossenschaftliche Zusammenschluss in der Landwirtschaft. Wenn wir nicht in jeder Gemeinde, in jedem Dorf die Bauern zur Gründung einer oder mehrerer LPG führen, woher soll dann das „Niveau der Erfahrungen der Funktionäre“ kommen und wie soll es sich heben? Es ist ganz klar, dass die Ansicht, der gegenwärtige Stand der Entwicklung der LPG sei „über das Niveau der Erfahrungen der Funktionäre hinausgegangen“, falsch ist. Das ist die zweite falsche Ansicht.

Die Methode, mit der diese Kameraden an die Fragen herangehen, ist falsch. Sie blicken nicht auf das Wesentliche und Hauptsächliche, sondern betonen die nicht wesentlichen, die nebensächlichen Dinge. Es muss darauf hingewiesen werden, dass die nicht wesentlichen, die nebensächlichen Fragen, nicht ignoriert werden dürfen; sie müssen eine nach der anderen gelöst werrden. Doch dürfen sie nicht als wesentlich und hauptsächlichbetrachtet werden, sonst würden wir die Orientierung verlieren.

Wir müssen davon überzeugt sein, dass: 1. die breiten Massen der Bauern gewillt sind, unter der Führung der Partei Schritt für Schritt den sozialistischen Weg zu führen. Diese beiden Punkte sind das Wesen der Sache, sie bezeichnen die Hauptströmung. Mangelt es an dieser Überzeugung, werden wir nicht imstande sein, das Aufbau des Sozialismus in etwa drei Fünfjahrplänen im grossen ganzen abzuschliessen.

