Provisorisches Zentralkomitee der Kommunistischen Partei der Schweiz (Rote Fraktion): “Zwischen der Dunkelheit und dem Morgengrauen erhebt sich eine rote Sonne”

Proletarier aller Länder, vereinigt euch!
Es gibt ein Ziel – die Eroberung der Macht!

ZWISCHEN DER DUNKELHEIT UND DEM MORGENGRAUEN ERHEBT SICH EINE ROTE SONNE

Provisorisches Zentralkomitee
Kommunistische Partei der Schweiz (Rote Fraktion)
Juli 2021

Reproduziert und übersetzt von Die Rote Fahne

Wir reproduzieren dieses Dokument des Provisorischen Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Schweiz (Rote Fraktion) über die aktuelle Situation des Vorsitzenden Gonzalo, das uns zugesandt wurde. Zusammen mit dem Dokument haben wir folgende Nachricht erhalten:

„Liebe Genossen von Die Rote Fahne

Die gegenwärtige Situation, in der sich unsere Führerschaft befindet, ist äusserst bedrohlich. Entgegen der Intrigen der Revisionisten, der Machenschaften der Imperialisten und der laufenden Ermordung von Gonzalo durch die peruanischen Reaktionäre ist es unbedingt notwendig, diese Erklärung zu reproduzieren, zu übersetzen und so weit wie möglich zu verbreiten. Der Vorsitzende Gonzalo ist heute der grösste lebende Kommunist der Welt. Die konkrete Gefahr seines Todes darf nicht unbeantwortet bleiben.

Kommunistische Grüsse,

PK–PZK
KPS(RF)”

ERKLÄRUNG

Ich habe versucht, den Gipfel der Revolution zu erreichen. Doch ich habe versagt …

Vielleicht kannst du den Gipfel erreichen

Wenn du scheiterst, wirst du in eine bodenlose Schlucht fallen. Dein Körper wird in Stücke gerissen werden, deine Knochen werden brechen.

Kein Kompromiss mit anderen ist gut.

Wenn die Klinge sich gegen die Revolution wendet – und ich glaube, dass sie dies getan hat

Dann wird Guerillakrieg erneut notwendig sein …

Erneut Yenan …”

BRIEF AN CHIANG CHING
Vorsitzender Mao Tse-tung
Mai-Juni 1976

Wir durchleben historische Ereignisse. Jeder von uns weiss, dass das der Fall ist. Machen wir uns nichts vor. In diesen Momenten müssen wir all unsere Kräfte verstärken, um uns den Schwierigkeiten zu stellen, unsere Aufgaben weiter zu erledigen und die Ziele zu erobern! Die Erfolge! Der Sieg! Das ist was getan werden muss.

Wir sind hier als Kinder des Volkes und wir kämpfen in diesen Schützengräben, sie sind auch Schützengräben des Kampfes und wir tun es, weil wir Kommunisten sind! Weil wir hier die Interessen des Volkes, die Prinzipien der Partei, den Volkskrieg, verteidigen! Das ist es was wir tun, wir tun es und wir werden es weiterhin tun!

Wir sind hier unter diesen Umständen. Manche denken es sei eine grosse Niederlage. Sie träumen. Wir sagen ihnen, dass sie weiter träumen sollen. Es ist nur eine Krümmung, nicht mehr, eine Krümmung des Weges. Nicht mehr! Dieser Weg ist lang und wir werden das Ziel erreichen. Wir werden triumphieren! Ihr werdet sehen! Ihr werdet sehen!”

DIE REDE DES VORSITZENDEN GONZALO STRAHLT SIEGREICH UND KRAFTVOLL VOR DER WELT!
Kommunistische Partei Perus
24.09.1990

„DAS TAGESBLATT: Haben Sie irgendwelche Ängste?

