Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Perus: “Grundlagen der politischen Weltanschauung”

Proletarier aller Länder, vereinigt euch!
Es gibt ein Ziel, die Eroberung der Macht!

GRUNDLAGEN DER POLITISCHEN WELTANSCHAUUNG
2. PLENUM DES ZENTRALKOMITEES

Zentralkomitee
Kommunistische Partei Perus
Februar 1991

Verlag Rote FahneReproduziert von
Die Rote Fahne

GRUNDLAGEN DER POLITISCHEN WELTANSCHAUUNG
2. PLENUM DES ZENTRALKOMITEES

AUSZUG DES VORBEREITENDEN SITZUNG

Aus Kapitel 1 des Dokuments „2. Plenum der KPP“

1. MARXISMUS-LENINISMUS-MAOISMUS, GONZALO DENKEN: VERTEIDIGUNG DES MARXISMUS GEGEN DIE VEREINTE OFFENSIVE DES REVISIONISMUS UND IMPERIALISMUS

A. DER VEREINIGTE, KONTERREVOLUTIONÄRE KAMPAGNE DES IMPERIALISMUS, REVISIONISMUS UND DER WELTREAKTION GEGEN DEN MARXISMUS-LENINISMUS-MAOISMUS

In den letzten Jahren haben wir gegen die neue revisionistische konterrevolutionäre Offensive (1990) gekämpft. Wir sind die einzige Partei gewesen, die das als solches definiert hat. Was wir jetzt sehen sollten, ist, dass die neue Offensive insgesamt von Gorbatschow entwickelt worden ist, der grösstenteils die dunklen Machenschaften von Teng Hsiao-ping (China) wiederholt hat. Wir haben die direkte Teilnahme der Sowjetunion und ihrer nachfolgenden Staaten im Zusammenspiel und Kampf mit dem Yankee-Imperialismus an der unkontrollierten kapitalistischen Welle in Osteuropa gesehen. Die Teilnahme von Gorbatschow an jenem dunklen konterrevolutionären Plan ist unleugbar. Ein offenkundiger Beweis für seine Dienste, die er dem Imperialismus leistete, ist seine Nominierung für den Friedensnobelpreis.

Zugleich haben wir auch den neuen und umfassenden Angriff des Imperialismus auf den Marxismus entlarvt, der einmal mehr den Zusammenbruch des Marxismus vorhersagte. Wir haben auch gesehen wie auf ideologischer Ebene, in wildester und übermässiger Weise, das Problem hauptsächliche als Kampf zwischen zwei Supermächten erklärt worden ist.

Wir glauben in diesem Zusammenhang, dass wir zu der Schlussfolgerung kommen sollten: Ein vereinigter, konterrevolutionärer Feldzug des Imperialismus, Revisionismus und der Weltreaktion gegen den Marxismus-Leninismus-Maoismus ist entwickelt worden. Dies ist die zentrale Frage, mit der wir umgehen müssen. Dieser Feldzug entwickelt sich durch die Mittel der Zusammenarbeit und dem Kampf, aber überwiegend durch die Zusammenarbeit der drei Feinde, die in einem gemeinsamen Angriff versuchen, den Marxismus von der Erdoberfläche zu tilgen. Noch einmal stellen wir fest, dass dieser Feldzug zurückgeschlagen werden wird. Er ist dazu verurteilt zu misslingen. Er ist nichts anderes als ein Vorspiel zu einer neuen Entwicklung des Marxismus. Früher oder später wird der Marxismus triumphieren.


B. VOM ALLGEMEINEN NIEDERGANG ZUM ZUSAMMENBRUCH DES REVISIONISMUS: SOWJETUNION, CHINA UND ALBANIEN

Dies ist unsere Einschätzung: In der Sowjetunion wird schnell und ohne Einschränkung eine Marktwirtschaft, Privatisierungen, ein freier Markt und schliesslich ein vollständiges, unkontrolliertes kapitalistisches System entwickelt. Das Gesetz, dass erst die politische Macht ergriffen werden muss, um die sozialen Beziehungen hin zur Ausbeutung zu verändern, ist erfüllt worden. Dann wurden Schritte hin zu einem System des Parlamentarismus, einem Mehrparteiensystem und anderer bourgeoiser Prinzipien hin gemacht und schliesslich wurden kapitalistische Produktionsverhältnisse übernommen, wie die Anerkennung eines Plans zur Entwicklung einer Marktwirtschaft. Eine Periode der Stabilisierung ist geplant, um die sehr schweren Krisen, durch die sie gehen, zu meistern. Nichtregierungseigentum von Monopolen besondere den imperialistischen Monopolen und der nichtstaatlichen Industrien in der Sowjetunion nahm zu. Privateigentum an Land wird garantiert. Nichtstaatliches Eigentum von Gebäuden wird erweitert. Letztendlich wird die Konvertibilität des Rubels eingeführt. All das geht zugunsten der Klasse der grossen Bourgeoisie der Sowjetunion. Die Massnahmen um das Gleichgewicht zunichte zu machen, das auf Traditionen und traditionellen Formen beruht, sind offensichtlich. Die revisionistische Partei z.B. wird jeden Tag mehr beschränkt und hat sich mit bourgeoisen und offen nationalistischen Parteien zu behaupten. Die revisionistischen bewaffneten Kräfte haben die politische Kontrolle der Partei beseitigt. Die Verfassung hat zahlreiche Veränderungen durchgemacht und von der alten sozialistischen Verfassung des Kameraden Stalin ist jetzt nicht einmal ein Schatten geblieben. Die Bildung ist auf den Weg der Privatisierung geraten. Die Kirche wird schamlos missbraucht, um den Kapitalismus wieder herzustellen und die ultrareaktionäre Ideologie zu verbreiten.