7

Die grossen historischen Erfahrungen der Sowjetunion beim Aufbau des Sozialismus begeistern unser Volk und bestärken es in seiner vollen Zuversicht auf die Errichtung des Sozialismus in unserem Land. Doch gibt es sogar bezüglich dieser internationalen Erfahrungen verschiedene Auffassungen. Einige Kameraden billigen nicht den Kurs des Zentralkomitees unserer Partei, dem zufolge der genossenschaftliche Zusammenschluss in der Landwirtschaft mit der sozialistischen Industrialisierung unseres Landes Hand in Hand gehen muss, obwohl die Richtigkeit dieses Kurses bereits in der Sowjetunion bewiesen worden ist. Das derzeit für die Industrialisierung festgesetzte Tempo betrachten sie als annehmbar, jedoch braucht ihrer Meinung nach der genossenschaftliche Zusammenschluss in der Landwirtschaft nicht unbedingt mit der Industrialisierung Schritt zu halten, hier müsse vielmehr ein besonders langsames Tempo eingeschlagen werden. Das heisst die Erfahrungen der Sowjetunion ignorieren. Diese Kameraden verstehen nicht, dass die sozialistische Industrialisierung nicht vom genossenschaftlichen Zusammenschluss in der Landwirtschaft losgelöst und isoliert durchgeführt werden kann. Vor allem ist, wie alle wissen, der Stand der Produktion von Marktgetreide und industriellen Rohstoffen in unserem Land heute sehr niedrig, während der Bedarf des Staates an diesen Produkten von Jahr zu Jahr wächst. Das ist ein scharfer Widerspruch. Wenn wir nicht imstande sind, in etwa drei Planjahrfünften das Problem des genossenschaftlichen Zusammenschlusses in der Landwirtschaft in der Hauptsache zu lösen, , das heisst, einen Sprung zu vollziehen von der kleinen Wirtschaft mit Zugtieren und diesen entsprechenden landwirtschaftlichen Geräten zur grossen mechanisierten Wirtschaft – wozu die ausgedehnte Erschliessung von Neuland durch Neuansiedler gehört, eine Erschliessung, die vom Staat organisiert wird und unter Anwendung von Maschinen erfolgt (im Verlauf von drei Fünfjahrplänen sollen 400-500‘000‘000 Mu Neuland erschlossen werden) – so werden wir nicht in der Lage sein, den Widerspruch zwischen dem von Jahr zu Jahr waschenden Bedarf am Marktgetreide und industriellen Rohstoffen und dem gegenwärtig allgemein sehr niedrigen Stand der Produktion der wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnisse zu lösen; dann würde die sozialistische Industrialisierung in unserem Land auf ausserordentlich grosse Schwierigkeiten stossen, und wir würde sie nicht vollenden können. Die Sowjetunion hatte es beim Aufbau des Sozialismus mit dem gleichen Problem zu tun und löste es durch planmässige Leitung und Durchführung der Kollektivierung der Landwirtschaft. Auch wir können es nur mit Hilfe dieser Methode lösen. Weiter haben einige unserer Kameraden nicht über den Zusammenhang folgender zwei Punkte nachgedacht: Die Schwerindustrie ist der wichtigste Zweig der sozialistischen Industrialisierung, und die von ihr erzeugten Traktoren und anderen landwirtschaftlichen Maschinen, chemischen Düngemittel, modernen Transportmittel, Öl und Strom für die Landwirtschaft usw. können nur auf der Basis einer grossangelegten, genossenschaftlich zusammengeschlossenen Landwirtschaft Verwendung finden oder in grosszügiger Weise ausgenutzt werden. Wir vollziehen heute nicht nur eine Revolution in der Gesellschaftsordnung, nämlich den Übergang vom Privateigentum zum Geneineigentum, sondern auch eine Revolution in der Technik, nämlich den Übergang von der handwerklichen Produktion zur modernen maschinellen Grossproduktion. Diese beiden Revolutionen sind miteinander verbunden. Auf dem Gebiet der Landwirtschaft muss unter den in unserem Land herrschenden Bedingungen (in den kapitalistischen Ländern entwickelt sich die Landwirtschaft auf kapitalistische Weise) zuerst der genossenschaftliche Zusammenschluss erfolgen, erst dann können grosse Maschinen angewendet werden. Daraus folgt, dass diese beiden Dinge – Industrie und Landwirtschaft, die sozialistische Industrialisierung und die sozialistische Umgestaltung der Landwirtschaft – unter keinen Umständen getrennt, voneinander isoliert betrachtet werden dürfen; keineswegs darf man nur die eine Seite betonen und die andere vernachlässigen. Die Erfahrungen der Sowjetunion weisen uns auch in dieser Beziehung die Richtung. Einige unserer Kameraden aber haben darauf nicht geachtet; sie betrachten diese Fragen fortwährend isoliert, nicht in ihrem Zusammenhang zwischen folgenden zwei Momenten nachgedacht: Für die Industrialisierung des Landes und die technische Umgestaltung der Landwirtschaft sind sehr grosse Mittel notwendig, und ein beträchtlicher Teil davon muss durch die Landwirtschaft akkumuliert werden. Neben der direkten landwirtschaftlichen Steuer geschieht das durch die Entwicklung der Leichtindustrie, die grosse Mengen der von den Bauern benötigten Bedarfsgüter produziert und sie gegen das Marktgetreide der Bauern und die von ihnen produzierten Rohstoffe für die Leichtindustrie austauscht. Auf diese Weise werden die materiellen Bedürfnisse beider Seiten, sowohl der Bauern als auch des Staates, befriedigt und zudem Mittel für den Staat akkumuliert. Um die Leichtindustrie in grossem Umfang ausbauen zu können, muss überdies nicht nur die Schwerindustrie, sondern auch die Landwirtschaft entwickelt werden. Denn eine grossangelegte Entwicklung der Leichtindustrie ist auf der Basis einer kleinbäuerlichen Wirtschaftet, was für unser Land die sozialistische genossenschaftliche Landwirtschaftlich für unser Land die sozialistische genossenschaftliche Landwirtschaftlich bedeutet. Nur eine solche Landwirtschaft kann den Bauern eine unvergleichlich höhere Kaufkraft geben, als sie jetzt besitzen. Auch diese Erfahrungen liefert uns die Sowjetunion bereits, aber einige unserer Kameraden haben die nicht beachtet. Sie stehen auf dem Standpunkt der Bourgeoisie, der Grossbauern oder der wohlhabenden Mittelbauern mit deren spontaner Tendenz zum Kapitalismus und denken immer und die Interessen einiger weniger. Sie stehen nicht auf dem Standpunkt der Arbeiterklasse und denken nicht an die Interessen des ganzen Landes und des ganzes Volkes.

8

Einige Kameraden wiederum glauben, in den Geschichte der Kommunistische Partei der Sowjetunion eine Stütze für ihre Kritik an dem gefunden zu haben, was sie Ungestüm von Voreiligkeit bei den gegenwärtigen Bemühungen für den genossenschaftlichen Zusammenschluss unserer Landwirtschaft nennen. Sagt uns denn nicht dieGeschichte der KPSU(B), Kurzer Lehrgang, dass zu einer gewissen Zeit viele örtliche Parteiorganisationen in der Sowjetunion bezüglich des Tempos der Kollektivierung den Fehler begingen, ungestüm und voreilig zu sein? Sollten wir denn diese internationale Erfahrungen nicht beachten?

Ich glaube, dass wir diese Erfahrungen der Sowjetunion beachten müssen. Wir müssen jede ungestüme und voreilige Dankweise bekämpfen, die Vorbereitungsarbeit missen lässt und das politische Bewusstseinsniveau der Bauernmassen nicht berücksichtigt. Wie dürfen aber nicht zulassen, dass einige unserer Kameraden diese Erfahrungen der Sowjetunion dazu benutzen, um ihre Ansichten von Vormarsch im Schneckentempo zu tarnen.