VORSITZENDER GONZALO: Furcht? Ich denke, es ist ein Widerspruch, sich zu fürchten und sich nicht zu fürchten; das Problem ist, die Ideologie zu nehmen und unseren Mut zu stärken, es ist die Ideologie, die uns mutig macht, die uns Mut gibt. Meiner Meinung nach wird niemand mutig geboren, es ist die Gesellschaft, der Klassenkampf, der die Menschen und Kommunisten mutig macht, der Klassenkampf, das Proletariat, die Partei und die Ideologie. Was könnte die grösste Angst sein? Zu sterben? Als Materialist glaube ich, dass das Leben eines Tages endet, was in mir überwiegt, ist, optimistisch zu sein, mit der Überzeugung, dass die Arbeit, der ich diene, andere sie fortsetzen werden, bis zur Erfüllung unserer endgültigen Aufgaben, dem Kommunismus. Denn die Angst, die ich vielleicht habe, ist, dass es nicht fortgesetzt wird, aber diese Angst löst sich auf, wenn man Vertrauen in die Massen hat. Die schlimmste Angst ist letztlich, nicht auf die Massen zu vertrauen, sich selbst für unentbehrlich zu halten, für den Mittelpunkt der Welt, ich denke, das ist es, und wenn man von der Partei mit der Ideologie des Proletariats, mit dem Maoismus vor allem, geformt wird, versteht man, dass die Massen die Geschichte machen, dass die Partei die Revolution macht, dass der Marsch der Geschichte festgelegt ist, dass die Revolution der Haupttrend ist, die Angst verschwindet und das Einzige, was bleibt, ist die Befriedigung, Mörtel zu sein und zusammen mit anderen Mörteln dazu zu dienen, die Grundlagen zu legen, damit eines Tages der Kommunismus leuchtet und die ganze Welt erhellt.

[…]

DAS TAGESBLATT: Werden Sie manchmal depressiv?

VORSITZENDER GONZALO: Nein. Ich glaube, ich habe einen fast organischen Optimismus; und ich bewege mich mehr in Problemen des Verstehens und des Willens, als in Problemen der Gefühle und der Depression. Im Gegenteil, ich denke, ich bin ziemlich optimistisch, es ist der Marxismus, der Vorsitzende Mao, der uns zu verstehen gegeben hat, dass die Menschen, vor allem die Kommunisten, optimistisch sind. Wenn ich mich in schwierigen Zeiten befinde, versuche ich immer, das Positive zu finden, oder auch nur das Wenige, das ein Moment haben kann, um sich zu entwickeln; denn es kann nie alles schwarz sein, und es kann nie alles rot sein. Selbst wenn es so wäre, selbst wenn wir bis heute keine grosse Niederlage hatten, würde es immer einen guten Teil geben; das Problem ist, die Lektion zu lernen und weiter daran zu arbeiten. Man wird immer diejenigen finden, die unterstützen, die intensive Wärme geben, die im Kampf helfen, weil der Kommunismus vereint.”

INTERVIEW MIT DEM VORSITZENDEN GONZALO
Zentralkomitee
Kommunistische Partei Perus
Juli 1988

Wir warnen resolut den vaterlandsverräterischen Völkermörder Fujimori und die völkermörderischen Streitkräfte die ihn steuern, Spezialisten in Niederlagen und Experten in sich hinter den unbewaffneten Massen zu verstecken, die kirchliche Hierarchie, Richter und Bürokraten die den Völkermord avalieren, und ihre grossen Marionettenspieler, der Imperialismus hauptsächlich Yankee, dass sie sich für das Leben und die Gesundheit unseres Führers verantworten, andernfalls werden sie, falls etwas passiert, mit ihrem Leben und dem aller ihrer Artsgenossen bezahlen, koste es was es wolle.”

RESOLUTION
Zentralkomitee
Kommunistische Partei Perus
Dezember 1992
Der Vorsitzende Gonzalo bei der Beerdigung seiner Frau, Kamerad Norah, im Jahr 1989.
Die Rede des Vorsitzenden Gonzalo am 24. September 1992.
Der Vorsitzende Gonzalo beim zweiten Schnellverfahren im Jahr 2004. Er rief: “Es lebe die Kommunistische Partei Perus! Ruhm dem Marxismus-Leninismus-Maoismus! Ruhm dem peruanischen Volk! Es leben die Helden des Volkskrieges!”
Vorsitzender Gonzalo beim dritten Schnellverfahren 2014–18, bei dem er die konterrevolutionären Lügen über die “Tarata-Bombardierung” und den “Narkoterrorismus” verurteilte.

