Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Perus: “Entwickelt den Volkskrieg im Dienste der Weltrevolution!”

Proletarier aller Länder, vereinigt euch!
Es gibt ein Ziel – die Eroberung der Macht!

ENTWICKELT DEN VOLKSKRIEG IM DIENSTE DER WELTREVOLUTION!

Zentralkomitee
Kommunistische Partei Perus
August 1986

Verlag Rote FahneÜbersetzt und reproduziert von
Die Rote Fahne

ENTWICKELT DEN VOLKSKRIEG IM DIENSTE DER WELTREVOLUTION!

Wenn wir vom Feind bekämpft werden; dann ist das gut; denn es ist ein Beweis, dass wir zwischen uns und dem Feind einen klaren Trennungsstrich gezogen haben. Wenn uns der Feind energisch entgegentritt, uns in den schwärzesten Farben malt und gar nichts bei uns gelten lässt, dann ist das noch besser; denn es zeugt davon, dass wir nicht nur zwischen uns und dem Feind eine klare Trennungslinie gezogen haben, sondern dass unsere Arbeit auch glänzende Erfolge gezeitigt hat.“

Vorsitzender Mao Tse-tung

1. SECHS JAHRE VOLKSKRIEG

A. KONTEXT DES SECHSTEN JAHRES

Der 17. Mai markiert den sechsten Jahrestag der Einleitung des Volkskrieges in Peru. Vor sechs Jahren griff die Kommunistische Partei zu den Waffen, um die demokratische Revolution durchzuführen, durch den Sturz der Ausbeutung und Unterdrückung des Imperialismus – hauptsächlich des Yankee-Imperialismus – des bürokratischen Kapitalismus und des bestehenden Halbfeudalismus, um die Macht für das Proletariat und das Volk zu erobern, innerhalb des Kontextes und im Dienste der Weltrevolution. Seit dann sind wir unter den unbesiegbaren Bannern des Marxismus-Leninismus-Maoismus und des Leitdenkens entlang des Pfades der Einkreisung der Städte vom Land marschiert. Wir haben einen revolutionären Krieg geführt, das Land und die Stadt als etwas Einziges angehend, mit dem Land als Hauptschauplatz der bewaffneten Aktion und der Stadt als ergänzend aber notwendig. In Synthese: einen Volkskrieg, in Essenz einen von der Kommunistischen Partei geführten Bauernkrieg, dessen Kern die Erschaffung revolutionärer Stützpunktgebiete ist.

Diese Jahre bewaffneten Kampfes kann wie folgt zusammengefasst werden: 1980 war die Einleitung des bewaffneten Kampfes, des Guerillakrieges. 1981 und 1982 entfaltete sich ein Guerillakampf und die Volkskomitees wurden geboren, die neue politische Macht der Arbeiter, Bauern Kleinbourgeoisie, eine gemeinsame Diktatur basierend auf dem Arbeiter-Bauern-Bündnis, vom Proletariat durch seine Partei geführt. 1983 und 1984 waren Jahre des Kampfes, die sich auf Restaurierung und Gegenrestaurierung fokussierten – sprich, auf konterrevolutionären Krieg der versucht die neue politische Macht zu zerschlagen und die alte Ordnung wiederherzustellen; sowie auf revolutionären Krieg, um die neu aufsteigende Volksmacht zu verteidigen, zu entwickeln und aufzubauen, ein erbitterter Kampf zwischen den reaktionären bewaffneten Streitkräften und der Volksguerillaarmee (VGA); von 1985 bis heute hat es eine fortschreitende Verteidigung, Entwicklung und Aufbau gegeben, um die Stützpunktgebiete zu erhalten und den Volkskrieg von Norden bis Süden über unsere ganzen Berge hinweg auszuweiten.

Seit 1983 entwickelt sich die peruanische Revolution unter der grossen politisch-strategischen Auffassung von „Stützpunktgebiete aufbauen“ und militärisch gesehen der Entwicklung des Volkskrieges, was hauptsächlich Guerillakriegsführung bedeutet, die von Guerillaaktionen wie Sabotage, selektiver Vernichtung und Propaganda und Agitation ergänzt wird; all dies, um die Hauptaufgabe des Aufbaus, der Erhaltung und Entwicklung von Stützpunktgebieten auszuführen, sowie den Volkskrieg im ganzen Land zu verbreiten, in Anbetracht der Wechselhaftigkeit, den die Fluidität der Guerillakriegsführung aufzwingt, nicht bloss auf die neue Staatsmacht, sondern auf alle Formen revolutionären Aufbaus und revolutionärer Arbeit. Dieser Grundplan des „Stützpunktaufbaus“ formt den Kontext für den gegenwärtigen „Plan für den Grossen Sprung“, basierend auf der spezifischen politischen Strategie von „zwei Republiken, zwei Pfaden, zwei Polen“, sprich, die Republik des alten reaktionären peruanischen Staates vs. die neudemokratische Volksrepublik in Formierung; die alte Sackgasse von Wahlen, die nur der Erhaltung der alten ausbeutenden Ordnung dienen vs. der neue Pfad der Waffen, welcher die peruanische Gesellschaft transformiert, um dem Volk zu dienen. Dies sind zwei Pole: Der Pol der Grossbourgeoisie am Kopf der Diktatur der herrschenden Klassen im Dienste des Imperialismus, des bürokratischen Kapitalismus und des Feudalismus – die schwarze und verfaulte Vergangenheit, die zerstört wird – gegen den proletarischen Pol, vertreten durch seine kommunistische Partei in der Führung der demokratischen Revolution, dessen Sieg den Weg zum Sozialismus öffnen wird und im Kurs von wiederholten Kulturrevolutionen – mit dem grossen Epos der Weltrevolution verschmolzen – eines Tages zum Kommunismus führen wird, dem einzigen, notwendigen Ziel der Menschheit, einem unausweichlichen Ziel, von dem man sich nie abwenden kann. Durch die Militärstrategie der Verallgemeinung des Volkskrieges hat diese Strategie die konkrete Form von vier Kampagnen genommen, jede mit ihrem spezifischen Inhalt.

B. ÜBER DEN KONTERREVOLUTIONÄREN KRIEG

Da jeder Krieg ein Kampf zwischen zwei Lagern ist, führte die Entwicklung des Volkskrieges unweigerlich zur Entfesslung konterrevolutionären Krieges. Der peruanische Staat, die Diktatur der Grossbourgeoisie und Grossgrundbesitzer unter dem Schutz des Imperialismus – hauptsächlich des Yankee-Imperialismus – verteidigte ihre bedrohte Existenz. Zunächst versuchten sie, das Problem zu minimieren, um ihr falsches demokratisches Gesicht zu wahren und die Zufuhr von Kapital in Form von Krediten und Investitionen nicht zu gefährden. Sie entsandten ihre Polizeikräfte, die trotz ihren Missbräuchen, Schandtaten und Verbrechen eine verheerende Niederlage erlitten und sich gezwungen sahen, sich in den umkämpften Gebieten aus dem Land zurückzuziehen und in den Provinz- oder Departementshauptstädten Zuflucht zu suchen. Dies, alle Polizeioperationen, die mit solch lauter und verwirrender Propaganda gestartet wurden, wurden allumfassend besiegt und die ersten Volkskomitees traten hervor. Im Angesicht des Fortschritts der neuen Staatsmacht sagte die Belaúnde-Regierung ihren Vorbehalten der Entsendung der reaktionären bewaffneten Streitkräfte ab; die Klassennotwendigkeit der Ausbeuter und Unterdrücker bestimmte die Tagesordnung und die Aufgabe der Restaurierung der öffentlichen Ordnung wurde den bewaffneten Streitkräften (der Armee, Marine und Luftwaffe) übergeben, dem Rückgrat des Staates, unterstützt von den Polizeikräften (der Zivilgarde, der Republikanischen Garde und der Ermittlungspolizei).

Im Dezember 1982 wurde in der Region von Ayacucho, Huancavelica und Apurímac der Notstand ausgerufen und sie wurde under das politisch-militärische Kommando der bewaffneten Streitkräfte gestellt. Dieser Status wurde später auf andere Gebiete in den Departements Pasco, Huánuco und San Martín ausgeweitet; im Wesentlichen ist sie trotz einigen Abänderungen immernoch in Kraft. Militärkontrolle erreichte eine neue und wichtige Phase mit der Durchsetzung eines Ausnahmezustands und einer Ausgangssperre in Lima und Callao ab Februar 1986, was die Hauptstadt der Republik und seine über sechs Millionen Einwohner der Militärherrschaft aussetzte. Als Resultat dieser Vorgänge stehen sienebeinhalb von Perus 20’000’000 Leuten unter Militärautorität. Eineinhalb Millionen Leute leben unter der absoluten und ungezügelten politisch-militärischen Autorität der bewaffneten Streitkräfte, der neuen Herren über ihr Leben und Eigentum, wiederbelebte feudale Tyrannen, mit Schlinge und Messer ausgestattet. Währenddessen leben 6’000’000 Leute in der Hauptstadt dieser hochgepriesenen Demokratie selbst ohne jegliche Garantien oder Rechte, übergreifender Brutalität und getarntem Mord unter einem Kriegsrecht ausgesetzt, welches so weit geht, sich das Recht zu geben, diese oder jene spezifische künstlerische Aufführung zu verbieten, sogar in öffentlichen Versammlungen, die zuvor vom Militär erlaubt worden waren.

Wie haben die bewaffneten Streitkräfte den konterrevolutionären Krieg durchgeführt? Im Grunde genommen sind sie den Doktrinen ihres Meisters gefolgt, des Yankee-Imperialismus, mit seinen Theorien des konterrevolutionären Krieges basierend auf seinen eigenen Erfahrungen, besonders in Vietnam, und im Besonderen den Lektionen, die er seinem Kampf gegen den bewaffneten Kampf in Lateinamerika, vor allem Zentralamerika, entnommen hat. Dieser grundlegenen theoretischen Basis haben sie die “antiterroristische“ Erfahrung von Israel und ihren Vetten in Argentinien hinzugefügt, sowie Ratschläge von Westdeutschland, Taiwan, Spanien, Grossbritannien etc. Obendrauf ergänzen sie dies mit ihren paar Monaten Erfahrung im Antiguerillakampf von 1965 und ihrer noch begrenzteren Erfahrung von La Convención. Operationen stehen unter der Führung des Vereinten Kommandos der Bewaffneten Streitkräfte, mit dem Präsident der Republik an der Spitze, sei es nun Belaúnde oder Alan García; sie sind direkt und unleugnbar für jede durchgeführte Massnahme verantwortlich gewesen, sowie für die politische Führung des Krieges überhaupt, was bedeutet, dass sie die Hauptverantwortung für das Verhalten des konterrevolutionären Krieges tragen. Kurz gesagt haben sie die wohlbekannte Strategie der Weltkonterrevolution gegen revolutionären Kampf, bewaffnete Unterwanderung und Volkskrieg angewandt, eine Strategie, die viele Male geschlagen wurde, von der Theorie des Volkskrieges zerschlagen und gründlich und vollständig besiegt, wieder und wieder der Welt die Überlegenheit der proletarischen Strategie über die des Imperialismus demonstrierend.

a. Massen Gegen Massen

Als die bewaffneten Streitkräfte eintraten, hatten sie den revolutionären Krieg bereits drei Jahre lang studiert sowie die Polizeiaktionen beraten und geplant; somit hatten sie von Anfang an bestimmte Vorteile und offensichtlich bessere menschliche und technische Ressourcen als die Polizei. Sie begannen sofort mit der Implementierung ihres Plans, Massen gegen Massen zu stellen, der alten imperialistischen Dokrtin folgend, Einheimische für den Kampf gegen Einheimische zu nutzen. Erst bestanden die verwendeten vortrainierten Einheiten aus sorgfältig gewählten Kriegsveteranen und Bauern, die mit lokalen Tyrannen und Viehdieben in Verbindung standen, welche sie als Agenten und Infiltranten unter den Bauern eingespannt hatten und die an das renovierte Intelligenznetzwerk gekoppelt waren, mit dessen Aufbau sie vor Jahren in den 1970ern begonnen hatten. Basierend auf diesen Agenten, Infiltranten, Spionen und Spitzeln, unteretützt von den Autoritäten, lokalen Tyrannen und Kleintyrannen und ihren Lakaien, bildeten sie Bürgerwehren unter militärischer Autorität, die in gemeinsamen Aktionen mit der Polizei und den bewaffneten Streitkräften (die oft as Bauern oder Polizei getarnt agierten) teilnahmen. Weisser Terror wurde auf dem Land entfesselt, Parteimitglieder, Kämpfer, Massenführer und Bauern wurden ermordet, wahrhafte Hexenjagden wurden gegen Revolutionäre und die Fortgeschrittenen durchgeführt, sowie Raub, Vergewaltigung, Folter, Plünderei, Brandstiftung und Abschlachtung. Auf diese Weise führten sie ihre finstere Politik durch, alles zu verbrennen, alles zu plündern und alle zu töten.

Später benutzten sie den weissen Terror und Todesdrohungen, um einen Teil der Massen zu unterjochen, und so wurden Massen unter Bürgerwehrkontrolle und -nötigung gezwungen, dem konterrevolutionären Krieg zu helfen. Diese genötigten Leute, aus den Massen rekrutiert, agierten als Wächter, verhafteten und ermordeten Guerillas, führten Abrissoperationen gegen benachbarte Gemeinden oder Dörfer und sogar gegen entferntere durch und nahmen an Such- und Verfolgungsoperationen gegen die Guerillas teil. Später wurden diese Leute zusammen mit Leuten aus benachbarten Gebieten in strategische Weiler unter direkter Militärherrschaft umorganisiert. Dann: Zusätzlich dazu, dass ihnen freies Kommen und Gehen untersagt wurde, da sie ohne das Militär nirgends hingehen dürfen, sogar zur Arbeit, und sie konstanter Kontrolle ausgesetzt waren, wurden sie militarisiert und in „Patroullien“ und „Verteidigungskomitees“ organisiert. Sie wurden gezwungen, rudimentäre Waffen aufzugreifen und – in Hunger und Armut versunken – dazu verpflichtet, militärisch am weissen Terror und am konterrevolutionären Krieg teilzunehmen. Schlussfolgernd, auch wenn die Polizei auch von den bewaffneten Streitkräften als Kanonenfutter benutzt wurden, wie es sogar mit den Soldaten, Matrosen und Piloten schon immer war, sind diese genötigten Massen das hauptsächliche und echte Kanonenfutter gewesen in diesem finsteren Plan, Massen gegen Massen aufzuhetzen, Einheimische für den Kampf gegen Einheimische zu benutzen.

Diese genötigten Massen wurden und werden immer an der Speerspitze aller reaktionären Angriffe und Operationen benutzt oder auch um die Repressivkräfte wie einen menschlichen Schild zu umringen. Diese genötigten Massen haben 2’600 Verluste (Bürgerwehrmitglieder inklusive) erlitten, fast fünf mal mehr als die Anzahl getöteter uniformierter Soldaten und Polizisten (ohne die hunderten Infiltranten, Agenten und Informanten in Betracht zu ziehen).

b. Genozid

Als ihre Politik von Massen gegen Massen sich als untauglich für die Eindämmung des Volkskrieges erwies, griffen die reaktionären bewaffneten Streitkräfte auf den bösesten, perversesten und kriminellsten Genozid zurück, einen der grössten Schanden in der Geschichte der Republik von Peru. Das Militär zeigte seine genozidalen Tendenzen von Anfang an, in Huambo, Iquicha, Huaychao, usw. Belaúnde begrüsste und genehmigte zynisch diese Vorfälle als „die gallante Antwort des Ayacucho-Bauers auf den Terrorismus“. Es sollte klargestellt werden, dass er selbst solche Aktionen genehmigt und abgesegnet hatte und Genozid nicht nur öffentlich lobte, sondern dazu aufrief: dies ist der selbsternannte demokratische, humanistische und christliche „Präsident“, voller Respekt für die Verfassung und das Gesetz, für immer mit dem Blut des Volkes bedeckt, was in Fluten zu fliessen begann. Unter den Opfern waren die Journalisten, die in Uchuraccay feige ermordet wurden.

Sie begannen 1983 im Departement Ayacucho mit der Auslöschung der Bauern und ihrer Gemeinden und kleinen Dörfer. Im Juni jenen Jahres benutzten sie in Espite in der Cangallo-Provinz Helikopter, um die Massen mit Gewehrfeuer aufzuscheuchen und Granaten auf Dorfbewohner zu werfen, die die Flucht durch die Berge versuchten. Im Juli, in den Dörfern von Occopeja und Uchuraccay in der Huanta-Provinz, benutzten sie wieder Helikopter, um die Massen mit Patronen aufzuscheuchen, und löschten sie mit Granaten aus. In Paccha, einem Dorf in Vinchos in der Huamanga-Provinz, wurde die Mehrheit der Bevölkerung ermordert und der Rest nach Lima entführt. Im Juli erschienen die ersten monströs gefolterten Körper in den Strassen der Stadt Ayacucho und den umgebenden Gebieten; in den zwei Monaten vor den Novemberwahlen wurden die Körper von über 800 Leuten gefunden, Leuten, die nach bestialischen Foltern ermordet und dessen Körper den Maden überlassen worden waren. Im November, in Silvia in der Lamar-Provinz, verhafteten sie in einem Vergeltungsakt für einen Hinterhalt gegen die Armee 60 Leute und brachten rücksichtslos 20 von ihnen um. Einen Monat davor, in Sillco in der Huanta-Provinz, warfen sie Granaten und schossen das erste Mal direkt auf die Massen. Der Höhepunkt dieses Gemetzels fand am Wahltag in Socos in der Huamanga-Provinz statt; die lokale Polizeiabteilung folterte und ermordete über 50 Leute, die an einer Hochzeitsfeier teilgenommen hatten. 37 Leute wurden als tot gemeldet.

Zusätzlich zu all diesem reaktionären weissen Terror begannen sie, im Departement Ayacucho Konzentrationslager zu errichten, massive und böse Folterzentren; unter der Kontrolle der Armee in den „Los Cabitos“-Barracken in der Stadt Ayacucho, in Totos (Cangallo), sowie Qoisa und Pichari (La Mar); und unter der Kontrolle der Marine in Huanta. Im Totos-Lager hatten sie von Juli 1983 an heimlich über hundert Leute begraben; über 20 von ihnen kriegten ihre Kehle aufgeschnitten, die Gefangenen wurden gefoltert und lebendig verbrannt, neue Gefangene wurden gezwungen, über drei Meter tiefe Gräber zu schaufeln und wurden dann hineingestossen, während andere mit verbundenen Händen und Füssen hineingeworfen wurden. In Totos ist die Folter besonders brutal und sadistisch. Um das Volk in Angst und Schrecken zu versetzen, schneiden sie Köpfe ab und spiessen sie auf Holzpfeiler.

Doch der Genozid beschränkte sich nicht auf Ayacucho. Im Oktober 1983 breitete er sich zum Departement Pasco aus, dem Minenzentrum des landes; dort, in Chinche, einem kleinen Dorf in der Alcides Carrion-Provinz, wurden 45 Bauern ausgelöscht. Am 13. November, dem Tag der Kommunalwahlen, in Paramba in der Tauacaja-Provinz im Departement Huancavelica, wurden drei Helikopter benutzt, um mit Maschinengewehren die Bevölkerung aufzuscheuchen; in einem Vergeltungsakt für einen Hinterhalt, den Guerilla an dem Tag gegen eine Armeepatrouille durchgeführt hatten, töteten sie über 50 Leute.

Während 1984 wurde der Genozid makaber, er erreichte grauenhafte Höhen. In ihren frustrierten Versuchen, den revolutionären Krieg durch die Isolation der Guerillas von den Bauernmassen, besonders den armen Bauern, zu isolieren, entfesselten hauptsächlich die bewaffneten Streitkräfte sowie die Polizei ihren bösen, verrotteten, entflammten, blinden und tollwütigen Hass gegen das Volk. Einmal mehr zehrte die bewaffnete Reaktion in ihrer eigenen Tradition am Fleisch und Blut des unbewaffneten Volkes. Lasst uns einige der “Heldentaten“ anschauen, die der Aufstellung ihres falschen Ruhms und unbegründeten Stolzes dienen.

c. Die Genozidalen Gemetzel

Im Departement Ayacucho töteten sie am Ende vom Juni im San Francisco-Gebiet 150 Leute. Am 5. Juli töteten sie in Chiara 30 Leute; am 8. töteten sie nach einer Operation im Dorf Rosario 40; am 12. löschten sie in Pomabamba 30 Leute aus; am 15. töteten sie in einem Vergeltungsakt für eine Aktion bei Apacheta 17; am 16. wurden 25 gefolterte Körper entlang der Autobahn nach Huamanguilla gefunden. Am 3. August wurden in Puramanta die gefolterten Körper von 37 Leuten gefunden; am 18. wurden in Cocahuichun, in Via de los Libertadores, die Leichen von 17 gefolterten Kindern und Jugendlichen gefunden, und in Leonpata 8 Körper, zwei davon Kinder; am 27. wurden in Sajrarumi 19 Leute und in San Francisco 21 ermordet aufgefunden. Am 1. September wurden in Churrubamba und Misiquibamba 23 Bauern getötet. Im selben Monat töteten sie in Paraiso in der Mariscal Caceres-Provinz im Departement San Martín 22 Bauern. Im Departement Huancavelica, zwischen dem 15. und dem 23. Oktober, tötete eine Armeeoperation in Milpo 75 Bauern und in Pillo-Pachamarca 15. Am 19. November löschten sie erneut in Ayacucho 50 Bauern in Putis und Chullay aus; in Lucmahuaico, Vilcabamba, im Departement Cusco, töteten Soldaten und Bürgerwehrmitglieder von Andahuaylas am 23. 22 Bauern und am 26. 20 weitere. Erneut in Huancavelica tötete die Polizei am 6. Dezember in Cuni nahe von Marcas in der Acobamba-Provinz 38 Bauern; im gleichen Monat wurden in Ayahuarcuna in Ayacucho 16 Körper gefunden.

Einige Aktionen, die im Juni und Juli in Ayacucho als Teil dieser finsteren Welle des Genozids in 1984 stattfanden, sollten besonders hervorgehoben werden. In Vinchos töteten sie 40 Kommissare verschiedener Volkskomitees. In Remillapata erschossen sie ein neunjähriges und ein elfjähriges Kind zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Vater, dem Sicherheitskommissar; in Mayopampa warfen sie einen Kommissar in ein brennendes Gebäude. Diese widerwärtigen Morde – so gnadenlos und blutdrünstig, dass Kinder erschossen werden, weil sie zufällig die Kinder von Mitgliedern der neuen politischen Macht sind – ist ein monströser Ausdruck des Hasses und der Angst, mit der diese neue politische Macht sie erfüllt. In Balcon tauchten 70 Marinesoldaten auf und ermordeten 18 Bauern, unter ihnen sechs Kinder, dessen Körper sie in ihre Lastwägen warfen. Ein Drittel der Toten waren Kinder, dieser Kindesmord ist eine konstante Politik, um die Eltern zu terrorisieren und zu brechen, sowie ein widerlicher und häufig benutzter Weg, spezifisch Revolutionäre zu bestrafen. Nichtsdestotrotz kamen am nächsten Tag die Marinesoldaten wieder, sie boten ihren Opfern sarkastisch und geringschätzig Essen an, im Versuch sie aufzukaufen. Das Volk geriet sehr gerechtfertigt in Rage und vertrieben sie. Nach einem Hinterhalt in Pichari tauchte die „glorreiche“ Zivilgarde auf und hielt einen Lastwagen mit Passagieren an, welche entführt und getötet wurden. Lokale Kräfte der VGA vergruben diese Leute, doch der Mord wurde in schamlosem Zynismus der VGA zugeschrieben. Dies ist ein weiterer gängiger Trick, den die reaktionären Kräfte benutzen; sie tarnen sich oft in Bauernkleidern, um Gräueltaten, Vergewaltigung, Brandstiftung, Abriss und die schrecklichsten Verbrechen zu begehen, besonders gegen Kinder; dann geben sie den Guerillas die Schuld, um die Massen gegen sie aufzuhetzen. Ein Beispiel hiervon ist der Mord an 50 Bauern durch die Marine in einem Ort namens Azangaro, 20 Minuten von Luricocha entfernt, auch in dieser selben Periode.

Ein weiteres Beispiel ihrer Terrortaktiken fand in San Francisco statt, wo Bauern auf dem Weg zur Ernte im Dschungel rücksichtslos ausgelöscht werden, ohne dass überhaupt nach ihren Identifikationspapieren gefragt wurde.In Huamanguilla töteten sie neun Bauern, einen Bauern lebendig verbrennend. Das ist einer ihrer gängigen Wege, Leute in Angst und Schrecken zu versetzen, indem sie ihre Gnadenlosigkeit gegen jeden, der als Kommunist oder Guerilla gesehen wird, demonstrieren.

Ein ähnliches Beispiel geschah in Chuschi, am 10. Januar 1983, wo sie Dynamit an einen Bauern banden und ihn sprengten, während sie schrien „So sterben Terroristen!“ Diese barbarische Politik ist seit dem Anfang der Intervention der bewaffneten Streitkräfte implementiert worden und zieht sich bis heute durch. In dieser schwarzen Todeswelle fand Abriss breite Anwendung. Ein kleines Beispiel ist die Operation in Incaragay, wo sie nach dem Diebstahl von allem 500 Häuser niederbrannten. Die Auslöschung liess ganze Dörfer verschwinden; am 15. Juli töteten die bewaffneten Streitkräfte mithilfe der Bürgerwehr die ganze Bevölkerung von Quinua und radierten das Dorf vollständig aus. Doch sogar das genügte ihnen nicht. Der weisse Terror zehrte weiter am Fleisch des Volkes. Am 22. August 1984 verhaftete eine Marineeinheit in einem Vergeltungsakt für einen Hinterhalt 50 willkürliche Jugendliche und erschossen sie im Rampenlicht. Sie taten es den deutschen Faschisten gleich, die während dem 2. Weltkrieg Europa in Brand versetzten: sie ermordeten zehn Söhne und Töchter des Volkes für jeden Marinesoldat, der im Kampf gefallen war. Am 10. November vernichteten Marinesoldaten mithilfe der Republikanischen Garde in Quimbiri 40 Bauern, nachdem sie sie in Luisiana barbarisch gefoltert hatten, ein vielsagendes Beispiel ihrer laufenden Politik der Verwischung ihrer Spuren und des Versteckens ihrer Verbrechen durch die Auslöschung ihrer Opfer.

d. Entdeckungen von Massengräbern

Ein weiterer schockierender Beweis des Genozids, der von den bewaffneten Streitkräften verübt wurde, ist die Entdeckung von Massengräbern gewesen, ein makaberer und widerlicher Anblick. Die ununterscheidbaren Todesschreie von Männern, Frauen und Kindern erschütterte das nationale Bewusstsein. Die zerbrochenen Leben des Volkes haben den erzürnten Schrei der Geschichte nach Klassenjustiz befeuert, einer Klassenjustiz die nur die fortschreitende bewaffnete Revolution herbeiführen kann und wird. Zudem wird konstant und ohne Chance auf Mundtotmachung aufgedeckt, mit welcher Barbarei der peruanische Staat sich verteidigt, mittels seiner bewaffneten Streitkräfte, unter der Führung welcher Regierung auch immer gerade im Dienst ist, sei es die Partei der Volksaktion von Belaúnde oder Alan Garcías Revolutionäre Amerikanische Volksallianz (RAVA), denn es ist ihre Klassendiktatur, ihre Ordnung der Ausbeutung und Unterdrückung selbst, die in Gefahr ist. Im Departement Ayacucho wurde am 19. August 1984 in Via de los Libertadores ein Grab mit 10 Körpern gefunden und am 22. ein Grab mit 30 Leichen entlang der Huanta-Mayo-Strasse, 30 Kilometer von Huanta entfernt. Am 23. wurden in Pucayacu sieben Massengräber mit insgesamt 89 Körpern in fortgeschrittenem Verwesungszustand gefunden, eine Entdeckung, die die öffentliche Meinung tiefgründig erschütterte und die Verurteilung und Ablehnung der bewaffneten Streitkräfte und der zu der Zeit amtierenden Belaúnde-Regierung seitens der Massen entfesselte. Das politisch-militärische Kommando der Region war in den Händen von General Adrian Huaman und der Offizier, der direkt für das Massaker verantwortlich war, war Marinekapitän Alvaro Artaza. García versuchte, Huaman als Oberhaupt von Ayacucho wieder einzustellen und Barrantes nannte ihn früher „den Bauerngeneral“. Der Prozess von Kapitän Alvaro fand innerhalb der Marine selbst statt und die gegenwärtige RAVA-Regierung beförderte ihn, schloss seinen Fall ab und schickte ihn zu seinem eigenen Schutz nach Spanien.

Am selben Tag wurde in Ayahuarcuna (Macacharca) ein Massengrab mit 30 Körpern gefunden; am 25. wurden in Quinua und Muyuri andere Körper gefunden; und am 28. wurde in Cocahuischaca, Via de Los Libertadores, ein Grab mit 12 Leuten gefunden, dessen Kehlen aufgeschnitten worden waren. Im September deckten Bauern die Existenz von Massengräbern in Toldorumi, Zamatapampa und Usutapampa in der Victor Fajardo-Provinz und in Pichuyrumi und Qarpaqasa in Cangallo auf. Die Autoritäten und die Tageszeitungen schenkten diesen Aufdeckungen durch die Bauern wenig Aufmerksamkeit, wie sie es auch mit vielen anderen getan hatten, um das wahre Ausmass des Genozids zu verstecken. Am 13. September wurden in Iribamba drei neue Massengräber mit 50 Toten gefunden; am 14. wurde in Luricocha ein Grab mit fünf Körpern gefunden und in Qasa-Orgo wurde ein weiteres mit 10 gefolterten Leichen gefunden. Am 18., ein Grab mit fünf Körpern in Yanaorgo. Am 18. Oktober, ein Grab mit 25 Körpern in Vado Chico (Huanta); am 20., eines mit acht Toten in Capitanpampa, ein weiteres mit drei in Ayahuarcuna und ein drittes mit fünf Leichen in Iribamba; am 25., vier neue Gräber mit 41 Körpern in Vado Chico; am 28., ein Grab mit vier Leichen in Laurente (Huanta). Am 13. November, ein Grab mit 15 Körpern in Huamanguilla; am 19. wurden drei Gräber mit 45 Mordopfern in Las Vegas gefunden, am 25. Kilometer der Ayacucho-Huanta-Strasse; am 22. wurden in Negue drei Gräber mit 10 Körpern gefunden.

Der Genozid wurde 1985 fortgesetzt, wenn auch nicht mit der gleichen Heftigkeit. Bis zum letzten Moment, bevor Belaúnde das Amt verliess, wurden Massengräber weiterhin in Ayacucho gefunden: am 11. Januar wurde in Paquec (Huanta) ein Grab mit vier Körpern gefunden; am 16. Januar wurden vier Gräber aufgedeckt, eines in Huamanguilla mit 11 Körpern, ein zweites in Qanqana (Huanta) mit fünf, in der Huamanga-Provinz ein drittes in Pava mit drei Körpern und ein viertes in Pacha mit 16. Zwei Gräber mit drei Körpern wurden am 10. März in der Nähe von Huanta gefunden. Die Massaker werden in dieser Region fortgesetzt, wie diese Statistiken zeigen: Am 23. Februar töteten sie in Canaire 50 Bauern; am 26. Juni löschten sie in Miopata-Suco (Huanta) 12 aus. AM 9. Juli in Manzanayog (Cangallo) schlitzten sie die Kehlen von acht Bauern auf und zerteilten ihre Körper, was sie auch weiteren acht in Pacomarca antaten, ebenfalls in der Cangallo-Provinz. Am 12. Juli töteten sie in Waracayoq 12 Bauern und plünderten und verbrannten Häuser; fünf wurden in Chacari getötet. Dieser Genozid begann auch, sich durch das Departement Huánuco zu verbreiten: Am 21. Februar wurde in Alto Pacae ein Grab mit fünf Körpern gefunden; am 22. töteten sie Bauern in La Soledad; ein weiteres Grab mit sieben Toten wurde am 28. in Aucayacu gefunden. Im März töteten sie 30 Leute in Arancay. Am 27. Juni wurde in Yanajanja (Nuevo Progreso) ein Grab mit 11 Körpern gefunden. Somit: Die Volksaktion-Regierung, die das Land in ein Blutbad getaucht hatte, endete ihre Amtszeit komplett in ihm getränkt, Ex-Präsident Belaúnde mit dem … Scham von Genozid bedeckend und uns eine wertvolle Lektion hinterlassend: Je mehr die verschiedenen Regierungen, die abwechslungsweise den alten Staat führen, über „Demokratie“, „Menschenrechte“ und „Frieden“ sprechen, desto mehr Hunger, Armut, Repression, Terror, Mord und sogar Genozid entfesseln sie wutentbrannt gegen das peruanische Volk.

Wie ist der konterrevolutionäre Krieg verlaufen, seit Garcías Regierung das Amt angetreten hat, besonders bezüglich der Fragen, auf die wir uns bezogen haben? In der politisch-militärischen Zone nummer Fünf, einem Hauptoperationszentrum im Departement Ayacucho, begannen sie erneut am 2. August mit einer Operation, die die Dörfer Huambalpa, Carhuanca, Vilcashuaman, Vischongo und Cangallo niederriss; am 10. rissen sie Huamanmarca ab und ermordeten sieben Bauern. Der Genozid bei Aqomaca am 14. August erschütterte ganz Peru: in einer Ortschaft namens Llocllapampa wurden acht Gräber gefunden, mit insgesamt 69 Leichen drin; zusätzlich wurden zwei Leute in Piteq ermordet, jemand in Yuraqera, jemand in Mayopampa, zwei in Ahuacpampa und drei in Qeuqeqata, alle barbarisch von der Armee getötet. Diese ging wie folgt vor: das Dorf umzingeln, die Bauern zusammentreiben, die Männer von den Frauen und Kindern trennen und verwaltigen, plündern, schiessen, sie vernichten, dann einige der Körper mit Iya bedecken, den Rest verbrennen und die unidentifizierbaren Stücke und Körperteile in Gruben vergraben. Inmitten der Fanfaren und des demagogischen Aufplusterns von García über „Revolution“, „einen nationalen, demokratischen und Volksstaat“, „Demokratie“, „Respekt für Menschenrechte“, „Barbarei nicht mit Barbarei beantworten“, „Versöhnung“, „gesetzestreu kämpfen“ und anderen billigen Phrasen, die die RAVA-Regierung in den Wind rief, zerriss die Enthüllung von Aqomarca ihre Lügen und enthüllte ihre Doppelzüngigkeit, zerbrach Illusionen und entlarvte einmal mehr ihren Opportunismus.

Dann gab es ein grosses Tohwubabohwu im Parlament, eine Farce von Gesten und sogenannten präsidentschaftlichen Massnahmen, während die „Opposition“ ihre Kleider borgte und einfache Deals abschloss und das Volk lehnte all dies ab, verurteilte es und schritt weiter in Richtung Klarheit über die höchsten Herrscherkreise. Fast ein Jahr ist seitdem vergangen. Kommandanten sind neu gemischt worden; Lieutnanten Hurtado, Paz und Rondon wurden zur Rechenschaft gezogen; die verschiedenen Kommissionen haben ihre Berichte präsentiert usw. usf. Heute ist Hurtado befördert und für weiteres Training ins Ausland geschickt worden, in die USA oder irgendwo unter US-Kontrolle; Paz wurde auch befördert und Rivera wird zweifelsohne 1987 eine bekommen. Was geschah mit der Untersuchung, den Urteilen, die die Armee am vorbereiten war? Stillschweigend begraben. Das Urteil von 10 Tagen harter Arbeit, den die Militäruntersucher für Lieutnant Hurtado vorschlugen, wurde es durchgeführt? Was ist mit Gerechtigkeit? Genau wie im Falle Pucayacus wird nur die siegreiche Revolution Gerechtigkeit bringen.