Was hat unser Zentralkomitee hinsichtlich des genossenschaftlichen Zusammenschlusses in der Landwirtschaft Chinas beschlossen?

Erstens beabsichtigt das Zentralkomitee, diesen Plan in der Hauptsache innerhalb von 18 Jahren seit zu erfüllen. Die Zeit von etwas mehr als drei Jahren seit Gründung der Volksrepublik China im Oktober 1949 bis zum Jahre 1952 wurde für die Wiederherstellung unserer Wirtschaft verwendet. In dieser Zeit haben wir in der Landwirtschaft, neben der Durchführung der Bodenreform und der Wiederherstellung der landwirtschaftlichen Produktion, in allen alten befreiten Gebieten auch die Bildung von Gruppen der gegenseitigen Hilfe energisch vorangetrieben und landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften halbsozialistischen Charakters zu bilden begonnen, wobei wir einige Erfahrungen gesammelt haben. Dann folgte der erste Fünfjahrplan, an dessen Erfüllung wir seit 1953 nun schon fast drei Jahre arbeiten. Unsere Bewegung für den genossenschaftlichen Zusammenschluss in der Landwirtschaft hat sich bereits auf das ganze Land ausgedehnt, und wir verfügen über noch mehr Erfahrungen. Der Zeitraum von der Gründung der Volksrepublik China bis zum Abschluss des dritten Fünfjahrplans beträgt 18 Jahre. In dieser Zeit wollen wir die sozialistische Industrialisierung und die sozialistische Umgestaltung des Handwerks, der kapitalistischen Industrie und des kapitalistischen Handels in der Haupttasche abschliessen und zugleich die sozialistische Umgestaltung der Landwirtschaft im wesentlichen beenden. Ist das möglich? Die Erfahrungen der Sowjetunion ging der Bürgerkrieg 1920 zu Ende; von 1921 bis 1937, d. h. im Verlauf von 17 Jahren, wurde die Kollektivierung der Landwirtschaft abgeschlossen, wobei die Hauptarbeit dazu n den Jahren 1921 bis 1934 geleistet wurde, d. h. in sechs Jahren. Obwohl in dieser Zeit einige örtliche Parteiorganisationen in der Sowjetunion den Fehler machten, „ vor erfolgen von Schwindel befallen“ zu werden, wie es die Geschichte der KPSU(B), Kurzer Lehrgang, beschreibt, wurde dieser Fehler sehr schnell korrigiert. Schliesslich wurde in der Sowjetunion mit grossen Anstrengungen die sozialistische Umgestaltung der gesamten Landwirtschaft erfolgreich abgeschlossen und überdies eine gigantische technische Umgestaltung der Landwirtschaft durchgeführt. Dieser von der Sowjetunion zurückgelegte Weg ist es gerade, den wir uns zum Vorbild nehmen.

Zweitens haben wir Massnahmen getroffen, die gewährleisten, dass die sozialistische Umgestaltung der Landwirtschaft allmählich fortschreitet. Der erste Schritt im Dorf war der Appell an die Bauern, gemäss den Prinzipien der Freiwilligkeit und des gegenseitigen Vorteils Gruppen der gegenseitigen Hilfe für die landwirtschaftliche Produktion zu bilden, die nur gewisse Keime des Sozialismus in sich tragen und jeweils nur einige wenige oder zehn und mehr Bauernhöfe erfassen. Dann kam als zweiter Schritt der Appell an die Bauern, auf der Grundlage dieser Gruppen der gegenseitigen Hilfe und nach wie vor in Übereinstimmung mit den Prinzipien der Freiwilligkeit und des gegenseitigen Vorteils kleinere landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften halbsozialistischen Charakters zu organisieren, die dadurch gekennzeichnet sind, dass der Boden als Anteil eingebracht und die Wirtschaft einheitlich geführt wird. Erst dann folgte als dritter Schritt der Appell an die Bauern, sich auf der Basis dieser kleinen Genossenschaften halbsozialistischen Charakters sowie im Einklang mit denselben Prinzipien der Freiwilligkeit und des gegenseitigen, die vollsozialistischen Charakter tragen, Diese Schritte ermöglichen es den Bauern, anhand ihrer eigenen Erfahrungen allmählich den Grad ihres sozialistischen Bewusstseins zu steigern und allmählich ihre Lebensweise zu ändern, so dass sie weniger das Gefühl einer plötzlichen Veränderung haben. Durch diese Schritte kann man im wesentlichen vermeiden, dass eine Zeitland (sagen wir, in den ersten ein bis zwei Jahren) die Erträge sinken, muss man vielmehr umgekehrtgewährleisten, dass sie von Jahr zu Jahr ansteigen, was durchaus möglich ist. Von den derzeit bestehenden 650‘000 LPG haben mehr als 80% ihre Erträge gesteigert, mehr als 10% zwar nicht mehr, aber auch nicht weniger geerntet als zuvor und weniger als 10% einen Rückgang zu verzeichnen gehabt. Hinsichtlich der beider letzten Kategorien steht die Sache schlecht, besonders schlecht aber in jenen LPG, deren Produktion gesunken ist, und es bedarf grosser Anstrengungen, um sie zu konsolidieren. Da über 80% der LPG die Erträge steigerten (die Steigerung beläuft sich auf 10-30%), da ferner mehr als 10% der Genossenschaften zwar im ersten Jahr weder ein Ansteigen noch ein Absinken der Erträge aufwiesen, jedoch im zweiten Jahr nach der Überprüfung die Produktuion möglicherweise steigern werden, da schliesslich die weniger also 10% Genossenschaften, deren Erträge zurückgingen ebenfalls im zweiten Jahr, nach der Überprüfung, eine Steigerung aufweisen mögen oder den Stand erreichen, da die Erträge weder steigen noch fallen, kann man sagen, dass der genossenschaftliche Zusammenschluss bei uns im ganzen genommen eine gesunde Entwicklung nimmt und sadd man im allgemeinen eine Steigerung der Erträge sichern und ihre Rückgang vermeiden kann. Dieses schrittweise Vorgehen ist auch eine ausgezeichnete Schule für die Ausbildung von Funktionären. Dank diesen Massnahmen ist es möglich, allmählich eine grosse Zahl von Verwaltungsgangstellen und technischen Kräften für die Genossenschaftenauszubilden.