Angriffe auf die glorreiche Tradition der bolschewistischen Partei sind zu beobachten, auch Angriffe auf Lenin, die heuchlerische Form annehmen und sich selbst mit falschen Beweisen präsentieren, jetzt hat seine eigene – jetzt revisionistische — Partei auf ihrem Parteitag die Tür geöffnet für einen Angriff auf ihm mit der Aussage, dass Lenin nicht mehr als einer von vielen Theoretikern des sozialistischen Prozess gewesen ist. Ebenso existieren schwerwiegende nationale Probleme: Verständlicherweise, wenn der Weg zum Sozialismus verlassen wird, wenn die Parteinormen verlassen werden, wenn der Weg der Diktatur des Proletariats verlassen wird. All jene Massnahmen haben Ergebnisse und der Weg zum Nationalismus wird fortgesetzt.

All dies passiert während einer tiefen wirtschaftlichen Krise und einem schmerzlichen Kampf innerhalb des Revisionismus selbst, in dem sich Splittergruppen behaupten müssen, um ihre Positionen — von alten und neuen, faschistischen und bourgeois-demokratischen Fraktionen — zu verteidigen. Dies alles führt von der allgemeinen Zersetzung des Revisionismus zu seinem Zusammenbruch, der vom Imperialismus befördert wird und von Gorbatschow inszeniert wird, seit seine reaktionäre Politik der Perestroika im Jahre 1985 begann. Der Weg des Revisionismus ist klar der seines totalen Verfalls und es braucht nicht mehr lange bis er an seinem Zusammenbruch angekommen ist.

Wenn wir uns dem Revisionismus in China zuwenden, finden wir heftige Kämpfe, wie z.B. die Ereignisse auf dem Tiananmenplatz. In dieser Situation bekämpfte eine Fraktion, die den zentralisierten Regierungsapparat kontrollieren und ihn dazu ausnutzen wollte, um eine Rückkehr zum Kapitalismus in die Wege zu leiten, und eine reaktionärere bourgeois-demokratische Fraktion bekämpfte. Wir sehen hier, dass die faschistischen Revisionisten ihre Lehren aus der Analyse der Sowjetunion gezogen haben; sie brachten es fertig, ihren eigenen Verlust der Staatsmacht zu verhindern.

Jene Fraktion (angeführt von Teng Hsiao-ping) gegen die so genannte liberal-bourgeoise Bewegung, Chao Chi-yang und Hu Yao-pang sind die Führer der zweiten Fraktion gewesen. Wir haben untersucht wie der Revisionismus zuerst durch ein hauptsächlich faschistisches Stadium geht, aber dies weist die Tendenz auf sich aufzulösen, wie die Restauration des Kapitalismus sich in bourgeois-demokratischen Methoden auflöst – die die historischen Bedingungen für eine Entwicklung des Kapitalismus bereiten – wie in der Sowjetunion, in der jetzt bourgeois-demokratische Methoden erreicht sind, die immer mehr in Übereinstimmung mit dem kapitalistischen und imperialistischen Prozess gerät, wie er im Westen verstanden wird. Im Gegensatz dazu hat sich China seit mehr als 15 Jahren in faschistischer Weise entwickelt, aber das beginnt sich zu unterhöhlen. Da sich das kapitalistische und imperialistische System entwickelt, nimmt der Druck zu, bourgeois-demokratischen Verhältnissen zu entsprechen. Es ist klar, dass beide Fraktionen revisionistisch sind, jede mit ihrem eigenen Programm.

Daher führt auch der zweite Weg des Revisionismus zu einem Untergang des Revisionismus selbst, aber mit niedriger Geschwindigkeit als in der Sowjetunion.