Seit fast 30 Jahren wird der Vorsitzende Gonzalo in Bedingungen fast vollständiger Isolation gehalten – unter der Erde, zwischen dicken gepanzerten Betonwänden, hinter sieben verstärkten und bewachten Türen, umgeben von einem Minenfeld; der am stärksten bewachte Gefangene der ganzen Welt. Nur bei den Farceprozessen des alten Staates hat unser Vorsitzender diese Zelle bisher verlassen dürfen. Jetzt hat er diesen Kerker verlassen.

Nun befindet er sich in einem Krankenhaus auf dem Festland. Über seine aktuelle Situation hat der alte Staat der Grossgrundbesitzer und bürokratisch-kompradoristischen Kapitalisten nichts zu sagen – nur Gerüchte. Wir wissen nicht, ob er im Sterben liegt oder ob er sich erholt. Diese Nachricht ist ein Schock für alle Kommunisten und proletarischen Revolutionäre der Welt. Wir, die Generation der Kommunisten, die er durch sein Denken erzogen hat, schauen aufmerksam zu und trauern um seinen schlechten Gesundheitszustand. Für uns ist es, als läge ein Familienmitglied, ein enger Freund oder ein Arbeitskollege im Krankenhaus – weil er unser Kamerad an der Waffe ist, es spielt keine Rolle, ob Ozeane unseren Schützengraben des Kampfes von seinem trennen – wir stehen auf derselben Seite der Barrikade.

Wenn er stirbt, sei es in diesem Krankenhaus oder im Konzentrationslager von Callao, dann ist das Mord. Einem Menschen drei Jahrzehnte seines Lebens zu nehmen, ihm die grundlegendsten Rechte und Bedingungen vorzuenthalten und dann zuzusehen, wie er stirbt – aus “natürlichen” Gründen oder auf andere Weise – das ist Mord, Ermordung, egal was der Feind sagt.

Der Vorsitzende Gonzalo ist der grösste lebende Kommunist. Würde er jetzt sterben, wäre er der sechste Klassiker des Marxismus. Eine Auswertung seines Lebens und seiner Arbeit steht noch aus. Doch er hat Höhen erreicht, die nur wenige vor ihm je erblickt haben.

Marx war der erste, der das Gebirge der proletarischen Weltrevolution erkundete. Er erreichte ihren allerersten Gipfel: die Pariser Kommune, das erste Mal, dass unsere Klasse, die Arbeiterklasse, die Macht In ihren Händen hatte. Lenin wies uns den Weg zum zweiten Gipfel: der Oktoberrevolution. Mao Tse-tung erklomm zwei weitere Gipfel: die chinesische Revolution und die Grosse Proletarische Kulturrevolution – die grösste Massenmobilisierung der Menschheitsgeschichte. Was hat der Vorsitzende Gonzalo getan? Er hat uns die Landkarte zu Marx, Lenin und dem Vorsitzenden Mao gezeichnet – mehr noch, er hat jene schwierigen Kämme überquert und auf dem Weg neue Dinge entdeckt.

Mit der Führung des Volkskrieges in Peru hat der Vorsitzende Gonzalo uns, den Kommunisten und Revolutionären der Welt, bewiesen, dass der Kommunismus lebt, dass er eine lebendige Kraft ist, die in der Lage ist, etwas Neues und Besseres für die Arbeiterklasse und das Volk aufzubauen. Der Vorsitzende Gonzalo hat einen grossen Beitrag zur Entwicklung des Marxismus geleistet. Es ist nicht möglich, ohne seine zahlreichen Beiträge heute Revolution zu machen, schon gar nicht in einem imperialistischen Land wie der Schweiz: die Definition und Synthese des Maoismus, die Militarisierung der Partei, der konzentrische Aufbau der Volksarmee und der Einheitsfront, der einheitliche Volkskrieg, usw. – viele Beiträge, die die proletarischen Revolutionäre der Schweiz sehr gut kennen.