Drittens sind einmal im Jahr entsprechend der tatsächlichen Lage Kontrollziffern für die Entwicklung des genossenschaftlichen Zusammenschlusses in der Landwirtschaft festzulegen, wobei die beim genossenschaftlichen Zusammenschluss geleistete Arbeit mehrmals zu kontrollieren ist. Auf diese Weise kann man jedes Jahr entsprechend den veränderten Bedingungen und den erzielten Erfolgen konkrete Massnahmen für die Entwicklung des genossenschaftlichen Zusammenschlusses in den einzelnen Provinzen, Kreisen und Gemeinden beschliessen. An manchen Orten kann man die Entwicklung des genossenschaftlichen Zusammenschlusses zeitweilig einstellen, um eine Überprüfung durchzuführen, während und anderen Orten die Entwicklung und Überprüfung Hand in Hand fortgehen können. In manchen Genossenschaften kann man der Austritt eines Teils der Mitglieder gestatten, und in Einzelfällen ist sogar die vorübergehende Auflösung von Genessensschaften zulässig. An einigen Orten sollen in grosser Zahl neue Genossenschaften gegründet werden, an anderen kann nur die Zahl der Bauernhöfe in den alten Genossenschaften erhöht werden.In allen Provinzen und Kreisen ist es nach der Bildung einer Gruppe von Genossenschaften fortfahren. Die Ansicht, dass ein Halt, eine Atempause unzulässig sie, ist falsch. Was die Kontrolle der Genossenschaftsbewegung betrifft, so ist sie vom Zentralkomitee sowie von den Parteikomitees der Provinzen, autonomen Gebiete, Städte und Bezirke energisch durchzuführen, und zwar nicht nur einmal, sondern mehrere Male im Jahr. Wenn ein Problem auftaucht, muss es sofort gelöst werden, man darf nicht zulassen, dass sich die Fragen anhäufen, und sie dann summarisch zu lösen versuchen. Kritik soll zur rechten Zeit erfolgen. Man darf sich nicht angewöhnen, erst dann zu kritisieren, wenn etwas passiert ist. So wurden beispielsweise in den ersten sieben Monaten dieses Jahres vom Zentralkomitee allein schon drei Beratungen verantwortlicher Kameraden aus verschiedenen Gegenden, die Jetzige eingeschlossen, einberufen, um die Frage des genossenschaftlichen Zusammenschlusses auf dem Lande zu erörtern. Eine solche Methode der Anpassung unserer Massnahmen an örtliche Bedingungen und der Erteilung rechtzeitiger Anleitung gewährleistet, dass wir in unserer Arbeit weniger Fehler machen und dass, falls welche gemacht werden, diese Fehler schnell korrigiert werden.

9

Wenn man alles oben Gesagte in Betracht zieht, ist es dann falsch zu sagen, dass der Kurs des Zentralkomitees unserer Partei bei der Anleitung des genossenschaftlichen Zusammenschlusses in der Landwirtschaft richtig ist und daher eine gesunde Entwicklung der Bewegung gewährleistet? Ich glaube, dass man das sagen kann und sollte und dass es völlig falsch ist, diese Kurs als „voreilig“ zu bewerten.