Albanien ist das dritte Beispiel des Revisionismus. Auf dem 9. Parteitag der Partei 1979 hörten wir die Stellungnahmen von Hoxha und Ramiz Alia gegen den Vorsitzenden Mao. Und wir können der Entwicklung des revisionistischen Wegs folgen, da es hier versäumt wurde, die Lehren zu ziehen, die durch die Beobachtung dessen, was in der Sowjetunion, China und Osteuropa stattgefunden hat, möglich gewesen wären. Wir sehen wie die Beziehungen zu den Vereinten Nationen (UNO) entwickelt und Zugeständnisse die „Menschenrechte“ zu garantieren gemacht wurden. Überläufern wurde erlaubt das Land zu verlassen, indem die Flüchtlinge in ausländischen Botschaften aufgenommen wurden, wie es in Ungarn und Ostdeutschland vorgekommen ist. Ausländische Investitionen wurden angenommen und die Profite flossen in andere Länder.

Wir sehen auch politischen Wandel und Wahlen, und Schulen wurden nach „Mutter Theresa“ benannt, von denen Kampagnen gegen den Atheismus ausgingen. Es ist ein anderer revisionistischer Weg. Wir behalten das gute Ansehen, die das Land hatte, im Hinterkopf, aber es ist ebenso im Verfall. Die Geschwindigkeit ist nicht die gleiche, aber die Richtung ist dieselbe. Hier beginnt der Verfall sich zu beschleunigen.

Daher haben wir einen unterschiedlichen Grad des Ansturms auf die Restauration des Kapitalismus und bourgeois-demokratischer Verhältnisse. Z.B. Vietnam, mit einer hauptsächlichen Agrarwirtschaft, wendet heute das Prinzip des Privateigentums an Grund und Boden an, es entwickelt Produkte für den Export und entwickelt Beziehungen zu den USA, nach der Vorherrschaft der Sowjetunion dort. Heute verbeugen sie sich vor dem Internationalen Währungsfonds (IWF).

Der Prozess der Restauration des Kapitalismus (in Vietnam) geht schneller als in Albanien vor sich, aber der Weg ist grundsätzlich derselbe.

Kurz: Der zeitgenössische Revisionismus bewegt sich von einem allgemeinen Verfall hin zum Zusammenbruch, obwohl der Prozess in unterschiedlichen Formen, den drei unterschiedlichen Wegen, verläuft.

C. UNTERSTÜTZT, VERTEIDIGT UND WENDET DEN MARXISMUS-LENINISMUS-MAOISMUS, HAUPTSÄCHLICH DEN MAOISMUS, AN!

a. Internationale Kommunistische Bewegung, Internationale Revolutionäre Bewegung: Marxismus-Leninismus-Maoismus, Proletarische Weltrevolution und unaufhörlich den Revisionismus Bekämpfende, als Grundlage der Einheit: Die neue Erklärung

Die Rolle der Kommunistischen Partei Perus und die Eroberung der Macht

Die gemeinsame Kampagne und der Revisionismus, der seinem Zusammenbruch entgegengeht erfordern, dass wir unsere Verpflichtung dieser Ideologie gegenüber erneut beteuern. Unterstützt, verteidigt und wendet den Marxismus-Leninismus-Maoismus auf allen Ebenen an. Wendet ihn insbesondere an, weil das die beste Möglichkeit ist, um ihn zu unterstützen und zu verteidigen. Dann ist es Hauptproblem den Maoismus anzuwenden, da er das neue, dritte und höhere Stadium des Marxismus ist. Folgt daher keiner anderen Weltanschauung. Alle Kommunisten der Welt müssen ihm nachfolgen, ansonsten sind sie keine wirklichen Kommunisten. Dies ist von grosser historischer Bedeutung.

Das müssen wir in diesem Zusammenhang in der internationalen kommunistischen Bewegung bedenken. Die Neuformierung der Kommunisten ist eine noch grössere Notwendigkeit. Alle unterschiedlichen Kommunisten zusammenzuführen, von denen viele jetzt als kommunistische Individuen, Organisationen oder als Parteien sprechen, sollte unser Ziel sein, um den Marxismus und die Weltanschauung des Proletariats zu verteidigen, um für die proletarische Weltrevolution zu kämpfen und um die Fahne des Kommunismus hoch zu halten. Die Zusammenführung und Entwicklung von kommunistischen Parteien ist ein dringendes Ziel. Es gibt keinen Grund, warum sie alle nicht in einer Partei vereinigt sein können.