Doch dieser Deckmantel von „verfassungs- und gesetzestreu kämpfen“ wurde fortgesetzt. Zwischen dem 28. August und dem 4. September wurden in Huambalpa 60 Bauern ermordet; in Pucayacu am 28. August wurde ein neues Grab mit sieben Körpern drin enthüllt. Die „demokratische“ Anwendung des Prinzips „verfassungs- und gesetzestreu kämpfen“ setzte sich fort. Die Dörfer von Aqomarca, Umaru, Incaraqay, Patin, Tankiwa, Cochapata, Mayopamba und Manallasaq wurden zwischen dem 1. und dem 25. September plattgemacht. Ein neuer Genozid fand am 2. und 3. September statt: in Umaru und Bellavista, 66 Tote, 29 am 2. in Bellavista ermordet. Sofort danach, am 3., 37 Bauern ausgelöscht, unter ihnen 11 Kinder jünger als 9 Jahre. Am 13. September töteten sie sieben Augenzeugen vom Llocllapampa-Massaker, ein neun Jahre alte Kind inklusive. Am 28. wurden in Totora in der Nähe von Sachabamba vier Gräber mit über 80 Körpern gefunden.

Im Departement Huánuco wurden in Huancar (Ambo-Provinz) vier Gräber mit 14 Körpern gefunden und im Departement San Martín wurde in Situyi (Mariscal Cáceres-Provinz) ein Grab mit den Körpern von sieben ermordeten Leuten zum Vorschein gebracht.

Am 4. Oktober wurde die peruanische Gesellschaft erneut von einem weiteren Genozid erschüttert, dieses Mal in der Hauptstadt der Republik selbst im Lurigancho-Gefängnis, wo vor den Augen von 7‘000 Gefangenen 30 Kriegsgefangene ermordet und 23 verwundet wurden. Einem vorher festgelegten Plan folgend, der den Willen der Kriegsgefangenen brechen und der Revolution einen Schlag versetzen sollte, wurden die Llapan Atic – die antisubversiven Truppen der Republikanischen Garde – bis an die Zähne bewaffnet gegen das Britische Pavillon entfesselt, wo die des „Terrorismus“ Bezichtigten gehalten wurden. Als sie mit heldenhaftem Widerstand statt mit Ergebung empfangen wurden, benutzten sie Dynamit und Sprengladungen, um ein Loch in der Wand zu öffnen; dann warfen sie Dynamit zusammen mit Tränengas und Brandbomben in den Zellenblock. Nach dem Sturmangriff gaben sie den Verwundeten den Rest, verbrannten die Überlebenden lebendig und verprügelten sie brutal und schlussendlich brannten sie den Zellenblock nieder, um das Beweismaterial ihres monströsen kriminellen Genozids zu verstecken. Doch trotz ihrer zynischen Versuche, ihr Verbrechen zu verbergen und alle Zeugen zum Schweigen zu bringen, gelangte die Wahrheit an die Öffentlichkeit, was die RAVA-Regierung und ihre Schuld an dieser neuen, kaltblütigen Barbarei weiter demaskierte.

Am 2. November töteten sie in Uchuyunga, in der La Mar-Provinz im Departement Ayacucho, 19 Bauern; am Ende des Jahres deckten Bauern in San Martín die Massaker in Aucayacu, Campo Grande, Venenillo, Madre Mia und Palo de Acero auf. Zu Beginn von 1986 ging diese Sitation weiter, wie folgende Fakten ausreichend zeigen: Am 21. Januar wurden in Churrupampa in der Nähe von Huanta sieben Körper gefunden; in Uchiza im Huánuco-Departement wurden im Februar 30 Leute getötet; und im Departement Pasco, in den kleinen Dörfern Ocho de Diciembre und Independencia, wurden fünf Bauern in einem Vergeltungsakt für eine Guerillarazzia in ihren eigenen Haustüren erschossen. Zusammengefasst setzt Garcías RAVA-Regierung den gleichen Genozid fort, den die Belaúnde-Regierung begann.

e. Die Verschwundenen

Die Politik des „Verschwindenlassens“ von Leuten ist seit dem Eintritt der bewaffneten Streitkräfte Teil des Genozids des Regimes gewesen; sie intensivierte sich Anfang 1984 und wurde bis heute fortgesetzt. Jetzt hat es besonders in den letzten paar Monaten erneut mehr und mehr Berichte über „Verschwundene“ gegeben. Die „Verschwundenen“ machen insgesamt tausende Leute aus, doch die Enthüllungen und Proteste federt an der offiziellen Stille ab, welche die Klagen gegen sie leugnet oder ignoriert und alles abblockt. Diese perverse Politik, die schon lange von der Reaktion praktiziert wird, ist in letzter Zeit besonders intensiviert worden. Sein sofortiger Beispiel war die finstere Politik des „Verschwindenlassens“, von der argentinischen Regierung der 1970 durchgeführt, welche ihr Volk in Blut tränkte und, noch schändlicher, Zehntausende „verschwinden“ liess. Eine ähnliche Politik wird hier durchgeführt, ebenfalls auf die ärmsten Massen zielend – vor allem auf Bauern, die aufgrund des Mangels jeglicher Dokumentierung oder aufgrund der Beschränkung und Verfolgungen, der ihre Familien gegenüberstehen, nie verschwunden gemeldet werden, die jedoch ohne Zweifel den Grossteil der tausenden nie Gefundenen ausmachen. Sie liegen im Schatten der bis anhin unentdeckten Gräber umhüllt oder in klandestinen Friedhöfen in den vielen Konzentrationslagern, zusammen mit den Überresten anderer beispielhaften Söhne und Töchter des Volkes, der Klasse und der Revolution. Diese tausenden „Verschwundenen“ konstituiert eine weitere historisch unversöhnliche Anschuldigung, die den reaktionären bewaffneten Streitkräften den Boden unter den Füssen wegziehen wird und zusammen mit den verheerenden Schlägen des bewaffneten Volkes ihre Zerstörung herbeiführen wird, was das Ende der verrotteten Ordnung des peruanischen Staates vorbereiten wird, den sie aufrechterhalten.

Was ist das Resultat dieses Genozids gewesen? Die böse und schändliche Ermordung von 8‘700 Peruanern, 8‘700 Söhnen und Töchtern des Volkes, inklusive 4‘700, die aus den Massen ermordet wurden, den ärmsten und ausgebeutetsten, besonders aus den Bauern sowie aus den Nachbarschaften und Elendsvierteln der Städte; und 4‘000 Verschwundene, aus den gleichen Klassen, aus dem gleichen Fleisch und Blut. Die von den bewaffneten Streitkräften durchgeführte Politik des Genozids hat das Volk, das Proletariat, die Bauernschaft und die Kleinbourgeoisie 8‘700 ihrer Kinder gekostet, die ermordet gefallen sind und sicher nicht auf die Weise, die von den falschen und inkonsqeuenten Revolutionären behauptet wird, oder auch den Opportunisten, die auf Revolutionäre machen, während sie die Evolution der bestehenden Gesellschaftsordnung predigen, oder von jenen wie der Reaktion und ihrer Lakaien: dass der Genozid ein Resultat des Volkskrieges sei. Nein! Der Genozid ist eindeutig und spezifisch eine Politik, die von der Regierung des peruanischen Staates abgesegnet und befohlen wurde, die von den bewaffneten Streitkräften mithilfe der Polizei vorgeschlagen und implementiert wurde, eine böse und barbarische Praxis, die 1983 begonnen wurde, 1984 brutal und blutig intensiviert wurde, bis heute systematisch durchgeführt wird und nun von García und seiner reaktionären RAVA-Regierung verschlimmert und erneut intensiviert wird; ihre Verantwortung muss allumfassend aufgedeckt werden. Doch was ist der Sinn dieses Genozids gewesen? Er ist der Versuch, den Volkskrieg einzudämmen, welcher Ende 1982 mit der Errichtung der neuen politischen Macht in Form von Volkskomitees begonnen hatte; den Guerillakrieg zu zerschlagen, die Massen vom revolutionären Krieg zu trennen, die neue politische Macht zu zerstören und ihre Entwicklung zu bremsen, die Entwicklung des Volkskrieges zu bremsen; die reaktionären politischen Ziele der bewaffneten Streitkräfte, der Armee, Marine und Luftwaffe zu erreichen, Institutionen die 1983 gemeinsam und mit genozidaler Arbeitsteilung unter ihnen 1‘767 Söhne und Töchter des Volkes töteten und 730 „verschwinden liessen“, bis es in jenem Jahr nur 14 Verluste unter den Massen und keine „Verschwundenen“ gab; eine Summe von 2‘497 Leuten unter den Massen, die 1983 umgebracht wurden. Was ist mit 1984? Der schwindelerregende politische Genozid gegen die Massen erreichte 2‘522 Tote und 2‘881 Verschwundene; insgesamt 5‘403 ermordete Söhne und Töchter der Massen, der höchste Gipfel des Genozids, der bisher von den bewaffneten Streitkräften verübt wurde.

Waren sie in ihrem Ziel, der Zerschlagung des Volkskrieges, seiner Beendigung, erfolgreich? Nein, weil der Volkskrieg seinem Klassencharakter entsprechend seine Überlegenheit gezeigt hat; er hat sich als fähig erwiesen, beharrlichen brutalen gewaltsamen Offensiven und Genozid von immensem Ausmass entgegenzutreten, sich weiter zu entwickeln und zu wachsen; er ist geschmiedeter. In diesen harten Zeiten der Schmiedung unseres stählernen Heldenmuts beginnen die turbulenten Trompeten des neuen Staates, geboren zu werden, mit der Zukunft schwanger; die Massen zeigen sich bereit und willig, unsere Gesellschaft zu verändern und sie tun es. Die Partei, die Kommunistische Partei Perus (KPP), den Volkskrieg führend, demonstriert voll und ganz, dass sie die Vorhut des Proletariats ist und strikt am Marxismus-Leninismus-Maoismus festhält, sowie an seiner zutreffenden und korrekten Anwendung auf die spezifischen konkreten Bedingungen der demokratischen Revolution und weiter; die Partei hält fest entschlossen den Kurs des Volkskrieges, ein Krieg, der standhaft auf die Gründung der Volksrepublik Peru zu marschiert und dies auch weiterhin tun wird, die Tür zum Sozialismus und zum Endziel öffnend.

Der Volkskrieg ist nicht zerschlagen, gestoppt oder gebremst worden; stattdessen, wie die Oberhäupter des Regimes sogar während seiner Kleinhaltung zugeben mussten und wie ihre Ängste, verzweifelten Manöver und Massnahmen besonders demonstrieren, weitet sich der Volkskrieg aus, entwickelt sich, teilt gewaltige Schläge aus. Somit haben die genozidalen Pläne und der Genozid selbst versagt, genau wie ihre Politik der Nutzung von Massen gegen Massen versagte und ihre ganze reaktionäre Strategie versagt. Was hat die Nutzung von Massen gegen Massen, ihr Genozid, ihre reaktionäre Strategie verursacht? Sie hat die bewaffneten Streitkräfte des peruanischen Staates wieder einmal mit dem Blut des Volkes bedeckt, in einem in der Geschichte der Republik nie zuvor gesehenen Ausmass. Der Genozid, den sie verübt haben, wird sich mehr und mehr gegen sie wenden und den konzentrierten Klassenhass anspornen, mit welchem ihre kriminelle Barbarei die Massen gefüllt hat.

Ihre neuen Höhepunkte der Ehrlosigkeit sind für immer in den Erinnerung unzähliger Massen registriert worden, die jenen, die politisch und militärisch verantwortlich sind, vernichtende Bestrafung austeilen werden, ganz egal wie lange es gehen mag. Dieses Blut, das heute zynisch und pervers vergossen worden ist, ist zu einer donnernden und mächtigen öffentlichen Anschuldigung von Verbrechen gegen die Menschheit geworden, gerichtet an den peruanischen Staat und seine bewaffneten Streitkräfte und Polizei, seine politischen Führer und Oberhäupter; und es wird immer mehr das aufgerollte Banner im Zentrum des revolutionären Sturms werden, schwingend und glänzend, während der siegreiche Volkskrieg die vollständige und gründliche Gerechtigkeit walten lässt, die ihm heute verwehrt wird.

Was wir im Volkskrieg in Peru gesehen und erlebt haben hat für uns umso tiefer das unvermeidliche Gesetz wiederbestätigt, das vom Vorsitzenden Mao Tse-tung festgelegt wurde:

Alle Reaktionäre versuchen die Revolution durch Massenmord zu eliminieren und sie glauben, dass die Revolution geschwächt wird, je mehr Leute sie töten. Doch trotz den subjektiven Wünschen der Reaktion zeigen die Fakten, dass die Revolution stärker wird und die Reaktionäre ihrem Untergang näher kommen, je mehr Leute sie töten. Dies ist ein unvermeidliches Gesetz der Geschichte.“

C. DER 6. JAHRESTAG DES VOLKSKRIEGES

Die Anwendung des Marxismus-Leninismus-Maoismus auf die konkreten Bedingungen der peruanischen Gesellschaft lässt schlussfolgern, dass revolutionäre Gewalt oder gewaltsame Revolution – der einzige Weg, die Staatsmacht zu ergreifen und die Welt zu transformieren – die Form eines Volkskrieges annehmen muss, spezifischer eines Bauernkrieges, von der KPP als Vertreterin des Proletariats geführt, eines Krieges der sich als Einheit entwickelt, hauptsächlich auf dem Land und ergänzend in der Stadt geführt, dem Pfad der Einkreisung der Städte vom Land folgend, dessen Essenz die Errichtung von Stützpunktgebieten ist, damit die demokratische Revolution in der Errichtung der Volksrepublik gipfelt; einem grossen Sieg, auf den die Fortsetzung der Revolution durch den Sozialismus und Kulturrevolutionen folgen muss, unter der Diktatur des Proletariats mit der festen Ausübung seiner Klassengewalt, bis gemeinsam mit der ganzen Menschheit der glorreiche Kommunismus erreicht wird, das Reich wahrer Freiheit. Basierend auf dem oben stehenden gibt es vier grundlegende Fragen, die sich stellen und in Betracht gezogen werden müssen: den Marxismus-Leninismus-Maoismus als die Ideologie des Proletariats; die Partei als Führerin der Revolution; den Volkskrieg, der in unserem Fall als Bauernkrieg spezifiziert ist, der dem Pfad der Einkreisung der Städte vom Land folgt; und revolutionäre Stützpunktgebiete oder die neue Macht. Lasst uns das nun vervollständigte sechste Jahr im Licht dieser relevanten Punkte untersuchen.

a. Über Marxismus-Leninismus-Maoismus

Wir beziehen den Standpunkt des internationalen Proletariats, der letzten Klasse der Geschichte, mit seinen eigenen Klasseninteressen, die anders als die der anderen Klassen sind und ihnen antagonistisch gegenüberstehen, und mit einem Ziel, dass nur das Proletariat an der Spitze der Völker der Welt erreichen kann, den Kommunismus, die einzige unüberholbare neue Gesellschaft, ohne Ausgebeutete oder Ausbeuter, ohne Unterdrückte oder Unterdrücker, ohne Klasen, ohne einen Staat, ohne Parteien, ohne Demokratie, ohne Waffen oder Kriege, die Gesellschaft der „grossen Harmonie“, die radikale und definitive neue Gesellschaft, auf die 15‘000‘000‘000 Jahre von Materie in Bewegung – der Teil der Materie den wir kennen – und die Menschheit unvermeidlich und unwiderstehlich zugesteuert haben. Doch nur durch das Vorwärtstreiben des Klassenkampfes bis er die epischen Höhen des Volkskrieges erreicht, mit Gewehren in den Händen der bewaffneten Klasse und Volksmassen, und der konterrevolutionäre Krieg für immer zerstört wird, der Imperialismus und die Reaktion gestürzt und vom Angesicht der Erde gefegt werden, transformiert sich die Gesellschaft im Schatten der Gewehre des unbesiegbaren Volkskrieges, auf dem die Diktatur des Proletariats sich beruht, in allen Bereichen, alle Klassenunterschiede und jegliches Privateigentum an den Produktionsmitten, das sie hervorbringt, zerstörend und eliminierend, den Krieg für immer beendend – und der Kommunismus scheint für die ganze Menschheit.

Da wir den Standpunkt des internationalen Proletariats ergreifen, basierten wir uns in seiner Ideologie, heute dem Marxismus-Leninismus-Maoismus, mit hauptsächlich dem Maoismus als seiner dritten Stufe, dem höchsten Punkt, den die Ideologie des Proletariats in ihrem geschichtlichen Entwicklungsprozess erreicht hat. In diesem Kontext greifen wir die Position und Klasseninteressen des Proletariats als Teil der internationalen Arbeiterklasse auf, da es nur auf der Basis der universellen Doktrin des Marxismus-Leninismus-Maoismus möglich ist, mit dem Proletariat zu stehen und für seine Interessen zu kämpfen, hier oder irgendwo anders. Es gibt nur eine proletarische Ideologie; sie ist auf die ganze Welt anwendbar und Entwicklung ist ein einziger Weltprozess. Andererseits: Seit Marx den Marxismus entdeckte und durch die Entwicklungen von Lenin und dem Vorsitzenden Mao Tse-tung ist die grundlegende Frage immer die Anwendung dieser Wissenschaft auf die Bedingungen jeder Revolution gewesen; konsequenterweise ist das Problem die Anwendung des Marxismus-Leninismus-Maoismus auf die konkreten Bedingungen der peruanischen Revolution und spezifisch die Anwendung des universellen Gesetzes der Gewalt, der Volkskrieg, auf den revolutionären Krieg in diesem Land. Aus dieser Fusion des Marxismus mit unserer konkreten Realität erhebt und entwickelt sich ein Leitdenken, also die Anwendung des Marxismus-Leninismus-Maoismus auf die konkreten Bedingungen der peruanischen Revolution. Zusammengefasst ist unser Ausgangspunkt der Standpunkt des internationalen Proletariats, der Marxismus-Leninismus-Maoismus und das Leitdenken des Vorsitzenden Gonzalo. Diese sind die Basis all unserer politischen, theoretischen und praktischen Aktion; ohne diese Basis ist es nicht möglich, der Klasse fest und konsequent zu dienen.

b. Die Partei betreffend

Lasst uns zunächst die Notwendigkeit einer Partei betrachten; dann werden wir später ihre gegenwärtige Rolle behandeln, wenn wir ihren Aufbau aufgreifen. Seit seinen Anfängen hat der Marxismus besagt, dass es eine Partei braucht, um den Kampf für die Ergreifung der Staatsmacht zu führen; dies wurde vom Leninismus wiedererläutert und vom Maoismus emphatisch wiederbestätigt. Ohne eine revolutionäre Partei neuen Typs, marxistisch-leninistisch-maoistisch, kann es keine Revolution für das Proletariat und das Volk geben. Dies ist eine grosse Wahrheit, der kein Kommunist aus dem Weg gehen kann, ohne aufzuhören, einer zu sein, eine Wahrheit, die wir peruanischen Kommunisten konfrontieren mussten. Die KPP wurde am 7. Oktober 1928 auf einer soliden marxistisch-leninistischen Basis von José Carlos Mariátegui gegründet, welcher sie mit Grundthesen ausstattete: über die peruanische Gesellschaft, die Landfrage, imperialistische Vorherrschaft, die Rolle des peruanischen Proletariats, sowie mit programmatischen Punkten, einer politischen Generallinie und konsequenten spezifischen Linien. Doch der Gründer starb 1930, weniger als zwei Jahre danach; sogar ein 1. Kongress blieb offenstehend, so dass die Partei keine Zeit hatte, um sich zu konsolidieren, bevor sich bereits entwickelnde Tendenzen einen Sprung machten, Mariátegui und seine Linie offen hinterfragt wurden und die Linie von RAVAines verändert wurde. Infolgedessen usurpierte der Opportunismus die Parteiführung und setzte seine Autorität im Zweilinienkampf innerhalb der Partei durch, mit den verheerendsten Konsequenzen für die Klasse und die Revolution.

Dieser Pfad führte zum parlamentarischen Kretinismus, der sich in den Wahlen von 1939 manifestierte, im Dienste der Kompradorbourgeoisie, von Prado vertreten. Später gab es während des 2. Weltkrieged einen falschen „Gründungskongress“, der eine politische Generallinie „nationaler Einheit“ unter der Leitung des browderschen Revisionismus annahm, ein Ausdruck der Kapitulation an die Vorherrschaft des Yankee-Imperialismus und die inländische Herrschaft der Kompradorbourgeoisie und der feudalen Grossgrundbesitzer, unter dem Vorwand des Kampfes gegen den Faschismus. Darauffolgend führte diese Situation zur Teilnahme der Partei an den Wahlen von 1945 als Teil der „Nationalen Demokratischen Front“ mit der RAVA-Partei, mit dem Vorwand der Herbeiführung einer demokratischen Öffnung; dieses neue Wahlabenteuer endete, als der Ballon, zu dem die Partei geworden wurde, nach Odrias Staatsstreich 1948 platzte. Anfang der 60er Jahre begann die vom Vorsitzenden Gonzalo geführte Fraktion, sich innerhalb des Regionalkomitees von Ayacucho zu entwickeln. Mit Fraktion ist gemeint, was Lenin lehrte: „In der Partei ist eine Fraktion eine Gruppe von Gleichgesinnten, die sich gebildet hat, um vor allem in einer bestimmten Richtung auf die Partei einzuwirken, um ihre Prinzipien in der Partei in möglichst reiner Form durchzusetzen. Dazu bedarf es wirklich gleicher Gesinnung.“ Die Fraktion erschien als das Produkt der Entwicklung des Klassenkampfes auf Weltebene, besonders des grossen Kampfes zwischen Marxismus und Revisionismus, der das Mao Tse-tung Denken verbreitete (unter diesem Namen war die Entwicklung des Marxismus-Leninismus durch den Vorsitzenden Mao Mitte der 1960er bekannt). Dies war der ausschlaggebende Hauptfaktor, der die Fraktion hervorbrachte.

Gleichzeitig wurde ihr eine substantielle Basis durch die Entwicklung der peruanischen Gesellschaft geboten, durch den Fortschritt des bürokratischen Kapitalismus, den sich verschärfenden Klassenkampf der Massen, die Intensivierung politischer Aktivität und wachsende Propaganda über bewaffneten Kampf, sowie durch Entwicklung in der Region selbst, wo die Fraktion erschien, einer Region, wo die Verwesung des Halbfeudalismus immer stärker hervorstach und wo die Bauernschaft begann, auf besonders militante Weise zu erwachen, einen ähnlichen Prozess widerspiegelnd, der im ganzen Land vonstatten ging. Innerhalb der Partei vertiefte sich zu der Zeit der Kampf zwischen Marxismus und Revisionismus.

Die Fraktion unter der Führung des Regionalkomitees von Ayacucho bekämpfte den Revisionismus von Del Prado und seinem Gefolge an der 4. nationalen Konferenz, wo Del Prado und co. ausgeschlossen wurden. Von hier fort entwickelte sich die Fraktion innerhalb der Partei in der ganzen Nation. Die Entwicklung des Marxismus-Leninismus durch den Vorsitzenden Mao und die grossen Lektionen und Erfahrungen der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) spielten eine lebenswichtige und ausschlaggebende Rolle in diesem ursprünglichen Prozess. Seit dann haben sich sowohl unsere ursprüngliche Verpflichtung gegenüber dem Marxismus-Leninismus-Maoismus als auch unsere Anwendung von ihm auf unsere Bedingungen weiterentwickelt.

Nach der 5. nationalen Konferenz im November 1965 begann die Fraktion, im Zweilinienkampf innerhalb der Partei für den Aufbau der drei Zauberwaffen der Revolution zu kämpfen: die Partei, die bewaffneten Streitkräfte und die Einheitsfront, verlangend, dass diese Aufgaben im Licht der politischen Linie der Konferenz erfüllt werden; die Konferenz hatte den Aufbau revolutionärer bewaffneter Streitkräfte für den bewaffneten Kampf als Hauptaufgabe festgelegt, doch der Revisionismus, der Klotz am Bein, verhinderte auf tausend Weisen die Erfüllung der Hauptaufgabe und stellte sich gegen sie; unter diesen Bedingungen rief die Fraktion – die Notwendigkeit einer ideologisch vereinten und organisatorisch zentralisierten Partei wiederbestätigend – zur Wiedergründung der Partei auf der Basis des „heldenhaften Kämpfers“ auf. Dieser Prozess wurde in drei Perioden durchgeführt, jeweils mit ihrer entsprechenden politischen Strategie:

Definierung des Problems der Wiedergründung, von der politischen Strategie der „Einkreisung der Städte vom Land“ geleitet

An diesem Punkt war das Problem, eine Partei für die Führung des bewaffneten Kampfes auf diesem Pfad aufzubauen, was bedeutete, dass die Bauern- und Landfrage unermessliche Wichtigkeit erlangten; es war lebenswichtig, das Zentrum der Schwerkraft der Partei auf das Land zu verlegen. Des weiteren zentrierte die ausschlaggebende Frage der ideologischen und politischen Linie darauf, „uns auf dem Mao Tse-tung Denken zu basieren“, wie es in jenen Tagen gesagt wurde, und auf der „Wiederaufnahme und Entwicklung von Mariátegui“ mit der Entwicklung als Hauptaspekt hiervon. Es reichte nicht, ihn sich zurückzunehmen, aus zwei Schlüsselgründen: der Entwicklung des Marxismus-Leninismus durch den Vorsitzenden Mao Tse-tung und die Entwicklung des bürokratischen Kapitalismus in Peru. Diese Phase fand während des Kampfes gegen chruschtschewschen Revisionismus und seine Manifestierungen in verschiedenen Bereichen des Parteilebens statt und endete mit der 6. Konferenz im Januar 1969, welche die „Wiedergründung der Partei“ „auf der Parteieinheitsbasis um den Marxismus-Leninismus-Mao Tse-tung Denken (wie damals gesagt wurde, heute ist es der Maoismus), Mariáteguis Denken und die politische Generallinie.“

Die Durchführung der Wiedergründung

Diese Periode wurde von der politischen Strategie der Wiedergründung der Partei entsprechend der Parteieinheitsbasis geleitet. Der Oktober 1968 brachte den Staatsstreich von Velasco, der die Aufgabe der Vertiefung der Entwicklung des bürokratischen Kapitalismus annahm, die Korporativisierung der peruanischen Gesellschaft durchführend, von einer faschistischen politischen Anschauung geleitet und die sich erhebenden Massenbewegungen unterdrückend. Diese Periode teilt sich in zwei Teile auf: erst den Kampf gegen das rechte Liquidatorentum, eine Form des Revisionismus, die die Partei durch ihre Zentrierung auf offene Massenarbeit und ihre Vorantreibung in den Legalismus zu zerstören suchte; auf strikter politischer Ebene vertrat diese Linie die Enteignung statt Konfiszierung des Landes und leugnete vor alem den faschistischen Charakter der Regierung. Als diese Liquidatoren die Partei nicht übernehmen konnten, versuchten sie pervers, sie zu zerstören, und die Fraktion verteidigte die Partei. Im Februar 1970 fand eine Spaltung statt und die Fraktion übernahm die Führung der Partei; von dort an führte sie den Prozess der Wiedergründung. Im zweiten Teil gab es einen Kampf gegen „linkes“ Liquidatorentum, eine weitere Variante des Revisionismus, der die Partei durch ihre Einsperrung hinter vier Wände zu zerstören versuchte, die Wichtigkeit von Bauernarbeit und die Möglichkeit auf jegliche Massenarbeit leugnend, weil laut ihnen Massenarbeit und -organisationen unter dem Faschismus unmöglich sind. Sie reduzierten den Faschismus auf eine Frage der Gewalt und schlimmer noch auf eine unbesiegbare Gewalt, in dessen Angesicht nichts getan werden konnte ausser auf bessere Zeiten zu warten. Sie vertraten die „relative Stabilität des Kapitalismus“ undkonsequenterweise des Gesellschaftssystems. Sie sagten „Linie ist genug“ und hinterfragten den Maoismus, damit angebend, dass sie „reine Bolschewiken“ seien. Dieses „linke“ Liquidatorentum wurde 1975 an einem Plenum des Zentralkomitees zerschlagen.

Während dieser Periode vertiefte sich unser politisches Verständnis der peruanischen Gesellschaft, besonders unser Verständnis des bürokratischen Kapitalismus, basierend auf der These des Vorsitzenden Mao Tse-tung. Diese Frage ist grundlegend für das Verständnis und die Führung der demokratischen Revolution. In der Tat schlug dieses Konzept der opportunistischen Tendenz die Tür zu, unter dem Deckmantel der angeblichen Vereinigung und des Kampfes mit der Nationalbourgeoisie stattdessen einer Fraktion der Grossbourgeoisie nachzutraben und Velascos faschistische und korporativistische Pläne, „Reformen“ und Massnahmen zu unterstützen; sie erweist sich heute weiterhin als extrem nützlich. Der ideologisch-politische Aufbau der Partei schritt auch voran, besonders bezüglich des Verständnisses von Mariáteguis Denken und politischer Generallinie – zum ersten Mal in fünf grundlegenden Punkten synthetisiert, die seinen Werken entstammten – sowie der Notwendigkeit, dies weiterzuentwickeln. Die Beziehung zwischen geheimer und offener Arbeit wurde ausformuliert und zweiteres wurde nach Lenins Kriterium von Unterstützungsgebieten für die Massenarbeit der Partei entwickelt; somit wurden Massenorganisationen von der Partei erschaffen, um die Verbindungen zwischen der Partei und den Massen zu entwickeln.

Die Kulminierung der Wiedergründung

Diese Periode wurde von der politischen Strategie „kulminieren und die Grundlage legen“ geleitet, mit anderen Worten: die Wiedergründung kulminieren und die Basis für die Einleitung des bewaffneten Kampfes legen. Mit der Entfaltung dieses Prozesses näherte sich die Partei der Vollendung seiner Wiedergründung und musste somit zusammenfassen, was erreicht worden war, die politische Generallinie definieren und absegnen, den Aufbau der Partei auf nationaler Ebene mit dem Mittelpunkt der Schwerkraft auf dem Land fortsetzen, die Spezifika des bewaffneten Kampfes definieren und durch die Entwicklung der Arbeit unter den Bauern die Basis für seine Einleitung legen. Die Linke kämpfte ausdauernd gegen die Rechte. Diese Rechte entwickelte sich in eine rechtsopportunistische Linie, die erst gegen die Kulminierung war und dann einen Ansturm gegen die politische Generallinie entfesselte, diese „ultralinks“ nannte und schnell bei der Ablehnung der Einleitung des bewaffneten Kampfes landete. Nichtsdestotrotz besiegte die Linke mit Festigkeit und Weisheit wiederholt den Rechtsopportunismus, eine weitere Form des Revisionismus, die in letzter Instanz gegen revolutionäre Gewalt, bewaffneten Kampf, Volkskrieg, die Erfüllung der Rolle der Partei, für die Machtergreifung für das Proletariat und das Volk zu kämpfen und gegen das Voranschreiten des Proletariats in seiner historischen Mission war. Im April 1977 besiegte die Linke mit der Annahme des nationalen Plans, die Partei unter der Parole „baut mit dem Zweck der Einleitung des bewaffneten Kampes auf“ aufzubauen, die rechtsopportunistische Opposition gegen die Kulminierung; die Linke besiegte im September 1978 erneut verheerend die Rechte mit der Annahme der „Zusammenfassung der Wiedergründung“, der Absegnung von „Mariáteguis politischer Generallinie und seiner Entwicklung“ und des Entwurfs der „Skizze des bewaffneten Kampfes“. Schlussendlich besiegte sie am 9. Erweiterten Plenum des Zentralkomitees im Mai 1979 gründlich und vollständig die rechtsopportunistische Linie, als man sich unter der Parole „definieren und entscheiden“ darauf einigte, „den bewaffneten Kampf einzuleiten“.

Ein langes Kapitel der Parteigeschichte kam zu Ende und ein neues eröffnete sich: die Wiedergründung war kulminiert worden und eine neue Stufe würde sich eröffnen, die des bewaffneten Kampfes. Es sollte klar und deutlich betont werden, dass als der Vorsitzende Mao während dieser Kulminierungsphase starb, die Partei dem internationalen Proletariat und der Revolution versprach, dass sie immer die Banner von Marx, Lenin und Mao hochhalten würde und erklärte „heute Marxist sein bedeutet Marxist-Leninist-Mao-Tse-tung Denken sein!“ (heute Marxist-Leninist-Maoist). Daraus folgte, dass als der Hua-Teng-Putsch stattfand, die Partei ihn als konterrevolutionären Putsch gegen die Diktatur des Proletariats in China verurteilte, gegen die grosse proletarische Kulturrevolution, für die Restaurierung des Kapitalismus und gegen die Weltrevolution.

Zusammengefasst wurde die KPP wiedergegründet und wurde eine Partei neuen Typs, marxistisch-leninistisch-maoistisch, und so gab es erneut die organisierte Vorhut des Proletariats, dezu fähig, es zur Ergreifung der Staatsmacht zu führen. Auf diese Weise kann „definieren und entscheiden“ als erster Meilenstein des sich heute entfaltenden Volkskrieges gesehen werden. Später erreichte die Partei den zweiten Meilenstein, den der Vorbereitung; eine Periode der Absegnung des Parteiprogrammes, der politischen Generallinie der peruanischen Revolution und der Parteistatuten, dessen Normen uns heute leiten, über revolutionäre Gewalt, Volkskrieg und die Partei, die Armee und die Einheitsfront. Die folgende Entscheidung wurde getroffen: „Schmiedet die 1. Kompanie in Taten! Lasst die Gewalt aufblühen, realisiert in der Einleitung und Entwicklung des bewaffneten Kampfes; wir eröffnen mit Blei und bieten unser Blut an für das Schreiben eines neuen Kapitels der Geschichte der Partei und unseres Volkes durch die Schmiedung der 1. Kompanie in Taten! Peru, 3. Dezember 1979.“ Und die KPP begann, den Volkskrieg zu führen, der heute vonstatten geht.

c. Über den Volkskrieg

Internationale Erfahrungen als seinen grossartigen Ausgangspunkt nehmend, so wertvoll und reich an positiven wie negativen Lektionen, hauptsächlich den Volkskrieg als die Militärtheorie des Proletariats nehmend und die konkreten Bedingungen des Landes in Betracht ziehend segnete das 8. Plenum des Zentralkomitees die „Skizze des bewaffneten Kampfes“ ab. In Essenz hielt dieser Plan fest, dass der Volkskrieg sich in Peru als einheitlicher revolutionärer Krieg auf dem Land und in den Städten entwickeln muss, mit dem Land als Hauptschauplatz bewaffneter Aktionen, dem Pfad der Einkreisung der Städte vom Land folgend. Des weiteren berücksichtigte er aus sozialen und historischen Gründen und besonders wegen ihrem Einfluss auf Militärangelegenheiten die Wichtigkeit der Berge, besonders den Abschnitt, der sich von der Zentral- zur Südregion erstreckt, sowie die der Hauptstadt. Er analysierte auch Peru innerhalb des Kontextes von Lateinamerika als Ganzes, besonders Südamerika, und innerhalb des Kontextes der internationalen Situation und der Weltrevolution. Mit dieser Skizze im Kopf bereitete die Partei den bewaffneten Kampf vor, zwei Arten von Fragen behandelnd:

1. Fragen der politischen Strategie, die den Inhalt und die Ziele des Volkskrieges lang- und kurzfristig bestimmen, sowie seine notwendigen Direktiven und Militärpläne und den Aufbau der drei Instrumente: der Partei, Armee und Front und ihren Zusammenhang mit der neuen Staatsmacht.