Einige Kameraden betrachten ein so ausserordentlich wichtiges Problem wie das Bündnis der Arbeiter und Bauern falsch, indem sie vom Standpunkt der Bourgeoisie, der Grossbauern oder der spontan zu Kapitalismus hineingehenden wohlhabenden Mittelbauern ausgehen. Diese Kameraden sind der Meinung, dass sich die Genossenschaftsbewegung im Augenblick in einer sehr gefährlichen Situation befindet. Sie raten uns, auf unserem derzeitigen Weg des genossenschaftlichen Zusammenschlusses „schleunigst vom Pferde abzusteigen“. „Tut ihr das nicht“, so warnen sie uns, „beschwört ihr die Gefahr herauf, dass das Bündnis zwischen Arbeitern und Bauern zerbricht.“ Wir denken genau das Gegenteil. Wenn wir nicht schleunigst aufs Pferd steigen, entsteht die Gefahr eines Bruchs des Bündnisses zwischen den Arbeitern und Bauern. Wie man sieht, liegt der Unterschied nur in einem Wort. Der eine sagt: „absteigen“, der andere. „aufsteigen“. Doch offenbart sich darin der Unterschied der Anschauungen zweier entgegengesetzter Linien. Bekanntlich haben wir bereits ein Bündnis der Arbeiter und Bauern, das auf der Grundlage der antiimperialistischen, antifeudalen bourgeois-demokratischen Revolution hergestellt wurde, die den Grundherren den Boden entrissen, ihn unter die Bauern aufgeteilt und diese dadurch vom Joch des Feudaleigentums befreit hat. Aber diese Revolution gehört schon der Vergangenheit an, das Feudaleigentum ist bereits vernichtet. Heute besteht auf dem Lande das kapitalistische Eigentum der Grossbauern und das wie ein Ozean unübersehbare Eigentum der Einzelbauern. Jeder konnte sehen: In den letzten Jahren sind die spontanen Kräfte des Kapitalismus auf dem Lande ständig gewaschen, überall sind neue Grossbauern auf den Plan getreten, und viele wohlhabende Mittelbauern streben danach, Grossbauern zu werden. Viele arme Bauern leiden hingegen aus Mangel an Produktionsmitteln nach wie vor Not, manche sind in Schulden verstrickt, andere verkaufen ihren Boden oder verpachten ihn. Wenn man die Dinge so weiter treiben lässt, werden die Polarisierungserscheinungen im Dorf unvermeidlich von Tag zu Tag ernster werden. Jene Bauern, die ihren Boden verloren haben, und jene, die immer noch Not leidern, werden sich beklagen, dass wr sie nicht vor dem Ruin retten, beziehungsweise ihnen nicht bei der Überwindung ihrer Schwierigkeiten helfen. Jene wohlhabenden Mittelbauern, die dem Kapitalismus zusteuern, werden ebenfalls mit uns unzufrieden sein; werden wir ihren Forderungen nie nachkommen können. Kann sich unter diesen Umständen das Bündnis der Arbeiter und Bauern weiter festigen? Offensichtlich nicht. Das problem kann nur auf einer neuen Grundlage gelöst werden. Das bedeutet, dass zugleich mit der allmählichen Verwirklichung der sozialistischen Industrialisierung, der sozialistischem Umgestaltung des Handwerks, der kapitalistischen Industrie und des kapitalistischen Handels auch allmählich die sozialistische Umgestaltung der gesamten Landwirtschaft durchgeführt werden muss, mit anderen Worten, der genossenschaftliche Zusammenschluss herbeigeführt und au dem Lande das System der Grossbauernwirtschaft und das System der Einzelwirtschaft beseitigt erden muss, so dass die ganze Landbevölkerung gemeinsam zu Wohlstand gelangt. Wit sind der Meinung, dass das Bündnis der Arbeiter und Bauern nur auf diese Weise gefestigt werden kann. Andernfalls besteht die Gefahr, dass dieses Bündnis auseinanderbricht. Jene Kameraden, die uns vorschlagen, „vom Pferde abzusteigen“, sind hier völlig im Irrtum.