Es gibt keine notwendige Eigenschaft, die der Partei fehlt. Bedenkt das glorreiche Beispiel von Marx und Engels, die nur zu zweit anfingen. Die Bolschewiki begannen nur mit wenigen Mitgliedern; ebenso die Kommunistische Partei Chinas (KPCh). Zu viel Zeit wurde verschwendet, um die Hindernisse zu diskutieren, die der Bildung von Parteien im Weg stehen. Dies ist bedeutungslos für jene, die wissen was es heisst zur Partei zu gehören. Das Problem ist die richtige Weltanschauung zu verstehen, für die Partei sich selbst zu disziplinieren und die richtige Weltanschauung zu verbreiten. Dann wird sich die Bewegung mit der Zeit selbstverständlich entwickeln. Ebenso müssen kommunistische Parteien auf ihre Militarisierung achten, die auf richtigen Prinzipien aufbaut, um den Volkskrieg zu entwickeln, da sich die Welt durch Waffen verwandelt werden kann, wie das Beispiel der Sowjetunion und Chinas zeigt.

Neben der Notwendigkeit die internationale kommunistische Bewegung neu zu formieren, müssen wir auf die Situation der Revolutionären Internationalistischen Bewegung (RIB) achten. Sie schreitet auf ihrem Weg, trotz Schwierigkeiten, weiter (1990), aber dies ist nichts Neues. Die KPP ist Teil der RIB, wie es sein muss. Unsere Partei unterstützt die RIB, indem wir unseren Einfluss auf sie nutzen, und sie kämpft unerschütterlich, um das Land durch die Mittel des Volkskrieges zu verwandeln. Es ist notwendig mehr zu tun. Die Revolution fordert dies. Wir haben nicht alles getan, was wir für die Entwicklung der RIB tun könnten. Wir müssen eine aktivere Rolle einnehmen, direkter teilnehmen und sie ideologisch unterstützen. Wir müssen uns selbst besser vereinen und zusammen arbeiten mit den drei Dingen: Dem Marxismus-Leninismus-Maoismus, dem Dienst an der proletarischen Weltrevolution, und dem unablässigen Kampf gegen den Revisionismus. Das kann eine gute Grundlage der Einheit für eine bessere und entwickelte Struktur der RIB sein. Wir müssen mit anderen kommunistischen Gruppen reden und versuchen sie auf der Grundlage einer richtigen Weltanschauung zu vereinen. Wir müssen uns bemühen sie von der Richtigkeit unserer Weltanschauung überzeugen: Dem Marxismus-Leninismus-Maoismus, besonders Maoismus.

Daher sollte es eine neue Erklärung geben. Das Komitee sollte Grundsätze aufstellen, vielleicht nur einen Entwurf. Das Wichtigste ist eine Erklärung der grundlegenden Prinzipien zu präsentieren, die ein Höchstmass an Beweglichkeit für die Parteien geben würde.

Die Rolle der KPP ist es, das ganze Land zu kontrollieren. Die KPP hat einen wachsenden Einfluss und muss den Volkskrieg entwickeln. Indem wir unsere eigene Macht in Peru entwickeln, können wir einen grundlegenden Teil in der RIB übernehmen. Die proletarische Weltrevolution bedeutet den Volkskrieg in allen Ländern zu entwickeln. Der Erfolg in Peru wird das Kräfteverhältnis des  Klassenkampfes in der ganzen Welt verändern. Eine erfolgreiche Kampagne hier wird den Kommunismus, die internationale kommunistische Bewegung, die RIB und die proletarische Weltrevolution grossartig stärken. Kurz gesagt, wir müssen die Parteien und Revolutionen in der ganzen Welt unterstützen, aber unsere erste Verantwortung und der Weg, auf dem wir dem internationalen Kommunismus am Besten helfen können, ist in Peru erfolgreich zu sein.

2. REVOLUTION UND KONTERREVOLUTION AUF WELTEBENE
REVOLUTION ALS GRUNDLEGENDER VERLAUF DER GESCHICHTE

A. WIDERSPRÜCHE UND DER HAUPTWIDERSPRUCH

Die Wirklichkeit zeigt, dass der Hauptwiderspruch in der Welt der zwischen den unterdrückten Nationen und den Supermächten sowie imperialistischen Mächten ist. In dem Mai-Dokument bestehen wir auf diesem Zusammenhang. Dieser Widerspruch ist und wird die Perspektive sein, wie auch immer die Umstände sein werden. Wie auch immer die grundlegenden Konflikte sich ergeben werden und den Grundkonflikt zeitweilig überdecken werden, aber diese weniger wichtigen Konflikte gehen vorüber und der Kampf der Unterdrückten gegen den Imperialismus bleibt.

Unser Verständnis dieses Problems hat sich mit der Zeit entwickelt. Lenin setzte den Marxismus-Leninismus auf die Tagesordnung des Dienstes an der proletarischen Weltrevolution. Kamerad Stalin betonte, dass die Sowjetunion die Verbindung zwischen fortgeschrittenen und sich entwickelnden Ländern war. Vorsitzender Mao zeigte die zunehmende Bedeutung der Volksrevolution in unterdrückten Ländern, in revolutionären Bewegungen, geleitet von kommunistischen Parteien, die den Volkskrieg führen. In den 1960er, 1970er und 1980er Jahren breitete sich die Revolution in ganz Asien, Afrika und Lateinamerika aus. Diese Orte sind Brutstätten der Revolution. Seit dem Ende des 2. Weltkrieges hat dieser Prozess nicht für einen Moment geendet. Das Phänomen Osteuropa widerspricht der Bedeutung der unterdrückten Nationen nicht.