2. Die Einleitung des bewaffneten Kampfes, was eine ausschlaggebende Schlüsselfrage ist, verlangte von der Parteiführung besondere Aufmerksamkeit; sie wurde mit dem „Startplan“ gelöst, von der Parole „Initiiert den bewaffneten Kampf!“ geleitet, der Konkretisierung der Politik insgesamt, welche militärische Form annehmen sollten (jeder Plan hat eine politische Generallinie, die ihn leitet). Sein Inhalt bestand erstens aus den durchzuführenden politischen Aufgaben, sprich der Einleitung des bewaffneten Kampfes, des Wahlboykotts, der Anfachung des Bauernkampfes für Land mit Waffen in Hand – und die Basis für Neugeborenes legen, besonders politische Macht; zweitens, die Kampfformen: Guerillakampf, Sabotage, bewaffnete Agitation und Propaganda, selektive Vernichtungen; drittens, Formen der militärischen Organisation, bewaffnete Abteilungen, mit oder ohne moderne Waffen; viertens, Zeitplan, Anfangsdatum und Entwicklung des Planes, spezifische gleichzeitige Aktionen an spezifischen Daten; fünftens, die Parolen „Bewaffneter Kampf!“, „Arbeiter- und Bauernregierung!“ und „Nieder mit der neuen reaktionären Regierung!“.

Die ersten zwei Phasen des Volkskrieges, die Phasen der Definierung und Vorbereitung seiner Einleitung waren vollendet. Am 17. Mai 1980, nicht dem 18. Mai, wie die Reaktion behuptet, um es mit dem Datum der Wahlen zu vermischen und was andere nachplappern, begann der Volkskrieg in Peru, in seine dritte Periode eintreten, jene seines wirklichen Beginns, ganz 1980 dauernd, durch zwei erfolgreich vollendete Kampagnen, die die Basis für den Übergang zur vierten Periode 1981 legte, „Guerillakrieg entwickeln“, eine Periode, die sich bis heute fortsetzt. Der 17. Mai war ein politischer Schlag, ein widerständiger und weitreichender Schlag, der rebellische rote Fahnen aufrollte und Hammer und Sicheln erhob, die verkündeten „rebellieren ist gerechtfertigt“ und „die Macht kommt aus den Gewehrläufen“, das Volk, die Bauern (hauptsächlich die armen) dazu aufrufend, sich zu erheben, Waffen in Hand, das Leuchtfeuer zu entzünden und die Anden aufzurütteln, eine neue Geschichte in den Feldern und jedem Ecken unserer stürmischen Geografie zu eröffnen, die verrotteten Wände der alten Unterdrückerordnung niederzureissen, die Höhen zu erklimmen, die Lüfte mit Gewehren in Hand zu erstürmen und ein neues Morgenrot herbeizuführen. Wir kämpften, schritten voran und bauten vom Kleinen zum Grossen auf, das schwache Initialfeuer wurde zu den turbulenten und stürmischen Flammen, die sich jetzt erbreiten, Funken der Revolution sprühend und den Volkskrieg voran katapultierend.

Der peruanische Staat lancierte seinen konterrevolutionären Krieg und seine bewaffneten Streitkräfte führten ihren widerwärtigen Genozid durch und streckten tausendfach das Leben des Volkes nieder. Dazu lancierten sie ihre Propaganda, davon träumend, den revolutionären Krieg mit Tinte, Papier, Lügen und Tricks zu zerschlagen. Der Opportunismus spielte seinen Teil durch Verrat, das Entsenden von „Führern“, um die Massen gegen die Revolution aufzubringen, Propaganda und Agitation gegen sie und in Verteidigung der bourgeoisen Demokratie und der Wahl, auf der Jagd nach purpurnen Parlamentssitzen. Die Weltreaktion, die Supermächte, besonders der Yankee-Imperialismus wie auch die Sozialimperialisten und die anderen imperialistischen Mächte gaben ihre sofortige Unterstützung und schickten der Regierung ihre Berater. Unter ihnen spielte die chinesiche erzreaktionäre Clique eine hervorstechende Rolle, dessen schwarze Köpfe Teng, Li Hsien-nien etc. zu den Ersten gehörten, die sich als Richter erhoben um uns zu verurteilen. Wie zu erwarten war öffnete die Reaktion ihre Höllen und entfesselte ihre Dämonen, Plagen und Reiter der Apokalypse gegen den Volkskrieg; in Blut getränkt und von Arroganz benebelt prahlten sie von Triumphen und Siegen, vernichtenden Niederlagen, Rückschlägen, Rückzügen und von der Kehrtwende und Niederlage der Revolution. Doch was ist wirklich geschehen? Wie hat sich der bewaffnete Kampf und danach der Genozid entfaltet? Was ist wirklich die Realität der letzten zwei Jahre und des sechsten Jahres des Volkskrieges gewesen? Folgendes sind die Daten, die vom internen Minister stammen:

Jahr198019811982198319841985Insgesamt
Aktionen2197158911123176020506758

Diese Figuren zeigen die jährliche Zunahme unserer Aktionen sowie derer der bewaffneten Streitkräfte und ihrer Polizeiassistenten; die Methoden ihrer Politik und sogar ihr Genozid haben dem RAVA-Minister selbst zufolge das Wachstum des bewaffneten Kampfes nicht gebremst, jedenfalls nicht was die Quantität betrifft. Nichtsdestotrotz ist die Summe 6‘758 weit gefehlt, erstens aufgrund des recht nachvollziehbaren Wunsches des Staates, die Dimensionen des Volkskrieges kleinzuhalten, und zweitens weil sie nicht die vielen Formen in Betracht ziehen, die der revolutionäre Krieg annimmt, wie etwa bewaffnete Propaganda und Agitation; sie zählen auch nicht in abgelegenen und isolierten Gebieten durchgeführte Aktionen. Bedenkt, dass Aktionen, die sogar im Departement Lima selbst eine Woche lang nicht berichtet werden und generell ein Deckmantel von Stille und Lügen benutzt wird, um die sogenannte öffentliche Ruhe und das Prestige der repressiven Kräfte zu wahren. Während der sechs Jahre Volkskrieg sind in allen ausser zwei der 24 Departemente des Landes 30‘000 Aktionen durchgeführt worden, mit Ausnahme nur vom Amazonas und Madre de Dios, während sogar der Verfassungsdistrikt von Callao dabei war.

Diese Aktionen entwickelten sich grundlegend im peruanischen Gebirge und zentrierten hauptsächlich in der Region von Ayacucho, Huancavelica und Apurímac. Sie fanden auch in der Küstenregion, in ihren Städten und besonders in der Hauptstadt des Landes statt, sowie im Dschungelhochland und den wichtigen Städten dort; so kämpft die Revolution im ganzen Land. Des weiteren haben die militärischen Aktionen sich entwickelt und ihre Qualität hat zugenommen: Schläge gegen die Antiguerillastützpunkte der bewaffneten Streitkräfte, Hinterhalte, Zerstörung strategischer Weiler, Landinvasionen, verheerende Sabotage, hochrangigere selektive Vernichtungen und invensivierte bewaffnete Propaganda und Agitation – all jenes zeigt einen sehr wichtigen und weitreichenden qualitativen Fortschritt. Es sollte klar gemacht werden, dass über die Hälfte der Aktionen der sechs Jahre zwischen Juni 1984 und heute durchgeführt wurden und ein Drittel der Summe 1980-1986 im letzten Jahr durchgeführt worden sind. Dies ist die klare und konkrete Realität. Was sind die grossen Ergebnisse des konterervolutionären Krieges, seines Genozids und seiner Offensiven von 1983-84? Offensichtlich scheiterten sie; sie haben es nicht geschafft, die Entwicklung des Volkskrieges zu bremsen, geschweige denn ihn zu beendigen.

Tabelle 1 (unten) zeigt die vier Kampfformen, durch welche der Volkskrieg in Peru sich entwickelt. Die Hauptform ist Guerillakriegsführung und die anderen drei sind ergänzende Formen von Guerillaaktionen: Sabotage, selektive Vernichtungen und bewaffnete Propaganda und Agitation. Wir können sehen, dass 45,9% der gesamten im Land durchgeführten Aktionen Guerillagefechte sind (in der Stadt von Abteilungen gefochten und auf dem Land von Bataillonen und Kompanien), während Sabotage nur 11,2% und selektive Liquidierungen gerade einmal 8,2% ausmachen; bewaffnete Propaganda und Agitationen erreichen 34,1%. Diese Figuren zeigen klar, dass Guerillakriegsführung die Essenz und das Herz des Volkskrieges im Land sind; es ist bezeichnend, dass die Prozentzahl von Guerillakriegsführungen in der Region von Ayacucho, Huancavelica und Apurímac – hauptsächlich Bauernzonen – ihren höchsten Betrag (54,4%) erreicht und das Ziel ist es, sie in allen Regionen zu entwickeln, sogar in einer spezifischen Form in Lima.

Guerillakriegsführung ist eindeutig das Zentrum der bewaffneten Aktionen und die anderen Formen dienen nur ihrer Ergänzung und Vorwärtstreibung, denn es ist die Form, die am direktesten auf die Zerstörung der Militärorganisationen des Feindes abzielt, besonders auf die bewaffneten Streitkräfte. Es ist auch nennenswert, dass bewaffnete Propaganda und Agitation über einen Drittel der Aktionen ausmachen. Dies zeigt die Wichtigkeit, die der Volkskrieg der politischen Bildung und Mobilisierung der Massen beimisst; offensichtlich ist diese Arbeit hauptsächlich auf die Bauern und in den Städten auf das Proletariat gerichtet und obwohl sie auf dem Land hauptsächlich in mündlicher Form durchgeführt wird, wird sie von Kampagnen mit Postern und illustrierten Flugblättern ergänzt. Diese Art von Arbeit ist in neuen Gebieten am prominentesten, doch ihr wird in allen Gebieten grosse Wichtigkeit beigemessen, weshalb sie insgesamt den zweiten Platz belegt. Sabotage belegt ihrerseits den dritten Platz, mit dem Ziel, der Reaktion ökonomische Schläge zuzufügen, besonders dem Imperialismus und der staatlichen Wirtschaft, dem Grosskapital und Grossgrundbesitzern. In Bezug auf letztere ist das Niederreissen der feudalen Produktionsverhältnisse der Bauernschaft sehr wichtig. Schlussendlich besteht nur 8,2% aus selektiven Vernichtungen von Feinden des Volkes, entweder gegen jene durchgeführt, die von den Massen direkt in Volksgerichten verurteilt wurden, oder gegen unverbesserliche Feinde der Revolution die Blutschuld haben, Leute die Massaker durchgeführt haben, Folterer, Infiltranten, Spione etc. Diese Aktionen werden ohne jegliche Grausamkeit sondern viel mehr als simple und angebrachte Justiz durchgeführt und sind im Grossteil der Fälle von den Massen abgesegnet worden. Nichtsdestotrotz haben die Medien sie als etwas monströses dargestellt, sie tollpatschig verzerrt und ihre Zahl übertrieben. Offensichtlich müssen wir hier unterstreichen, dass die Gräueltaten, die dem Volkskrieg angetan wurden, Verbrechen sind, die zynischerweise von den bewaffneten Streitkräften selbst durchgeführt werden, welche sie nachher der Revolution zuschreiben.

Zusammengefasst stellt die Tabelle den Guerillacharakter aller bewaffneten revolutionären Aktionen unmissverständlich klar dar und zeigt, dass Guerillakriegsführung, die Substanz des Volkskrieges, ihr Hauptaspekt und ihre Essenz ist; somit widerlegt er vollständig die absurde Anschuldigung, die den revolutionären Krieg, der in diesem Land vonstatten geht, mit dem Stempel des „Terrorismus“ zu versehen probiert. In der Tat – wie wir seit 1980 sagen – schwatzen jene, die diese Lüge ohne jegliche Beweise (die es nicht gibt) wiederholen, nur Reagan und der peruanischen Reaktion nach. Was sich in Peru entwickelt, während die ganze Welt zuschaut, ist schlicht und einfach ein Volkskrieg und niemand mit ein paar Hirnzellen kann ihn leugnen.

Die Region von Ayacucho, Huancavelica und Apurímac verdient besondere Aufmerksamkeit. Hier wurde die Fraktion als erstes aktiv, mit einem Wort, sie war ihre Wiege; des weiteren ist es hier, wo die ersten Kriegsaktionen stattfanden, in Chuschi, und wo das heldenhafte Volk und vor allem die armen Bauern grosszügig ihr Blut vergossen haben, um die Flammen des Volkskrieges zu entzünden, am Leben zu halten und unaufhörlich mehr und mehr zu schüren. Die Massen dieser Region haben die widerwärtigsten und unstillbarsten Genozid erlitten; hier hat die Reaktion ihre bewaffneten Streitkräfte konzentriert und seine ausführlichsten Pläne durchgeführt; hier haben die Reaktionäre mit ihrem erwarteten Sieg geprahlt und darüber, wie das Gebiet „fast“ ruhig gestellt ist, nur um ihre Worte später im Angesicht der neuen Offensiven der Revolution schlucken zu müssen, was sie aber nicht davon abhält, erneut vom Sieg zu krächzen. Was ist die gegenwärtige Situation in dieser Region und wie hat der revolutionäre Krieg sich dort in den letzten zwei Jahren entwickelt?

Die Tabellen 2 und 3 (unten) zeigen, dass in den letzten zwei Jahren 63,4% aller Aktionen im Land in Ayacucho, Huancavelica and Apurímac durchgeführt wurden und dass des weiteren 75,1% der Guerillaaktionen, 43,3% der Sabotage, 74,0% der selektiven Vernichtungen und 52,0% der bewaffneten Propaganda und Agitation in dieser Region durchgeführt wurden. Wie kann also gesagt werden, dass ein Abflauen des Volkskrieges dort stattgefunden hat? Es gibt überhaupt keine Basis ausser den subjektiven und sich stets ändernden Aussagen der Autoritäten und Militäroberhäuptern, die nie auch nur irgendeine Art offiziellen Bericht abgegeben haben; weder die Regierung noch das Vereinigte Kommando noch das Politisch-Militärische Kommando, trotz dem Fakt, dass die Region seit März 1982 unter einem dauerhaften Ausnahmezustand steht und davor schon sporadisch stand, während den seit Anfang 1981 durchgeführten Polizeioperationen. Klare und konkrete Fakten zeigen, dass diese Region weiterhin das Hauptschlachtfeld zwischen der bewaffneten Revolution und der bewaffneten Konterrevolution ist; während die Reaktionäre vom Hinwegfegen des Volkskrieges träumen widersteht dieser allen Sturmangriffen und bleibt weiterhin ein Gewitter, dessen Auge Ayacucho ist. Fast seit dem Anfang der bewaffneten Aktion – beharrlicher, seit die bewaffneten Streitkräfte eingeschritten sind und meistens parallel zu den Offensiven und Kampagnen der Reaktion – haben Schaukelstuhlstrategen, Schreiberlinge, Opportunisten, „Senderologen“ und falsch liegende oder schwankende Revolutionäre über die Unmöglichkeit, den Volkskrieg in der Region von Ayacucho, Huancavelica und Apurímac am laufen zu halten, gemahnt und gepredigt, mit der Behauptung, dass wir die Region verlassen und uns in andere Gebiete zurückziehen sollten, um – wie sie manchmal sagten – den bewaffneten Kampf zu „bergen“ und ihn unter neuen und besseren Bedingungen aufs Neue zu initiieren. Wir sollten anmerken, dass dies generell die gleichen Leute sind, die entweder offen oder verborgen gegen den Volkskrieg gekämpft haben, im Namen der „Ausweitung des demokratischen Raumes“ oder schlicht der „Verteidigung der Demokratie“.

Wir sind von der grossen Wahrheit dessen überzeugt, was der Vorsitzende Mao sagte; dass ein Gebiet nicht aufgegeben werden sollte, bis es sich wiederholt als unmöglich zu verteidigen erwiesen hat. Da dem grausamsten Genozid in der Geschichte der Republik seit nun mehreren Jahren die Stirn geboten worden und überwunden worden ist, was muss sonst noch gesagt werden? Wem hätte der empfohlene Rückzug gedient? Schlicht und einfach der Konterrevolution; er wäre ein grosser Gefallen an den Feind gewesen, die besten und bewährtesten Bastionen des Volkskrieges auseinanderzubauen und aufzulösen. Doch unwiderlegbare Fakten beweisen, dass der Volkskrieg, was auch immer gegen ihn gesagt wird, sich weiterhin trotzig und stolz in Ayacucho, Huancavelica und Apurímac entwickelt, fest mit den Massen verbunden, mit Heldenmut überschwappend, täglich neue Seiten in der bewaffneten Revolution schreibend, welche die peruanische Gesellschaft transformiert und welche gerade in den letzten Monaten verheerende Schläge entfesselt hat, sogar in der Stadt Ayacucho selbst, das verfälschte Vorzeigeprojekt des Friedens in der militarisiertesten Stadt des Landes sprengend, wie dies z.B. mit den Autobomben in den Barracken der Republikanischen Garde und neulicher – zum Anlass des sechsten Jahrestages des Volkskrieges – im Hauptquartier des 9. Kommandos der Zivilgarde gemacht wurde, eine Explosion, die die ganze Stadt erzittern liess und alle repressiven bewaffneten Streitkräfte und Polizisten in Verwirrung und völlige Panik stürzte. Schlussfolgernd kannst du die Sonne nicht mit deinem Finger verstecken: Ayacucho, Huancavelica und Apurímac sind weiterhin das grosse Lagerfeuer des Volkskrieges und die trotzigste revolutionäre Herausforderung.

Tabelle 1: Der grosse Sprung, Kampfformen und Zonen

Kampfformen des VolkskriegesLandesweit (%)Ayacucho, Huancavelica und Apurímac (%)Zentrum, Norden, Süden und Huallaga (%)Metropolisches Lima (%)Andere (%)
Guerilla- kriegsführung45,954,436,012,016,8
Sabotage an wirtschaft-lichen Zielen11,88,018,623,726,9
Selektive Vernichtungen8,29,69,23,81,7
Bewaffnete Propaganda und Agitation34,128,036,260,154,6
Insgesamt100,0100,0100,0100,0100,0

Tabelle 2: Verteilung von Aktionen nach Region (Juni 1984-Juni 1986)

Aktionen insgesamt100%
Ayacucho, Huancavelica und Apurímac63,4%
Andere Regionen28,2%
Metropolisches Lima8,4%

Tabelle 3: Kampfformen und % nach Regionen (Juni 1984-Juni 1986)

KampfformenLandesweit (%)Ayacucho, Huancavelica und Apurímac (%)Andere Regionen (%)Metropolisches Lima (%)
Guerillakämpfe10075,122,62,3
Sabotage10043,339,717,0
Selektive Vernichtung10074,022,13,9
Bewaffnete Propaganda und Agitation10052,033,015,0

Wie in diesen drei Tabellen gesehen werden kann führte die bewaffnete Revolution nur 8,4% seiner Aktionen insgesamt im metropolischen Lima durch, während 17% der ganzen Sabotage und 15% der bewaffneten Propaganda und Agitation dort durchgeführt wurde. Diese Daten widerlegen den sogenannten „Rückzug“ oder die Konzentrierung der Revolution in Lima, wie von der reaktionären Presse, Militäroberhäuptern und Regierungsautoritäten behauptet wird, die auf diese Weise einerseits versuchen, ihren Behauptungen ein wenig Basis zu geben, dass die Revolution in der Ayacucho-Region harte Schläge erleidet und andererseits ein wenig Erklärung für die schallenden Aktionen zu liefern, die in den letzten zwei Jahren die Hauptstadt erschüttert haben. Eine Analyse von Tabelle 1 zeigt, dass während der zwei untersuchten Jahre 60% der Arbeit in Lima sich auf bewaffnete Propaganda und Agitation ausrichtete, 23,7% uf Sabotage und nur 3,8% auf selektive Vernichtungen. Somit können wir anhand der Prozentzahlen der Formen des Volkskrieges in Lima und ihrer Proportionen im Verhältnis zum Rest des Landes sehen, dass die endlosen Klischees über den Rückzug der Revolution Lügenmärchen ohne Grundlage sind. Der Punkt ist, dass Aktionen aufgrund der Bedingungen in der Hauptstadt grossen Widerhall haben. Die grossflächigen Wirtschaftskonzentriationen ermöglichen grossflächige Sabotage, wie etwa die Bayer-Fabrik oder das Hogar-Kaufhaus; die grossen zentralen Staatsinstitutionen können dort sabotiert werden, wie etwa die Schläge, die dem Regierungspalast und dem Vereinigten Kommando zugefügt wurden; ausländische hohe Tiere statten dort Besuche ab, also gibt es Gelegenheiten für grosse Stromausfälle wie etwa jener, der den Papst begrüsste; offensichtlich liegen dort die zentralen Autoritäten, also gibt es Möglichkeiten für selektive Vernichtung wie die des Konteradmirals Ponce Canessa. Des weiteren verschärfen die Rückwirkungen sofort die Widersprüche zwischen der Reaktion selbst – der Fall eben jenes Konteradmirals ist ein Beispiel – während Aktionen dort aufgrund der Konzentration der Medien sowie der Anwesenheit internationaler Nachrichtenagenturen und jeglicher Art ausländischer Repräsentanten schwieriger zu vertuschen sind. Somit kann die Hauptstadt im Volkskrieg nicht vernachlässigt werden, umso weniger, wenn wir ein wenig international Erfahrung in dieser Frage im Kopf behalten; was es braucht, ist besser organisierte Arbeit, immer fähiger, Schläge und Infiltrierung abzuwehren, mit erhöhtem ideologischen Training, um jedem Risiko begegnen zu können und der Entwicklung der Arbeit Priorität zu schenken, die mit den Arbeitermassen und den Nachbarschaften und Elendsvierteln verbunden ist. Wenn alle positiven Kräfte ins Spiel gebracht werden sind es diese Bedingungen – und nicht irgendein sogenannter Rückzug der Arbeit aus den anderen Gebieten –, die die Führung von revolutionärem Krieg auch in der Hauptstadt und seine Erhebung auf eine höhere Stufe möglich machen.

Anwendungsbereich und Ausweitung. Mit der Parole „Facht das Lagerfeuer an, verbreitet die Flammen, entfesselt den Klassenkampf der Massen besonders in seiner bewaffneten Form und möge die Repression uns anspornen!“ wurde die Ausbreitung des Volkskrieges aufgegriffen, mit dem Ziel, einen Aktionskompass zu zeichnen, der sich vom Departement Cajamarca an der Grenze zu Ecuador im Nordwesten bis hinunter zum Departement Puno an der Grenze zu Bolivien im Südosten von Peru erstreckt, durch die Gebirge, die die historische Achse der peruanischen Gesellschaft und sein rückständigstes und ärmstes Gebiet sind, um diesen Anwendungsbereich in einen grossen Schauplatz des revolutionären Krieges zu verwandeln und diesen Krieg vorwärtszubringen. Das Erreichen dieses Ausmasses war ein wichtiger Teil des „Plans des Grossen Sprunges“ und seiner Konkretisierung. Wie man in Tabelle 2 sehen kann, wurden 28,2% der bewaffneten Aktionen in „Anderen Regionen“ ausgetragen, d.h. ausserhalb der Regionen von Ayacucho-Huancavelica-Apurímac und Metro-Lima, wie auch 26,2% der Guerillakriegsführung, 39,7% der Sabotage, 22,1% der selektiven Vernichtung und 33% der bewaffneten Propaganda und Agitation. Auf diese Weise schreitet der Volkskrieg fest in der Zentralregion des Landes voran, die labenswichtig für die ganze Wirtschaft ist – aufgrund seiner Rohstoffgewinnung, landwirtschaftlichen Produkte, Kommunikations- und Transportautobahnen und weil sie im Herzen der geopolitischen Pläne des Staates liegt. Auf gleiche Weise wächst der revolutionäre Krieg schnell im Norden des Landes, in den Bergen zentriert, sowie im Huallaga-Flussbecken. Beide sind grosse und reiche Regionen mit wichtigem wirtschaftlichen Potenzial und einer wachsenden Bevölkerung, besonders der Norden. Der Volkskrieg breitet sich auch im Süden aus, ähnlicherweise im hochexplosiven Puno zentriert. Dies ist der gegenwärtigen Regierung zur grossen Sorge geworden, weil genau in diesem Gebiet, wo sie vorhaben, ihr „Vorzeigeprojekt der Entwicklung“ aufzubauen, die Revolution sie trifft und ihre Pläne untergräbt. Unsere Arbeit dort ist nicht etwas Neues oder erst neulich Aufgegriffenes; sie ist so alt wie der Volkskrieg selbst, da diese Arbeit seit der Periode der Kriegsvorbereitung anhand eines nationalen Plans ins Leben gerufen und organisiert wurde, welcher Regionen festlegte, die ihrer Wichtigkeit nach eingestuft waren, jeder Region entsprechend der spezifischen Bedingungen die notwendige Aufmerksamkeit schenkend; natürlich haben sich diese Regionen ungleichmässig entwickelt. Somit wurde der Krieg nicht im Rahmen einer einzelnen Region aufgefasst, sondern im Rahmen gleichzeitiger, wenn auch ungleicher Entwicklung in mehreren Regionen, mit einer Hauptregion (welche das ist konnte sich je nach Notwendigkeit ändern), alles innerhalb des Rahmens eines strategisch zentralisierten und taktisch dezentralisierten Plans.

Die Aufnahme der Arbeit in jeder Region und ihre Auswirkung kann anhand von folgendem beurteilt werden: im Juli 1984 im Huallaga-Flussbecken wurde im Departement Huánuco und der Mariscal Caceres-Provinz im Departement San Martín der Ausnahmezustand ausgerufen und sie wurden der Kontrolle des Politisch-Militärischen Kommandos Nummer 7 übergeben. Diese Situation hat sich mehr oder weniger bis heute fortgesetzt. In der Zentralregion wurde im November desselben Jahres der Ausnahmezustand in der Alcides Carrion-Provinz im Departement Pasco ausgerufen, unter dem eben erwähnten Kommando, und dies weitete sich später auf die wichtige Minenprovinz von Pasco aus. Im Norden haben bewaffnete Aktionen die Departements Cajamarca, Ancash und besonders La Libertad erschüttert; das Land ist tiefgründig von Landinvasionen erschüttert worden, von der VGA vorangetrieben. Die Polizeikräfte und Armee, die im Kommando Nummer 7 untergebracht sind, haben mit der Entfesslung von Repression geantwortet, doch es wird darauf bestanden, dass in dieser Region auch der Ausnahmezustand ausgerufen werde und dass die bewaffneten Streitkräfte vollständig einschreiten. Im Süden, vor allem in Puno, welches in Aufruhr gebracht worden ist, sind Polizeiposten angegriffen worden, wie etwa bei San Anton geschah; Dörfer wie San Jose und Chupa sind erobert worden, SAIS ist sabotiert und niedergebrannt worden und 10‘000 Bauern sind in bewaffneten Landinvasionen mobilisiert worden, die auf diese SAIS zielen, welche immense Ausmasse an Land kontrollieren. Dies hat die Polizeikräfte dazu geführt, „rote Zonen“ in den Provinzen von San Roman, Azangaro und Melgar auszurufen; reaktionäres Geschrei in Befürwortung eines Ausnahmezustandes und des Einschreitens der bewaffneten Streitkräfte ist stark geworden. Armut, Naturkatastrophen und bewaffnete Aktion machen Puno vereint zu einem sehr explosiven Vulkan.

Wir fügen dem vorherigen an, dass aufeinanderfolgende Guerillaaktionen tief in das Departement Apurímac vorgedrungen sind, bis zur Schwelle seiner Hauptstadt selbst, Abancay. Hiermit ist die grundlegende Aufgabe der Ausweitung unserer Reichweite über das ganze Zentralgebirge praktisch erfüllt worden. Heute weitet der Volkskrieg sich aus, er erstreckt sich durch das Hochland nördlich nach Cajamarca und südlich nach Puno, von einer Grenze zur anderen, von Ecuador nach Bolivien. Dieses grosse Ziel wurde durch Zähigkeit, Streben und Blut erreicht; es hat neue Möglichkeiten für die laufende peruanische Revolution eröffnet. Doch obwohl dies ausreichend wäre, gibt es mehr: Kampf nicht nur im Hochland, sondern auch im Dschungelhochland, an zwei Schlüsselorten, in Apurímac an der strategischen Konvergenz der Departemente Cuzco, Apurímac, Ayacucho und Junin, sowie im Huallaga-Flussgebiet, einer reichen Region, wo der Imperialismus und der Staat riesige Unternehmen planen. Des weiteren entfaltet sich der Kampf an der Küste, besonders in ihren zentralen und nördlichen Regionen und wie wir betont haben im metropolen Lima selbst, einer Stadt, dessen strategische Wichtigkeit in ihrem Charakter als Hauptstadt und ihrer immensen Konzentration von Leuten liegt, mit der Mehrheit des peruanischen Proletarists sowie enorme Massen an Armen in ihren Nachbarschaften und Elendsvierteln. In Synthese ist dem Volkskrieg nicht nur diese Ausweitung im Anwendungsbereich des Gebirges gelungen; er weitet sich im Hochland, den Dschungeln und der Küste aus, lebhaft vorwärts preschend, das Neue aufbauend und die Zukunft eröffnend.

Lasst uns zur Vervollständigung dieses Bildes einige herausragende Aktionen betrachten. Im Departement von Ayacucho, Schläge gegen die Antiguerillastützpunkte der bewaffneten Streitkräfte (es gibt laut einer neulichen Aussage des Kriegsministers 70 in der Region), beispielsweise in San Jos‚ de Seque und Aqomarca, die Grundlage des Pilotprojekts der RAVA-Regierung nach dem Genozid von Aqomarca treffend; Angriff gegen 14 strategische Weiler bei Llochequa, erzwungene Ansammlungen von Bauern, die von der gegenwärtigen Regierung nach der sogenannten „Ergebung von Senderistas“ durchgeführt wurden und dessen Zerstörung die Berfeiung der Massen von reaktionärer Militärkontrolle bedeutet; Hinterhalte gegen die Armee, Marine und Polizei, in San Pedro, Enimont und anderswo; Gefecht und sogar wiederholte Gefechte zur Schikanierung der Einkreisung der bewaffneten Streitkräfte, Soldaten auslöschend und verwundend; Sabotage der Errichtung der Mikroregionen (lokaler Wirtschaftsentwicklungsprojekte der Regierung) die der Basis der Korporativisierung dienen sollen; die Sprengung von bis zu 27 Hochspannungstürmen des neuen Corbiza-Ayacucho-Stromnetzwerks, sogar noch vor seiner offiziellen Einweihung sabotiert; Autobombenattacken gegen die Republikanische Garde und sogar das Hauptquartier des 9. Zivilgardenkommandos in der Stadt Ayacucho selbst, wie wir bereits erwähnten. In Huancavelica, die Sprengung von sechs Brücken und 35 Stromtürmen der Mantaro-Stromlinien, des Hauptstromnetzwerks in Peru; der Abriss der Landwirtschaftsunternehmen Cinto und Vichincha, dessen Land ergriffen und dessen Vieh umverteilt wurde. In Apurímac, ein neuer Aufschwung bewaffneter Aktionen im Departement, sogar inklusive Abancay, der Hauptstadt, wo das Matara-Kraftwerk sabotiert wurde, wie auch das Kraftwerk in Chincheros, und Angriffe auf Polizeipösten.

In Perus Zentralregion breiteten die Attacken sich aus und eskalierten; Hinterhalte wie jener in Minchivilica gegen die Republikanische Garde; Sabotage der Centromin (Staatsminen)-Kraftwerkschaltanlage und seiner Dampfschaufeln, die einzigen Tagebaue der Gegend lahmlegend; Sabotage der SAIS Tupa Amaru; Sprengung der Eisenbahnbrücke, was die Huancayo-Eisenbahn monatelang lahmlegte und die Minerallieferung von Huancavelica und Cobriza verhinderte; Sabotage und Drangsalierung in Huancayo mit der Aufdeckung von und Kämpfen gegen die II Rimancuy. In der nördlichen Region mobilisierten Landinvasionen unter der Parole „Ergreift das Land!“ 160‘000 Bauern und führten zur Konfiszierung von 320‘000 Hektaren Land, hauptsächlich Weideland, und 12‘000 Stück Vieh, hauptsächlich erstklassig, welche an die Bauern umverteilt wurden; Sabotage der „Norperu“, der einzigen Ölpipeline des Landes; Sabotage im Herzland der RAVA, Trujillo, während der nationalen Geburtstagsfeiern der RAVA, von García persönlich verwaltet, genau auf dem Hauptplatz der „Hauptstadt“ Der RAVA. Im Süden und besonders im erschütterten Departement Puno, die vorher erwähnten Aktionen mit dem Ziel der Lösung der Bodenfrage, des Hauptmotivs des Klassenkampfes auf dem Land. In der Huallaga-Flussregion, der Sturmangriff auf den Polizeiposten bei Aucayacu; der Angriff gegen die Bürgerwehrbanden bei Agua Blanca; der Abriss der grossen Teeplantage; Sturmangriff auf die Republikanische Garde bei La Muyuna; Gefecht mit der MLPZ (Mobile Ländliche Patroullieneinheit der Zivilgarde) bei Alto Morona und Schiesserei mit einer 30-köpfigen Armeepatrouille bei Patayrrondos.

In der Stadt Lima, Sabotage von Botschaften, inklusive des grössten Schlages gegen einen ausländischen Repräsentanten bisher, des neulichen Angriffs auf die Botschaft des sowjetischen Sozialimperialismus; Sabotage dutzender Lokalbüros der RAVA; eine Autobombe in der Mitte des Hauptplatzes vor dem Regierungsgebäude während des Besuchs des argentinischen Präsidenten Alfonsin und die anschliessende Verbrendung des Scala-Ladens auf dem gleichen Platz, was immense Schiessereien provozierte und die Palastgarden in grosse Verwirrung stürzte; die Autobombardierungen des Polizeihauptquartiers, das Vereinigte Kommando der bewaffneten Streitkräfte und des internationalen Flughafens; die gewöhnlichen Totalstromausfälle wie etwa am 3. Dezember und während letztem März und Juli; Brände, wie etwa das Maruy-Kaufhaus, ebenfalls direkt am Hauptplatz, mit dem Resultat, dass in der ganzen Hauptstadt der Republik der Ausnahmezustand ausgerufen wurde und eine Ausgangssperre unter der Autorität der bewaffneten Streitkräfte von letztem Februar bis heute verhängt wurde; selektive Vernichtungen, inklusive der Vernichtung des Vorsitzenden des Nationalen Wahlkabinetts während den allgemeinen Wahlen, bewaffneter Streitkräfte, Polizisten und neulich eines Konteradmirals der Marine sowie des organisatorischen RAVA-Sekretärs, was die Widersprüche im feindlichen Lager verschärfte und einen enormen politischen Aufruf und donnernde Drohungen hervorbrachte; und am 7. Juni, dem Armeetag, wurde der zeremonielle Treueschwur zur Fahne, über den García waltete, mit Sprengkörpern sabotiert, einer davon nur ca. 20 Meter von den offiziellen Bewertungstribüne entfernt, somit demonstrierend, dass die Revolution trotz des Ausnahmezustands und grosser Militär- und Kavalleriepolizeipräsenz für die letzten 20 Stunden dort zuschlagen kann, wo und bei wem es notwendig ist.

Der Kampf der Kriegsgefangenen und derer, die ihnen direkt zur Unterstützung geeilt sind, verdient besondere Aufmerksamkeit. Obwohl diese Kämpfe nun mehrere Jahre geführt worden sind, stur und heldenhaft Folter, Missbräuche, Mordkomplotts, Vergeltungsakte, Ermordungen und sogar Genozid konfrontierend und überwindend, die reaktionären Kerker in leuchtende Schützengräben des Kampfes verwandelnd, sollten die seit Mitte letzten Jahres aufgegriffenen Kämpfe besondere Betonung erhalten.