10

Wir müssen jetzt schon vorausblickend feststellen, dass in nächster Zukunft im ganzen Land ein Aufschwung in der sozialistischen Umgestaltung im Dorf eintreten wird. Das ist unausbleiblich. Gegen Ende des letzten Jahre des ersten Fünfjahrplans und zu Beginn des ersten Jahres des zweiten Fünfjahrplans, d. h. im Frühjahr 1958, werden im ganzen Land etwa 250 Millionen Menschen, ungefähr 55 Millionen Bauernhöfe (wenn man durchschnittlich viereinhalb Menschen pro Hof rechnet, in Genossenschaften halbsozialistischen Charakters zusammengeschlossen sein, also die Hälfte der gesamten Landbevölkerung. Zu diesem Zeitpunkt werden viele Kreise und einige Provinzen die halbsozialistische Umgestaltung der Agrarwirtschaft im grossen ganzen beendet haben, und in allen Gebieten des Landes wird ein kleiner Teil der Genossenschaften halbsozialistischen Charakters in vollsozialistische Genossenschaften umgewandelt sein. In der ersten Hälfte des zweiten Planjahrfünfts, d.h h. im Jahre 1960, werden wir die halbsozialistische Umgestaltung der Agrarwirtschaft für die andere Hälfte der Landbevölkerung im wesentlichen abschlossen haben. Zu diesem Zeitpunkt wird sich auch die Zahl der vom halbsozialistischen zum vollsozialistischen Typ übergegangen Genossenschaften vermehrt haben. Während des ersten und zweiten Fünfjahrplans wird die Umgestaltung im Dorf hauptsächlich immer noch eine gesellschaftliche Umgestaltung sein, während die technische Umgestaltung eine Hilfsrolle spielen wird; die Anzahl der grossen landwirtschaftlichen Maschinen wird sicherlich wachsen, aber noch keine bedeutenden Ausmasse erreichen. Im dritten Fünfjahrplan wird jedoch die Umgestaltung auf dem Land gleichzeitig eine gesellschaftliche und eine technische sein; von Jahr zu Jahr werden mehr und mehr grosse landwirtschaftliche Maschinen eingesetzt werden, und, was die gesellschaftliche Maschinen eingesetzt werden sich die halbsozialistischen Genossenschaften ab 1960 allmählich, gruppen- und etappenweise zu vollsozialistischen Genossenschaften entwickeln. Erst wenn hinsichtlich des sozialökonomischen Systems die sozialistische Umgestaltung restlos abgeschlossen ist und hinsichtlich der Technik in allen Wirtschaftszweigen und in allen Gegenden, wo dies nur möglich ist, Maschinen verwandt werden, wird sich das gesellschaftliche und wirtschaftliche Antlitz Chinas völlig verändern. Auf Grund der ökonomischen Bedingungen unseres Landes wird die technische Umgestaltung etwas länger dauern als die gesellschaftliche. Um die technische Umgestaltung der Landwirtschafz in ganz China im wesentlichen abzuschliessen, werden schätzungsweise ungefähr vier bis fünf Fünfjahrpläne erforderlich sein, d. h. etwa 20 bis 25 Jahre. Die ganze Partei muss für die Erfüllung dieser grossen Aufgabe kämpfen.

11

Es muss eine allseitige Planung und eine verstärkte Anleitung geben.

Es muss einen gesamtstaatlichen Plan sowie Provinz-, Bezirks-, Kreis-, Distrikts-, und Gemeindepläne für die etappenweise Verwirklichung des genossenschaftlichen Zusammenschlusses geben. Ausserdem müssen diese Pläne je nach dem Fortschreiten der praktischen Arbeit ständig revidiert werden. Die Provinz-, Bezirks-, Kreis-, Distrikts-, und Gemeindeorganisationen der Partei und des Jugendverbandes müssen den Problemen des Dorfes ernste Beachtung schenken und ihre Anleitung der Arbeit auf dem lande gewissenhaft verbessern. Die Hauptverantwortlichen Kameraden aus den örtlichen Komitees aller Ebenen der Partei und des Jugendverbands müssen die Arbeit, die dem genossenschaftlichen Zusammenschluss in der Landwirtschaft gilt, fleissig studieren und darin Fachleute werden. Mit einem Wort, wir müssen die Initiative ergreifen und dürfen nicht passiv sein, müssen die Leitung stärken und dürfen sie nicht aus der Hand geben.

12

Im August 1954 (das ist schon keine Neuigkeit mehr) teilte das Heilungkianger Provinzkomitee der Kommunistischen Partei Chinas in einem Bericht mit:

Im Zuge des Aufschwungs und der Ausbreitung des genossenschaftlichen Zusammenschlusses im Dorf gerieten die verschiedenen Organisationen der gegenseitigen Hilfe und der Genossenschaften sowie alle Bevölkerungsschichten auf dem Lande überall mehr oder weniger in Bewegung. Die vorhandenen LPG planen eine Erhöhung der Zahl der Genossenschaftsmitglieder und bereiten sich darauf vor; die Gruppen der gegenseitigen Hilfe bei der landwirtschaftlichen Produktion. Die Objekte der Umbildung zu Genossenschaften sind, planen, noch mehr Haushalte aufzunehmen, und bereiten sich darauf vor; jene Gruppen der gegenseitigen Hilfe, die noch nicht über die entsprechenden Voraussetzungen dafür verfügen, wollen sich ebenfallsweiterentwickeln und ein höheres Niveau erreichen. Unter den Massen werden Anstalten getroffen, in neue oder alte Genossenschaften einzutreten. Bauern, die in diesem Jahr nicht zum Eintritt in die Genossenschaften bereit sind erwägen eifrig, den Gruppen der gegenseitigen Hilfe beizutreten. Diese Bewegung hat grossen Umfang angenommen; sie ist zu einer Massenbewegung geworden. Das ist eine neue und ins Auge fallende Besonderheit in der grossen Entwicklung des genossenschaflichen Zusammenschlusses in der Landwirtschaft. Da aber manche leitende Kameraden in gewissen Kreisen und Distrikten nicht imstande sind, sich dieser neuen Besonderheit anzupassen und rechtzeitig die Leitung zu stärken, treten ungeseunde Erscheinungen in einem Teil der Dörfer und Tun auf [Notabene: In der Provinz Heilungkiang ist das Dorf eine Verwaltungseinheit, die der Gemeinde in den Provinzen südlich der Grossen Mauer Entspricht; das Tun ist in dieser Provinz keine Verwaltungseinheit, es entspricht dem Dorf in den Provinzen südlich der Grossen Mauer]. Wenn sich zum Beispiel die Bauern nach Genosseschaftspartnern umsehen, dann beginnen schon solche ungesunden Erscheinungen aufzukommen wie „der Starke sucht den Starken und stösst den Armen zurück““man macht sich Kader und Mitglieder streitig, was Uneinigkeit heraufbeschwört“, „die Kader werden ohne Überlegung an einer Stelle konzentriert“, „die Grossbauern sowie jene wohlhabenden Bauern, die eine ziemlich ausgeprägte Tendenz zum Kapitalismus haben machen sich das zunutze und organisieren Gruppen der gegenseitigen Hilfe geringer Qualität oder grossbäuerliche Genossenschaften“ usw. usf. All dasdas zeugt vollauf davon, dass es bei der grossen Entwicklung des genossenschaftlichen Zusammenschlusses in der Landwirtschaft schon nicht mehr genügt, nur vom Massstab und Gesichtspunkt der Bildung neuer Genossenschaften ausgehend an die Durchführung der Politik der Partie und die Leitung dieser Bewegung zu denken. Es ist vielmehr notwendig, vom Massstab des gesamten Dorfes [d. h. der gesamten Gemeinde] und vom Gesichtspunkt des allseitigen Vorwärtstreibens der Genossenschaftsbewegung in der Landwirtschaft ausgehend, sowohl an die Erweiterung alter Genossenschaften als auch an die Gründung neuer Genossenschaften zu denken, sowohl an die Entwicklung der Genossenschaften als auch an die Hebung des Niveaus der Gruppen der gegenseitigen Hilfe, sowohl an das, was in diesem Jahr geschehen soll, als auch an das, was im nächsten Jahr und sogar im übernächsten Jahr zu tun sein wir. Nur so kann die Politik der Partei allseitig in die Tat umgesetzt und eine gesunde Entwicklung der Genossenschaftsbewegung in der Landwirtschaft erreicht werden.

Ist es etwa nur in der Provinz Heilungkiang der Fall, dass „manche leitende Kameraden in gewissen Kreisen und Distrikten nicht imstande sind, sich dieser neuen Besonderheit anzupassen und rechtzeitig die Leitung zu stärken“, wie es oben heisst? Ist da etwa nur in gewissen Kreisen und Distrikten so? Meiner Meinung nach ist es sehr gut möglich, dass sich in vielen Leitungen des ganzen Landes Leute finden, welche für eine soclhe ernste Situation, bei der die Führung hinter der Bewegung zurückbleibt, typisch sind.

Im Bericht des Heilungkianger Provinzkomitees der Partei heisst es weiter:

Im Dorf Hsitjin, Kreis Schuangtscheng, wurde mit Hilfe der Methode der Verbindung der Leitung mit der freiwilligen Teilnahme der Massen ein umfassender Plan für das Dorf aufgestellt. Das ist eine Neuerung bei der Anleitung der grossen Entwicklung der Genossenschaftsbewegung. Ihre wichtige Rolle besteht in erster Linie darin, dass durch diese Art von Planung die Klassenlinie der Partei auf dem Land allseitig verwirklicht wurde, mit dem Ergebnis, dass sich die armen Bauern und die Mittelbauern enger zusammenschliessen und dass sich gegen die Tendenz zum Grossbauerntum ein mächtiger Kampf entfalteter. Im in Interesse der allseitigen genossenschaftlichen Zusammenschlusses in der Landwirtschaft wurden auch die Kader entsprechend verteilt. Die Beziehungen zwischen den einzelnen Genossenschaften sowie zwischen den Genossenschaften und den Gruppen der gegenseitigen Hilfe wurden geregelt und enger gestaltet. Dadurch wurde die Genossenschaftsbewegung in der Landwirtschaft planmässig und allseitig vorangetrieben. Des weiteren wurde durch diese Planung die zur breiten Entwicklung der Genossenschaftsbewegung in der Landwirtschaft zu leistende Arbeit konkret bis in die unteren Leitungen und in die breiten Volksmassen getragen. Dadurch wurden sich die Parteizellen in den Dörfern darüber klar, wie die Genossenschaftsbewegung zu leiten ist; die alten Genossenschaften fanden den Weg zu ihrer weiteren Entwicklung und die neuen Genossenschaften den zu ihrem Aufbau; die Gruppen der gegenseitigen Hilfe erkannten die konkrete Richtung ihrer Höherentwicklung; die Initiative und die Aktivität der Parteizellen in der Dörfern und der breiten Volksmassen kamen noch stärker zu Geltung, und die Richtigkeit des Prinzips, sich auf die Parteizellen sowie auf die Erfahrungen und die Weisheit der massen zu stützen, bestätigte sich voll und ganz. Schliesslich gelang es gerade durch diese Planung, die wirkliche Situation auf dem Land noch klarer zu erfassen und die Politik der Partei konkret und allseitig zu verwirklichen. Darum wurde es möglich sowohl Ungestüm und Voreiligkeit als auch Konservatismus und Selbstlauf zu verhüten und folglich die Politik des Zentralkomitees – „aktive Leitung und stetiges Vorwärtschreiten“ – richtig in die Tat umzusetzen.

Wie wurde schliesslich mit jene „ungesunden Erscheinungen“ Schluss gemacht, die im Bericht des Heilungkianger Provinzkomitee erwähnt werden? Der Bericht des Provinzkomitee gibt keine direkte Antwort auf diese Frage. Doch ist diesem Bericht ein Bericht des Kreisparteikomitees von Schuangtscheng beigefügt, der sie beantwortet. In diesem Bericht heisst es:

Durch die Verwirklichung einer allseitigen Planung, die auf der Verbindung der Leitung durch die Parteizellen mit der Freiwilligkeit der Massen beruht, wurde die Abweichung, der zufolge arme Bauernhaushalte von den Genossenschaften ferngehalten wurden, korrigiert, das Problem der Konzentration von zu vielen Kadern an einer Stelle gelöst, der Streit um Kader und Mitglieder aus der Welt geschafft, wurde die Verbindung zwischen den Genossenschaften und den Gruppen der gegenseitigen Hilfe enger, wurden die Versuche der Grossbauern und wohlhabenden Mittelbauern, grossbäuerliche Genossenschaften oder Gruppen der gegenseitigen Hilfe geringer Qualität zu bilden, vereitelt und die Pläne der Parteizellen im wesentlichen verwirklicht. Zwei alte Genossenschaften erhöhten die Zahl ihrer Mitglieder um 40%, zu sechs neuen Genossenschaften wurde der Grundstock gelegt, und zwei Gruppen der gegenseitigen Hilfe wurden organisiert. Wenn alles gut weitergeht, ist damit zu rechnen, dass im nächsten Jahr [d. h. 1955] das ganze Dorf genossenschaftlich zusammengeschlossen sein wird. Gegenwärtig arbeiten die Massen im ganzen Dorf aktiv daran, die diesjähringen Plan zur Entwicklung des genossenschaftlichen Zusammenschlusses in der Landwirtschaft zu erfüllen, die Produktion zu steigern und eine gute Ernte sicherzustellen. Die Kader im Dorf sind im allgemeinen der Meinung: „Gut, dass es so gemacht worden ist, andernfalls hätte es Missstände gegeben, und nicht nur in diesem Jahr wäre die Arbeit schlecht vorangegangen, sondern auch noch im nächsten Jahr.“

Meiner Ansicht nach ist das der Weg, wie gehandelt werden muss, Allseitige Planung, verstärkte Anleitung – das ist unser Kurs.

1Beim genossenschaftlichen Zusammenschluss in der Landwirtschaft wurden die ehemals armen Bauern, die nach der Bodenreform zu Mittelbauern aufgestiegen waren, neue Mittelbauern genannt, während die früheren Mittelbauern, deren wirtschaftliche Lage unverändert geblieben war, als alte Mittelbauern bezeichnet wurden.

2Damals bezeichnete man allgemein die LPG je nachdem, ob sie verhältnismässig gut, mittelmässig oder schlecht betrieben wurden, als erst-, zwei-, oder drittklassige Genossenschaften.

3Vorsitzender Mao Tse-tung spricht hier von einer landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft in Nanwangdschuang, Kreis Anping in der Provinz Hopeh, die von den drei armen Bauern Wang Yü-kun, Wang Hsio-tji und Wang Hsio-pang gegründet worden war. Die von ihnen errichtete LPG ist heute die Nanwangdschuang-Produktionbrigade der gleichnamigen Volkskommune.