Obwohl diese Länder in Europa sind, sind sie Halbkolonien der Sowjetunion gewesen, gegen die es ihnen nicht möglich war die Revolutionen zu entwickeln, ohne unter den Einfluss des westlichen Imperialismus zu fallen, und in den revisionistischen Niedergang zu fallen, der Möglichkeiten für die skrupellose Bourgeoisie und den unkontrollierten Kapitalismus schuf. Daher gingen sie von den Händen des einen Unterdrückers in die des anderen über.

Während die KPCh darauf bestand, dass Asien, Afrika und Lateinamerika wichtige Schlachtfelder der Revolution waren, stimmte dem die Kommunistische Partei der Sowjetunion nicht zu, weil die Sowjets den Hauptkampf zwischen Sozialismus und Kapitalismus sahen, während die Chinesen den Hauptkampf zwischen den unterdrückten Nationen und dem Imperialismus sahen. So war der Hauptkampf noch nicht definiert, und zwei kommunistische Supermächte diskutierten darüber wie er definiert werden sollte.

1965 präsentierte Lin Piao die Erklärung: „Es lebe der Sieg im Volkskrieg!“ mit Wissen des Zentralkomitees, in der er feststellte, dass der Hauptwiderspruch in der Welt der zwischen den unterdrückten Nationen gegen den Imperialismus ist. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Kampf gegen den Revisionismus schon begonnen und war erfolgreich. Die KPCh fuhr fort ihre Positionen zu entwickeln. Dies war die grosse Kulturrevolution.

Später begannen die Kommunisten sich über das Problem neu zu gruppieren und es gab unterschiedliche Meinungen. Aber für einige blieb der Hauptkampf der gegen den Imperialismus, sodass für sie der Volkskrieg in der Welt das Ziel blieb.

Die KPP nahm die Position an, dass der Hauptkampf in der Welt von heute der der unterdrückten Nationen gegen den Imperialismus ist.

Die Parteien in den unterdrückten Nationen stimmten dem zu, dass dies der Hauptkampf ist. Aber Parteien in den entwickelten kapitalistischen Ländern stimmten dem nicht zu und argumentierten gegen diese Idee.

Wir denken, dass wir einen Fortschritt erreicht haben, weil die Tendenz dahin geht, dass die meisten Parteien mit der Idee, die wir hochhalten, übereinstimmen. Sie sehen die Bedeutung der unterdrückten Nationen und verstehen die Rolle besser, die diese Nationen spielen. Sie sehen, dass das Problem nicht jenes ist, das früher darin ausgedrückt wurde, d.h. es gibt demokratische Revolutionen, die weniger fortgeschritten sind, und es gibt sozialistische Revolutionen, die mehr fortgeschritten sind. Die Wirklichkeit ist, dass es in den unterdrückten Nationen entwickelte demokratische Revolutionen eines neuen Typs gegeben hat. Es sind dies Revolutionen, die vom Proletariat durch dessen Parteien geführt worden sind. Wir verzeichnen eine erfolgreiche Revolution im Beispiel von China, die erst demokratisch, dann sozialistisch und sich dann als Grosse Proletarische Kulturrevolution entwickelte.


B. SUPERMÄCHTE UND IMPERIALISTISCHE MÄCHTE: ABSPRACHE UND KAMPF

Jeden Tag entwickeln sich die Absprache und das Zusammenprallen unter den imperialistischen Mächten und Supermächten weiter, wie kürzlich Ereignisse wie im Persischen Golf zeigen. Es gibt Absprachen zwischen den beiden Supermächten den USA und der Sowjetunion (1990) und auch unter den Supermächten und den Grossmächten Deutschland und Frankreich und wir sehen Unterstützung durch Länder der Dritten Welt wie Ägypten, Syrien, Argentinien und Honduras. Dies ist Teil der weltweiten konterrevolutionären Offensive. Ähnelt dies der Heiligen Allianz? Wir denken schon, weil ihre Niederlage gegen Napoleon von den Erschütterungen der Revolutionen und der Unterdrückung der Nationen gefolgt wurde.