Am 13. Juli 1985 begannen die Kriegsgefangenen in den Schützengräben bei El Fronton, Lurigancho und Callao einen vereinten Kampf für das Erringen von besonderem Gefangenenstatus; in wagemutigen Kriegeraktionen zwangen sie die Belaúnde-Regierung, eine Vereinbarung zu unterzeichnen und sie als solche anzuerkennen, mit den Rechten, die dieser Status impliziert. Dieser Kampf überrumpelte die Regierung und lieferte ihr eine verheerende Niederlage, die Periode der Weitergabe der Präsidentschaft zu gutem politischen Vorteil kehrend. Die Regierung bereitete sich auf Rache vor. Die neue RAVA-Regierung übernahm das Zepter für dessen Durchführung; sie hatte gerade eben das Amt bezogen, als sie anfing, die Abmachung zu widerrufen. Ein schwieriger und komplexer Kampf erhob sich, die Regierung versuchte zu manövrieren und zu betrügen; als dies fehlschlug, plante und brütete sie den Genozid vom 4. Oktober, absichtlich ein paar Tage vor dem Jahrestag der Parteigründung entfesselt; sie versuchte den Kriegsgefangenen in den Schützengräben und der Revolution eine moralische Niederlage zu liefern. Doch die Luringancho-Kriegsgefangenen erhoben sich nicht nur mit heldenhaftem Wagemut gegen den genozidalen Angriff; mit ihrem eigenen Blut zahlend und mit Klassensolidarität – besonders der der anderen gefangenen Kämpfer – feierten sie den 7. Oktober mit jubelndem revolutionärem kommunistischen Eifer und beispielhaftem Optimismus. Sie setzten ihren Kampf fort und am 31. Oktober, erneut den Kampf korrekt vorwärts treibend, zwangen sie die reaktionäre RAVA-Regierung, die Abmachung zu unterzeichnen, die sie widerrufen hatte, nur dieses Mal von Autoritäten einer höheren Stufe. Doch der Kampf ging nicht zu Ende und die Reaktion hört nie auf, gegen die Söhne und Töchter des Volkes Pläne zu schmieden und zu manövrieren. Die Regierung schlug die Verschiebung der Gefangenen nach Canto Grande vor, um seinen Plan ihrer Auslöschung weiter zu bringen; im Angesicht dessen entfesselten die Gefangenen eine Kampagne namens „Demaskiert die Reaktionäre und Wehrt Euch“, sie erklärten ihre feste Entschlossenheit, der Verschiebung zu widerstehen – koste es einen neuen Genozid – und entlarvten die Regierung auf mächtige Art. Dieser Kampf gipfelte am 15. Januar 1986, als ein Kampf zwischen Familienmitgliedern der Kriegsgefangenen und der Zivilgarde zur Ermordung einer der Verwandten und der Verwundung von 20 anderen führte, was den Justizminister zwang, zu erklären: „es wird keine Verschiebung nach Canto Grande geben, weil das Gefängnis nicht für Terroristen ist“. Ein Kapitel in der Kampagne gegen den neuen Genozid kam zu Ende, doch das Problem bieb: ihre öffentlichen Versprechen brechend, ihrer eigenen reaktionären Natur treu begannen sie, neue Gefangenen dorthin zu verschieben, während die Presse nach mehr Verschiebungen schreit und die Marine Besucher unterdrückt. Der Kampf ging weiter und die Seiten des nächsten Kapitels warteten darauf, gefüllt zu werden, wie wir sehen werden, wenn wir den berüchtigten Junigenozid untersuchen. Mit ihrer hohen Moral und ihrem erwiesenen Kampfwillen haben die Gefangenen gelehrt und lehren weiter, wie Revolutionäre Gefängnisse in leuchtete Schützengräben des Kampfes verwandeln können und müssen. Die vom Juni 1984 bis Juni 1986 durchgeführten Aktionen zeigen nicht nur eine quantitative, sondern besonders eine qualitative Entwicklung auf einer breiten Fläche; sie beweisen unwiderlegbar die Entwicklung eines echten Volkskrieges durch sechs Jahre unnachgiebigen Kampf auf dem Land und in den Städten von Peru, „und lasst die Verräter sagen, was sie wollen“.

d. Über den Aufbau der neuen Staatsmacht

Zur Vervollständigung unserer Analyse des Volkskrieges in Peru müssen wir die Frage der neuen Staatsmacht aufgreifen, des neuen Staates, des Aufbaus von Stützpunktgebieten, der Essenz der Einkreisung der Städte vom Land, der Frage der politischen Macht, der gemeinsamen demokratischen Diktatur, welche die alte Gesellschaft transformieren muss, damit der Sozialismus mit der Vollendung der demokratischen Revolution unter der Diktatur des Proletariats fortschreitet und den Marsch zum Kommunismus garantiert. Wir werden diesen Punkt innerhalb des Kontextes des Aufbaus der drei Instrumente aufgreifen, da der Staat untrennbar mit der Partei und der Armee verbunden ist.

Wir haben bereits dargelegt, wieso die Partei notwendig ist und wie die KPP wiedergegründet wurde, damit sie die Aufgabe der Führung des Volkskrieges auf sich nehmen kann; trotzdem gibt es einige weitere wichtige Aspekte ihrer Entwicklung im Laufe der letzten sechs Jahre, die bündige Erwägung verdienen. Die Partei gab sich die Aufgabe ihrer Militarisierung an der nationalen Konferenz von 1979, als Vorbereitungen für den Krieg besprochen wurden. Konkret, in Anbetracht dessen, was hier diskutiert werden muss: wir verstehen die Militarisierung der Partei als die Gesamtheit aller Transformationen, Veränderungen und Anpassungen, die zur Führung des Volkskrieges als Hauptkampfform notwendig sind, der den neuen Saat und die gemeinsame Diktatur hervorbringt, welche die Gesellschaft transformieren wird und die Herrschaft des Imperialismus, bürokratischen Kapitalismus und Halbfeudalismus mit einer neudemokratischen Volksrepublik ersetzen wird, die demokratische Revolution so vollendend; und des weiteren – innerhalb des Rahmens des Weltimperialismus und der Weltreaktion, die untergehen und inmitten von Kriegen untergehen werden, die probieren, alles zu stören, was neu und revolutionär ist, besonders alles Proletarische – die Revolution in ihrer sozialistischen Stufe zu verteidigen, zu entwickeln und die Restaurierung des Kapitalismus zu verhindern, ihre immer präsenten Verbindungen mit der Weltrevolution enger zu knüpfen, indem sie als Stützpunktgebiet für den gemeinsamen Krieg des Proletariats und der Völker der Welt dient, um den Imperialismus und die Reaktion vom Angesicht der Erde zu fegen und einen langen Pfad von wiederholten Kulturrevolutionen bis zum Kommunismus fortzusetzen.

Innerhalb dieser generellen Skizzen betrachten wir die Entwicklung eines spezifischen Volkskrieges, der gegen einen ebenso spezifischen konterrevolutionären Krieg kämpft, was innerhalb des Rahmens einer Ära von vielen verschiedenen Kriegen stattfindet, in dessen der Imperialismus untergeht; in Kürze, eines Kampfes zwischen Volkskrieg und konterrevolutionärem Krieg auf Weltebene, der höchsten Kampfform und derer, die die Sache entscheiden wird. Im weitesten Sinne betrachtet: So lange es Klassen geben wird, wird das Voranschreiten zum Kommunismus selbst durch Kulturrevolutionen im Schatten des Volkskrieges als Militärlinie des Proletariats mit seiner fortlaufenden Entwicklung stattfinden. Folglich stehen unsere Partei und alle kommunistischen Parteien dieser Notwendigkeit und diesen Aussichten gegenüber, ganz egal welche spezifischen Formen sie annehmen mögen.

Um mit der Militarisierung unserer Partei genau zu sein: Unsere Partei als Ganzes hat sich in den Volkskrieg gestürzt, hat alle ihre Mitglieder mit hineingeworfen; in Kürze, „unser Zentrum ist der Kampf“, wie unser Zentralkomitee entschied. Eine weitere wichtige Frage ist die des konzentrischen Aufbaus, d.h. kurz gesagt, die Partei als Achse zu nehmen, um welche man die Armee aufbaut und um diese Instrumente – zusammen mit der Entfesslung der Massen im Volkskrieg – man den neuen Staat aufbaut. Eine herausragende Frage ist das „Trainieren unserer Parteimitglieder hauptsächlich als Kommunisten sowie als Kämpfer und Verwalter, um die drei grossen Aufgaben durchzuführen, die die Revolution verlangt.

Massenarbeit muss durch und für den Volkskrieg entwickelt werden. Die Führung ist der Schlüssel und es braucht eine Führerschaft. Der Zweilinienkampf muss fest und konstant entwickelt werden, um die Partei und die anderen Organisationen für den Volkskrieg zu stärken. Eine lebenswichtige und ausschlaggebende Frage ist die Weiterentwicklung der politischen Linie: Wir haben ein ausserordentlich tiefgründiges Verständnis der peruanischen Gesellschaft erlangt; der politischen Konjunktur und hauptsächlich der Militärlinie, des Volkskrieges und wie er zu führen ist, besonders bezüglich der Besonderheiten des Krieges in Peru und wie er sich gleichzeitig auf dem Land und in der Stadt entwickelt, ohne je zu vergessen, dass das Land die Hauptsache ist. Schlussendlich, wie es nicht anders kommen konnte, hat die Anzahl Parteimitglieder erheblich zugenommen, die Bauern sind zu einem sehr hohen Anteil geworden und eine wesentliche Anzahl Jugendliche und Frauen sind der Partei beigetreten, was einige offensichtliche Probleme beinhaltet, doch hauptsächlich einen grossen zukünftigen Brunnen, so lange die proletarische Ideologie gestärkt wird.

Zur Krönung unserer Fortschritte hat der Volkskrieg der Partei erlaubt, fester und klarer den Maoismus als die dritte und höhere Stufe des Marxismus zu begreifen und nimmt die Aufgabe „den Marxismus-Leninismus-Maoismus hochhalten, verteidigen und anwenden“ an sowie den Kampf, ihn zum Befehlshaber der Weltrevolution zu machen, mit dem Bewusstsein, dass dies dem Kommunismus, dem Proletariat und den unterdrückten Völkern dienen wird; des weiteren hat das festere Begreifen des Klassenstandpunktes und seine Verschmelzung mit dem Volkskrieg zur Weiterentwicklung des Leitdenkens geführt. Zum Abschluss hat der Volkskrieg selbst es möglich gemacht, die Parteimitgliedschaft im proletarischen Internationalismus zu schmieden.

Bezüglich unserer bewaffneten Kämpfer haben der Volkskrieg, die Volksmassen und die Partei die VGA hervorgebracht, eine Armee neuen Typs, um die von der Partei festgelegten politischen Aufgaben der Revolution durchzuführen und die politischen Aufgaben auf sich zu nehmen, die von der internationalen Erfahrung des Proletariats geweiht wurden; kämpfen, produzieren und die Massen mobilisieren, sprich, sie politisch erziehen, mobilisieren, organisieren und bewaffnen. Sie ist eine Bauernarmee unter der absoluten Führung der Partei, dem Prinzip folgend: „die Partei kommandiert die Gewehre und wir dürfen niemals zulassen, dass die Gewehre die Partei kommandieren“. Ihre Grundlage ist die Arbeit, sie ideologisch aufzubauen, mit dem Marxismus-Leninusmus-Maoismus und seiner Anwendung, also dem Leitdenken, der Generallinie der Partei und ihrer Politiken; der politische Aufbau der Partei wird durch die Organisation der Partei innerhalb der Armee ergänzt, mit Parteiführung jeglicher politischer Arbeit innerhalb der Armee sowie ihrer Massenarbeit. Militärisch gesehen ist die Armee basierend auf der Theorie des Volkskrieges und der Parteimilitärlinie sowie ihrer Pläne aufgebaut; sie ist in der Stadt als Abteilungen und Züge und auf dem Land als Kompanien und Bataillone aufgebaut, immer unter dem doppelten Kommandosystem, einem politischen und einem militärischen, heute geleitet von der Parole: „entwickelt die Kompanien und verstärkt die Züge, auf Bataillone zielend“. Dieser Aufbau der VGA basiert sich auch auf Lenins grosser These bezüglich der Volksmiliz und ihrer drei Funktionen als Polizei, Armee und Verwaltung. Militärtraining fand mit dem Ziel statt, Kriegslust zu entwickeln, damit Aktionen gründlich und erfolgreich durchgeführt werden. Die bewaffneten Streitkräfte begannen als bewaffnete Abteilungen ohne Waffen, weil der Mangel an Waffen nicht als Vorwand genommen nennen kann, um keinen bewaffneten Apparat zu organisieren, wie Lenin lehrte; später bewaffneten sie sich mit allem, womit sie konnten, inklusive Dynamit, was immer noch sehr wichtig ist, da rudimentäre und traditionelle Waffen eine grundlegende Rolle spielen.

Obwohl wir anstreben, moderne Waffen zu kriegen, indem wir sie den reaktionären Streitkräften entreissen, folgen wir der grossen Lehre des Vorsitzenden Mao Tse-tung, die von der Geschichte bewiesen worden ist:

„Seit Beginn der Geschichte haben in revolutionären Kriegen immer diejenigen mit schlechteren Waffen die besser Bewaffneten besiegt.[…] hätten wir unbedingt erst die neuesten Waffen haben wollen, bevor wir kämpften, wäre das doch einer Selbstentwaffnung gleichgekommen.“

Die VGA hat sich mit ihren tausenden Kämpfern bewiesen; sie ist in der Schmiede des Volkskrieges gestählt worden und ist der Pfeiler der neuen Staatsmacht. Die neue Macht, der neue Staat in Form von Volkskomitees, den sich entwickelnden Stützpunktgebieten und der neudemokratischen Volksrepublik in Formierung: Das ist die höchste Errungenschaft von sechs Jahren Volkskrieg. In Anbetracht von der These des Vorsitzenden Mao Tse-tung über den Staat sehen wir diese Frage sehr verbunden mit der Einheitsfront, besonders in Anbetracht der spezifischen Bedingungen, in welchen wir uns entwickeln, und der Tradition der opportunistischen Wahl-‚Fronten‘ in unserem Land.

Das Zentralkomitee hat die Anweisung gegeben, dass die Revolutionäre Volksverteidigungsfront nur auf dem Land aufgebaut werde, in der konkreten Form der neuen Staatsmacht, basierend auf den Volkskomitees; während in den Städten die Revolutionäre Volksverteidigungsbewegung aufgebaut wird. Die Volkskomitees traten gegen Ende von 1982 hervor, erst in Ayacucho, nachdem die Polizeikräfte schmachvolle Schläge erlitten und sich aus breiten Teilen des Landes zurückzogen. Dies sind Einheitsfrontkomitees, die der gemeinsamen Diktatur der Arbeiter, Bauern und der Kleinbourgeoisie konkreten Ausdruck verleihen, den drei Klassen, die heute an der bewaffneten Revolution teilnehmen: dem Proletariat, der Bauernschaft und der Kleinbourgeoisie. Diese Volkskomitees, als Staatssystem betrachtet, sind die konkrete Form der neudemokratischen Volksrepublik, dessen Regierungssystem wiederum auf den Volksversammlungen basiert. Obwohl die nationale Bourgeoisie jetzt nicht an der Revolution teilnimmt, werden ihre Interessen respektiert. Das Komitee wird von einer Delegiertenversammlung gewählt, der Drei-Drittel-Regel folgend. Ein Drittel Kommunisten als Vertreter des Proletariats, ein Drittel arme Bauern als Vertreter der Bauernschaft und ein Drittel mittlere Bauern und progressive Elemente als Vertreter der Kleinbourgeoisie. Wie alle Formen der neuen Staatsmacht basieren sich die Komitees auf der Arbeiter-Bauern-Allianz unter der Führung des Proletariats, das von der kommunistischen Partei vertreten wird, und welche von der VGA unterstützt werden.

Das Komitee besteht aus fünf Beauftragten, die so genannt werden, um zu betonen, dass sie für die Ausführung einer spezifischen Aufgabe beauftragt wurden und jederzeit widerrufen werden können. Innerhalb des Rahmens des Programms der demokratischen Revolution, der Zerstörung des Imperialismus, des bürokratischen Kapitalismus und des Feudalismus, organisieren sie das Gesellschaftsleben der Massen in allen Bereichen: die Organisation der Produktion – besonders der Landwirtschaft – und des Handels, welche in Richtung kollektiver Arbeit geführt werden; Justiz, Bildung und Freizeit, sowie die Sorge für den Fortschritt der Volksorganisationen und die Garantie der kollektiven und individuellen Sicherheit. Die Basis dieser Arbeit ist die Einführung neuer gesellschaftlicher Produktionsverhältnisse. Die Entwicklung der hunderten Volkskomitees und der Stützpunktgebiete, für die sie die Grundlage sind, folgt der Fluidität der Guerillakriegsführung, da sie hauptsächlich ein Produkt der Guerillakriegsführung sind, die dem Pfad der Einkreisung der Städte vom Land folgt, sowie dem Volkskrieg als Ganzes, und sie haben die Sturmangriffe des konterrevolutionären Krieges erlitten. Somit wird ein akuter Kampf rund um die neue Staatsmacht geführt, zwischen der bewaffneten Revolution und der bewaffneten Konterrevolution. Beispielsweise ist der Kampf zwischen Restaurierung und Gegenrestaurierung, die besonders in den Jahren 1983 und 1984 geführt wurde, sehr ausschlaggebend. Zu diesem Thema ist es wichtig anzumerken, dass die VGA während der letzten zwei Jahre 180 Gegenrestaurierungen durchgeführt hat und verbunden mit diesem scharfen Streit 591 Dörfer erobert hat. In Kürze ist der Strudel des Krieges zwischen der VGA und der reaktionären bewaffneten Streitkräfte und der Polizei die Frage der neuen Staatsmacht, der Schaffung, Verteidigung und Entwicklung der Volkskomitees, der Stützpunktgebiete und des stetigen Fortschritts der neudemokratischen Volksrepublik in Formierung, des neuen Staates, welcher leuchtet und weiter gegen Wind und Regen leuchten wird, wie eine eine brennende, widerspenstige Fackel, die das Volk dazu aufruft, mit den flammenden Wellen des Volkskrieges voran zu preschen, die Vergangenheit verschlingend und lebhaft die Zukunft für das Proletariat und das Volk für immer öffnend.

Und was hat er an Leben gekostet? Die reaktionäre Politik, Massen gegen Massen zu stellen, von Genozid und „Verschwinden-lassen“ hat bereits 11‘300 Leben unseres Volkes gekostet. Zählen wir die 1‘668 Toten der bewaffneten Streitkräfte, Polizei, Polizeiagenten, feudalen Tyrannen und Despoten sowie die 1‘738 Gefallenen der VGA dazu, so summiert dies sich auf ca. 15‘000 Tote, Stand Mai 1986. Dies ist die Wahrheit, nicht die gefälschten Statistiken, die die Reaktion publiziert, um ihre finstere genozidale Politik zu verdecken.

Dies ist der Volkskrieg in Peru. Seine Analyse und sein Verständnis verlangen, dass vier Fragen aufgegriffen werden: der Marxismus-Leninismus-Maoismus, die Partei, der Volkskrieg und die neue Staatsmacht, wessen Erwägung uns zu einer klaren und konkreten Schlussfolgerung geführt hat: Der Volkskrieg in Peru ist ein authentischer Volkskrieg, welcher das Land auf den Kopf stellt. Der „alte Maulwurf“ gräbt tief in den Eingeweiden der alten Gesellschaft und niemand kann ihn aufhalten. Die Zukunft lebt bereits in uns, die alte und verrottete Gesellschaft geht hoffnungslos unter und die Revolution wird siegen.

ES LEBE DER VOLKSKRIEG!

2. EIN JAHR RAVISTEN-REGIERUNG

Im Juli vollendete die Regierung mit García Pérez an der Spitze ihr erstes Jahr; daher ist es praktisch, einige Probleme zu besprechen, die ihre Erscheinung und Handhabung betreffen.

A. DIE ALLGEMEINEN WAHLEN VON 1985

Erinnern wir uns, was Marx lehrte:

„Die Unterdrückten dürfen alle paar Jahre entscheiden, welche Vertreter der unterdrückenden Klasse sie im Parlament vertreten und unterdrücken sollen.“

Und lasst uns in unserem Fall hauptsächlich betonen, wer zu diesem Zweck über die Regierung walten soll. Es ist innerhalb dieser Ziele, dass die allgemeinen Wahlen vom 14.04.1985 organisiert wurden, um einen Präsident, einen Vizepräsident, Senatoren und Delegierte zu wählen; es ist von ihnen – wie immer – gesagt worden, dass sie die Reinsten, Saubersten und Demokratischsten in der peruanischen Geschichte seien, dass „sie die demokratie im Land und in Amerika gestärkt haben“ – abgesehen davon, dass sie den grossen Sieg über den sogenannten „Terrorismus“ darstellen würden – und dass García Pérez in ihnen sagte, er sei „von der Stimme der absoluten Mehrheit von Peruanern gewählt worden“. Ist dies der Fall gewesen? Was ist die Realität, die sich trotz der ganzen propagandistischen Verzerrung hervortut? Sehen wir uns einige Bestandteile der Beurteilung an.

ERFASSUNG DER NATIONALEN WAHLKANZLEI NACH DEPARTEMENT

Vergleich von Leuten, die laut der nationalen Volkszählung von 1981 registriert gewesen sein sollten, mit der Anzahl Wählern mit einem Wahlbuch, die von der Nationalen Wahljury (NWJ) berichtet wurden, ohne Anpassung bezüglich Sterblichkeitsrate.

Departement% Registriert.% Nicht registriert.Nicht registrierte Bevölkerungsanzahl.
Cajamarca64,435,6198‘323
Apurímac65,234,860‘898
Ayacucho66,133,993‘170
Piura68,231,8201‘592
Amazona68,631,443‘059
Tumbes72,427,616‘708
Loreto72,827,264‘521
Pasco73,126,930‘945
Cusco73,426,6127‘555
Huancavelica75,824,244‘974
Puno75,924,1122‘212
Ancash75,924,1111‘324
Tacna80,419,617‘563
Moquegua81,818,211‘142
Huánuco82,617,445‘561
La Libertad83,916,191‘538
Ucayali84,315,716‘664
Lambayeque84,615,459‘678
Arequipa86,213,859‘783
Junín87,312,761‘469
San Martín87,812,221‘224
Madre de Dios91,58,51‘703
Ica92,47,619‘460
Callao93,26,819‘633
Lima94,75,3161‘044
Gesamte nicht registrierte Bevölkerung in der NWJ.1‘701‘743.17,0%
Gesamtanzahl der Registrierten in der NWJ.8‘290‘846.83,0%
Gesamtanzahl der Leute, die laut der Kanzlei hätten registriert sein sollen.9‘992‘589.100,0%


Tabelle aus der Caretas-Zeitschrift übertragen, 08.04.1985.

Andererseits beträgt in fünf Departements die Prozentzahl nicht registrierter Bürger ca. 1/3, in weiteren fünf ist diese Prozentzahl ca. 1/4 und in 13 Departements, also in über der Hälfte von ihnen, steigt die Prozentzahl von 19,6% bis 35,6% und unter ihnen gibt es die wichtigsten Departements des inländischen Hochlandes. Es ist sehr wichtig zu betonen, dass sich in Huancavelica 24,2% der Bürger in der Wahlkanzlei nicht registrierten, eine Prozentzahl, die in den Departements von Ayacucho und Apurímac jeweils 33,9% und 34,8% erreichte, dies ist im Gebiet, das vom Guerillakrieg am meisten erschüttert ist und wo der Staat besondere Anstrengungen unternahm, für den Erfolg der Wahlen zu sorgen. Diese 17% nicht registrierter Wähler sollte im Kopf behalten werden, besonders wenn diese Masse von 1‘701‘743 Leuten 22,5% aller impliziert, die wählten; weder die offiziellen Daten der Nationalen Wahljury noch die pompös genannten „politischen Analysten“ sagen nichts über diese nicht registrierten Wähler, alle, inklusive der Parteien der propagierten „Linken“, wahren mitschuldiges und verbergendes Schweigen, sie alle wollen das Volk in die gepriesene „Demokratie der Wahlurnen“ lenken, die am Ende der Militärregierung von General Morales Bermudez gepredigt wurde.

Für den Schutz seiner Wahlen mobilisierte der peruanische Staat 85‘000 Mitglieder der drei bewaffneten Streitkräfte und 70‘000 Polizisten, den Erklärungen des Präsidenten des Vereinigten Kommandos der bewaffneten Streitkräfte zufolge; und der Minister des Landesinneren, vom gleichen Kommando, usurpierte die Funktionen der NWJ und änderte Wahlstandorte, konzentrierte sie „aus Sicherheitsgründen“ in Provinz- oder Bezirkshauptstädten im Angesicht von Guerillaaktion, wie es in hunderten Dörfern in den Provinzen Cangallo, Víctor Fajardo und La Mar, im Departement Ayacucho, sowie in Manta, Acobambilla, Conaica und Lircay im Departement Huancavelica und zum Teil im Departement von Apurímac passierte; zusätzlich in Ticlacayán und Yanahuanca im Departement Pasco und in den Provinzen Huamalíes, Ambo, Dos de Mayo und Marañón in Huánuco. Das Vereinigte Kommando verordnete auch besondere Sicherheitsmassnahmen, die „die freie Ausübung des Wahlrechts gewährleisten“ und „Wahlbeamte und Wähler im Allgemeinen beschützen“. So wurden wieder einmal die reaktionären bewaffneten Streitkräfte entsandt, um ihre traditionellen Funktionen des grossen Wählers und der „Wächter der Republik und Demokratie“ auszuüben, in diesem Land, wo die Bürger und das Volk als minderjährig gesehen werden, als unfähig und der militärischer Vormundschaft bedürftig. Ein Mal mehr ist die beispielhafte Ausführung der „Volkssouveränität“ in vollem Gange!

Sehen wir uns einige Fakten an, die viel über die Entwicklung der Wahlen aussagen. Diese sollten am 14. April von 08:00 bis 15:00 abgehalten werden; man sagte, sie hätten um 08:00 abgehalten werden sollen, doch viele öffneten erst am Mittag, sowohl in der Hauptstadt als auch in den Provinzen, wie der Präsident der NWJ selbst anerkannte. Im Departement Ayacucho, in Concepción, Provinz Cangallo, wählten aus 5‘000 Wählern 3‘700 nicht; während Soldaten in Vilcas vier Bauern ermordeten und viele in Cangallo einsperrten. In Chungui, Provinz La Mar im gleichen Departement, einem Dorf als Kerngebiet unter Militärkontrolle, waren acht Wahlstandorte in Betrieb, alle Stimmen waren für die RAVA, es gab keine ungültigen oder leeren Stimmen und keine andere Partei erhlielt eine einzige Stimme, 100% der Stimmen waren für Alan García Pérez. In der Huamanga-Provinz wurde vor der Departementsjury denunziert, dass die bewaffneten Streitkräfte in den kleinen Dörfern der Distrikte San Cristobal de Socos, Huamanga und Acocro sowie in anderen Provinzen des Departements Betrug zugunsten der RAVA begangen hatten. In den Dörfern von Andahuaylas, einer Apurímac angehörigen Provinz, gab es viel Fernbleiben. In Huanavelica, in den Distrikten Santa Anda und Huachocolpa, wählten 70% nicht; in Pilpichaca stempelten sie nur die Stimmzettel, während die Armee in Santa Inés die Bauernschaft zwang, die RAVA zu wählen; diese wiederholten Zufälligkeiten stellen die Frage: Auf wessen Seite stellten sich die bewaffneten Streitkräfte? In der Provinz Alcides Carrion im Departement Pasco wurde die Wahl in Yanahuanca konzentriert, doch dort wurden die Wahlen am 15. abgehalten. Die gleiche Situation geschah in den Dörfern Caujul, Navan, Cochamarca, in der Cajatambo-Provinz im Departement Lima. Offensichtlich stellt sich die Frage: Sind diese Stimmen ausserhalb des festgelegten Tages gültig und in wie vielen Dörfern ist dies gemacht worden? Es ist sehr vielsagend, dass es in Tingo Maria, dem Hauptquartier des Militärisch-Politischen Kommandos Nummer 7, „ein ausgesprochenes Fernbleiben“ gab, wie von der Zeitung Die Republik mit allgemein bekannter Ravisten-Tendenz berichtet wurde. Schlussendlich, in Lima selbst, welches 40% der nationalen Wahlbevölkerung repräsentiert, musste die Wahl bis 17:00 verlängert werden; doch ab dem Mittag entfesselten die Fernsehkanäle inmitten der verlängerten Wahl eine gut aufgezogene Öffentlichkeitskampagne, die offenkundig zugunsten der RAVA war, indem die jener Partei vorteilhaften ersten Resultate und Prognosen ausgestrahlt wurden; ein ganzer Plan, der auf das Lenken der Wahl abzielte, besonders durch Kanal 5 – einer dessen Eigentümer ist ein allgemein bekannter Berater von García Pérez. Doch dies war nicht alles in der Hauptstadt, da die chaotischste Stimmneuzählung inmitten einer Flut von Denunzierungen und Skandale in der Hauptstadt verordnet wurde. Es sollte reichen, uns zweierlei Fakten zu entsinnen. Erstens, das Verschwinden von 500‘000 Stimmen, einer Denunzierung zufolge, die der Vertreter der sogenannten Vereinigten Linken (VL) präsentierte, die Anzahl Wähler war grösser als die Anzahl gezählter Stimmen; diese 500‘000 repräsentieren 18,9% der gesamten Stimmen, die in der Hauptstadt abgegeben wurden. Zweitens, der Abzug von 1‘000 Minuten, um die bevorzugten Stimmen für Senatoren und Delegierte zu verfälschen, sprich 200‘000 Stimmen. Beide Anschuldigungen wurden vergessen im Endspurt, die Wahlzählung in Lima zu vollenden, welche eine der letzten war, die der NWJ zugeschickt wurden, trotz ihren wiederholten Anfragen. Des weiteren, der grosse Skandal in den Wahlen rund um die bevorzugten Stimmen für die Wahl von Senatoren und Delegierten, was bis heute viele „Väter des Landes“ und folglich die Gültigkeit des Parlaments überhaupt hinterfragt, diente dazu, das Hauptproblem des Wahlbetrugs zu verbergen, der rund um die Präsidentschaftsfrage zugunsten der RAVA begangen wurde. Hier haben wir ein paar Beispiele der vorgeblichen demokratischen Reinheit und Sauberkeit des Wahlprozesses, „eloquente Beweise demokratischer Berufung […] eines aufrichtigen demokratischen Kurses einer vielgepriesenen und einwandfreien bürgerlichen Kultur“, den Worten des damaligen Präsidenten Belaúnde zufolge.

Aus den über die Wahlen veröffentlichten Informationen können wir beispielsweise folgendes ableiten:

RESULTATE DER ALLGEMEINEN WAHLEN

Registrierungsberechtigt.9.992.589.100,00%
Nicht registriert.1.701.743.17,00%
Registriert.8.290.846.83,00%
Nichtwähler.733.664.8,84%
Wähler.7.557.18291,16%
Ungültig und leer.1.043.79713,81%
RAVA.3.457.03045,74%
Vereinigte Linke.1.606.91421,26%

In dieser Tabelle sollte den nicht Registrierten, den Nichtwählern und den ungültigen und leeren Stimmen Beachtung geschenkt werden, dessen Wichtigkeit in der unten stehenden Tabelle gesehen werden kann:

PROZENTUALER VERGLEICH REGISTRIERUNGSBERECHTIGTER, REGISTRIERTER UND WÄHLER



(a) %(b) %(c) %
Nicht registriert.1‘701‘743.17,0320,5322,5
Nichtwähler.733‘664.7,348,859,7
Ungültig und leer.1‘043‘797.10,4512,5913,81
INSGESAMT3.479.204.34,8241,9746,01
RAVA.3‘457‘030.34,5941,7045,74
Vereinigte Linke.1‘606‘914.16,0819,3821,26
Demokratische Konföderation.773‘705.7,749,3310,23
Volksaktion.472‘627.4,735,706,25
Andere.198‘930.2,002,402,63

(a) Im Verhältnis zu 9‘992‘509 Registrierungsberechtigten.

(b) Im Verhältnis zu 8‘290‘846 in der NWJ Registrierten.

(c) Im Verhältnis zu 7‘557‘182 Wählern.

Das Grundlegende an diesen Tablelen ist, dass die Summe der nicht Registrierten, Nichtwähler und derer, die ungültig und leer stimmten, zusammen 3‘479‘204 ausmachen; diese grosse Masse besteht aus nicht registrierten Wählern, also denen die am Rande des bestehenden politischen Systems leben oder offen dagegen sind; aus Nichtwählern, denen die gegen die Wahlen sind oder sich nicht für sie interessierten; und aus ungültigen oder leeren Stimmen derer, die sich formell dem auferlegten Zwang fügen und sich nichts aus den Wahlen erhoffen oder mit keiner der teilnehmenden Parteien einverstanden sind. Allgemein gesagt drückt diese riesige Masse an Bürgern Ablehnung, Distanzierung oder Gleichgültigkeit aus gegenüber dem bestehenden System, seinen Wahlen der Unterdrückerauswahl und seiner Parteien als Instrumente im Dienste der Aufrechterhaltung der Ordnung, seiner Erhaltung und Entwicklung; in Synthese, die objektive und offensichtliche Ablehnung und Hinterfragung der peruanischen Gesellschaft und seiner Institutionen, des historisch überholten Gesellschaftssystems das notwendigerweise hinweggefegt werden muss – wie es bereits mit Waffen gemacht wird, da es keinen anderen Weg gibt, wie es zugunsten einer neuen Gesellschaft gemacht werden kann, die wirklich dem Volke dient. Diese grosse Masse von 3‘479‘204 impliziert 34,82% aller, die sich politisch ausdrücken können, 41,97% derer, die im Wahlregister registriert sind und 46,01% aller, die in den allgemeinen Wahlen gewählt haben, und dies sogar innerhalb jener vom reaktionären peruanischen Staat auferlegten Gesetze; dies ist eine überwältigende unausweichliche Realität, die die Ausbeuterklassen, ihre politischen Parteien, inklusive der Wahlwerbungen und ihrer Schreiberlinge, vergeblich zu verbergen versuchen. Die unwiderlegbare Realität dieser Masse ist ein grundlegendes Problem des Klassenkampfes im Land, dessen potenzielle Transformationskraft und revolutionäre Perspektive sehr ernsthaft in Betracht gezogen werden muss, besonders wenn ein Volkskrieg sich erfolgreich und zunehmend über sechs Jahre lang entwickelt; eine Frage, die des weiteren innerhalb einer sich entwickelnden revolutionären Situation stattfindet, welche notwendigerweise weiterhin immer mehr Massen in die unabweisbare wahre Transformation durch „die Kritik der Waffen“ einbeziehen wird.