Heute Kommunist zu sein bedeutet, am Marxismus-Leninismus-Maoismus-Gonzalo Denken, hauptsächlich Gonzalo Denken festzuhalten, denn dieser Kommunismus ist das einzige lebendige, nicht tote, das einzige flexible, nicht starre, das einzige wahre, nicht falsche, Denken der Arbeiterklasse. Für die Kommunisten hat der Vorsitzende Gonzalo als Fortsetzer von Marx, Lenin und Mao Tse-tung grosse Bedeutung. Für die internationale Arbeiterklasse, die werktätigen Massen und die Völker der Welt wird die Bedeutung des Vorsitzenden Gonzalo umso mehr zunehmen, je mehr die internationale kommunistische Bewegung seine Beiträge zur unvermeidlichen neuen, vierten und höheren Stufe des Marxismus aufgreift.

Doch unsere Trauer und unser Schmerz über den Zustand des Vorsitzenden Gonzalo und unsere Hoffnung auf seine Genesung werden nicht von allen geteilt. Die echten Kommunisten haben bereits deutlich gemacht, dass sie sein Leben verteidigen und, sollte er sterben, ihn mit Volkskrieg rächen werden. Andere haben bloss mit den Augen geblinzelt. Die Führer einiger Organisationen haben das emotionale Niveau einer Hyäne an den Tag gelegt, sie lachen hämisch über unsere Führerschaft in der Hoffnung, dass sie sich bald gegen ihn wenden können, um ihn durch sich selbst zu ersetzen, wie es Avakian einst tat. Und wieder andere, wie die 2. rechtsopportunistische Linie und die 3. rechtsopportunistische Linie in Peru und ihre erbärmlichen Diener im Ausland, haben bereits offen ihre vollständige Ablehnung des Vorsitzenden und seines Denkens erklärt.

Die Volksbewegung Peru veröffentlichte am 24. Juli 2021 eine elendige Erklärung, in voller Kenntnis der Situation des Vorsitzenden Gonzalo – oder können wir etwa davon ausgehen, dass diese „Kameraden” nicht in der Lage sind, El Comercio zu lesen, obwohl sie es in ihrem Schreiben zitieren? In diesem Text spricht die Volksbewegung Peru von „der politischen Situation im Land”. Hier kann man Absatz um Absatz über reaktionäre Minister und den Regierungswechsel vom ehemaligen Präsidenten Sagasti zum gewählten Präsidenten Castillo lesen. Aber was ist mit dem Vorsitzenden Gonzalo, unserer Führerschaft? Die Volksbewegung Peru verkündet bloss:

Bevor wir fortfahren, prangern wir an: dass der Feind die Situation ausnutzt, um seinen Plan zur Vernichtung des Vorsitzenden Gonzalo, dem Kopf der Partei und der Revolution, voranzutreiben, wir bekräftigen, was in der Erklärung der maoistischen Parteien und Organisationen der Welt zum Tag des Heldentums über die Verteidigung der Führung festgelegt wurde […]

Verteidigt den Vorsitzenden Gonzalo und das Gonzalo Denken, die Führung der Kommunistischen Partei Perus und der peruanischen Revolution!”1

Was für eine Verteidigung der Führerschaft ist das denn bitte? Nichts über seine Situation zu sagen, während er vielleicht im Sterben liegt, während Revisionisten in der ganzen Welt und Opportunisten und Reaktionäre aller Art weissen Schaum geifern – das ist nichts anderes als die Beteiligung an der Kampagne zur Ermordung des Vorsitzenden Gonzalo. Das ist genau die gleiche Art von „Verteidigung”, die man bei der Polizeiverschwörung Rote Sonne seit über 20 Jahren beobachten kann.

Die deutschen Revisionisten sind genau gleich. Auf der Website demvolkedienen.org wurde die Situation des Vorsitzenden Gonzalo fast zwei Wochen lang mit keinem Wort erwähnt, bis schweizerische Genossen von Die Rote Fahne die Erklärung der ecuadorianischen Genossen ins Englische, Italienische, Französische und Deutsche übersetzten. Plötzlich mussten die deutschen Revisionisten zum Tisch eilen, um ihre eigenen, verschlechterten Übersetzungen zu präsentieren, um sich als grosse Verteidiger der Führerschaft darzustellen!