Heute gibt es grosse Absprachen auf der Weltebene, aber sie finden statt inmitten eines stillen, wachsenden, harten Kampfes in einer Geschäftswelt des Streits unter den Supermächten und Grossmächten, weil Deutschland und Japan mehr Stärke erlangen möchten, um ihre eigene Welthegemonie zu schaffen. Es gibt Absprachen unter den grossen Mächten, aber es gibt auch Konkurrenz. Diese Konkurrenz ist nicht auf das ökonomische Gebiet beschränkt, sondern dehnt sich auch auf andere Konfliktgebiete aus. Es gibt Streit über die spezifischen und vielfältigen Interessen jeder der Supermächte, der Grossmächte und der unterdrückten Nationen. Offensichtlich gehen diese Kämpfe nicht um das Wohl der Völker dieser Länder, sondern um das Wohl der Klassen der Ausbeuter. Diese Absprache und der Kampf beleben den internationalen Klassenkampf, kleine Windstösse, die in einer grossen Feuersbrunst enden können.


a. Gebiete der Vorherrschaft und die Neuaufteilung der Welt

Die Karten ganz Europas und Asiens enthalten grosse Konzentrationen der Menschenmassen und traditionell-historische Zentren der Menschheit. Der Mittlere Osten, Amerika und Ozeanien entwickelten sich später. Amerika ist ein isolierter Kontinent. Ozeanien ist viel kleiner als die anderen. Der asiatische Kontinent enthält solche Länder wie die Sowjetunion, mit einem Staatsgebiet von 8,7 Millionen Quadratmeilen. China ist ein weiteres Land von grosser Bedeutung. Es ist eine Enklave, die in das Herz Asiens reicht und Randgebiete hat. Ein weiterer Kontinent ist Europa, der sich bis zum Ural erstreckt und die Achse ist hier Deutschland. Der afrikanische Kontinent ist riesig und er umschliesst viele Länder. Die Armut ist gross und die Ausbeutung durch die Supermächte und Grossmächte ist ebenso gross.

Japan mit 130 Millionen Einwohnern (1990) und wenig Land ist ein grosses ökonomisches Zentrum, das auf den gesamten Orient einwirkt und eine Region des asiatischen Handels und Wohlstands bildet. Im II. Weltkrieg eroberte Japan China, Korea, Thailand, Laos, Burma, die Philippinen etc. Heute wird gesagt, dass seine Einflusssphäre bis in den Mittleren Osten reicht. Aber sie können nicht die Kontrolle über ganz Asien und den Pazifikring übernehmen, weil dies von den USA als eine der Regionen der US-Vorherrschaft angesehen wird. Doch trotzdem ist Japans Basis Asien, seine grosse Region ist der Pazifik und seine Träume sind noch grösser: Die Weltherrschaft. Japans Führer sehen sich mit Problemen konfrontiert: Um ihre niedrigen Produktionskosten zu behaupten, um die Welt mit japanischen Produkten zu überfluten, kommen sie in Konflikt mit dem Proletariat, indem sie zum Beispiel versuchen die Urlaubszeit zu kürzen. Sie haben beschlossen, dass sie mehr weltweiten politischen Einfluss haben müssen und dass sie das Bankensystem in Asien kontrollieren müssen. Jetzt ist es ihnen nicht möglich, den Schutz ihrer ökonomischen Macht ohne ein starkes Militär zu garantieren und daher entwickeln sie ihre bewaffneten Kräfte in Vorbereitung für die Hauptkonflikte. Sie sehen sich Problemen mit den sogenannten asiatischen Tigerstaaten gegenüber, von denen einige auch Führer werden wollen, wie Südkorea, das gegen die wirtschaftliche Kontrolle Japans kämpft. Sie beuten ihr eigenes Volk aus und sie gehen ebenso ihren historischen Gewalttaten gegen die Nationen, die sie unterdrückt haben, nach: Sie haben ihr Bedauern gegenüber Korea, China etc. ausgedrückt. Die Notwendigkeit ihre bewaffneten Kräfte zu stärken trifft sich mit dem Widerstand ihres Volkes, aber ihre Militarisierung ist natürlich ein Schlüsselelement der Macht.

Indem sie ihre Vorherrschaftskonflikte mit den US-Interessen in Lateinamerika verstärken, gewinnt der Handelskrieg mit den USA jeden Tag an Kraft. Neunzig Prozent (90%) des Öls, das sie verbrauchen, kommt aus dem Mittleren Osten und dort gibt es jetzt den Golfkrieg. Und so gibt es Konflikte mit den Interessen der Supermächte und der Grossmächte mit jenen Ländern, die sich in der Region Asien mit den Interessen ihrer eigenen Völker und mit den Interessen der Nationen, die sie während des 2. Weltkrieges unterdrückt haben, mit einmischen. Daher wird der Kampf um die Weltherrschaft, und auch der Absicherung der Vorherrschaft im Orient, sehr schwierig werden.