Andererseits zeigen die gleichen Tabellen, dass die RAVA 3‘457‘030 Stimmen erhielt, also 34,59% aller jener, die aus der gesamten peruanischen Bevölkerung wählen dürfen, oder 41,70% der Registrierten, oder 45,74% der Wähler. Es ist einfach die Unwahrheit von García Pérez‘ Aussage zu sehen, dass er „von der Stimme der absoluten Mehrheit von Peruanern gewählt worden“ sei, wie er am 28. Juli in seiner Botschaft an den Kongress sagte, da 45,74% nicht einmal die absolute Mehrheit der Wähler ist, geschweige denn 41,74%. 70% ist die absolute Mehrheit der Registrierten und mitnichten ist 34,59% die absolute Mehrheit der wahlberechtigten Peruaner, daher ist „die absolute Mehrheit der Peruaner“ von García Pérez nichts weiter als eine weitere demagogische Phrase seines sogennanten „neuen Regierungsstils“, eines Stils von Lügen, Zynismus und Demagogie. Des weiteren – und das muss im Kopf behalten werden – sind die sogenannten „Erdrutschsiege“ eine Tendenz, die sich gerade in den bourgeoisen Wahlen verschiedener Länder manifestiert, so hatte z.B. in den Vereinigten Staaten Reagan auch einen „Erdrutschsieg“, wie sie sagen, was ihn nicht von grossem Verschleissverhalten und Prestigeverlust bewahrte. Gleichermassen sahen wir hier 1980, wie Belaúnde auch eine Flut von Stimmen hatte und sein Prestige ein Jahr später ganz am Boden war, trotz dem Fakt, dass die Wahlen gerne das Gegenteil sagen würden; somit ist die Wurzel der „Erdrutschsiege“ in der Weise zu finden, wie die Reaktion die Wahlen manipuliert und noch tiefgründiger im Fakt, dass die wahlen aufgrund dessen, dass sie der Weg der Erneuerung ihrer „Repräsentanten und Unterdrücker“ sind, im Dienste dessen stehen und zum Vorteil dessen gelenkt werden, der diese Funktionen am besten erfüllen kann. Was den Rest betrifft, zielten García selbst und sein Parteiapparat auf die Erhaltung einer absoluten Mehrheit in der ersten Runde, was sie offensichtlich nicht schafften; jedoch sagte García Pérez mit schamloser Nichtanerkennung der Realität und des Respekts, den das Volk verdient, in der vorher erwähnten Botschaft: „meinem Wahlversprechen treu, dass über 80% der Wahlbevölkerung mit ihren Stimmen unterzeichnen würden […]“ Unglaublich aber wahr; hier haben wir ein bemerkenswertes Beispiel des „neuen ethischen Regierungsstils“ und der Grundlage der „grossen moralischen Autorität basierend auf der Stimme der absoluten Mehrheit der Peruaner“.

Was die sogenannte VL betrifft, erhielt sie 1‘606‘914 Stimmen, also 16,08% aller wahlberechtigten Peruaner, oder 19,38% der Registrierten, oder 21,26% der Wähler. Was spielt sie mit dieser Wahl für eine Rolle im Klassenkampf des Landes? Erst einmal ist sie die Fortsetzung alter Wahlpositionen, nur heute ungezügelter und in direktem Zusammenhang mit dem Sowjetrevisionismus sowie mit dem chinesischen Revisionismus, mit dem abgestumpften bourgeoisen Parlamentarismus, mit nationalistischen Positionen; oder mit denen von inkonsequenten Revolutionären, die das Volk in parlamentarischen Kretinismus zu lenken probieren,; unfähig, die Notwendigkeit revolutionärer Gewalt zu verstehen, sinken sie jeden Tag tiefer in den Schutzmantel der alten Ordnung hinein, ihr verrottetes Parlament, ihre Wahlfarcen, ihre Verfassung und ihre Gesetze und sie leben in zitternder ehrfürchtiger Angst vor den bewaffneten Streitkräften und dem Staatsstreich und auf den Knien vor der RAVA und besonders vor García Pérez, den sie als ihren demokratischen Schutzwall sehen; Barrantes Lingán, der RAVA-Führer der VL, ist ein konzentrierter Ausdruck dieser krassen Kapitulationshaltung. Andererseits, wenn wir die 16,08% betrachten, offenbart sich die schwarze Rolle, die sie im Dienste der Reaktion spielen; diese Prozentzahl drückt aus, wie sie gegen die Mehrheit der Peruaner sind, die sich gegen das bestehende System der Ausbeutung und Unterdrückung positionieren; ohne ihre zum Scheitern verdammte Aktion von Wahlillusionen würde Polarisierung sich klarer und lebhafter entwickeln. Wie viel Schaden fügt diese opportunistische VL der Emanzipation unseres Volkes, dem Volkskrieg zu? Barrantes‘ eigene, oft wiederholte Worte sind sehr ausdrucksstark, so sagte der „nie ausgeschlossene Ravist“ als er García Perez den Sieg auf einem Silbertablett servierte: der Kampf ist nicht vorbei, „wir werden mit mehr Stärke gegen den Imperialismus, den Terrorismus und die Volksfeinde fortschreiten“; hier ist der Schlüssel das Wort „Terrorismus“, der Begriff, den Reagan in diesem Jahrzehnt zur Bekämpfung der Revolution in Umlauf brachte und welcher von all jenen nachgeplappert wird, die in diesem System aufgehen und mit ihm einlaufen; und dies ist nicht eine Tagesposition von ihm, bereits in den Kommunalwahlen von 1983 schlug er vor, „den Terrorismus zu besiegen“, es ist somit seine beharrliche Verteidigung des Systems und sein Hass für alles, das es wirklich untergräbt. Es ist derselbe Barrantes Lingán, falscher Mariáteguist und wahrer Ravist, Erfinder des schändlichen Aufgusses, dass es in Peru keinen Volkskrieg sondern „Terrorismus“ gibt, weil eine „Säuberungslinie die Führung der Partei übernommen hat“; für dieses Individuum war auch die letzte Wahl „eine Ablehnung des Terrorismus“; und in seiner Reise nach Venezuela im Mai sagte er erneut: „Der Leuchtende Pfad wird versagen […] das Wahlresultat vom 14. April mit dem massenhaften Erscheinen des Volkes machte die beste Ablehung des Terrorismus aus“, in voller Übereinstimmung mit Belaúnde, der auch zum Ausdruck brachte: „Der grösste Verlierer ist der Terrorismus“. Wir müssen ernsthaft die Rolle des Wahlopportunismus, seine Spaltungsarbeit erwägen und – wie Lenin sagte – ihn unversöhnlich bekämpfen, weil es ohne den Kampf gegen den parlamentarischen Kretinismus unmöglich ist, die Macht für die Klasse und das Volk zu erobern, genauso wie es unmöglich ist, den Imperialismus hinwegzufegen, ohne den Revisionismus zu bekämpfen. Doch des weiteren, dass 16,08% der VL diente, damit die RAVA mit Leichtigkeit die Präsidentschaft erringen konnte, skandalös dem reaktionären Plan dienend; welcher Mechanismus wurde hervorgerufen? Dass „das Volk durch die Wahl der Linken für Veränderung stimmte“, wie der RAVA-Führer der VL bekräftigte, als er in der Nacht der Wahlen seinen Kameraden begrüssen ging: „Ich bin gekommen, um ihn zu beglückwünschen und auf diese Weise zu zeigen, dass wir trotz ideologischen und politischen Differenzen die Volksunterstützung erkennen können und somit unserem Volk zeigen können, dass sie mit ihren Stimmen die Rechte vor die Tür gestellt haben und sich für die politischen Ausdrücke der Linken entschieden haben.“ (Unsere Hervorhebung.) Als er die Kandidatur ablehnte, sagte er des weiteren: „Das Volk gab der Ravisten-Partei die Mehrheit der Stimmen und deshalb ging ich Dr. Alan García gratulieren und sagte ihm, dass die VL seinem Anstieg zur Regierung nicht im Weg stehen wollte.“ Was war also der Sinn der Wahl für die VL? Schlicht und einfach die Erleichterung des RAVA-Sieges; heute, wo Hunger und Genozid unter unserem Volk schlimmer sind, sollten wir nicht vergessen, dass die sogenannte VL die Massen reingelegt hat, besonders seine Hierarchen und besonders Barrantes; das Volk muss eine grosse Lektion lernen und niemals vergessen.

Was die Volksaktion und die Christliche Volkspartei betrifft, welche zusammen mit der Hayisten-Grassrootsbewegung mit dem CODE-Briefkopf (Demokratische Konföderation) teilnahmen; sie erhielten 4,73% und 7,74% der Stimmen der wahlberechtigten Peruaner, somit verurteilte das Volk die katastrophale Regierungsverwaltung der VA und der CVP.

Ein weiterer Punkt, der in den Wahlen Analyse verdient, ist die sogenannte „Ablehnung des Terrorismus“. Sehen wir uns and, wie die Resultate in Ayacucho, Apurímac und Huancavelica gewesen sind, den Regionen wo der Volkskrieg am intensivsten ist.

WAHLRESULTATE DER DEPARTEMENTE UNTER DEM POLITISCH-MILITÄRISCHEN KOMMANDO NUMMER 5


AYACUCHO%APURÍMAC%HUANCAVELICA%
Nicht registriert.93.17033,960.89834,844.97424,2
Registriert.181.66766,1114.09665,2140.86875,8
Nichtwähler.38.01620,923.26220,441.57729,5
Wähler.143.6579,190.83479,699.29170,5
Ungültig und leer.54.04337,633.24936,639.52739,8
RAVA.47.87533,330.35433,429.23029,4

Diese Tabelle wurde ausgeweitet, basierend auf Daten zur Bevölkerung und zu registrierten Wählern in der NWJ sowie aus den Aufzeichnungen von Departementszählern, die in Jurado gesehen wurden, Informationen zufolge, die in den Zeitungen Der Kommerzielle und Eilpost erschienen, beide keiner revolutionären Idee schuldig, sondern im Gegenteil grosse Verteidiger der Ordnung. Das erste, was es hervorzuheben gilt, ist die hohe Prozentzahl nicht registrierter Wähler: 33,9% in Ayacucho, 34,8% und 24,2% jeweils in Apurímac und Huancavelica; und dies trotz der grossen Kampagne und dem Druck, der von den bewaffneten Streitkräften in der Region ausgeübt wurde, gezielt versuchend, die Ablehnung des Volkskrieges zu beweisen, des sogenannten Terrorismus. Lasst uns zweitens die Prozentzahl derer betonen, die nicht wählten; somit erschienen 20,9% im Departement Ayacucho nicht zur Wahl, jedoch behaupten die offiziellen Resultate der NWJ (der Prozentzahl zufolge, die sie ohne die absoluten Zahlen veröffentlichte), dass das Fernbleiben im Departement 1,04% ausmachte, eine grosse Täuschung. 1,04%, ein Schwindel um zu „beweisen“, dass die Mehrheit wählte; während in Apurímac 20,4% nicht wählte und in Huancavelica 29,5%, doch dem NWJ zufolge waren diese Prozentzahlen jeweils 17,90% und 21,69%, diese selben Zahlen beweisen die widerwärtige Datenverfälschung in Ayacucho. Der dritte Platz, die Prozentzahl ungültiger und leerer Stimmen ist sehr wichtig: in Ayacucho erreichte sie 37,6%, während sie in Apurímac 36,6% und in Huancavelica 39,8% erreichte; die Daten zeigen, dass in allen Fällen die ungültigen und leeren Stimmen die waren, die die höchste Prozentzahl erreichten und die von der RAVA erreichte Zahl übertrafen, da diese Partei in Ayacucho nur 33,3%, in Apurímac 33,4% und in Huancavelica nur 29,4% erreichte. Wer kann also bei geistigem Verstand sagen, dass der sogenannte Terrorismus von den Stimmen besiegt wurde? Abgesehen vom Fakt, dass es absurd ist, bewaffnete Aktionen mit Wahlzetteln zu besiegen, ist es klar und schlüssig, dass in den Regionen Ayacucho, Apurímac und Huancavelica die nicht Registrierten über 1/3 der Wahlberechtigten ausmachten, oder ein Viertel im Fall von Huancavelica; während ein Fünftel und in Huancavelica fast 30% nicht zur Wahl erschienen; doch in den drei Departements übertrafen die ungültigen und leeren Stimmen bei weitem jene von der RAVA erhaltenen, und das mit der ganzen Hilfe und dem ganzen Betrug, den die bewaffneten Streitkräfte durchführten. Wer wurde folglich besiegt? Die RAVA, die Wahlmänner und jene, die die Wahlfarce veranstalteten; denn in Synthese konnte die RAVA nicht mehr als 1/3 der Stimmen erhalten und somit bei weitem nicht die durchschnittlichen 45,74%, die ihr auf nationaler Ebene von der NWJ angerechnet wurde und offensichtlich weit von den 50%+1, die sie für den Sieg braucht. Jedoch rechnen die offiziellen Resultate der RAVA in einer widerwärtigen Verspottung folgende Prozentzahlen an: 50,19% in Apurímac!, 61,84% in Ayacucho! and 41,2% in Huancavelica! Wie ist die Nationale Wahljury auf diese Figuren gekommen, um in der aufgewühltesten Region des Landes den „Terrorismus zu besiegen“? Nun, alleine im Juni veröffentlichte sie prozentuale Ergebnisse nach Departement inmitten der systematischen Ablehnung der Vielfalt an abgelehnten Anfechtungen und das war‘s, der Rest ihrer „unanfechtbaren Autorität“!

Und auf dem Land war die Sache mit Variationen gleich, „makellose und einwandfreie“ Wahlen, „der grösste Verlierer ist der Terrorismus“, laut dem damaligen Präsident Belaúnde; „wir stehen somit vor dem überwältigendsten und vielfältigsten Sieg über den kommunistischen Terrorismus, den wir uns vorstellen können“, laut dem ehemaligen Funktionär des Internationalen Erdöls und belaúndschen Minister; „es gab zwei grosse Verlierer in den allgemeinen Wahlen vom Sonntag: der Leuchtende Pfad […]“, laut Ulloas Schoss-Schreiberling. Es ist sehr bezeichnend, dass es diese berüchtigten pro-imperialistischen Reaktionäre sind, die den sogenannten „Sieg über den Terrorismus“ erschufen; doch gleichzeitig ist es sehr enthüllend, dass Barrantes Lingán dasselbe nachplapperte, wie wir bereits gesehen haben, und dass er in einen seiner unzähligen Reisen in Mexico prahlte: „Etwas, was für mich und die VL besondere Relevanz hat ist, dass wir in Ayacucho gewonnen haben. In unseren Reden sind wir in unserer Ablehnung des Terrorismus klar gewesen, und in Ayacucho, einer der Hauptoperationsgebiete der Leuchtenden Pfad-Gruppe, Unterstützung zu erhalten bedeutet, dass dieses Volk den Terrorismus zurückweist“; der RAVA-Major der VL feiert ein Mal mehr seine Niederlagen, denn der unleugbare Fakt ist, dass er in Ayacucho nur 21,23% der Stimmen erhielt und sein Kamerad García mithilfe der bewaffneten Streitkräfte gewann, von denen er ein auffälliger Pinsel ist, doch die Summe von Nichtwählern und ungültigen und leeren Stimmen, 58,5%, hat beide von ihnen überzeugend und unheilbar begraben. Die KPP hat sich in diesen letzten Wahlen, wie auch in vorherigen, nur dem Aufruf zum Boykott gewidmet, sie nur dort verhindert, wo es möglich war, doch nicht den ganzen Prozess, wie die Reaktion probiert hat, der Partei zu unterstellen, um einen falschen Triumph in der Absenz von echten zu ergatten; doch die geschichtliche Haupttendenz ist die Verschmelzung des von der Partei geführten Volkskrieges mit dieser grossen Flut von Millionen nicht Registrierter, Nichtwähler und jener, die ungültig oder leer stimmten; es ist diese Flut, bei dessen Strukturierung die Partei hilt, als Teil des Meeres von bewaffneten Massen, welches notwendigerweise die alte Ordnung der Ausbeutung und Unterdrückung hinwegfegen wird.

Doch dieser ganze Trubel und diese Manipulation bereitete dem Wahlwettbewerb weder ein Ende, noch lösten sie das zentrale Problem der Präsidentschaftswahl. Artikel 203 der Verfassung sagt: „Der Präsident der Republik wird durch direkte Wahl und mit über der Hälfte der gültig abgegebenen Stimmen gewählt.“

„Wenn keiner der Kandidaten eine absolute Mehrheit erhält, wird innerhalb der 30 darauffolgenden Tage ein zweiter Wahlgang unter den Kandidaten abgehalten, die die zwei höchsten relativen Mehrheiten erhalten haben.“ Es ist offensichtlich: Wenn der Respekt für die Verfassung und das Rechtssystem des peruanischen Staates in alle Himmelsrichtungen verkündet wird, wenn der Respekt für die sogenannte „Herrschaft des Rechts“ und die „heilige Herrschaft des Rechts“ verkündet wird, um seine Erklärungen mit seinen Taten zu beweisen, den hoch erhabenen Titel des „verfassungsgestützten Präsidenten“ und den viel propagierten Respekt für sein „demokratisches System“ zu erhalten müssen seine Aktionen seinem System unterworfen sein. Im Gegenteil entfalteten sich der April und Mai inmitten von Kämpfen und Wettbewerben innerhalb der Reaktion, wie immer am Rande des Volkes; ein Mal mehr wählten die grossen Kurfürsten, Institutionen und riesigen Interessen mit direkter Teilnahme der imperialistischen Supermächte – besonders jener der Yankees – jenen, der ihre Interessen am besten verteidigen konnte. Dies ist eine Periode, die man sich merken sollte, um die wahre Realität und Essenz der sogenannten „demokratischen Wahlen“ zu verstehen.

Kurz vor den Wahlen sagte der Kandidat García Pérez in Erklärungen an die Zeitschrift Caretas, dass wenn er den zweiten Platz belegte, er seine Kandidatur zurückziehen würde und nicht zur zweiten Runde gehen würde; dies ist sehr wichtig, da es genau die Orientierung ist, die sein Partner Alfonso Barrantes später anwendete. Als die Resultate verkündet wurden, erreichten beide Kandidaten 45,74% und 21,26% der gültig abgegebenen Stimmen; konsequenterweise musste ein zweiter Wahlgang abgehalten werden, da die von der Verfassung verlangte absolute Mehrheit nicht erreicht wurde, und dies wurde von der Zeitung Der Kommerzielle selbst am 15. April anerkannt: „eine zweite Runde wird notwendigerweise abgehalten werden müssen“. Des weiteren wurde dies von den angesehendsten VL-Führern anerkannt und verkündet: die Vereinigte Mariateguistische Partei schrieb „sie sieht die Teilnahme der Vereinigten Linken im zweiten Wahlgang als notwendig“; Das Marka-Tageblatt schrieb am 2. Mai „die wahre Rechte, die der grossen transnationalen Interessen, die vom Imperialismus verwaltete Oligarchie, die blind dem IWF dient und schamlos Öl- und Bergbaufirmen Steuern erlässt, das ist jene, die unverhältnismässig den Sprung zum Pol der Verfassung fordert, García Pérez ohne zweiten Wahlgang zum gewählten Präsidenten zu erklären“; Agustín Haya de la Torre bekräftigte „wenn die RAVA nicht 50%+1 der Stimmen in den Wahlen vom 14. April erhält, wird es einen zweiten Wahlgang brauchen“; eine ähnliche Position vertraten die Senatoren Carlos Malpica und Rolando Breña. Senator Bernales selbst sagte: „Das Wahlrecht legt fest, dass im Falle, dass einer der Kandidaten nicht 51% der Stimmen erhält, es eine zweite Runde braucht und das muss sowieso gemacht werden. […] Deswegen erwarten wir zuversichtlich eine zweite Runde, in welcher Barrantes eine Überraschung sein sollte.“ Und sogar der revisionistische Senator Del Prado sagte, „dass es so oder so eine zweite Runde geben wird, sowohl aus Verfassungsgründen und weil die RAVA in der ersten Runde der Programmdebatte auswich“. Dies waren unter anderem die ersten guten Absichten.

Doch erinnern wir uns, dass in der Nacht der Wahlen selbst, als nur die ersten Resultate und Prognosen erhältlich waren, D‘Ornellas – ein bekannter Journalist von Ulloa, dem belaúndschen Premierminister und Vertreter des Yankee-Imperialismus – vorschlug, dass Barrantes die Teilnahme an der zweiten Runde ablehne; und des weiteren, wie er es selbst zugab, sagte er am gleichen Tag zu García Pérez „dass die VL seinem Anstieg zur Regierung nicht im Weg stehen wollte“, also hatte der Major von Anfang an die Absicht, den Pfad für seinen Religionsbruder zu ebnen und suchte nur nach der Zeit und Gelegenheit, dies zu tun. Am 20. April sprang der Präsident des vereinigten Kommandos der bewaffneten Streitkräfte ins Rampenlicht, merkte an, dass die RAVA nur 47% der Stimmen erhalten hatte und: „Gegenwärtig tut sich die Möglichkeit auf, dass die ungültigen und leeren Stimmen als ungültig erklärt werden. Ich denke, es könnte anerkannt werden, dass wir in einer diskutablen Situation sind und die entsprechenden Organisationen können unabhängig vom Wahlresultat das Resultat vom Sonntag für gültig erklären.“ Somit wurde auf der Basis dieser Positionen eine intensive Kampagne lanciert, in Zeitungen wie Die Republik, Zeitschriften wie ??? und im Radio und Fernsehen, inmitten der Rechtsdebatte über Verfassungsinterpretation „ernsthafte Risiken für das Land und die Demokratie“ beschwörend. Und was war die Position der RAVA? Doppelzüngig: Während für Alva Castro, dem gegenwärtigen Premierminister, „in eine zweite Runde zu gehen Verschwendung von Zeit ist, die man besser nutzen könnte, sowie die Ausgabe von Milliarden Soles für die Organisation eines neuen Wahlganges, um den neuen Präsident der Republik zu wählen“, brachte García Pérez zum Ausdruck: „Wenn wir nicht 50%+1 der Stimmen erhalten, werden wir in die zweite Runde gehen, um den Sieg des Volkes zu bestätigen“; insgeheim wollte die RAVA die zweite Runde nicht und schmiedete die Verschwörung, die es ihr erlauben würde, die Präsidentschaft mit den erreichten 45,74% anzutreten, dem Publikum entsprechend Gold und Silber anbietend, wie sie es bereits in ihrer Kampagne gemacht hatte.

Am 25. April, den Angriff gegen den Präsidenten der NWJ als weiteren Vorwand nehmend und nach Treffen mit hochrangigen Volksaktionisten und Ravisten-Führern sowie nach einem irregulären Treffen der VL-Führung, Barrantes und seinen Vizepräsidentschaftskandidaten (Bernales und Haya) verkündete Barrantes die Ablehnung seiner Kandidatur, was mit der jubelnden Zustimmung jener, die dies gefördert hatten, begegnet wurde, sowie mit der Fassungslosigkeit seiner Gefolgschaft, mit den Gegenbeschuldigungen einiger, die von Kapitulation vor der RAVA sprachen und mit der Unterstützung anderer wie Breña, basierend auf der Verhinderung eines Staatsstreiches, die jedoch am Ende auch die Meinung der schamlosen Kapitulation vor der RAVA und aller Reaktion teilte; Barrantes erhielt die Anerkennung der Kirche durch den Kardinal Landázuri, der ihn mit den Worten „er hat die Gnade des Herren verdient“ segnete. Doch dies löste auch nicht das Problem, da die richterlichen Streite und die Versuche, das Problem durch ein Interpretationsgesetz zu lösen, auch nicht aufgingen; die Widersprüche im Herzen der Reaktion weiter entwickelnd.

Am Ende blieb die Lösung in den Händen der Nationalen Wahljury, die am 1. Juni in einer Resolution anerkannte, „dass keiner der Kandidaten für die Präsidentschaft der Republik über die Hälfte der gültig abgegebenen Stimmen hat, was für die Wahl notwendig ist, wie es im Artikel 203 der Staatsverfassung festgelegt ist; und dass die zwei Kandidaten, Dr. Alan García Pérez mit 45,74% dieser Stimmen und Dr. Alfonso Barrantes Lingán mit 21,25%, die zwei höchsten relativen Mehrheiten erhalten haben […]“; um später zu verkünden, dass „Dr. Alfonso Barrantes Lingán seine Teilnahme am zweiten Wahlgang ablehnt“, sich weiter darauf berufend: „Dass weder der Vollmachtgeber noch der Gesetzgeber die Situation vorgesehen haben, dass einer der Kandidaten mit dem Recht der Teilnahme am zweiten Wahlgang abdankt […]“; um später überraschender festzulegen: „Dass des weiteren die Präsidentschaftsliste der peruanischen Ravisten-Partei, die von Dr. Alan García Pérez geführt wird, laut der offiziellen Zählung 53,10% der gültigen Stimmen erhalten hat […]“; um zu beschliessen, Barrantes‘ Abdankung anzunehmen, dass ein zweiter Wahlgang nicht vonstatten geht und „Herr Alan García Pérez zum Präsident der Republik zu erklären […]“. Dieser Beschluss ist offensichtlich ein Verfassungsbruch und ein Bruch der Gesetze, die die Wahlen des peruanischen Staates beherrschen; wenn du nicht 50%+1 der Stimmen erhältst bist du offensichtlich nach seiner Verfügung kein verfassungsgestützter Präsident und wie der Beschluss selbst sagt erhielt García Pérez nur 45,74% der abgegebenen Stimmen. Folglich war ein zweiter Wahlgang notwendigerweise entsprechend und aufgrund der gebieterischen Natur des Artikels 203 war die Ablehnung unzulässig, wie in der Debatte bis zum Gehtnichtmehr demonstriert wurde; zum Abschluss ist die Aussage „offizielle Zählung von 53,10%“ nichts mehr als eine fehlerhafte und absurde Aussage ohne jegliche Basis. Offensichtlich ist der NWJ-Beschluss nur ein Dokument, dass die Verschwörung und den Streit bestätigt, welcher denjenigen, der den Interessen des Imperialismus und der inländischen Ausbeuter am besten passte, in den Präsidentschaftssitz einsetzte, ohne auf das Risiko einer zweiten Urne voller ungültiger und leerer Stimmen zurückfallen zu müssen, was die missliche Lage der Reaktionäre erhöht hätte, den Verruf der Wahlen weiter bewiesen hätte und dazu gedient hätte, die Hoffnungen des Volkes mehr und mehr in Richtung der bewaffneten Revolution zu lenken.

In Synthese zeigt uns das Beschriebene in seinen auffallenden Punkten den Wahlprozess vom April 1985 und demonstriert unwiderlegbar, dass die Konterrevolution wie für die Bekämpfung des Volkskrieges ihre Verfassung und Gesetze notwendigerweise brechen muss; somit ist die Reaktion dann, wenn Wahlen inmitten eines sich entwickelnden Volkskrieges stattfinden, zum Bruch ihrer Verfassung und ihrer Wahlgesetze gedrängt sowie zur Verallgemeinerung des Betrugs, um die Erneuerung ihrer Autoritäten durchzuführen. Und als Konsequenz hat das Parlament nicht nur eine verdächtige und anfechtbare Zusammensetzung, doch auch García Pérez selbst agiert als Präsident, obwohl er nicht der verfassungsgestützte Präsident des peruanischen Staates ist, da die Verfassung und die Wahlgesetze nicht eingehalten wurden. Und diese unwiderlegbare Wahrheit kann nicht mit irgendwelcher Fanfare oder Propaganda überdeckt werden, egal wie schäbig und hoch gehisst sie sein mag; und des weiteren, innerhalb seiner eigenen bourgeois-demokratischen Ordnung, fällt Paragraf 82 derselben Verfassung, an die er sich zu halten schwor, auf ihn – er liest sich auf den Buchstaben genau: „Niemand muss einer Thronräuberregierung gehorchen, oder auch denen, die öffentliche Funktionen und Aufgaben im Bruch der von der Verfassung und den Gesetzen festgelegten Prozeduren antreten.“

B. DER SOGENANNTE „NATIONALISTISCHE, DEMOKRATISCHE UND VOLKSSTAAT“

Am 28.07.1985 sagte García Pérez zur Einleitung seines Manifestes an den Kongress: „Ich muss vor der Nation bekräftigen, dass mein Einsatz der Gesamtheit ihrer Bürger gewidmet ist“; dieselben Konzepte, die 1963 und 1980 von Belaúnde Terry benutzt wurden, als er sich zum „Präsident aller Peruaner“ erklärte, sowie dieselben endlosen Reden über die „Wahl des Volkes“ und den gepriesenen „Antritt der Präsidentschaft im Lichte der Mehrheit“; blosse Zufälle? Auf keinste Weise, sondern alte Essenzen und altes Geschwätz der Ausbeuterklassen und ihrer Schreiberlinge. Doch mehr noch als das: alte und heute wiederbelebte Ravisten-Ideen abstaubend und mit seiner üblichen Demagogie kehrt der, der als Präsident agiert, zur transzendentalen Geschichtsanalyse zurück und beschwört: „Weil unsere Geschichte auch die Geschichte unserer Abhängigkeit von externen Kräften ist, die mit mächtigen internen Interessen verbündet und ausgedrückt unser Land in die gegenwärtige Krise geführt hat. Mangels eines nationalen Projektes, mangels einer historischen und Volksführung, haben wir in Anpassung der Wirtschaft an die grossen Interessen des internationalen Kapitalismus gelebt“; bis später, wo er „die Revolution verkündend“ aussprach: „Die Krise, die wir heute erleben, ist nicht eine Krise innerhalb der Abhängigkeit, sie ist die Krise der Abhängigkeit selbst und kann nur eine Antwort haben: die demokratische Revolution, die uns freier, gerechter und zu grösseren Besitzern von Wohlbefinden machen wird und diese Revolution, die ich hier verkünde, wird die Unabhängigkeit unserer wirtschaftlichen Interessen sein.“ In Kürze, um was geht es alles, was wird überdeckt? Nun, dass die peruanische Geschichte dieses Jahrhunderts, die García Pérez zu analysieren vorgibt, hauptsächlich die Vorherrschaft des Yankee-Imperialismus ist, mit der Grossbourgeoisie und den feudalen Grossgrundbesitzern verbündet. Dies, Ausbeutung und Unterdrückung, sind die Ursachen der gegenwärtigen Krise und der Verbindungen mit dem imperialistischen System, nicht die „Mängel“ von „Projekt“ und „Führung“, welche eine weitere Form seiner „These“ unserer vorgeblichen Mitverantwortlichkeit mit der „zivilisierenden“ imperialistischen Vorherrschaft ist, was er als Ravist zu denken verpflichtet ist, obwohl seine Demagogie ihm die Aussprache dessen verbietet. Was den zweiten Paragraf betrifft ist die beschworene „Abhängigkeitskrise“ schlicht und einfach die Krise des Imperialismus und seiner Vorherrschaft, die die demokratische Revolution verlangen, nicht als blosse „Unabhängigkeit unserer wirtschaftlichen Interessen“, sondern grundlegend und hauptsächlich als politischen Fakt, der die drei Berge zerstört, die uns erdrücken: den Imperialismus, den bürokratischen Kapitalismus und den Halbfeudalismus, einen politischen Fakt, der nur mit dem Volkskrieg erfüllt werden wird und umso mehr mit der proletarischen Weltrevolution, die die imperialistische und reaktionäre Vorherrschaft auf der ganzen Welt zu Fall bringt; sie ist also nicht, wie García besagt, „neue Verhältnisse“ der Neueingliederung in den Imperialismus zu seiner Erhaltung, sondern die Zerstörung des Systems. Somit ist die Frage politisch und die grossen Wendungen der peruanischen Geschichte selbst beweisen dies, wo der politische und militärische Fakt der wirtschaftlichen Veränderung vorausgingen und heute kann niemand in Peru sie verbergen, die unabweisbare Notwendigkeit und in vollem Gange ist die demokratische Revolution, die mit dem Volkskrieg vorwärts getragen wird, vom Marxismus-Leninismus-Maoismus, Leitdenken geleitet. Was García Pérez sagt ist nichts mehr als alter und verrotteter Ravistenklatsch, heute mit modernen pseudowissenschaftlichen Schnipseln der sogenannten „anderen Zukunft“ präsentiert, wie in seinen verschiedenen Neuauftischungen derselben Nachricht gesehen werden kann und noch mehr in der Konfrontation mit der Realität, in der Praxis, dem höchsten Wahrheitskriterium.

a. Über die sogenannten „Drei Ungerechtigkeiten“

Dies sagt García Pérez über seine „drei Ungerechtigkeiten“. „Unsere Wirtschaftsgeschichte gipfelt in einer Situation tiefer Ungerechtigkeiten und die Wirtschaftsprobleme, die wir heute erleiden, liegen an ihnen.“ Hier ist das Problem nicht mehr „die Abhängigkeitskrise“, sein falscher Antiimperialismus ist verschwunden, nun ist das Thema „die tiefen Ungerechtigkeiten“, Ursachen unserer Probleme. Der angebliche Antiimperialist wird zum Selbstjustizler, er springt als „Meister der Gerechtigkeit“ ins Rampenlicht, die „Soziale Gerechtigkeit!“ als sein grosses Banner erhebend. Dies ist eine überholte Parole des 19. Jahrhunderts, die mit dem Anarchismus verknüpft ist, einem der aktiven Aspekte der RAVA durch Figuren des sogenannten freien Syndikalismus wie Sabroso und sein Gefolge; wir reden nicht von Gonzalez Prada, einer berüchtigten Figur, mit der die RAVA schon immer zu schachern probiert hat. Konkret ist also das Thema die Ungerechtigkeit; sehen wir uns ihre erste „Dimension“ in den Worten von García Pérez an: „Erst gibt es eine regionale Ungerechtigkeit, die Lima, die Stadt und die Küste vom restlichen vergessenen Peru trennt. In Lima gibt es 80% der Industrie, in Lima, nicht in den jungen Städten, die noch Provinzstädte sind, sondern im Lima des Reichtums und der mittleren Klassen ist der Staat mit seinen Verwaltungsdiensten der Bildung und Gesundheit konzentriert. […] Wenn die Dinge so fortfahren, für wen wird Lima in Zukunft produzieren wenn das Land immer ärmer wird?“ Diese „regionale Ungerechtigkeit“ wirft zwei hervorstechende Punkte auf: den Zustand von Lima und den Staat. Wieso gibt es so einen grossen Unterschied und so eine Abtrennung von Lima vom Rest des Landes? Wegen dem bestehenden Halbfeudalismus, trotz der sturen Leugnung dessen, obwohl die unleugbare Realität und vor allem der Volkskrieg sie zwingt, die Existenz des Hochlandes zu sehen, eines Gebietes, in dem genau diese halbfeudalen Verhältnisse offensichtlich sind, wo man nur hinschaut; wegen der Entwicklung des bürokratischen Kapitalismus, der die Produktionsmittel immer mehr in der Hauptstadt konzentriert, man erinnere sich, dass Velasco auch von Dezentralisierung sprach, doch ersteres förderte – heute ist die Konzentration grösser; und hauptsächlich wegen der Vorherrschaft des Yankee-Imperialismus. Die rückständige Welt und besonders Lateinamerika zeigen diese monströse Makrozephalie: Mexico, Brasilien und Argentinien sind der Beweis. Dies sind die Ursachen, darüber müssen wir reden und uns nicht hinter „regionaler Ungerechtigkeit“ verstecken. Doch zusätzlich spricht der Präsident vom „Lima des Wohlstands und der mittleren Klassen“; mittlere Klassen sind die Zwischenklassen, unter ihnen die nationale Bourgeoisie und die obere Schicht der Kleinbourgeoisie, der sogenannten „Erscheinenden“, sind dies diejenigen, die den Reichtum haben? Nein, sondern die Grossbourgeoisie in seinen kompradoren und bürokratischen Fraktionen, die als Grossbankiere, -industrielle, -händler und Immobiliengrundbesitzer das Eigentum der Produktionsmittel konzentrieren, zusätzlich zu den grössten imperialistischen Interessen, die auch in Lima konzentriert sind; und dies wird verborgen, die wirtschaftliche Macht dieser Klassen und des Imperialismus, in Synthese die Macht der grossen Ausbeuterklassen wird überdeckt, doch er vergisst nicht die Klassen, denn wie man sieht spricht er von „den mittleren Klassen“. Der andere hervorstechende Punkt ist die Konzentration der Staatsmacht, der bewaffneten Streitkräfte (seines Rückgrats) und der Bürokratie, die eben genau ihre Mittel in der Hauptstadt konzentrieren, um die Diktatur der Grossgrundbesitzer-Bürokratenklasse, die der peruanische Staat ist, aufrechtzuerhalten und von dort das ganze Land zu kontrollieren; dies ist das Grundlegende und nicht die Konzentration der „Verwaltungsdienste der Bildung und Gesundheit“, was ableitende Fragen sind. Dies ist die zentrale Frage, die erwogen werden muss, besonders da die Militarisierung und Bürokratisierung des peruanischen Staates in den letzten Jahrzehnten immer mehr zugenommen hat, als Konsequenz des immer überholteren Prozesses des bestehenden Gesellschaftssystems und hauptsächlich der revolutionären Entwicklung der Massen und besonders des Volkskrieges, der ihn untergräbt und auf seine Zerstörung abzielt. Schlussendlich sagt García Pérez: „Wenn die Dinge so weitergehen, für wen wird Lima produzieren?“; was will er dann, ist er mit der ausgerufenen „regionalen Ungerechtigkeit“ einverstanden? Am Ende ist er am „Markt“ für das Produktionssystem der ausbeutenden Klassen und des Imperialismus interessiert, um was sich bereits vor ihm Velasco, Morales, Belaúnde und andere „Staatsoberhäupter“ sorgten, die vor ihm kamen, je nach ihren Bedingungen und Umständen, des Volkssprichworts „die Liebe gilt nicht dem Schwein, sondern der Schweineschwarte“ entsprechend.