All diese Revisionisten wollen sich – wie die Hyänen, die sie sind – zu ihrem eigenen Vorteil an den Kranken, den Verwundeten, den Isolierten satt fressen. Aber der Vorsitzende Gonzalo kann nicht gefressen werden. Er ist weder schwach noch allein. Die Kommunisten und proletarischen Revolutionäre stehen an seiner Seite. Mit der Zeit wird dies auch die gesamte internationale Arbeiterklasse tun.

Wir grüssen die Kameraden der Kommunistischen Partei Ecuadors – Rote Sonne dafür, dass sie in diesem schwierigen Moment die Verteidigung des Lebens des Vorsitzenden Gonzalo aufgegriffen haben. Wir grüssen die Kameraden der Maoistischen Kommunistischen Partei der Türkei und Nordkurdistans dafür, dass sie dies ebenfalls getan haben. Kameraden und Genossen in jedem Land! Seid ihr verwirrt, wer an eurer Seite steht? Diese Kameraden stehen mit euch, stehen mit unserem Kameraden!

Was der Vorsitzende Gonzalo gesagt hat, ist nach wie vor gültig, mehr als je zuvor:

[…] man sollte sich nicht von falschen Erdbeben verwirren lassen, denn wenn es ein Erdbeben gibt, stürzt das ganze Haus ein, man beseitigt die Trümmer und arbeitet weiter, das ist ein Prinzip. Bis dahin hat die Fraktion es so gesagt: Das Problem ist, dass die Partei die Partei ist, und wenn die Partei zerstört wird, muss man sie wieder aufbauen und das war’s, wenn sie zehnmal zerstört wird, steht man elfmal auf und wenn es elfmal ist, dann zwölf. Das war schon immer so, […] das ist die feste Entschlossenheit der Klasse, ich glaube, das ist wichtig.”2

Und des weiteren:

Man kann einem Menschen alles wegnehmen, ausser dem, was er hier drin [in seinem Kopf] hat. Das kann nicht weggenommen werden, auch wenn er getötet wird. Selbst wenn sie ihn töten, wird es bei anderen bleiben.”3

[Wird es mehr Vorsitzende Gonzalos geben?] Ich denke, es wird viele und bessere geben.”4

In diesen schwierigen Momenten wissen wir, dass der Vorsitzende Gonzalo, was sein Zustand auch sein mag, an uns denkt, auch wenn er unsere Namen, unsere Gesichter, unsere Organisationen oder unsere Länder nicht kennt; er denkt an die Linke der internationalen kommunistischen Bewegung, an die proletarische Linie, die er immer vertreten hat, an diejenigen, die seine rote Fahne hochhalten, die rote Fahne mit dem goldenen Hammer und Sichel, für die so viele der besten Kinder unserer Klasse gefallen sind, ihr Leben und ihre Freiheit gegeben haben. Manchmal können die Dinge dunkel und mies erscheinen, doch denkt daran: Wenn die Nacht am dunkelsten ist, dann weiss man, dass die Sonne bald wieder aufgehen wird. 1976 ging die rote Sonne mit der Restaurierung des Kapitalismus über China unter, nicht nur in China, sondern auch in Kampuchea und Albanien, unsere Klasse wurde ohne internationale Stützpunkgebiet, aber vor allem mit Hoffnungslosigkeit und Perspektivlosigkeit zurückgelassen, und kurz vor dem Morgengrauen, als es am dunkelsten schien, ging eine rote Sonne über Peru auf – mit Strahlen, die alle Lügen über „das Ende der Geschichte”, „den Fall des Kommunismus” und „die Überholtheit des Marxismus” wegbrannten. Eine Sonne, die eines Tages die gesamte Menschheit erleuchten wird, so wie sie bereits Millionen in Indien und auf den Philippinen erleuchtet. Heute ist es genau gleich, die Sonnenstrahlen kämpfen darum, die Dunkelheit zu durchbrechen, aber wie der Vorsitzende Gonzalo sagt, müssen wir Optimisten sein, weil wir wissen, dass der Sonnenaufgang ein Gesetz ist, unabhängig vom Willen der Menschen. Dem Sonnenlicht ist es egal, was man davon hält. Es wird noch viele wie den Vorsitzenden Gonzalo geben. Er wird nicht nur Rache, sondern Nachfolger kriegen.