Deutschland und die sogenannte Europäische Union

Heute sind die Deutschen vereinigt – 80 Millionen Einwohner im Herzen Europas gelegen. Ihr Einflussgebiet ist ganz Europa. Im 2. Weltkrieg sind sie in alle Länder Europas eingefallen und haben sie bedroht, sie erreichten lebenswichtige Punkte der Sowjetunion und auch Nordafrikas. Ihre Einflussgebiete umfassten Europa und viel von der Sowjetunion, Afrikas und des Mittleren Ostens. Sie schufen eine Geopolitik; ihre Theorie war, dass wenn man Europa kontrolliert, die sogenannte „Weltinsel“, dann kontrolliert man die Welt.

Die sogenannte Europäische Union ist nichts anderes als der Expansionismus des deutschen Imperialismus, der seit 45 Jahren darum kämpft, das erträumte „Reich“ zu errichten. Das „Reich“, dessen moderner Antrieb aus dem 18. Jahrhundert kam, wurde im 19. Jahrhundert konkretisiert, war die treibende Kraft in den beiden Weltkriegen. Der deutsche Imperialismus entwickelte sich aus einem Zusammenschluss der Grossbourgeoisie mit den Landbesitzern und den Junkern – der alten militärischen Aristokratie Preussens. Unter eigentümlichen Bedingungen strebten sie die Vorherrschaft in der Welt an – sie nahmen spät an der Neuaufteilung der Welt teil. Im 2. Weltkrieg geschlagen begannen sie heute ihre „Vereinigung“ und Ostdeutschland wird eine arme, unterdrückte Gesellschaft. Der deutsche Imperialismus beginnt seine Expansion zu entwickeln, seinen berühmten „Marsch nach Osten“, der nur sein Expansionismus ist. Jetzt findet der alte Traum der Annexion ganz Europas für die arische Rasse, für Deutschland, seinen Ausdruck. Faschistische Ideologien nehmen zu, der Traum, sich mit Österreich zu vereinen, die Gebiete von Polen zurückzubekommen, in die Sowjetunion zu expandieren, Frankreich und ganz Europa zu beherrschen. Diese expansionistische Inbrunst wird durch die sogenannte „Europäische Union“ befeuert – „Europa aller Nationen“.

Lenin dachte, dass die europäische Einheit den Sozialismus als unabdingbare Voraussetzung beinhaltet. Jede andere Einheit ist heute einfach imperialistische Einheit unter deutscher Vorherrschaft, um die Welt zu beherrschen. Aus diesem Grund können wir dem nicht zustimmen; im Gegenteil wir müssen dies demaskieren und entlarven. Dieses Gerede von „europäischer Einheit“ hat Auswirkungen auf das Denken der peruanischen Reaktion, dem gefeierten El Comercio (der führenden bourgeoisen Tageszeitung in Peru) zum Beispiel. International wird gesagt, dass die höher stehende Kultur der Erde, die europäische, es mit der US Kultur etc. aufnimmt.

Aber wir sollten sehen, dass auch der deutsche Imperialismus sieht, dass diese Vereinigung nicht leicht sein wird. Sie stehen vor einer Reihe von ernsten Problemen und ihre Inbrunst für die Welthegemonie kommt mit der Realität in Konflikt. Die Expansion nach Ostdeutschland beinhaltet eine Störung des ökonomischen Prozesses des sozialistischen Deutschlands, die Schwächung der Landwirtschaft, hohe Erwerbslosigkeit, eine Reservearmee für niedrige Löhne in ganz Europa, besonders in Deutschland. Sie müssen 700’000’000 US-Dollar in den nächsten zehn Jahren investieren. Daher werden sie ihre Auslandsinvestitionen reduzieren müssen. Aber sie denken, dass dies die grundlegende Stärke erhöhen wird. Dies beinhaltet die Notwendigkeit ihre bewaffneten Kräfte zu verstärken und den Militarismus, Patriotismus und Rassismus zu fördern. Ebenso haben sich Rivalitäten und der historische Groll gegen Frankreich, Polen etc. verstärkt. Diese Probleme, die wir heute in Europa sehen, reissen Grenzen wieder auf, wie wir es vor dem 2. Weltkrieg sahen, und sie verstärken den Nationalismus. Daher wird ihr Übergang zu einer Supermacht nicht so leicht gehen, wie sie es sich erträumen. Deswegen schaffen diese Dinge eine Situation, die das Gleichgewicht, das seit dem 2. Weltkrieg erreicht wurde, zerstört.