Doch fahren wir mit den berühmten „Ungerechtigkeiten“ fort: „Doch es gibt eine zweite Ebene der Ungerechtigkeit, eine wirtschaftliche Sektorentrennung, wenn wir die wirtschaftliche Funktionsweise des Landes ansehen sehen wir, dass es zwei klar aufgeteilte Sektoren gibt.

„Auf der einen Seite gibt es die moderne Industrie. […] Das ist der moderne Sektor, wo 85% von Perus Investitionen liegen und nur 38% von Peruanern arbeiten. Doch auf der anderen Seite der Wirtschaft gibt es den marginalisierten Sektor, die ländliche Landwirtschaft der Anden mit Millionen von gemeinschaftlichen Bauern und Landbesitzern und jene Menschengruppe, den manche den marginalen städtischen Sektor genannt haben, bestehend aus den Arbeitslosen, den Unterbeschäftigten, fast immer in unseren jungen Städten lebend. […] Die Frage lohnt sich, für wen die Industrie produzieren wird, wenn die Mehrheit zunehmend ärmer ist. Was wir der Staat verwalten, wenn es keine Produktion auf dem Land gibt? Ich sage, dass es keine echte Lösung geben wird, solange der Staat nur für Industrie und Verwaltung ist. Es wird keine tiefgründige Revolution geben, bis der Staat den Gemeinen und den Arbeitslosen erreicht.“

Fragen wir uns erneut, was ist die moderne Industrie in Peru? Einfach nur der bürokratische Kapitalismus, unter imperialistischer Vorherrschaft entwickelt und mit feudalen Grossgrundbesitzern verbunden; der Grad der Unterwerfung der modernen Industrie an den Imperialismus, besonders den der Yankees, kann in den folgenden zwei Paragrafen von Wissenschaftlern über das Industrieproblem gesehen werden:

Die Dynamik des industriellen Wachstums in Peru ist in den letzen zwei Jahrzehnten von grossen multinationalen Firmen und Konglomeraten nordamerikanischen, europäischen und japanischen Ursprungs angetrieben worden, den selben, die auf das Eindringen in unsere Wirtschaft hin zur Etablierung entweder monopolistischer oder oligopolistischer Formen tendiert haben, sowohl bezüglich der Produktion als auch der Verteilung des Produktes, das hergestellt wird. […]“

„Das Eindringen grosser Firmen und multinationaler Konglomerate in die ‚peruanische‘ Herstellungsindustrie hat direkt zur Erschaffung einer langsamen aber sicheren Marginalisierung der neuen und alten Sektoren der nationalen Bourgeoisie beigetragen. […] Somit ist in den letzten zwei Jahrzehnten die von der ‚nationalen Bourgeoisie‘ eingenommene Rolle jene der Entwicklung neuer industrieller Gruppen gewesen, die mit der Zeit von ausländischem Kapital kontrolliert worden sind. Folglich ist das, was sich gerade entwickelt, eine Zwischenbourgeoisie, die aus bestimmten Gruppen hervorgeht, welche auf der Basis ihres Prestiges, ihrer Erfahrung und ihrer sozialen und wirtschaftlichen Verbindungen in die grossen multinationalen Firmen und Konglomerate integriert worden sind und zu einem Teil des zunehmend wachsenden Zwischensektors geworden sind.“ (E. Anaya:„Imperialismo, industrialización y transferencia de tecnología en el Perú“; man entsinne sich, dass der Autor, wenn er von der nationalen Bourgeoisie spricht, sich auf die inländische Bourgeoisie und mehr noch auf die Grossbourgeoisie bezieht.)

„Die womöglich bedeutsamste Schlussfolgerung der strukturellen Analyse ist der hohe Grad an Kontrolle, den ausländische Firmen sogar in den Abbau- und Industriesektoren von Peru haben. Des weiteren würde eine direkte Quantifizierung des Grades ausländischer Investition in das Land nicht ein genaues Bild des Grades an Kontrolle von ausländischem Kapital in der Wirtschaft wiedergeben. Diese Kontrolle wird vom strategischen Charakter dieser Investition erheblich verstärkt, vom Fakt, dass die wichtigsten Firmen in jedem Industrie ausländisch sind und weil die meisten dieser Firmen Tochtergesellschaften grosser multinationaler Konzerne sind.“ (J.A. Torres: „Estructura económica de la industria peruana“.)

Dies ist die Frage und nicht der Deckmantel einer „zweiten Dimension der Unterdrückung“; und über diesen finsteren bürokratischen Kapitalismus und hauptsächlich seine Unterwerfung an den Imperialismus ist es, worüber gesprochen werden sollte und mehr noch, über Waffen, die es mit Waffen in Hand zu stürzen gilt, um eine wahre nationale Wirtschaft zu errichten, also für die unterdrückten Massen, und innerhalb von ihr eine Industrie für die Klasse und das Volk; doch García Pérez, hinterlistig und demagogisch, fragt sich „für wen die Industrie produzieren wird, wenn die Mehrheit zunehmend ärmer ist“, ein Mal mehr ist es klar, auf welcher Seite er steht und was sein wahres Bedenken ist.

Doch was ist ein „marginalisierter Sektor“? Zunächst, was ist ländliche Landwirtschaft der Anden, also der Halbfeudalismus mit den drei Konnotationen, die bereits von Mariátegui festgelegt wurden: Land, Dienerschaft und Gamonalismus. Es ist die Frage von Boden als Antriebskraft des Klassenkampfes auf dem Land; das jahrhundertealte Problem der Bodenkonzentration mit feudalen Wurzeln; ein grundlegendes Problem des Landes, wie der Fakt zeigt, dass in den 1960ern drei landwirtschaftliche Gesetze des Verkaufs und des Kaufs veraschiedet wurden, welche in Essenz nichts getan haben, ausser die Konzentrierung aufrechtzuerhalten, wie folgende Tabelle des „Allgemeinen Direktoriums der Agrarreform und Ländlichen Bevölkerung“ selbst zeigt:

FORTSCHRITT DER AGRARREFORM, 1963-1979
(Am 24.06.1979 gesammelt)


Zuerkannte EinheitenZugewiesene HektarerweiterungenGönner




%Nr.%
Genossenschaften5812‘196‘14725,579‘56821,2
Agrar-industrielle Komplexe12128‘5661,527‘7837,4
SAIS602‘805‘04832,660‘95416,2
EPS11232‘6532,71‘3750,4
Bauerngruppen8341‘685‘38219,645‘56112,1
Bauerngemeinden448889‘36420,3117‘71031,4
Unabhängige Bauern662‘0937,742‘29511,2
Insgesamt1‘9078‘599‘253100,0375‘246100,0

Aus der Tabelle ist klar ersichtlich, dass die Verteilung an einzelne Bauern nur 7,7% des zugewiesenen Bodens gewesen wäre; und wenn wir eine Einschätzung der Anzahl von Bauern-“Benefizionären“ machen wäre es ca. 1‘800‘000, doch die Zählung von 1981 sagt uns, dass es 6‘245‘000 Bauern gibt; die propagierten „Agrarreformen“ hätten nicht einmal 1/3 der Bauernschaft erreicht. Wenn wir uns erinnern, dass 1961 laut der Nationalen Landwirtschaftszählung 83,5% der Landwirschaftseinheiten weniger als fünf Hektare hatten – nur 5,7% des Flächengebiets ausmachend – während 1% der Einheiten 81% des Bodens besetzten, stellt sich die Frage: Was ist das Problem? Was ist die Wurzel der Sitation? Dies wird heute sehr unmittelbar und ernstlich von der Realität von Puno gezeigt, von García Pérez selbst als „noch ein Ayacucho“ dargestellt, was – obwohl er dies nicht mag, weder er noch andere – sich bereits als solches eröffnet.

DIE AGRARREFORM IN PUNO (RECHTSDEKRET 17716)

ArtZugewiesene Hektaren%Benefizionär-familien%
23 SAIS1‘024‘28752,206‘249*20,87
16 CAPS499‘50325,506‘48021,64
05 ERPS216‘84511,069393,13

1‘740‘63588,7613‘66845,64
74 Bauerngemeinden46‘1802,3014‘54748,59
72 Bauerngruppen131‘6726,801‘4604,87

177‘8529,1016‘00753,46
261 Individuen41‘0692,102610,87

*Beinhaltet nicht die 6‘663 Familien der SAIS-Partnergemeinden; praktisch erhalten sie nicht erhebliche Leistungen von den Firmen. Sie sollten nicht als „Benefizionär“-Familien anerkannt werden (dies trifft allgemein auf alle SAIS im Land zu).

Diese Tabelle des Allgemeinen Direktoriums der Agrarreform vom Dezember 1983 zeigt, wie 23 SAIS 52,20% des zugesprochenen Bodens mit nur 20,87% der Familien haben, während 74 Bauerngemeinden mit 48,59% der Familien 2,30% des Bodens haben; andererseits: die Assoziativfirmen, die 45,64% der Familien begünstigt hätten, haben 88,76% des zugesprochenen Bodens, während Gemeinden und Bauerngruppen mit 53,46% der Familien nur 9,10% des Bodens erhielten. Dies ist das grosse grundlegende Problem des Hochlandes, hauptsächlich doch nicht ausschliesslich; es ist nicht „noch eine Ebene der Ungerechtigkeit“, es ist der bestehende Halbfeudalismus mit seiner Trilogie von Land, Dienerschaft und Gamonalismus, und dies wird nicht durch irgendein Gesetz des alten Staates gelöst, nur durch die Bauernschaft unter der Führung der kommunistischen Partei, das Land mit Waffen in Hand durch den Volkskrieg erobernd und verteidigend, wie wir bereits auf unserem eigenen Boden sehen.

Doch sehen wir uns den anderen Teil „der Ungerechtigkeit“ an, die Frage der Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung. Wenn wir im „Statistikauszug 1985“ des Nationalen Instituts für Statistik selbst nachschlagen, finden wir:

ARBEITSLOSIGKEIT, UNTERBESCHÄFTIGUNG UND ANGEMEssEN BESCHÄFTIGTE; LANDWIRTSCHAFTLICH UND NICHT-LANDWIRTSCHAFTLICH: 1980-85
(RELATIVE FIGUREN)

MENGE AN ARBEITSLOSIGKEIT198019811982198319841985
Arbeitslosenquote7,06,87,09,210,911,8
Landwirtschaft0,80,30,30,30,30,3
Nicht Landwirtschaft10,910,410,713,916,418,4
Unterbeschäftigtenquote51,247,949,953,354,254,1
Landwirtschaft68,261,560,967,563,260,4
Nicht Landwirtschaft41,440,343,945,849,650,5
Quote angemessen Beschäftigter41,845,343,137,534,934,1
Landwirtschaft31,538,238,832,236,539,3
Nicht Landwirtschaft47,749,345,440,334,031,1

Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung nahm eindeutig von 7% in 1980 auf 11,8% in 1985 zu; des weiteren sprang sie im nicht-landwirtschaftlichen Sektor – spezifisch in den Städten – in den gleichen Jahren von 10,9% auf 18,4%. Unterbeschäftigung nahm von 51,2% in 1980 auf 54,1% in 1985 zu; doch dies geschah sowohl in ländlichen als auch in städtischen Gebieten, mit der Besonderheit, dass während sie in den ländlichen Gebieten in den gleichen Jahren von 68,2% auf 60,4% fiel, sie in den Städten von 41,4% auf 50,5% anstieg. Mitnichten, es ist bloss die notwendige Konsequenz des überholten halbfeudalen und halbkolonialen Systems, in dem sich bürokratischer Kapitalismus entwickelt, sowie der Krise, die wir durchleiden; es ist die Notwendigkeit des ruchlosen Gesellschaftssystems, das zu seiner Erhaltung zwei Drittel seiner Bevölkerung zu Hunger verurteilt, eines verrotteten Systems, dass die peruanische Bevölkerung, die Volksmassen, in die Beschränktheit eines Prokopfeinkommens stürzt, dass dem des Jahres 1965 ähnelt. Es ist die Notwendigkeit eines Gesellschaftssystems, das zu seinem Überleben jedes Mal einen militarisierteren und bürokratisierteren Staat braucht und das entschieden den entferntesten Ort und die ärmsten Massen erreicht, um ihre revolutionäre Explosivität und ihre Eingliederung in den Volkskrieg zu kontrollieren, um dazu bereit zu sein, das Volk mit Blut und Feuer in Fortsetzung seines Genozids zu ersticken; dies ist es, was García Pérez hinter seinem „was wir der Staat verwalten, wenn es keine Produktion auf dem Land gibt“ und „dass der Staat den Gemeinen und den Arbeitslosen erreicht“ verbirgt.

Sehen wir uns zum Schluss das letzte Mitglied der Dreifaltigkeit der Ungerechtigkeiten an, die von García Perez päpstlich gepredigt werden; wir werden es aufgrund seiner Wichtigkeit in Teilen behandel, der bereits angedeuteten Botschaft folgend: „Doch Ungerechtigkeit in Peru ist nicht nur zwischen Regionen und zwischen Sektoren der Wirtschaftsbetriebe. Sie ist auch eine tiefgründige soziale Ungerechtigkeit. Ich habe von einer symbolischen Pyramide gesprochen. Zuoberst erhalten 2% der Bevölkerung das höchste Einkommen durch ihre monopolistischen Firmen und dank dem Eigentum an den Produktionsmitteln. Viele Male ist dieser von Perus Anstrengung geschaffene Wohlstand dank des Hungers der Peruaner erreicht worden […]“. Betonen wir, dass es hier ist, wo wir auf die so oft erwähnte und als magisch erklärte Pyramide stossen, dessen Symbolik wir aufdecken werden. Bedenken wir die „oberen 2% der Bevölkerung“, was ist sie hier im Land, der Ideologie des Proletariats zufolge? Nun, Sie ist der Kern der Ausbeuterklassen selbst: die Grossbourgeoisie (in seinen zwei kompradoren und bürokratischen Fraktionen) und die Grossbesitzer sowie die imperialistische Vorherrschaft, hauptsächlich der Yankees, was ihre direktesten Vertreter betrifft; sie sind der konzentrierte Ausdruck der drei Berge, die das Volk unterdrücken und folglich das Kernabbild jener Minderheit (auf 10% oder weniger gerechnet), dessen Macht vollständig und restlos zerstört werden muss, jedenfalls politisch und wirtschaftlich, um die demokratische Stufe der Revolution zu erfüllen; die Frage ist somit in Essenz nicht ihre „2%“ sondern ihr Klassencharakter; gleichermassen ist das Problem nicht bloss, dass sie „das höchste Einkommen durch ihre monopolistischen Firmen und dank dem Eigentum an den Produktionsmitteln erhalten“, wie die Botschaft demagogisch sagt, sondern dass sie Mitglieder der drei Zielscheiben der demokratischen Revolution sind: dem Imperialismus, dem bürokratischen Kapitalismus und dem Halbfeudalismus, offensichtlich Monopolisten und Ausbeuter; schliesslich haben sie sich die wichtigsten gesellschaftlichen Produktionsmittel der peruanischen Gesellschaft angeeignet, des Wohlstands, den das Volk, die Massen, die Ausgebeuteten erschaffen haben und der ihnen kraft der Ausbeutung und Unterdrückung entwendet wurde und noch entwendet wird, jener, die täglich das Blut des Volkes aussaugt, während sie es tiefer in Hunger und Elend stürzen.

„Doch ich habe auch gesagt, dass der Staat zwecks seiner Gewährleistung eines Vorherrschaftsmodells und seines Schutzes des Reichtums der 2% auch zu einem Instrument ungerechter Einkommenskonzentration geworden ist“, fährt er fort, „in einer Art defensivem bürokratischem Kissen der Mächtigsten ist er somit unproduktiv und zentralistisch geworden. Er hat Arbeitsstellen geboten, doch mehr als notwendig, manchmal zur Bezahlung von Wahlklientel und in anderen Fällen zur Erschaffung von Kernen bürokratischen Reichtums.“ Einmal mehr verzerrt und verwurstelt er mit seinen berühmten „Ungerechtigkeiten“ nach der Verdeckung des Klassenkampfes das grundlegende Problem des Staates; was beabsichtigt García? Die Reduzierung der Frage auf den Fakt, dass der peruanische Staat „zu einem Instrument ungerechter [erneut sein Zauberwort] Einkommenskonzentration geworden ist“, der zu viele Posten „zur Bezahlung von Wahlklientel“ erschafft und somit „unproduktiv und zentralistisch wird“, „zur Gewährleistung eines Vorherrschaftsmodells“; folglich wäre die Frage weniger Bürokratie und die vor Jahren propagierte Dezentralisierung, das Grundlegende und das Hauptsächliche verbergend: die Funktion der bewaffneten Streitkräfte. „Zwei Institutionen sind für diese Staatsmaschinerie besonders kennzeichnend: das Beamtentum und das stehende Heer […] Beamtentum und stehendes Heer, das sind die ‚Schmarotzer‘ am Leib der bourgeoisen Gesellschaft, Schmarotzer, die aus inneren Widersprüchen, die diese Gesellschaft zerklüften, entstanden sind, aber eben Parasiten, die die Lebensporen ‚verstopfen‘“, wie Lenin lehrte; er betont ferner: „Insbesondere aber weist der Imperialismus […] eine ungewöhnliche Stärkung der ‚Staatsmaschinerie‘ auf, ein unerhörtes Anwachsen ihres Beamten- und Militärapparates in Verbindung mit verstärkten Repressalien gegen das Proletariat.“ Dem sollte diese grosse Zusammenfassung des Vorsitzenden Mao Tse-tung hinzugefügt werden: „Alles kommt aus den Gewehrläufen. Vom Standpunkt der marxistischen Lehre vom Staat ist die Armee die Hauptkomponente der Staatsmacht.“ Dies ist die einzig wahre und wissenschaftliche Weise, das Problem zu analysieren, hervorhebend, wie der Mann der sogenannten „Ungerechtigkeit“ – abgesehen davon, dass er den geschichtlichen Prozess des Staates leugnet, besonders unter dem Imperialismus – schweigt, die Hauptkomponente verbirgt, die Quelle der reaktionären Macht selbst, einer Sache von grosser Wichtigkeit, besonders in einem Land wo Revolution und Konterrevolution sich mit Waffen begegnen; bestehen wir somit erneut auf der marxistischen These: „Das stehende Heer und die Polizei sind die Hauptwerkzeuge der Gewaltausübung der Staatsmacht, aber – kann denn das anders sein?“

Von den betrachtenden Lügen fortfahrend zeigt uns García Pérez die ganze reaktionäre Essenz seiner „symbolischen Pyramide“, seiner eigenen demagogischen Rhetorik zufolge:

„Doch auf diesem Pfad hat der Staat sich verschuldet und hat Peru verschuldet und fast alle der Schulden sind in den oberen 30% der städtischen, industriellen und Verwaltungsgebiete des Landes.

Doch darunter gibt es 70% landwirtschaftlicher und bäuerlicher Randbevölkerung, arbeitslos und umherziehend, aus Provinzen und aus Elendsvierteln.“

Zunächst einmal ist die Verschuldung des peruanischen Staates Teil der Entwicklungspläne, Kredite und Investitionen, die der Imperialismus den unterdrückten Nationen wie unserer aufzwingt, den Entwicklungsplänen des bürokratischen Kapitalismus und der Evolution des Halbfeudalismus entsprechend, den die Ausbeuter durch ihren Staat entwickeln. Und wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf 1970 bis heute lenken, einer Periode, in der die Auslandsschuld massiv wuchs, entdecken wir, dass das Wirtschaftswachstum des Landes von 1974 bis 1983 fast Null betrug (0,1%), während das der neun Jahre davor eine durchschnittliche Rate von 5,1% hatte; die Industrie ging bloss von 24,7% des BIP in 1970 zu 24,7% des BIP in 1983. 7% des BIP in 1970 auf 25,1% in 1980, um 1984 sogar auf 22,0% zu fallen; das Herstellungsproletariat ging von 14,6% der Arbeitskraft bis 1980 auf 13,7% zurück; während Unternehmensprofite 1972 17,5% des nationalen Einkommens erreichten, stiegen sie bis 1980 auf 31,9% (1979 noch höher: 33,3%), die Gehälter, die 1972 51,2% ausmachten, fielen bis 1980 auf 39,3% zurück, erinnern wir uns, dass es die Gehälter der Staatsangestellten waren, die den grössten Verlust erlitten; und ergänzend zu diesem selben Prozess ging die landwirtschaftliche Arbeitskraft von 43,7% in 1970 auf nur 35% zurück. Jedoch führte diese Reduzierung, die durch Industrialisierung nicht angepasst werden konnte, notwendigerweise zum Wachstum des Dienstleistungssektors, von 28,6% in 1970 auf 38,8% in 1980. Dieses Phänomen geschah auch in der Hauptstadt selbst, dem grössten Industriezentrum des Landes, wie einfach aus folgenden Daten entnommen werden kann: 1972 nahm die Industrie 19,1% des wirtschaftlichen Aktionsplans (WAP) ein, doch 1981 nur 16,9%, während die Handels- und Dienstleistungssektoren von 48% des WAP in 1972 auf 62% in 1981 anstieg.

Dem oben stehenden kann entnommen werden, dass die Auslandsschuld und die angewendeten Pläne nicht die angeblichen „oberen 30% städtischen, industriellen und Verwaltungsbereichen des Landes“ begünstigt haben, sondern den Imperialismus, die inländischen Ausbeuter und ihren Staat, wie dem Wachstum der Konzernsprofite und der Menge der Auslandsschuld entnommen werden kann, die von 1969 bis heute von ca. 800‘000‘000 auf 16‘000‘000‘000 Dollar angestiegen ist. Was ist Garcías Absicht? Einfach nur die Verteidigung seiner sogenannten „oberen 2%“; in seinem mühevollen Studium der „oberen 30%“ will er hauptsächlich das Proletariat, Teile der Kleinbourgeoisie und der Nationalbourgeoisie neu in eine Form giessen, um dahinter die Interessen der Imperialisten, der Grossbourgeoisie und der Grossgrundbesitzer zu verstecken und zu schützen und dieser falschen Gruppierung seine rohe demagogische Erfindung entgegenzustellen: 70% landwirtschaftlicher und bäuerlicher Randbevölkerung, arbeitslos und umherziehend, aus Provinzen und aus Elendsvierteln“, wie aus folgendem Paragrafen seiner Botschaft an den Kongress klar wird: „Der Staat ist bisher nicht seiner, denn bis heute bereicherte der Staat sehr wenige und reichte anderen sehr spärliche Ressourcen in Anstellung, Gesundheit und Dienstleistung; doch es war diesen 70% fremd, von denen ich glaube, dass die Zukunft der nationalen Geschichte abhängt. Wir müssen eine Lösung für den gesellschaftlichen Konflikt finden, der einerseits jene, die die Produktionsmittel besitzen, sowie ihre öffentlichen oder privaten Subventionsgruppen und andererseits die Enterbten, die die grosse Mehrheit sind, konfrontiert.“ (Betonung hinzugefügt.)

Dies ist die reaktionäre Essenz, die die „symbolischen Pyramiden“ jenen, der als Präsident fungiert, umschliesst: um seine „2%“ von Monopolisten und Besitzern der gesellschaftlichen Produktionsmittel herum konstruiert er seine „oberen 30%“ und diesen stellt er seine Ausführung der „rändlichen 70%“ gegenüber. Hieraus gehen die zwei Gegenstücke seiner Pyramide hervor, die zwei Seiten des Widerspruchs, die den „gesellschaftlichen Konflikt“ generiert, wie er sagt: „Besitzer der Produktionsmittel sowie ihre öffentlichen oder privaten Subventionsgruppen“ einerseits und andererseits „die Enterbten, die die grosse Mehrheit sind“; doch da „wir den gesellschaftlichen Konflikt lösen müssen, der sie [konfrontiert]“, wohin führt seine ganze „symbolische Pyramide“? Zur Verteidigung der Ausbeuter und Unterdrücker unseres Volkes, der Rest ist Philisterei, Rhetorik und Demagogie. Am Ende des Tages sind sie die gleichen alten Ravisten-Ideen, die der neusten wissenschaftlichen und verworrenen soziologischen Mode entsprechend aufgemotzt sind, welche die Dreifaltigkeit zusammenfasst, das Problem des peruanischen Staates mit einer Erklärung lösend: „Ich erkläre, und dies ist meine Verpflichtung, dass von heute an der Staat allen Peruanern gehört und dass, wenn niemand für die Gemeinen und Arbeitslosen gesprochen hat, von heute an der Staat an ihrer Stelle für Glück und Gerechtigkeit sprechen wird.“ (Unsere Hervorhebung). Ein Jahr später können jene, die diesen Verfälschungen, Heucheleien und dieser Arroganz glaubten und der täglichen Realität begegnen, dass das Land lebt, nicht anders, als immer besser zu verstehen, was der Marxismus, die Weltanschauung des Proletariats, lehrt: „Der Staat ist eine Maschine zur Unterdrückung einer Klasse durch eine andere […]“ Denn: „Der Staat ist das Produkt und die Äusserung der Unversöhnlichkeit der Klassengegensätze. Der Staat entsteht dort, dann und insofern, wo, wann und inwiefern die Klassengegensätze objektiv nicht versöhnt werden können. Und umgekehrt: Das Bestehen des Staates beweist, dass die Klassengegensätze unversöhnlich sind.“

Zusammengefasst leugnen die sogenannten „Ungerechtigkeiten“ offensichtlich den Charakter der peruanischen Gesellschaft, die Klassen und den Klassenkampf, der in ihr stattfindet, hauptsächlich die Grossgrundbesitzer-bürokratische Diktatur des peruanischen Staates, sowie die Notwendigkeit der revolutionären Gewalt, um den alten Staat und die Ausbeuter zu stürzen, um mit der Entwicklung der neuen Gesellschaft zu beginnen; und mit all dem als Ausgangspunkt schlägt er seine sogenannte „demokratische Revolution“ vor, die die vorher erwähnte Botschaft wie folgt beschreibt: „Was ich versichern komme ist etwas anderes, was Peru braucht ist eine demokratische Revoution, eine historische Umstrukturieren, die das Tiefgründige reaktiviert, die die bis heute ignorierten gesellschaftlichen Kräfte entfesselt.“

Ich schlage die Förderung der Landwirtschaft vor, wo Millionen von Peruanern leben, wie sie es vor Jahrhunderten taten, damit jene verlassenen Ländereien – ohne Samen, ohne Dünger, ohne Traktoren, Ländereien die alle acht Jahre bestellt werden – das Essen produzieren, das wir jetzt im Ausland kaufen.

Das ist die produktive gesellschaftliche Reaktivierung. Ich schlage zweitens vor, dass hunderttausende arbeitslose oder unterbeschäftigte Arme der jungen Leute irgendeinen Zugang zu Einkommen oder Arbeit bekommen. Das wird die gesellschaftliche Reaktivierung des Konsums sein.“

„Wenn wir also in den gesellschaftlichen Grundlagen die Landwirtschaftsproduktion mit dem Verbrauch derer verbinden, die aufgrund mangelnder Arbeit nicht essen können, wird ein anderes Peru lanciert werden und es wird dann der nationale Markt sein, den die Produkte der Lima-Industrie, die heute Stück für Stück aufgrund von mangelnden Käufern dicht macht, erreichen können. Dann wird die öffentliche Verwaltung, dessen Grossteil in Lima ist und welche heute dem Anschein nach ein unproduktives Land verwaltet, eine historische Erklärung in einem Land haben, dass von seinen Grundlagen selbst reaktiviert wurde.“

„[…] wenn wir uns nicht für Veränderung entscheiden, wird die Situation in Kürze tausend Mal schlimmer sein, mit mehr Gewalt, mehr Rezession und mehr Arbeitslosigkeit.“ (Unsere Hervorhebung.)

Ist dies die demokratische Revolution, die die peruanische Gesellschaft braucht, jene die den Sturz des Imperialismus, des bürokratischen Kapitalismus und des Halbfeudalismus im Land durch Volkskrieg verlangt, wie er sich seit sechs Jahren entwickelt hat? Nein, überhaupt nicht; viel mehr hat es ausdrucksstarke Zufälligkeiten mit vor Jahrzehnten präsentierten vor-existierenden Problemen mit bereits vorgeschlagenen Lösungen. Es sollte reichen, sich einiger der Vorschläge des „Wirtschafts- und Gesellschaftsentwicklungsplans 1967-1970“ zu entsinnen, der während Belaúndes erster Regierung bewilligt wurde und welcher z.B. besagte: „Wenn die gegenwärtigen Tendenzen der Wirtschaft im Allgemeinen nicht energisch korrigiert und in neue Richtungen gelenkt werden […] könnte dies ernsthafte Spannungen mit unvorhersehbaren wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Resultaten erreichen […]“, sowie „in Betracht zu ziehen, dass die politischen Hauptentscheidungen für wirtschaftliche Entwicklung sich normalerweise auf den Prozess der Kapitaltransformation bezieht […] Grenzen für den Verbrauch von Luxusgütern senkend, um Kapital für auf angemessenen Anreizen basierenden attraktiven Investitionen öffnet“; die Wichtigkeit, die der Entwicklung von Landwirtschaft gegeben wird, als strategischen Sektor der Importverringerung mehrerer landwirtschaftlicher Produkte und hauptsächlich fpr die Ausweitung des nationalen Marktes „der für den Prozess des Wachstums und der Ausbreitung der Industrie unverzichtbar ist“, wofür es „strukturelle Veränderungen“ und „die Konzentration der direkten und indirekten Aktion des Staates im Landwirtschaftssektor“ braucht; eien weitere grundlegende Funktion des Plans war die Entwicklung der Industrie, betonend, dass „die Industrie gegenwärtig stark von importierten Inputs abhängig ist“; im Angesicht dessen, dass finanziell „die Rolle des Staates im Plan der einer Agentur für die Einkommensverschiebung, besonders von städtischen Gebieten zum Investment. „Aus der Sicht der Einkommensverteilung als Weg der Einkommensverschiebung von der Stadt aufs Land“; und u.a. die Organisation der Volksgenossenschaft, die genau auf die sogenannten marginalisierten Massen abzielt.

Wir transkribieren andererseits der Vollständigkeit halber zwei Zitate von Reden des Generals Velasco Alvarado:

„Durch die Aufrechterhaltung und Verteidigung einer nationalistischen und entschlossen revolutionären Politik erweisen wir dem Patriotismus einen grossen Dienst. Wir glauben, dass unser Land weder Sicherheit noch Grösse erreichen kann, wenn es seine alten Strukturen der Diskriminierung der nationalen Minderheiten unangetastet lässt. Wir streben die Erschaffung einer wahrhaft freien und gerechten Gesellschaftsordnung an, die wir als unvereinbar mit dem Überleben der Ungleichheiten sehen, die unser Land zu einer Nation grosser Ungerechtigkeiten gemacht hat.“ April 1969.

„Wo wir bei mehreren Gelegenheiten gesagt haben, dass eines der zentralen Ziele unserer Bewegung der ausschlaggebende Impuls der Industrialisierung ist, da haben wir die Wahrheit erzählt. Peru mangelte es komplett an einer industriellen Zukunft innerhalb der traditionellen Gussformen. Die Unterentwicklungen, die diesem Land von Machtgruppen ohne Geschichtssinn aufgezwungen wurden, machten die Erschaffung eines wahren Industrieapparats unmöglich. Die Ungleichheiten der Unterentwicklung wurden immer auf die Existenz sozialer Sektoren übertragen, die aus Millionen unserer Landsleute bestehen, dessen sehr niedrige Kaufkraft ihnen nie die Erschaffung des internen Marktes erlaubte, welcher für die Konsolidierung einer wahrhaft peruanischen Gesellschaft unverzichtbar ist.“

„Dies war genau eine der Motivationen der Agrarreform. Sie folgte nicht nur der Notwendigkeit, den ungleichen und ungerechten Landbesitz zu transformieren, sondern ebenfalls der Umverteilung des Reichtums, um die Kaufkraft der Bauernschaft zu erhöhen, die in Zukunft der Verbraucher der hergestellten Produkte der wahrhaften Industrie, die wir nie hatten, sein wird.“

„[…] Einer der Eckpfeiler der strukturellen Transformation, die wir durchführen wollen, muss notwendigerweise die beschleunigte Entwicklung der Industrie sein […]“ Oktober 1969.

Worauf deutet all dies hin? Schlicht und einfach, dass es ähnliche Probleme und Herangehensweisen sind, die die Regierungen – de facto oder aus Wahlen stammend – seit Jahrzehnten in Angriff nehmen; sie versuchen nichts weniger als die peruanische Gesellschaft zu entwickeln, den bürokratischen Kapitalismus zu entwickeln und den Halbfeudalismus wiederzubeleben, alles innerhalb der vom Imperialismus aufgezwungenen Bedingungen, hauptsächlich dem der Yankees, und konfrontieren die konkreten Situationen, die ihnen präsentiert werden, daher ihre spezifischen Unterschiede, doch alles innerhalb der Instandhaltung und Verteidigung der Grossgrundbesitzer-bürokratischen Diktatur, die der peruanische Staat ist.