Wir haben eine Menge Worte geschrieben. Doch Taten werden lauter sprechen als Worte. Der Punkt ist, dass wir handeln müssen. Das Leben des Vorsitzenden Gonzalo zu verteidigen, seine Freilassung zu fordern, ihn im Falle seines Todes zu rächen – das Ziel ist es, sein Denken lebendig zu halten, die materielle Realität mit der Kritik der Waffe zu verändern. In der internationalen kommunistischen Bewegung wird zu viel über die „Vertiefung und Ausbreitung” und die „Verstärkung” der Kampagne zur Verteidigung des Lebens des Vorsitzenden Gonzalo gesprochen – doch dieselben Leute reagieren gerade mit Funkstille auf die Situation des Vorsitzenden Gonzalo.

Wir sind nicht hier, um leere politische Forderungen zu stellen oder das wiederzukäuen, was von Opportunisten immer und immer wiederholt wird. Graffiti, Flugblätter, leere Kundgebungen – wird das den Kommunismus am Leben erhalten?

Alle, die sich an der Kampagne zur Ermordung des Vorsitzenden Gonzalo – der auch unser Vorsitzender ist – beteiligen, alle, die ihn doppelzüngig „unterstützen”, werden bestraft werden. Diejenigen, die sich seit Jahrzehnten für seine Hinrichtung einsetzen, werden bestraft werden. Diejenigen, die ihm Krankenversorgung und seine Rechte als Kriegsgefangener verweigert haben, werden bestraft werden. Diese Leute werden mit militärischer Aktion bestraft werden. Militärische Aktion wird zu politischer Transformation führen, wie er selbst uns gelehrt hat. Er wird niemals freigelassen oder gerächt werden, solange Worte Worte bleiben und Taten ausbleiben. Und wenn der Vorsitzende Gonzalo ermordet wird, werden diese Aktionen, diese konkreten Taten, einmal mehr zeigen, dass der Kommunismus, egal wie viel unsere Fahne durch den Dreck gezogen wird, heute genauso lebendig ist wie 1980, dass er es sogar noch mehr ist, dank seiner Beiträge.

Heute sind die allerwichtigsten Aufgaben für die Kommunisten und proletarischen Revolutionäre der Welt folgende:

BESTRAFT DIEJENIGEN, DIE DEN VORSITZENDEN GONZALO ERMORDEN!

SOLLTE DER VORSITZENDE GONZALO STERBEN, FÜGT DEN SCHULDIGEN UNVERGESSLICHE SCHLÄGE ZU!

BEREITET EUCH DARAUF VOR, DIE KAMPAGNE ZUR VERTEIDIGUNG DES LEBENS DES VORSITZENDEN GONZALO IN EINE KAMPAGNE ZUR RÄCHUNG SEINES LEBENS ZU VERWANDELN!

Es gibt keine andere Möglichkeit, sich in dieser Situation zu orientieren.

LERNT VOM VORSITZENDEN GONZALO: KÄMPFT FÜR DEN KOMMUNISMUS!

Juli 2021

PROVISORISCHES ZENTRALKOMITEE
KOMMUNISTISCHE PARTEI DER SCHWEIZ (ROTE FRAKTION)

1 https://ci-ic.org/blog/2021/07/24/mpp-a-brief-remark- on-the- political-situation-in-the-country/ [unsere Übersetzung – Die Rote Fahne]

2 Bemerkungen des Vorsitzenden Gonzalo während des Verhörs durch die SIN, September 1992.

3 Bemerkungen des Vorsitzenden Gonzalo bei seiner Verhaftung in Lima, 12.09.1992.

4 Bemerkungen des Vorsitzenden Gonzalo während eines weiteren Verhörs durch die SIN, 1992.