Dies sind also allgemein gesehen die Grundlagen, die die Juli-1985-Botschaft von García Pérez tragen und auf welchen sein sogenannter „nationalistischer, demokratischer und Volksstaat“ aufgebaut ist und auf welchen seine Regierungsverwaltung entwickelt wird.

b. Der Selbsternannte „Nationalstaat“

„Wir wissen, dass wir für die Durchführung der demokratischen Revolution anti-imperialistisch sein müssen […]“ sagte García bei den Vereinigten Nationen; doch man kann nicht anti-imperialistisch sein und nur „die Nation von der monopolistischen Struktur einiger Firmen“ verteidigen, sondern muss frontal gegen die Monopole kämpfen, die die Wirtschaftsbasis des Imperialismus sind; noch weniger kann man dann das grösste Ölmonopol der Welt begünstigen – Stichwort „Verträge mit der Abendländischen Erdölfirma“. Niemand kann sich Antiimperialist nennen und daran festhalten, dass die Auslandsschuld – eines der ernstesten und schmerzlichsten Probleme, das hauptsächlich die rückständigen Nationen betrifft – ein Problem von „Verhältnissen zwischen den Armen und den Reichen“ oder „zwischen dem Norden und dem Süden“ ist, wo wir doch alle wissen, dass es ein brennendes Problem des Kapitalexports ist, einer der Charakteristiken des Imperialismus, ein Ausdruck seines parasitären Charakters des Lebens vom „Kouponschneiden“, wie Lenin lehrte, eine plakative und gewaltige Demonstration der auspressen Ausbeutungsbeziehung zwischen imperialistischen Ländern und unterdrückten Nationen; und niemand kann des weiteren den unterdrückten Nationen die Mitverantwortlichkeit für die lähmende Schuld geben, die sie überwältigt und erstickt. Niemand kann Antiimperialist sein und vorgeblich das Problem der Auslandsschuld vom Weltkampf der Supermächte um Hegemonie trennen; und noch weniger sich einfach selbst an den Rand desselben setzen, ihn praktisch ignorieren, was der Dienerschaft an ihn gleich kommt, sondern muss ihn bekämpfen, die Verschwörung und den Streit denunzierend, den der Yankee-Imperialismus und der Sowjet-Sozialimperialismus austragen, besonders die 3. Welt tiefer ins Elend stürzend, während konterrevolutionäre Kriege in verschiedenen Teilen der Welt entfesselt werden und ein 3. Weltkrieg vorbereitet wird, die Atomkraft schwingend, um den Kampfgeist der Ausgebeuteten und Unterdrückten zu lähmen. Auf die gleiche Weise kann man nicht Antiimperialist sein und die anderen Imperialisten – besonders die Europäer – dazu aufrufen, den Armen der Welt zu helfen, noch weniger sich Verständnis und Unterstützung der Supermächte selbst erträumen und erhoffen. Und der falsche Antiimperialismus, der schneller entlarvt wird, wenn zusätzlich zur Dienerschaft an die Monopole wie OXY, zur Anerkennung der Schuld und zur Verpflichtung, sie zu bezahlen – sich auf die Unwahrheit der „Treue an unsere Verpflichtungen“ berufend – imperialistische Aggression bei ihrem Auftreten als skandalös verschreien und denunzieren, in dem die sogenannte „militärische Unterstützung“ aufgehoben wird, die nur dem Training genozidaler Offiziere wie Hurtado, dem mit dem Spitznamen „Truck“ und anderen seiner Brut dienen, die mit der Unterstützung ihrer Vetter nach ihrer Beibehaltung geschrien wird – auch „Antiimperialisten“ wie die Köpfe der selbst gekrönten „Sozialistischen Internationale“, Castro oder die VL mit Barrantes an der Spitze – nur um ihre überfälligen Schulden zu bezahlen und die „militärische Unterstützung“, die genozidale Offiziere trainiert, wieder einzuführen. Dies ist umso mehr der Fall, wenn sie in hochgestochenem Trotz verkünden, sie würden nur 10% ihres Exporteinkommens bezahlen, nur um 35,5% oder 56,9% in der zweiten Hälfte von 1985 zu bezahlen (14,7% durch öffentliche Schulden, 6,4% durch die Zentrale Reservebank und 35,8% durch den Privatsektor), wie von Ökonomen gezeigt wurde; oder wenn sie damit drohen, den schändlichen Internationalen Währungsfonds zu verlassen, wenn solche Bedingungen nicht akzeptiert und abgelehnt werden, es entschieden wird, dass es praktischer ist, in ihm zu bleiben. Es gibt somit auf keinste Weise den falschen „nationalistischen Staat“, sondern bloss einen falschen Antiimperialismus und einen wahren Proimperialismus.

c. Der Selbsternannte „Demokratische Staat“

„Zweitens, sagt die für manche hoffnungsfolle Botschaft, brauchen wir einen demokratischen Staat, der nicht nur in seinem gewählten Ursprung oder seinem Respekt für Meinungs- und Äusserungsfreiheit demokratisch ist, sondern auch in seiner Rolle als Gebieter der Gerechtigkeit, aber grundlegend in seiner neuen organisatorischen Struktur.“ Zunächst einmal haben wir bezüglich „seines gewählten Ursprungs“ vorher gezeigt, dass die gegenwärtige RAVA-Regierung im Verfassungsbruch und im Bruch anderer Wahlgesetze erschienen ist; dass in Synthese 50%+1 nicht für sie stimmten, wie die Verfassung dieses Landes verlangt, seine Wahl war das Produkt der Verschwörung des Yankee-Imperialismus mit den inländischen Ausbeuterklassen und der Bestätigung durch die bewaffneten Streitkräfte, weshalb Alan García Pérez nur als Präsident agiert; folglich haben auch die Minister die er ernennt und die Funktion die sie erfüllen keine legale Basis innerhalb seines eigenen Systems. Gleichermassen leidet der Kongress der Republik unter ernsthaften Problemen in Verbindung mit der Vorzugswahl, worüber es Beschwerden, Befragungen und Skandale gegeben hat, die bis heute nicht aufgeklärt worden sind. Bezüglich des „Respekts für Meinungs- und Äusserungsfreiheit“ existiert sie nur, wie es der reaktionären Ordnung entspricht, für die Ausbeuter, die fast alle Massenmedien besitzen; doch was hervorsticht ist die einheitliche Verwaltung, die die RAVA in diesem Gebiet durchgesetzt hat; ein plakatives und unleugbares Beispiel ist die Information über den Genozid vom 19. Juni gegen die Kriegsgefangenen. Zusätzlich zu den indirekten oder sogar brutal unverblümten Einschränkungen gegen einige der Medien, die der Staatskontrolle entfliehen, der Zensur und Verfolgung des Neuen Tageblatts und von Fernsehsendern sind dies einige klare Beispiele; stellen wir uns sonst eine einfache Frage: Wann hat irgendeine Zeitung oder Medienplattform je die Veröffentlichung eines Communiqués zugelassen, das die Verfolgung, Folter, Verschwindungen und den Genozid gegen das Volk denunziert, abgesehen von der vorher erwähnten Zeitung oder dem Magazin Equis X? Doch die Freiheiten und Rechte, die die Massen erobert haben und dessen Einträre ins Gesetz sie sogar erzwungen haben, können nicht auf Meinungs- und Äusserungsfreiheit reduziert werden; folglich werden das Recht auf Leben und physische Integrität, die Gedankenfreiheit und ihre Äusserungsfreiheit, die Unantastbarkeit des Heims oder das Postgeheimnis, das Recht auf Versammlung, Organisation, Streik, Arbeitssicherheit und Sozialhilfe usw. usf. und das Recht auf Begrabung ihrer Toten in diesem Land und in diesem sogenannten „demokratischen Staat“ respektiert; vom Ausnahmezustand und der Ausgangssperre mit all ihren Verweisungen auf die sogenannte „Verteidigung der Ordnung“ ganz zu schweigen. Bezüglich des Staates als „Gebieter der Gerechtigkeit“ wird es ausreichen, die Arbeiter von Sima, Moraveco, die Minenarbeiter von Canaria und Pasco, die Mitglieder der CITE, SUTEP, Ärzte, die Zuckerrohrbauern im ganzen Land, das Volk von Puno, Cusco und San Martín sowie die Einwohner der Elendsviertel wie jener von Garagay zu fragen, vom „Gebieter der Gerechtigkeit“ in seiner Leistung in Aqomarca, Lurigancho und im letzten Genozid der drei leuchtenden Schützengräben des Kampfes ganz zu schweigen, sowie vom verzweifelten „Genug ist genug! Mein Geduldsfaden ist gerissen!“ von García Pérez gegen die Kämpfe der Arbeiter und der ganzen Repression, die von der RAVA-Regierung entfesselt wurde, seit er seine Regierung begonnen hat; all dies ist offensichtlich Teil der Wiederrerrichtung der „nationalen Ordnung und der Rückkehr zum Prinzip der Autorität“ und seines „wenn jene, die nicht verstehen wollen, in Agitation verfallen, wird die Staatsordnung sie durch Anwendung legaler Disziplin mit Festigkeit und Energie zu sanktionieren wissen […] es darf keine zittrige Führung geben, die Unordnung befürwortet, sondern eine feste Entscheidung […]“, wie er in der Botschaft von 1985 sagte.

Doch was Beachtung verdient, ist die Aussage: „[…] demokratischer Staat […] grundlegend aufgrund seiner neuen organisatorischen Struktur“. Der peruanische Staat wird grundlegend als bourgeoise „Repräsentativdemokratie“ gesehen, also parlamentarisch; was bedeutet also „neue organisatorische Struktur“? In Kürze, ihm eine körperschaftliche Struktur zu verleihen; und dies wird durch „Dezentralisierung und Entkonzentrierung“, Regionalisierung, Entwicklungskomitees, Mikroregionen, „Bauerngemeinschaften als Gesellschaftsbasis“ und den „Nationalen Wirtschaftskongress“ angestrebt, was der organisatorischen Arbeit hauptsächlich mit den sogenannten marginalisierten Massen hinzukommt: „junge Leute und Bauernschaft des Andendreiecks“. All dem dienen die Organisationen und Föderation junger planender Leute sowie die „Rimanacuy“, zusätzlich zum Angriff auf die „Volksküchen“, „Mutterklubs“ und zur Aktivität mit Frauen durch das sogenannte „Direkthilfeprogramm“; und der neulich erschaffene „Rat für die Jugendförderung“, dem die Eroberung von „professionellen Universitäten“ usw. hinzugefügt werden muss. Was auch auf keinen Fall ignoriert werden kann ist die Gewerkschaftsgleichschaltung und ganz besonders die Formierung von Schockgruppen, die die RAVA sehr schnell am errichten ist, sowie der Eifer, Massen gegen Massen zu stellen, wie in der Benutzung der PAIT in den Lehrer- und Ärztestreiks zu sehen war. Doch die Errichtung dieser körperschaftlichen Struktur kann nicht von der faschistischen politischen Auffassung getrennt werden, dessen Ausdruck in der parlamentarischen Krise gesehen werden kann, innerhalb derer die Legislativmacht tiefer und tiefer singt, in der systematischen Verweigerung von Rechten und Freiheiten und in den Aktionen und Gesten eines Söldners, die García Pérez gezeigt hat, der von seinen engsten Henkern sehr bezeichnend „der Führer“ genannt wird. In Synthese gibt es den gepriesenen „demokratischen Staat“; nein, mitnichten, da dass, was stattfindet und vorbereitet wird, die Ersetzung der demokratisch-repräsentativen Ordnung durch eine körperschaftliche gesellschaftliche Neuanordnung ist, unter der Leitung einer faschistischen Politik, die sich bereits ihren Weg bahnt und in einer finsteren Perspektive zum Ausdruck kommt.

d. Der Selbsternannte „Volksstaat“

„Doch“, sagte die Botschaft von 1985, „der Volksstaat muss eine Antwort auf die dringendsten und ernstesten Probleme geben, unter denen das Land leidet.“ Wie ist die Wirtschaft zugunsten der Massen verwaltet worden? In der gleichen Nachricht sprach er bereits die Warnung aus: „Ich verkünde, weil es meine Pflicht ist, dass wir ein hartes Wirtschaftsregierungsprogramm in Bewegung setzen werden, um die Wirtschaft in Richtung einer revolutionären Umgestaltung zu organisieren […]“ (Unsere Hervorhebung). Sobald García Pérez das Amt antrat, setzte er sofort einen Notfallplan in Kraft, was trotz Limitationen eine Kopie von Alfonsíns Argentinienplan war, innerhalb des Kriterium der sogenannten „Expansionssanpassung“ (einem Kriterium, dass die Zustimmung von J. de Larosiére, dem Kopf des IWF hatte, und entsinnen wir uns, dass derselbe Plan der Anpassung an den Fond diente); welcher im Oktober, später im Februar und neulich im Juli angepasst werden musste; allgemein können wir sagen, dass er immer mehr den Bedürfnissen des bürokratischen Kapitalismus angepasst wurde, der dem Imperialismus, hauptsächlich dem der Yankees unterworfen und mit dem Halbfeudalismus verbunden ist, dass er auf die Überwindung der Krise fokussiert, unter der er seit 1974 leidet, und die so sehr ersehnte „Reaktivierung der Wirtschaft“ ersucht. Für lange Zeit wurde der grosse Erfolg der „neuen Wirtschaft“ propagiert, jedoch ist die Realität anders und hat zum „Aufruf zur Reflexion“ geführt, die vom Präsident vorgeschlagen wurde, sowie zur Konfrontierung der Realität und zur Beendigung des Triumphalismus, der monatelang vorherrschte.

Sehen wir einige Punkte an. Viel ist über die grosse Reduzierung der Inflation gesagt worden, doch heute kann man sehen, dass Belaúnde mit seinen inflationären Zunahmen und seiner Entwertung am Ende seiner Regierung der derzeitigen Regierung ermöglichte, seine sogenannten „Erfolge“ zu erzielen; denn wie J. Iguíñiz selbst, ein Mitglied der VL, sagt: „Nach einem solchen Paket ist es normal, dass Inflation stagniert oder reduziert wird, wie es nach den vorherigen Anpassungen geschah.“ Doch die Frage geht weiter als das, eine solche inflationäre Eindämmung sollte mit dem Hintergrund der Rezession „höhere Reallohnerhöhungen als die verzeichneten“ generiert haben und folglich: „Die Regierung, insofern als sie höhere Erhöhungen verhindert hat, hat die Reaktivierung verlangsamt.“ Somit ist demselben Autor zufolge die Reduzierung der Inflation nicht ein wahrhafter Verdienst der RAVA-Regierung und darüber hinaus hat sie Löhne und die so gross publizierte Reaktivierung verlangsamt.

Doch wenn wir das Problem der Reallöhne genauer analysieren sehen wir, dass diese im Januar 1986 auf 89,4% verglichen mit der Kaufkraft im Juli letzten Jahres gesunken sind. Des weiteren sollte angemerkt werden, dass Löhne, als die Erhöhungen vom Juli 1985 verordnet wurden, „merkwürdig höher als die Lohnzunahmen“ stiegen; andererseits waren die Erhöhungen von Gehaltsarbeitern ohne kollektive Verhandlungen höher als von denen mit kollektiven Verhandlungen, erstere nahmen um 8,8% zu, letztere um 4,9%. Wie Wirtschaftswirklichkeit sagt: „Die reale Mai-Februar-Zunahme der Industrie ohne kollektive Verhandlungen ist verglichen mit ihren organisierten Gegenstücken besonders unverbesserlich: 36,9% vs. 4,6%!“ Diese Klassenorientierungen und -ziele der RAVA-Regierung sind sehr ausdrucksstark. Die Erhöhung des Mindestlohns, mit der die Regierung so viel prahlt, verdient Hervorhebung: was sind 700 Intis pro Monat verglichen mit einem Grundnahrungskorb, bloss von Nahrung, der 2‘586 Intis? Und was ist die Zunahme von Nahrungspreisen von Juli 1985 bis Juni 1986? Nun, 210,8% der Grundnahrungen, die der Volksernährung der Städte gängig sind, besonders in der Hauptstadt; eine Zunahme, zu denen wir Milch, Brot, Zucker und Reis nicht dazuzählen dürfen, dessen Preise kontrolliert waren, doch die nichtsdestotrotz auch gestiegen und viele Male verschwunden sind.

Und was ist auf dem Land passiert? Grosse Pläne, besonders für das sogenannte „Andendreieck“. Für das „Dreieck“ wurden null Zinsen verordnet, doch der Kredit erreicht nur 8 bis 10% der Produzenten und nicht genau im Hochland; abgesehen vom „Fonds für Landwirtschaftliche Reaktivierung und Ernährungssicherheit“ von 3‘200‘000‘000 Intis geht 80% davon an Produkte, die an der Küste angebaut werden. An das „Dreieck“ sind konkret nur 50‘000 Intis an die Gemeinden geliefert worden, es ist noch nicht spezifiziert worden, wie viele überhaupt etwas erhielten; doch die erste Hälfte wurde in Geld gegeben und aufgrund der gewöhnlichen Abzweige sollte der Rest in Materialien geliefert werden; dies würde für Gemeindearbeiten benutzt werden. Was kann mit dieser Menge gemacht werden? Es ist für die, die sie kontrollieren, einfach abzuleiten, besonders die RAVA und die Gratisarbeit der Bauern benutzend; erinnern wir uns, dass Cooperación Popular, also durch seine sogenannten Gemeindearbeiten, nur 23% des Beitrags zu investieren schaffte und die verbleibenden 77% von den Bauern mit ihren eigenen Händen geliefert wurde. Und vergessen wir nicht, Cooperación Popular existiert noch. Jedoch sollten wir nicht den Schlag gegen die nationale landwirtschaftliche Produktion mit der grossen Zunahme an Nahrungsimporten vergessen. Wir sollten auch auch den Plan hervorheben, nationale Nahrungsmittelproduktion zu fördern, besonders im Hochland, doch sie wurde niedrigen Preisen und staatlicher Kontrolle ausgesetzt.

Heben wir auch das PAIT hervor, eine weitere Massnahme, mit der die Regierung prahlt. Ca. 50‘000 Leute wurden 1985 eingestellt, besonders in Lima und in jungen Dörfern, 80% von ihnen Frauen, und sie werden mit dem Mindestlohn und einem Anteil an den Produkten bezahlt. Dies ist nur, wie die Regierung selbst sagt, eine ergänzende Hilfe, die bereits woanders angewandt wurde und die notwendigerweise zu grösserer Arbeitslosigkeit führt; doch hier wird das PAIT auch als Mittel genutzt, um die rändlichen Massen zu organisieren und zu kontrollieren, um sie gegen andere Massen zu benutzen; heute beabsichtigen sie, es auf 150‘000 auszuweiten, 80‘000 im Hochland zu beschäftigen und den Rest an der Küste, hauptsächlich in Lima. Wir können gut die körperschaftlichen politischen Ziele sehen, die im Hintergrund des PAIT eingenistet sind. Gleichermassen sollte die ganze Aggression gegen das Proletariat und Arbeiter im Allgemeinen hervorgehoben werden; besonders das sogenannte „Stabilitätsgesetz“, welches die Verfassung missachtet und grössere Möglichkeiten der Arbeiterentlassung eröffnet; doch das Problem erreicht eine ernstere Situation mit dem sogenannten „Notfallbeschäftigungsprogramm“ (PROEM), nach dem Unternehmer, privat und staatlich, Personal bis zu zwei Jahre unter Auszahlung des Mindestlohns einzustellen, natürlich „mit den Gunsten des Gesetzes“; dies impliziert, ca. 2/3 des EAP – die Arbeitslosen und Unterbeschäftigten des Landes – als grosse Armee verhungernder Leute der Unersättlichkeit der Kapitalanhäufung zum Frass zu werfen, welche sie wie eine Zitrone von Emolientero soviel wie möglich für den grösstmöglichen Profit ausquetschen wird. All dies abgesehen von den Massnahmen, die Forderungen zu untergraben, die Gewerkschaften zu zerstören und zu spalten und Streiks zu verhindern, damit die Arbeiterklasse und die Arbeiter die Krümel akzeptieren, die ihnen zugeworfen werden, und sie dankbar für so viel Güte von ihren Ausbeutern und dem „Volksstaat“ entgegennehmen.

Trotz allem Gesagten erhalten weder Gesundheit noch Bildung viel Beachtung; des weiteren – ebenfalls die Verfassung missachtend – verschmelzen die Sozialsicherheitsdienste mit denen des Gesundheitsministeriums, gegen die Interessen der Arbeiter gehend, um Staatsausgaben für Gesundheit zu senken; was Bildung betrifft, wird sie von Lehrern und Ravisten-Autoritäten angegriffen, um sie zu kontrollieren, und – was heute extrem wichtig ist – die Ravistenregierung zielt direkt gegen die staatlichen Universitäten, um sie auch zu kontrollieren, wie es der alte Ravistentraum ist, daher die vor Monaten lancierte Kampagne, dass sie „Zentren des Terrorismus“ sind.

Doch all dies kommt zur Einkommenssenkung durch Exporte dazu, 500‘000‘000 Dollar weniger dieses Jahr, wozu die Zunahme von Importen gerechnet werden muss; somit hat bereits im Juni die Offenbarung des Handelsbilanzdefizits begonnen, zusammen mit der Verminderung ausländischer Währung seit Februar. Dem muss, obwohl die Regierung es abstreitet, das Wachstum des Finanzdefizits hinzugerechnet werden, was in diesem Land offensichtlich immer das Volk getroffen hat; unausweichlich die erhöhten Probleme der Auslandsschuld hinzufügend. Doch wir müssen „Vertrauen“ haben, denn „Essen wird nicht über Nacht wachsen […] noch werden Gehälter steigen […] trotzdem wird eine Volksregierung mit der Bekräftigung nationaler Moral beginnen und dies wird von Polizeiinstitutionen gewährleistet werden müssen“, der bekannten Botschaft zufolge. Wir kennen diese Moralisierung bereits: Die Reorganisierung der Polizeikräfte ist das beste Beispiel.

All dies hat García Perez dazu gebracht, in seiner neulichen Julibotschaft diesen Jahres zu sagen:dies ist ein schwieriges Jahr gewesen. Seine Limitationen und Probleme […] doch die Wahrheit, mein Herr, ist dass dieses Jahr ein schwieriges Jahr gewesen ist, wie es die nächsten auch sein werden […] Jedoch haben wir in diesen zwölf Monaten Fortschritte auf der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ebene gemacht und, was noch wichtiger ist, auf der Ebene der nationalen Geduld.“ (Unsere Hervorhebung.)

In Synthese, ist dies ein „Volksstaat“, dient er den Volksmassen? In keinster Weise; er ist schlicht und einfach die gleiche pro-imperialistische, antidemokratische und Antivolksdiktatur, der Rest sind wiederbelebte alte Ideen, alter Wein in neuen Flaschen und grosse Demagogie, die sich in Richtung der Korporatisierung der peruanischen Gesellschaft unter faschistischer politischer Orientierung entwickelt, Lektionen aus seinen inländischen Vorgängern ziehend.

C. DER GENOZID GEGEN DIE KRIEGSGEFANGENEN IN DEN LEUCHTENDEN SCHÜTZENGRÄBEN DES KAMPFES

Trotz allen Treffen zwischen Mitgliedern der RAVA CONAPLAN und den Oberhäuptern der bewaffneten Streitkräfte und Militärberatern von Velasquez hat die reaktionäre RAVA-Regierung bis heute nicht ihre gross angekündigte „neue anti-subversive Strategie“ gezeigt. Sie haben einfach die konterrevolutionäre Strategie verfolgt, die bereits im ersten Teil analysiert wurde, und haben höchstens den bewaffneten Streitkräfte mehr wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Mittel, mehr carte blanche für die Entwicklung eines grösseren konterrevolutionären Krieges mit polizeilicher Unterstützung gegen den Volkskrieg gegeben, welcher in Peru weiterhin brennt und sich ausweitet und dies auch in Zukunft weiterhin tun wird. Die gegenwärtige Regierung versuchte zuerst, den Volkskrieg zu ignorieren, doch mit dem Genozid von Aqomarca explodierte dies in ihr Gesicht, einer Verantwortung, der sie durch die Entlassung des damaligen Präsidenten des Vereinigten Kommandos der bewaffneten Streitkräfte auszuweichen versuchte. Doch dies war eine Farce, denn diese Entlassung war aufgrund von Differenzen über den Eintritt von Truppen in den Dschungel bereits eine Woche davor festgelegt worden, während die anderen Veränderungen von den Militärkommandanten selbst eingerichtet wurden. Erinnern wir uns jedoch, dass General Jarama, der damalige Kopf der 2. Militärregion, Tage vor Aqomarca in Ayacucho war, in Begleitung von fünf Generälen sowie acht Obersten und Oberstleutnanten. Warum waren sie dort? Offensichtlich, um die Pläne zu implementieren, auf die sich der Nationale Verteidigungsrat mit García Pérez persönlich an der Spitze geeinigt hatte. Was die Untersuchungen betrifft, kamen sie trotz dem ganzen Beweismaterial zu keinem Schluss und wie wir sahen, wurden die Genozidler Hurtado und Artaza belohnt und als „Helden der Demokratie“ hochgehalten. Daher kamen die angeblichen Entlassungen und Untersuchungen, zwei Teile des gleichen Manövers zur Verteidigung des Rufs – besonders international – des „Herrn Verfassungspräsidenten, oberstem Führer der bewaffneten Streitkräfte und Polizei“, der im September in den Vereinten Nationen wie ein Bürgerwehrpfau prahlte: „Unser demokratischer Vorstellungsbrief an die Welt ist Respekt für das Leben und die Rechte von Personen. Nichts rechtfertigt Folter, Verschwindung oder aussergerichtliche Hinrichtung. Barbarei sollte nicht mit Barbarei bekämpft werden.“ Man lasse alle Worte mit Taten vergleichen! Diese Worte reihen sich in das ein, was er am 28.07.1985 sagte, in ihnen genügt es, sich an die sogenannte „Friedenskommission“ zu erinnern, wozu sie diente, was sie machte und vor allem wie sie endete, versenkt, wie ein Schiff mit Leck von Anfang an, am letzten Genozid vom Juni mitwirkend; und die Führung der VL, die … in die Amnestie ihres inhaftierten Gefolges einwilligte, bis heute darauf wartend, dass García das Versprechen erfüllt.

Es folgte der Genozid von Lurigancho im Oktober 1985, nach dem die reaktionäre RAVA-Regierung die grosse Farce der „massenhaften Kapitulation der Leuchtenden Pfad-Mitglieder“ in Llochegua und Corazón-Pampa, La Mar-Provinz, Departement Ayacucho inszenierte. Es wurde sogar, wie von allen Medien berichtet wurde, ein Interview zwischen dem „obersten Führer“ (García Pérez) und „kapitulierten Führern“ gestellt, welche er beim Palast empfing, ein Akt, der aus der Entfernung gefilmt wurde, in dem niemand irgendetwas hörte oder das Gesicht von irgendjemandem sah — angeblich aus „verständlichen Sicherheitsgründen“. Doch das Ganze wurde schnell von den publizierten Aussagen eines Navy-Offiziers entweidet, der an der Operation teilnahm: „Derselbe Offizier erklärte im Interview dieses Reporters, dass die hundert oder so Leute, die sich angeblich ergaben, unter ihnen Männer, Frauen und Kinder, den Stützpunkten von Corazon-Pampa oder Llochegua nie nahe kamen, sondern an den Berghängen von den Marinen zusammengetrieben wurden und später in beide Lokalitäten gebracht wurden. Als Leutnant ‚Aníbal‘ gefragt wurde, ob die Bauern zum Zeitpunkt der Ergebung irgendwelche Waffen trugen, antwortete er nein […]“; laut der Republik vom 25. Oktober 1985. (Unsere Hervorhebung.) Das war die berühmte Lüge der „Kapitulation“.

Nichtsdestotrotz waren diese Pläne, Aktionen, Genozide und Farcen Teil eines der Ziele der RAVA gegen den Volkskrieg, da, wie in Der Nationale vom 18.05.1985 gelesen werden kann: „In den ersten 100 Tagen ihrer Regierung wird die RAVA versuchen, den Terrorismus zu besiegen. Das ist eines der Ziele des Notfallplans, der einen Teil des RAVA-Regierungsplans bildet, von der Nationalen Kommission des Regierungsplans (Conaplan) ausgeführt und abgesegnet.“ Doch all diese Intrigen und „Ziele“ wurden in Stücke gerissen, als eine neue und kräftige Volkskriegsoffensive am Ende desselben Jahrs entfesselt wurde; dies zwang das Vereinigte Kommando selbst, mit dem Generalkommandanten der Armee, General Guillermo Monzón Arrunátegui, an der Spitze, dem entsprechenden Marinekommandanten, Vizeadmiral Víctor Nicolini, und dem Kommandanten der Luftwaffe, General Luis Abram Cavallerino und ihren Beratern, Anfang Februar 1986 mehrere Tage lang nach Ayacucho zu reisen; wofür? Grundlegend für die Ausführung neuer Pläne, die vom Nationalen Verteidigungsrat mit García Pérez zu verabschieden sind, um neue Operationen zu unternehmen, besonders in der Zone des Politisch-Militärischen Kommandos Nr. 5 und – wie im ersten Teil zu sehen war – der revolutionäre Krieg entwickelte sich weiter und schlug auch in der Hauptstadt selbst gewaltig und heftig zu.

Der Junigenozid sollte in diesen allgemeinen Kontext gestellt werden und konkret in den Kontext des genozidalen Plans, der Jahre zuvor gegen die Kriegsgefangenen durchgeführt wurde, sowie in die Perspektive der Vollendung des ersten Jahres der APRA-Regierung und der Feier des Weltkongresses der sogenannten „Sozialistischen Internationale“, von dem García Pérez sich das höchste Sprungbrett ersuchte, um zum „Drittweltführer“ aufzusteigen und seine Regierung intern zu stärken, im Versuch, die Niederlagen seiner politischen und militärischen Pläne innerhalb des Landes und die Rückschläge seiner internationalen Politik auszubalancieren. Man nehme die systematischen Provokationen hinzu, die gegen die Kriegsgefangenen zugenommen haben; nicht nur die Taten der belaúndschen Regierung wurden geleugnet, sondern auch die der RAVA-Regierung selbst am 31.10.1985, in welchen der Zustand „besonderer Gefangener“ und ein paar Rechte anerkannt wurden, denen entsprechend, die nicht nur die Rechte der Kriegsgefangenen garantieren, sondern auch jene der „besonderen Gefangenen“, wiederum den Rechten entsprechend, die nicht nur von der vom peruanischen Staat unterzeichneten internationalen Gesetzesgebung, sondern auch von seiner eigenen Verfassung und entsprechenden Gesetzen garantiert werden. Dies sind Gesetze und Rechte, die durch feste und ausdauernde Kämpfe erobert wurden, da es keinen anderen wirklichen Weg gibt, dies zu tun. Die Provokationen implizierten auch Einfälle der Marine in El Frontón, Aufklärungsflüge über dasselbe Gefängnis, zusätzlich zu denen, die gegen die Verwandten und Verteidiger der Kriegsgefangenen ausgeübt wurden, Todesdrohungen und Schlägen, als Gefangene vor das Gericht gebracht wurden; ebenfalls zusätzlich zur Kampagne, die mit der Verschiebung in das neue Konzentrationslager von Canto Grande und die Erklärungen von Gefängnisautoritäten über dergleichen wiederaufgenommen wurde, sowie mit der parlamentarischen Absegnung einer Rückverschiebung der Gefangenen in die Gefängnisse in ihren Herkunftsorten, einem Gesetz, dessen Verhängung von García aufgeschoben wurde. Dieses ganze Bild muss in Betracht gezogen werden und wir müssen klar sehen, dass der Genozid-Plan auf seine Anwendung auf grösserer Fläche abzielen, mit welchem Mittel auch immer; die RAVA-Regierung und die reaktionären bewaffneten Streitkräfte suchen nur nach dem politisch vorteilhaftesten Moment für ihre Ziele: die sogenannte „Demokratie“ und ihre RAVA-Regierung, besonders García Pérez, zu stärken und auf den Volkskrieg einzuschlagen. Innerhalb dieses politischen Kontextes von akutem Klassenkampf, der Entwicklung des parteigeführten bewaffneten Kampfes und allgemein innerhalb der Perspektive des Kampfes zwischen Revolution und Konterrevolution – hauptsächlich bewaffnet – , der seit über sechs Jahren geführt wird, revoltieren die Kriegsgefangenen. Sie antworten auf den reaktionären peruanischen Staat unter der politischen Führung von García Pérez und seiner Regierung, die durch ihre bewaffneten Streitkräfte und Polizeikräfte einen Auslöschungsgenozid verüben, der mit der entsetzten Verurteilung des barbarischen Genozids weltweite Rückwirkungen hatte, das angebliche internationale Prestige von Alan García Pérez wie eine Sandburg zum Einsturz bringt und intern die grösste Krise der RAVA-Regierung bis anhin generiert hat; dies verschärfte die Widersprüche innerhalb der Reaktion selbst, die besonders politischen Institutionen entfernend, besonders die VL – dessen Kopf, der RAVA-Führer Barrantes, sich mit seinem Vorschlag der erzreaktionären „anti-terroristischen Front“ als Komplize positionierte – und erschütterte die Volksmassen, das Volk, dessen Urteil unauslöschlich sein wird. Somit haben die genozidalen und reuelosen Wiederholungstäter weltweite Ablehnung und eine politische Krise geerntet, die sie nicht abwiegeln können und dessen Rückwirkungen lange spürbar sein werden.

Die KPP veröffentlichte im Juni folgende Resolution:

Proletarier aller Länder, vereinigt euch!

RESOLUTION: TAG DES HELDENMUTS

In Fortsetzung des Weges ihres Vorgängers wandte die reaktionäre Regierung der APRA von Anfang an den Genozid gegen den Volkskrieg an, wie die Massenmorde von Accomarca, Umaru, Bellavista und Llocllapampa zeigen, Verbrechen, die von der Armee und der Polizei des peruanischen Staates begangen wurden, und versteckte ihn mit der komplizenhaften Unterstützung des parlamentarischen Opportunismus hinter lautstarker Demagogie.

Die Reaktion nahm hinterhältig die Kriegsgefangenen ins Visier und plante ihre massenhafte Vernichtung, die sie am 4. Oktober des vergangenen Jahres mit der feigen und brutalen Ermordung von dreissig Genossen im Gefängnis von Lurigancho in die Praxis umsetzte, ein gemeines Verbrechen, das wie die anderen straffrei blieb und das erst das siegreiche Volk bestrafen wird.

Am 18. Juni 1986 erhoben sich die Kriegsgefangenen in El Frontón, Lurigancho und Callao in Rebellion gegen den neuen Massenmord, der sich ankündigte, nachdem sie wiederholt öffentlich in den Gerichtssälen und gegenüber Behördenvertretern vor dem Blutbad, das die Regierung und ihre Streitkräfte planten, gewarnt hatten. Sie rebellierten in Verteidigung der Revolution und ihres Lebens und erhoben 26 sehr gerechtfertigte und vernünftige Forderungen.

Am 19. Juni leitete die reaktionäre Regierung der APRA mit Alan García an der Spitze nach einer grotesken Farce, für die sie die so genannte „Friedenskommission“ manipulierte, die unvorstellbarste und niederträchtigste Operation zur Ausrottung der Kriegsgefangenen ein. Sie mobilisierten das Heer, die Kriegsmarine, die Luftwaffe und die Polizei unter dem Befehl des Oberkommandos der Streitkräfte und badeten einmal mehr im kostbaren Blut des Volkes, indem sie einen infamen Massenmord begingen, dem Hunderte von Kriegsgefangenen — Guerillas und Söhne und Töchter des Volkes — zum Opfer fielen. Diese unauslöschliche Schmach, die das Volk nicht vergessen wird und die nur das Volk bestrafen wird, lastet auf Alan García, seinem Ministerrat, dem Oberkommando der Streitkräfte, der Armee und der Polizei.

Unter der Losung „Rebellieren ist gerechtfertigt!“ schlugen sich die Kämpfer der Volksguerillaarmee und Kriegsgefangenen heldenhaft und unerschrocken und eroberten einen Meilenstein des Heldenmuts, des Muts und der Tapferkeit, der als ein exemplarischer Beweis für die heldenhaften Menschen, die nur der Volkskrieg in der Lage ist hervorzubringen, in die Geschichte eingehen wird.

So wird der 19. Juni unvergänglich als TAG DES HELDENMUTS bestehen bleiben. Das vergossene Blut dieser Helden befruchtet bereits die bewaffnete Revolution, indem es sie weiter anfacht, und erhebt sich wie eine monumentale, wehende Fahne und ein unbezähmbarer Kriegsschrei, der zum unvermeidlichen endgültigen Sieg aufruft.

Der glorreiche kämpferische Tod dieser Kriegsgefangenen eint sich mit dem Blut, das bereits vergossen wurde, und die Kommunisten, Kämpfer der Volksguerillaarmee und das Volk in Waffen geben das unverbrüchliche Versprechen, ihrem glorreichen Beispiel zu folgen, um den Volkskrieg weiter zu entwickeln und der Weltrevolution zu dienen, bis das unvergängliche Licht des Kommunismus unter den unbesiegten Fahnen von Marx, Lenin und Mao Tse-tung, des immer lebendigen Marxismus-Leninismus-Maoismus, sich auf dem ganzen Erdball ausbreitet.

RUHM DEN GEFALLENEN HELDEN!

ES LEBE DIE REVOLUTION!

Juni 1986

ZENTRALKOMITEE
KOMMUNISTISCHE PARTEI PERUS

Andererseits müssen wir auch dafür kämpfen, dass die Wahrheit ans Licht gelangt und die Fakten historisch aufgezeichnet werden, wie sie wirklich geschahen; wie es jedem bewusst ist, sind die erlebten Episoden bereits ein unauslöschlicher Teil unserer Geschichte, lasst uns also dafür sorgen, dass zukünftige Generationen sie klar und unauslöschlich erhalten. Die Frage ist es, erstens die Verantwortung von Alan García und der Führung der RAVA-Partei, des Ministerrats, des Vereinigten Kommandos, der bewaffneten Streitkräfte und der Polizeikräfte klarzustellen; offensichtlich fällt die politische Verantwortung in erster Linie Alan García zu, da er zusätzlich dazu, dass er als Präsident agiert, der oberste Führer der bewaffneten Streitkräfte ist; er und sein Ministerrat waren es, die die genozidale Aktion bis zur Auslöschung befahlen und sie wurde grundlegend von den bewaffneten Streitkräften unter der Leitung des Vereinigten Kommandos mit der ergänzenden Unterstützung der Polizeikräfte ausgeführt.

Zweitens, dass die Führung der VL und hauptsächlich Barrantes, der Ravist, der die Organisation anführt, mitverantwortlich sind und besonders, dass der Major insofern ein Komplize ist, dass sein Vorschlag der sogenannten „anti-terroristischen Front“ unleugbar der Einrichtung der genozidalen Aktion diente.

Drittens, dass es allgemein bekannt ist, dass die Parteiführer sowie die Kirche über die Situation und die geplanten Massnahmen informiert wurden, doch was taten sie, impliziert ihre Stille nicht Beihilfe und in manchen Fällen Komplizenschaft?

Viertens, dass man nicht in die kunstvollen Verzerrungen und sogar berüchtigten Anschuldigungen einwilligen kann, die von verschiedenen Medien und Organe der Zerstreuung verbreitet worden sind; unter ihnen können jene, die vom Wochenblatt Amauta verbreitet wurden, nichts als Überraschung und Zurückweisung hervorrufen; ist das der Weg des Dienstes an das Volk oder der Verteidigung der Reaktion? Die Abweichungen oder Oppositionen, die man haben mag, können in keiner Weise in gemeines Abscheu kehren, besonders im Fall von Kämpfern, die dazu bereit sind, ihr Leben für ihre Ideen zu geben, was für jeden schlichtweg guten Menschen nichts weniger als Respekt verdienen kann.

Fünftens, dass dieser Auslöschungsgenozid unleugbar ein Meilenstein im Klassenkampf des Landes ist und seine Rückwirkungen die grösste Krise der RAVA-Regierung bisher generiert hat, nationalen und internationalen Aufruhr verursachend. Er zeigt uns die Überholtheit des bestehenden Gesellschaftssystems und die unwiderlegbare Notwendigkeit, es vollständig und allumfassend zu stürzen, ganz egal, wie lange es dauert, denn historisch gesehen ist es bereits eine herangereifte Notwendigkeit. Des weiteren – was sehr nennenswert ist – hat er die falsche „nationalistische“, „demokratische“ und „Volks“-Maske der RAVA und dem, der als Präsident agiert, heruntergerissen und zeigt uns – allen, die wirklich sehen wollen – die Essenz der Dinge, den faschistischen und körperschaftlichen Pfad, den sie eingeschlagen hat und auf welchem sie sich entwickeln wird.

Schlussendlich, dass die bewaffnete Aktion, die seit 1980 stattfindet – obwohl manche sie aus welchen Gründen auch immer nicht sehen wollen – , uns klar zeigt, dass ein Volkskrieg sich lebhaft und wachsend entwickelt, als leidenschaftlicher Ausdruck des Klassenkampfes und unleugbar von den Massen aufrechterhalten, sonst wäre seine Beharrlichkeit unerklärlich; der Volkskrieg, von der KPP geführt, der dem Marxismus-Leninismus-Maoismus folgt, der unbesiegbaren Ideologie des Proletariats, dessen Emanzipation – wie die des Volkes – der Weltrevolution dient; und dass der Genozid, der in den leuchtenden Schützengräben des Kampfes (LSK) von El Frontón, Lurigancho und Callao gegen Parteimilitante, Kämpfer der VGA und Kinder der Massen, die mit uns kämpften, verübt wurde, ein untrennbarer Teil unseres Volkskrieges und mehr noch ein Meilenstein von ihm ist und dass sie mit ihrer Rebellion ein Denkmal errichtet haben, das wir immer als Tag des Heldenmuts behalten werden, unter anderem die unauslöschlichen Namen unserer Genossen David Javier Guevara Torres (Alejandro) und Víctor Felipe Vidal Mariño (José).

Was die dem Genozid vorhergehenden Kämpfe betrifft, müssen wir die diversen Kämpfe bedenken, die in den LSK stattfanden, doch innerhalb von ihnen verdienen der vereinte Kampf vom 13.06.1985, in welchem das erste Gesetz errungen wurde, sowie der Genozid des 4. Oktober desselben Jahres und seiner Folgerung am 31.10.1985, was das Entreissen des zweiten Gesetzes von der RAVA-Regierung erlaubte, erwähnt zu werden. Was die Ereignisse betrifft, braucht es eine gute Chronologie der Ereignisse des 18. und 19.; ausserdem ist die Tendenz, die Lurigancho-Ereignisse hervorzuheben, doch obwohl wir ihre Transzendenz nicht leugnen, ist es sehr wichtig, jene von El Frontón hervorzuheben, denn dessen Verheimlichung verbirgt die Verantwortung der Marine, einer Institution, die einen finsteren Genozid durchgeführt hat und die es mit dem Verschwindenlassen der Körper der gefallenen Helden weiterhin tut. Lasst uns die Verantwortung der Armee in Lurigancho wiederbetonen sowie den Versuch, die Republikanische Garde als Sündenbock hinzustellen; letztere hat Mitverantwortung, doch nicht die hauptsächliche. Es ist auch praktisch, die Aufzeichnungen der Rechts- und Strafvollzugsautoritäten hervorzuheben, die nach eingeleiteten Versuchen, die hervorgetretene Situation zu lösen, ihre Verantwortlichkeiten ablehnten, als sie ignoriert wurden, und später von Mitgliedern des Militärrechtskörpers ersetzt wurden. Es lohnt sich auch, die Rolle der sogenannten „Friedenskommission“ klarzustellen, die die Errichtung der Farce einer nicht existierenden Mediation manipulierte oder ihr bewusst diente. Was die Situation nach dem Genozid betrifft, ist es ausschlaggebend, die Interventionen von García Pérez vor der Sozialistischen Internationale auf dem Fernsehen und besonders seine Pantomime in Lurigancho hervorzuheben: Die Fakten von Anfang an kennend, hat er eine vollständige historische Demagogie errichtet, die auf Überdeckung, Irreführung und hauptsächlich auf die Rettung seines Rufs abzielt; ebenfalls zu betonen, dass die ursprüngliche Abwesenheit von Alva Castro ihn nicht auf irgendeine Weise von der Verantwortung entschuldigt, die er als Präsident des Ministerrats trägt, mehr noch, da er in Lurigancho anwesend war und im vollen Bewusstsein der Fakten ist er unaufrichtig Still, um sich aus der Verantwortung herauszunehmen. Auf ähnliche Art ist Gonzales Posada, der damalige Justizminister, ein Weiterer der direkt Verantwortlichen, doch er hat sogar kunstvoll gekündigt, sich auf trügerische „ethische“ Gründe berufend. Erinnern wir uns nur an einen Fakt, dass er nach den blutigen Ereignissen vom 15.01.1986 sagte, dass die des Terrorismus Bezichtigten nicht nach Canto Grande genommen würden, doch mit seiner „Kündigung“ hofft er, seinen Ruf für die Zukunft zu retten. Aus diesen politischen Verantwortlichkeiten ist die des Generals Monzón Arrunátegui, dem Präsidenten des Vereinigten Kommandos, des Vizeadmirals Nicolini und des Generals Abram Cavallerino, der Mitglieder desselben Organismus und der Armee, der Marine und der Luftwaffe, hauptsächlich der Oberhäupter der Operationen ersichtlich, sowie die Mitverantwortung der Polizeikräfte mit der vollen Verantwortung ihrer Oberhäupter. Dies, insofern sie in Einklang mit dem von ihren Yankee-Meistern gelehrten genozidalen Auslöschungskonzept den Auslöschungsgenozid planten, organisierten und ausführten, sogar universell eingesegnete Grundgesetze des Krieges wie die von Genf brechend. Ebenso ist es unentbehrlich, die Aktionen der Permanenten Kongresskommission zu analysieren, welche kunstvoll ein Thema öffentlichen Interesses, was offen ausgestrahlt hätte werden sollen, in ein geheimes Problem verwandelt hat und dessen Behandlung es obendrauf ins nächste Parlament verlegt hat. Es ist sehr aufklärend, die Aktionen der verschiedenen Parteien zu sehen, die es ausmachen, besonders die der VL, dessen in der Kommission präsentiertes Dokument jene verurteilt, sie sich als Verteidiger der Revolution und ihrer Leben offenbarten, und die Rechte der Hinterbliebenen in humanitäre Almosen verwandelt, für die man betteln muss.

Zum Schluss müssen wir vor dem Proletariat und den Völkern der Welt die Rolle denunzieren, die die sogenannte „Sozialistische Internationale“ gespielt hat; an seine Ursprünge erinnern, die dem alten Revisionismus entstammen, jenen, die im 1. Weltkrieg ihre Bourgeoisien verteidigten und und die „Verteidigung des Vaterlandes“ ausriefen, was dazu führte, dass die Massen in diesem ersten grossen imperialistischen Plünderungskrieg zu Kanonenfutter wurden, gegen Lenins grosse These der Verwandlung des imperialistischen Weltkrieges in revolutionären Krieg gehend, dessen feste Anwendung zum Sieg über die Renegaten in der Konkretisierung der Grossen Oktoberrevolution führte; die konterrevolutionäre Arbeit der Sozialdemokratie ins Gedächtnis rufen, welche sich mit Ebert an der Spitze mit den Ausbeutern und dem deutschen Militarismus vereinigte, die deutsche Revolution mit Blut und Feuer erstickte und die Revolution in ganz Europa untergrub; um sich seit den 1950ern – die wenigen marxistischen Begriffe abwerfend, die sie als leere Inhaltsformen beibehalten hatten, um weiter zu schachern, wie Laub, das von den Bäumen fällt – als sozialdemokratische Parteien im Dienste des europäischen Imperialismus entwickelnd, in den letzten Jahrzehnten auf die Ausweitung des weltweiten Einflusses ihrer Meister zielend, besonders in Lateinamerika; daher ihr eigener Eifer, Lima als Sitz ihres Kongresses zu nehmen. Wir müssen hauptsächlich ihren capitoste Willy Brandt für seine dreckige und miserable Verteidigung von García Pérez denunzieren, seinen Versuch, ihn von seiner Verantwortung als grossen Genozidler freizusprechen und gleichzeitig den Volkskrieg, der im ganzen Land geführt wird, mit Dreck zu bewerfen; gleichermassen Carlos Andrés Pérez, ein blutiges Aushängeschild, welcher auch wie seine Vorgänger den venezolanischen Kampf mit Blut und Feuer zerschlug und als Demokrat agierend der grosse Verteidiger des genozidalen García und der RAVA-Partei war. Somit hat die selbsternannte „Sozialistische Internationale“ darin, als Sichtschutz für den Junigenozid zu agieren, nichts anderes getan, als weiter im Blut des Proletariats und der Massen zu baden und in diesem Fall im Blut der hunderten barbarisch vernichteten Kinder des Proletariats und des peruanischen Volkes. Doch indem sie dies tat, untergrub sie ihren eigenen Kongress, wer vollständig zwischen Erschütterungen und Rucken vonstatten ging, die vom Genozid erschaffen wurden, den sie zu verdecken versuchten, ihre eigenen internen Widersprüche verschärfend, um am Ende ohne Schmerz oder Ruhm und zwischen Sonnenaufgang und Mitternacht inmitten der Verwirrungen von Agendaänderungen, Treffen, Aufschiebungen von Verbrüderungen und sogar seinen Abschluss herbeiführend, trotz tausenden Soldaten und Polizisten, die ihr Treffenshauptquartier bewachten. Auf diese Weise dienen die Rebellion und die darauffolgende Vernichtung ein Mal mehr der erneuten Entlarvung der langen und schwarzen Geschichte der kriechenden „Sozialistischen Internationale“, mit einer blutigen, schockierenden und neulichen Lektion, die uns klar ihre pro-imperialistische und reaktionäre Essenz zeigen.

Nach seinem Auslöschungsgenozid hat García Pérez mit grossen Werbungen in den wichtigsten Zeitungen der Welt probiert, seine ewig blutigen Hände zu waschen und seine Figur zu säubern, mit dem Ziel, sie neu zu machen; dies hat das peruansiche Volk 8‘000‘000 Dollar gekostet, doch es wird vergeblich sein. Heute setzt er sein Werk fort, indem er in „Interviews“, die in ausländischen Zeitungen publiziert werden, zynisch und skandalös lügt, wie etwas in Der Nationale von Caracas, wo er sagt: „Nein. Die Marine [in El Frontón] war dazu nicht fähig. Die Marine [in El Frontón] half nur der Öffnung von Löchern mit Sprengkörpern“; oder in Bezug auf die Erschiessung von Kriegsgefangenen in Lurigancho sagt er: „Das ist es, was wir denunziert haben. Wir haben 100 Gefangene für dieses Verbrechen verhaftet, die in diesem Moment in einem Sammelgefängnis sind.“ Wenn wir uns jedoch seiner politischen Niederlage entsinnen, die er aufgrund seiner eigenen schweren Fehler erlitten hat, immer grösser als seine Einbildung, drückt er unter Verwendung der Droschkenkonzepte von Belaúnde und anderen den Hass aus, den die Revolution in ihm hervorruft: „Der ‚Leuchtende Pfad‘ ist eine anarchische, brutale, Pol Pot-sche Explosion, deswegen bin ich wütender ‚Leuchtender Pfad‘-Gegner‘“, wie er neulich Newsweek, einem Yankee-Wochenblatt, mitteilte. Das Grundproblem ist, dass der Volkskrieg das Hauptproblem ist, dem der peruanische Staat und seine reaktionäre Ravisten-Regierung gegenübersteht, wie der „Verfassungspräsident und oberste Führer der bewaffneten Streitkräfte und Polizei“ klar sagte:Das erste Hindernis unserer Demokratie ist subversive Gewalt“, Botschaft von Juli 1986; in welcher er in vollem Bewusstsein, wer ihn und den reaktionären Staat unterstützt, das zigste Mal in neuerer Zeit wiederholt:Und hier meine Grüsse und volle Unterstützung an die Institutionen der bewaffneten Streitkräfte, die in loyalem Respekt und Gehorsam für die Verfassungsregierung und die Polizeiinstitutionen agieren […]“ (beide Hervorhebungen sind unsere.)

Für Jahre, doch besonders nach dem Genozid, haben Verurteilungen des Volkskrieges zugenommen, revolutionäre Gewalt verurteilend, bourgeoisen Pazifismus erhebend, sich auf die Massen berufend und der Partei ein angebliches Sektierertum unterstellend. An diejenigen, die fähig sind, die Realität zu sehen, mehr noch an diejenigen, die sie sehen müssen, besonders wenn sie sich Revolutionäre und sogar Marxisten nennen, machen wir den Vorschlag, ernsthafter und tiefer über die folgenen Fragen und Erfahrungen nachzudenken.

Über den Pazifismus. Die Rufe nach Frieden, fragen wir, decken sie sich nicht mit den „Passifizierungs“-Vorschlägen der bewaffneten Streitkräfte und denen von García Pérez, RAVA und anderen? Und ist dies ein Zufall? Nein, erinnert euch, was in Uruguay in den 1970ern geschah; um die Tupamaru-Bewegung zu bekämpfen, erhoben die repressiven Kräfte auch die Notwendigkeit der „Passifizierung“, und was tat der Revisionismus? Wie ihr eigener Führer, Rodney Arismendi, sagt, förderte er eine Bewegung für Frieden, Gerechtigkeit, Demokratie und andere Berufungen; und zum Schluss diente dies, wie wir wissen, nur der Zerschlagung der Tupamarus zum Vorteil der uruguayischen Reaktion. Was wünscht man sich also im Land? Die Zerschlagung des Volkskrieges? Und zugunsten von wem? Bloss wird hier ein Volkskrieg durchgeführt, von einer kommunistischen Partei geführt, die dem Marxismus-Leninismus-Maoismus, Leitdenken folgt; wir sind also nicht Tuparmarus, wir haben eine andere Auffassung und alles, was sich davon ableitet. Und bedenkt erneut sehr ernsthaft folgende Worte von Lenin: „Marxismus ist nicht Pazifismus. Für die schnellste Beendigung des Krieges zu kämpfen ist notwendig. Aber nur wenn gleichzeitig zu revolutionärem Kampf aufgerufen wird, erhält die „Friedens“forderung proletarischen Sinn. Ohne eine Reihe von Revolutionen ist der sogenannte demokratische Frieden eine spiessbürgerliche Utopie“; und „Wer einen dauerhaften und demokratischen Frieden will, der muss für den Bürgerkrieg gegen die Regierungen und die Bourgeoisie sein.“

Über revolutionäre Gewalt, behaltet Engels‘ Worte im Kopf, die Lenin „wahre Lobrede auf die gewaltsame Revolution“ nennt: „Für Herrn Dühring ist die Gewalt das absolut Böse, der erste Gewaltsakt ist ihm der Sündenfall, seine ganze Darstellung ist eine Jammerpredigt über die hiermit vollzogne Ansteckung der ganzen bisherigen Geschichte mit der Erbsünde, über die schmähliche Fälschung aller natürlichen und gesellschaftlichen Gesetze durch diese Teufelsmacht, die Gewalt. Dass die Gewalt aber noch eine andre Rolle in der Geschichte spielt, eine revolutionäre Rolle, dass sie, in Marx‘ Worten, die Geburtshelferin jeder alten Gesellschaft ist, die mit einer neuen schwanger geht, dass sie das Werkzeug ist, womit sich die gesellschaftliche Bewegung durchsetzt und erstarrte, abgestorbne politische Formen zerbricht – davon kein Wort bei Herrn Dühring. Nur unter Seufzen und Stöhnen gibt er die Möglichkeit zu, dass zum Sturz der Ausbeutungswirtschaft vielleicht Gewalt nötig sein werde – leider! denn jede Gewaltsanwendung demoralisiere den, der sie anwendet. Und das angesichts des hohen moralischen und geistigen Aufschwungs, der die Folge jeder siegreichen Revolution war! Und das in Deutschland, wo ein gewaltsamer Zusammenstoss, der dem Volk ja aufgenötigt werden kann, wenigstens den Vorteil hätte, die aus der Erniedrigung des Dreissigjährigen Kriegs in das nationale Bewusstsein gedrungne Bedientenhaftigkeit auszutilgen. Und diese matte, saft- und kraftlose Predigerdenkweise macht den Anspruch, sich der revolutionärsten Partei aufzudrängen, die die Geschichte kennt?“

Und über was Lenin lehrte: Die Notwendigkeit, die Massen systematisch in diesen, gerade in diesen Auffassungen über die gewaltsame Revolution zu erziehen, liegt auch der gesamten Lehre von Marx und Engels zugrunde.“

Und bedenkt zusätzlich und hauptsächlich die grosse these des Vorsitzenden Mao Tse-tung:

„Die zentrale Aufgabe der Revolution und ihre höchste Form ist die Machtergreifung auf bewaffnetem Wege, das heisst die Lösung der Frage durch den Krieg. Dieses revolutionäre Prinzip des Marxismus-Leninismus ist allgemeingültig; es gilt nicht nur für China, sondern auch für die anderen Länder.

[…] Wer die Armee hat, hat die Macht und der Krieg entscheidet alles. […]

Einige kleine Parteien mit einer kurzen Geschichte wie die Jugendpartei Chinas haben keine Truppen und bringen deshalb auch nichts zustande.

In anderen Ländern haben es die bourgeoisen Parteien nicht nötig, Truppen zu ihrer unmittelbaren Verfügung zu haben. Anders ist es aber in China: Infolge seiner feudalen Zersplitterung erlangen jene Gruppen oder Parteien der Grundherren oder der Bourgeoisie die Macht, die die Gewehre haben, und die grössere Macht erlangt der, der mehr Gewehre hat. Die Partei des Proletariats, die unter solchen Bedingungen wirkt, muss das Wesen der Dinge erkennen.

Die Kommunisten erstreben nicht die militärische Macht für ihre Person (sie dürfen das auf keinen Fall anstreben, und sie dürfen nie und nimmer Dschang Guo-tao nachahmen), aber sie müssen eine Militärmacht für die Partei, für das Volk erkämpfen. Da nun ein nationaler Widerstandskrieg vor sich geht, müssen sie auch für die Nation die militärische Macht erstreben. Wer von der Kinderkrankheit in der Frage der Militärmacht befallen ist, wird sicherlich zu nichts kommen. Dem arbeitenden Volk, das jahrtausendelang ein Opfer des Betrugs und der Einschüchterung seitens der reaktionären herrschenden Klassen war, fällt es nicht leicht, sich zu der Erkenntnis aufzuschwingen, dass es wichtig ist, Gewehre in den eigenen Händen zu haben. Das Joch des japanischen Imperialismus und der Widerstandskrieg der ganzen Nation gegen die japanische Aggression haben das werktätige Volk auf den Schauplatz des Krieges treten lassen, und die Kommunisten müssen sich als politisch höchst bewusste Führer dieses Krieges erweisen. Jeder Kommunist muss diese Wahrheit begreifen: „Die politische Macht kommt aus den Gewehrläufen.“ Unser Prinzip lautet: Die Partei kommandiert die Gewehte, und niemals darf zugelassen werden, dass die Gewehre die Partei kommandieren. Hat man aber Gewehre, dann kann man wirklich Parteiorganisationen schaffen, und die 8. Route-Armee hat in Nordchina eine mächtige Parteiorganisation geschaffen. Dann kann man auch noch Kader hervorbringen, Schulen errichten, eine Kultur schaffen, Massenbewegungen ins Leben rufen. Alles, was es in Yenan gibt, ist mit Hilfe der Gewehre geschaffen worden. Alles kommt aus den Gewehrläufen. Vom Standpunkt der marxistischen Lehre vom Staat ist die Armee die Hauptkomponente der Staatsmacht. Wer die Staatsmacht ergreifen und behaupten will, der muss eine starke Armee haben. Manche Leute bezeichnen uns höhnisch als Anhänger der „Theorie von der Allmacht des Krieges“; jawohl, wir sind Anhänger der Theorie von der Allmacht des revolutionären Krieges, und das ist nicht schlecht, sondern gut, das ist marxistisch. Die Gewehre der Kommunistischen Partei Russlands haben den Sozialismus geschaffen. Wir wollen eine demokratische Republik schaffen. Die Erfahrungen des Klassenkampfes im Zeitalter des Imperialismus lehren uns: Die Arbeiterklasse und die übrigen werktätigen Massen können nur mit der Macht der Gewehre die bewaffneten Bourgeois und Grundherren besiegen; in diesem Sinne können wir sagen, dass die ganze Welt nur mit Hilfe der Gewehre umgestaltet werden kann. Wir treten dafür ein, dass der Krieg abgeschafft wird, wir wollen keinen Krieg; man kann aber den Krieg nur durch Krieg abschaffen, und wenn man will, dass es keine Gewehre mehr geben soll, muss man das Gewehr in die Hand nehmen.

Und wenn wir gerade dabei sind, ist es nicht überflüssig, wenn andere grundlegende Probleme diskutiert werden, die tiefgründige Bedeutung der folgenden Worte von Lenin zu analysieren:

„Dem Opportunisten kommt nur das in den Sinn, was er in dem Milieu kleinbourgeoisen Spiessertums und ‚reformistischer‘ Stagnation um sich herum sieht, nämlich nur die ‚Munizipalitäten‘!

Der Opportunist hat verlernt, an die Revolution des Proletariats auch nur zu denken.“

Studiert gewissenhaft folgendes über die Frage der Massen:

„Einer der meistverbreiteten Sophismen des Kautskyanertums ist die ‚Berufung auf die Massen‘. Wir wollen uns doch nicht, so sagen sie, von den Massen und den Massenorganisationen trennen! Man denke aber darüber nach, wie Engels diese Frage gestellt hat. Die ‚Massenorganisationen‘ der englischen Trade-Unions standen im 19. Jahrhundert auf der Seite der bourgeoisen Arbeiterpartei. Das war für Marx und Engels nicht etwa ein Grund, sich mit ihr auszusöhnen, sondern vielmehr sie zu entlarven. Erstens vergassen sie nicht, dass die Organisationen der Trade-Unions unmittelbar nur eine Minderheit des Proletariats erfassen. In England war damals, wie jetzt in Deutschland, nicht mehr als ein Fünftel des Proletariats organisiert. Es liegt kein Grund vor, ernsthaft anzunehmen, dass im Kapitalismus die Mehrheit der Proletarier in Organisationen zusammengefasst werden könne. Zweitens – und das ist die Hauptsache handelt es sich nicht so sehr um die Mitgliederzahl der Organisation, als vielmehr um die reale, objektive Bedeutung ihrer Politik: vertritt diese Politik die Massen, dient sie den Massen, d.h. der Befreiung der Massen vom Kapitalismus, oder vertritt sie die Interessen der Minderheit, ihre Versöhnung mit dem Kapitalismus? Gerade das letztere traf für England im 19. Jahrhundert und trifft jetzt für Deutschland u.a. zu.

Von der „bourgeoisen Arbeiterpartei“ der alten Trade-Unions, von der privilegierten Minderheit, unterscheidet Engels die „unterste Masse“, die tatsächliche Mehrheit, und an sie, die von der „bourgeoisen Ehrbarkeit“ nicht angesteckt ist, appelliert er. Das ist das Wesen der marxistischen Taktik!

Wir können nicht – und niemand kann – genau ausrechnen, welcher Teil des Proletariats den Sozialchauvinisten und Opportunisten folgt und folgen wird. Das wird erst der Kampf zeigen, das wird endgültig nur die sozialistische Revolution entscheiden. Aber wir wissen mit Bestimmtheit, dass die „Vaterlandsverteidiger“ im imperialistischen Krieg nur eine Minderheit darstellen. Und es ist daher unsere Pflicht, wenn wir Sozialisten bleiben wollen, tiefer, zu den untersten, zu den wirklichen Massen zu gehen: darin liegt die ganze Bedeutung des Kampfes gegen den Opportunismus und der ganze Inhalt dieses Kampfes. Indem wir enthüllen, dass die Opportunisten und Sozialchauvinisten in Wirklichkeit die Interessen der Massen verraten und verkaufen, dass sie die zeitweiligen Privilegien einer Minderheit der Arbeiter verteidigen, dass sie Mittler bourgeoiser Ideen und Einflüsse, dass sie in Wirklichkeit Verbündete und Agenten der Bourgeoisie sind, lehren wir die Massen, ihre wirklichen politischen Interessen zu erkennen und durch all die langen und qualvollen Wechselfälle der imperialistischen Kriege und der imperialistischen Waffenstillstände hindurch für den Sozialismus und die Revolution zu kämpfen.

Den Massen die Unvermeidlichkeit und Notwendigkeit des Bruchs mit dem Opportunismus klarmachen, sie durch schonungslosen Kampf gegen den Opportunismus zur Revolution erziehen, die Erfahrungen des Krieges ausnutzen, um alle Niederträchtigkeiten der nationalliberalen Arbeiterpolitik aufzudecken und nicht zu bemänteln – das ist die einzig marxistische Linie in der Arbeiterbewegung der ganzen Welt.“

Und denkt besonders tief und intensiv über diese grosse Wahrheit nach, die vom Vorsitzenden Mao Tse-tung ausgesprochen wurde:

„Die Wahrheit des Marxismus mag tausende von Prinzipien enthalten, aber letzten Endes können sie in einem Satz zusammengefasst werden: „Rebellieren ist gerechtfertigt“. Jahrtausendelang war behauptet worden, dass Unterdrückung gerechtfertigt sei, dass Ausbeutung gerechtfertigt sei und dass es ungerechtfertigt sei zu rebellieren. Dieses alte Urteil wurde erst mit dem Aufkommen des Marxismus umgekehrt. Das ist ein grossartiges Verdienst. Durch Kampf lernte das Proletariat diese Wahrheit kennen, und Marx zog die Schlussfolgerung daraus. Entsprechend dieser Wahrheit leistet man Widerstand, kämpft man, ringt man um den Sozialismus.“

Lasst uns zum Schluss bezüglich unseres angeblichen Sektierertums Mariátegui herbeiführen:

„Wir leben in einer Zeit der vollen ideologischen Kriegsführung. Die Menschen, die eine Kraft der Erneuerung darstellen, können weder mit denen, die eine Kraft der Erhaltung oder des Rückschritts darstellen, übereinstimmen noch sich mit ihnen verwechseln, auch nicht vorübergehend oder zwangsweise. Sie sind durch einen historischen Abgrund getrennt. Sie sprechen eine andere Sprache und haben kein gemeinsames Gespür für Geschichte.“

„Ich denke, wir müssen die Gleichgesinnten zusammenbringen, nicht die Ungleichgesinnten. Dass wir diejenigen zusammenbringen müssen, die die Geschichte nahe beieinander will. Dass wir diejenigen zusammenbringen müssen, von denen die Geschichte will, dass sie miteinander in Solidarität stehen. Das scheint mir die einzig mögliche Koordination zu sein. Die einzige Intelligenz mit einem präzisen und effektiven historischen Sinn.“

Ich bin ein Revolutionär. Aber ich glaube, dass es unter Menschen mit klarem Denken und definierten Positionen einfach ist, sich gegenseitig zu verstehen und zu schätzen, selbst wenn wir gegeneinander kämpfen. Vor allem gegeneinander kämpfen. Mit dem politischen Bereich, in dem ich niemals ein Verständnis mit etwas erlangen werde: mit dem mittelmässigen Reformismus, mit gezähmtem Sozialismus, mit pharisäischer Demokratie.“

Dies sind unserer Meinung nach einige der grundlegenden Probleme bezüglich der Erscheinung und Verwaltung von einem Jahr RAVA-Regierung. In Synthese sind die RAVA-Partei, ihre Regierung und García Pérez, der sie führt – sich an den Prozess und die perspektive der bestehenden überholten peruanischen Gesellschaft und des reaktionären peruanischen Staates anpassend und ihre eigenen Widersprüche entwickelnd – völlig in die Verfolgung einer faschistischen politischen Auffassungen eingetreten, die Korporatisierung der peruanischen Gesellschaft und des peruanischen Staates zu organisieren. Der Schlüssel zu dieser Definition und reaktionären Perspektive ist der beharrliche und unablässliche Kampf des Volkes, der Massen und der Organisationen, die wahrhaft die Verteidigung der Volksinteressen annehmen, hauptsächlich des Volkskrieg, von der kommunistischen Partei geführt, und in der konkreten Situation die Intensivierung des Klassenkampfes, die Intensivierung des Volkskrieges und die Rebellion der Kriegsgefangenen, gegen wen der berüchtigte Auslöschungsgenozid entladen wurde, der an der Grenze des Masses endete und die Demagogie des falschen „nationalistischen, demokratischen und Volksstaates“ schlussendlich zerstörte, der RAVA bei der Definierung des widersprüchlichen Dilemmas half, dass es umschloss, und seine faschistische und korporatistische Essenz als definierend in den Vordergrund warf. Die RAVA unter der Führung von García Pérez hat die Strategie verfolgt, sich auf die armen jungen Volksmassen zu verlassen, die Bauernschaft des Hochlandes für sich zu gewinnen, besonders das sogenannte Anden-“Dreieck“, den Volkskampf zu fesseln, besonders mit der VL als Hintern, und die ganze Reaktion unter ihrem Kommando zu vereinen, das Proletariat zu isolieren, auf die Volksmassen einzuschlagen und gegen den Volkskrieg zu zielen; dafür auf den Einsatz von Repressionen durch die bewaffneten Streitkräfte und die Polizei zählend. Heute wird diese Strategie verstärkt werden, indem ihre Unwahrheiten des „nationalen, demokratischen und Volksstaates“ noch demagogischer erhoben wird, sowie durch einen hochgestocheneren verbalen Antiimperialismus.

Im letzten Jahr hat die VL als Unterstützung für die RAVA-Regierung und sogar als sein Hintern agiert, hauptsächlich aufgrund der Arbeit von Barrantes, des RAVA-Anührers, und des Kurses ihrer nationalen Führung. Mehr noch, in den letzten Monaten und besonders in der vom Genozid erschaffenen Krise und der Verkörperung derselben ist die VL – trotz der Widersprüche in ihr, aber wahlkampffähiger – was die Engländer „die loyale Opposition seiner Majestät“ nennen und wird auch weiterhin sein, im Namen der so oft ausgerufenen „Verteidigung der Demokratie“ und mehr noch „gegen den Staatsstreich“, alte opportunistische Gründe, die der rückhaltsloseste Wahlzirkus unserer Geschichte wie noch nie zuvor unter der Herrschaft von Barrantes Lingán und seiner Krieger erhebt. Heute, nach der „Überwindung der Uneinigkeiten“, doch ihre Widersprüche und jene der RAVA und der VL untereinander hervorhebend, bereitet sich letztere auf die Kommunalwahlen vor und in ihnen werden sie wie die RAVA das Volk auf sich fokussieren wollen, um es von seinen wahren Interessen und seinem wahren Pfad wegzuführen.

* * *

Dies sind die über sechs Jahre Volkskrieg, der wie wütende sich ausbreitende Flammen die Partei führt, sich auf die Volksmassen stützend, hauptsächlich auf die Bauern, unter den bebenden Bannern des Marxismus-Leninismus-Maoismus, der einzig universellen Weltanschauung des internationalen Proletariats, sowie des Leitdenkens, das seine Anwendung auf die konkrete Realität der peruanischen Revolution ist. Dieser Volkskrieg, der seit seinen Anfängen der proletarischen Weltrevolution dient und ihr weiterhin dienen wird, hat die Unterstützung der internationalen Arbeiterklasse und der Völker der Welt, der Revolutionäre und Kommunisten als solche und ganz besonders des Revolutionären Internationalistischen Bewegung, dessen Mitglied die Partei ist; dieser Volkskrieg, der unaufhörlich weitergehen wird, weil, wie Marx lehrte, die Fahne der bewaffneten Revolution bis zum Kommunismus niemals gesenkt werden wird, nimmt heute feierlicher als je zuvor, unter der Führung der Partei, seine Verpflichtung an, die Grundlagen für die Emanzipation des peruanischen Volkes zu entwickeln und so in der Erfüllung des Hauptbeitrages voranzuschreiten, den die KPP gegenwärtig zur Weltrevolution leisten kann. Und die Partei, die den Volkskrieg, die grösste Leistung des peruanischen Proletariats und Volkes, anführt, nimmt heute mit tiefgründiger historischer Verantwortung den Kampf dafür an, dass der Marxismus-Leninismus-Maoismus der Befehl und die Leitung der Weltrevolution wird, denn nur auf diese Weise wird sie sicher und siegreich voranschreiten; und mit der vollen Überzeugung, dass wir nur mit der Waffe die Welt umgestalten werden, nimmt sie den Kampf an, damit das Proletariat und die Völker der Welt den Volkskrieg als die einzige, vollständige und wahre proletarische Militärdoktrin und Hauptkampfform annehmen, mit der wir den Imperialismus und die Reaktion vom Angesicht der Erde fegen müssen, sie – wie der Vorsitzende Mao Tse-tung uns lehrt – auf die Bedingungen der demokratischen, der sozialistischen oder der grossen proletarischen Kulturrevolution und auf die spezifischen Bedingungen jeder konkreten Revolution anwendend, sowie auf die als Einheit betrachtete Weltrevolution.

ENTWICKELT DEN VOLKSKRIEG IM DIENSTE DER WELTREVOLUTION!

RUHM UND EHRE DEM MARXISMUS-LENINISMUS-MAOISMUS!

ES LEBE DIE WELTREVOLUTION!

August 1986

ZENTRALKOMITEE
KOMMUNISTISCHE PARTEI PERUS