Die Sowjetunion und Osteuropa

Diese Region reicht von Finnland bis zum Pazifik. Die riesige Landmasse ist eine Weltmacht, deren Träume in alle Meere gehen. Abgesehen von den schon angesprochenen Problemen, entwickelt sich dort eine nationalistische Bewegung, die auf die Desintegration der Union abzielt (1990). Dieses riesige Reich hat begonnen sich selbst zu teilen. Auch in Osteuropa, der gleiche Prozess kontrolliert Rumänien, Ungarn, Polen, die Tschechoslowakei, Bulgarien und Ostdeutschland. Dort haben sich unkontrollierter Kapitalismus und bourgeois-demokratische Tendenzen unter dem Einfluss von imperialistischem Druck und revisionistischem Verfall entwickelt. Aber dort sollte auch die Beteiligung besonders von Gorbatschow gesehen werden, der mit dem US-Imperialismus und Bush unter einer Decke steckt. Wir sehen die Beteiligung der Sowjetunion und der USA. Gorbatschow hat den Grundstein dafür gelegt, dass diese Prozesse in Osteuropa leichter erfolgreich waren, dies dient als ein Beispiel für seine eigene Sowjetunion, und stärkt seine Positionen, die durch die Angriffe der „konservativen“ Fraktion, einer Fraktion mit faschistischer Ideologie und Wertvorstellungen, geschwächt wurden.

So hat diese imperialistische Vorherrschaft der Sowjetunion in Osteuropa begonnen, auseinanderzubrechen. Der Warschauer Pakt ist in Stücke zerfallen. Daher das Problem mit einem neuen Gleichgewicht, einem neuen Konfrontationskurs und einer neuen Verteilung der Kräfte. Dies ist die Situation, hervorgebracht von imperialistischem Druck und revisionistischem Verfall. Traurigerweise gibt es keine Bewegung der Arbeiterklasse oder des Volkes. Es ist der Wechsel von einer imperialistischen Hand in die andere.


China und dessen Machtträume

In 4,48 Millionen Quadratmeilen gibt es 1,1 Milliarden Einwohner (1990). Das chinesische Volk hat lange Grenzen. Sie sind am Pazifik. Ihr alter Rivale ist Japan. Es träumt davon, eine Grossmacht zu sein. Es hat auch Probleme. Die faschistische Fraktion ist an der Macht. Sie hat damit begonnen, ein altes kapitalistisches System wieder herzustellen, das die Zerstörung eines sehr produktiven sozialistischen Systems erfordert, was zu verschiedenen Schäden für das Volk führt – dessen Ausbeutung und Unterdrückung. Es gibt hier auch Inflation und Erwerbslosigkeit. Was wir nicht finden, ist nationale Spaltung. Auch die Herrscher träumen davon, dass sie das Volk im Dienste des Imperialismus benutzen können, als Kanonenfutter und als Markt, um die Herrscher zu bereichern und China dabei zu helfen, eine Grossmacht im 21. Jahrhundert zu werden. Die Probleme, die von den Ereignissen am Tian An Men Platz hervorgerufen wurden, haben zu bestimmten Einschränkungen geführt, aber nichtsdestotrotz fährt Japan damit fort in China zu investieren und hat grosse ökonomische Pläne dort. Wieder existiert ein Abkommen zum Wohle des Imperialismus und dessen Ziel ist, dass die beiden Länder zusammenarbeiten, um die Möglichkeiten der beiden zu maximieren.


Die USA und Lateinamerika, deren grosser Hinterhof

Die Initiative von Bush für Lateinamerika war, Mexiko mit den USA und Kanada zu vereinen und von dieser Achse aus, die Karibik zu beherrschen, sich nach Südamerika auszudehnen und mehr und mehr die komplette Kontrolle über Zentralamerika zu erlangen und sich so für die Zukunft vorzubereiten, das Ufer des Pazifiks zu beherrschen. Grosse Veränderungen sind versucht worden. Lateinamerika hat ernste Probleme, da die 80er Jahre eine dunkle Periode waren, werden die 90er Jahre noch schlimmer werden. Die USA braucht, um ihre Wirtschaft zu stärken und um im Wettbewerb mit Deutschland und Japan mithalten zu können, Geld, sodass weniger Geld in das Volk investiert werden kann: Bildung und Gesundheitsvorsorge genauso wie in wissenschaftliche Arbeit. Es gibt ernste Probleme mit den Latino- und schwarzen Minderheiten. Nichtsdestotrotz gibt es weniger Auseinandersetzung als in der Sowjetunion.

Und so ist die Auseinandersetzung zwischen den Supermächten wieder sehr klar, und wenn die USA von den Problemen der Sowjetunion profitiert, ist dies begrenzt; heute ist der wichtige Kampf die wirtschaftliche Konkurrenz mit Japan, Deutschland und Frankreich. Beim Gipfel der Sieben sehen wir den erbitterten Kampf. Deutschland und Japan gewinnen an Stärke, und Japan investiert entsprechend seinem eigenen Plan in China, während Deutschland gleiches in der Sowjetunion tut. Die US Militärpräsenz in Europa und Japan verschlingt Milliarden. Der Dollar befindet sich in einem Prozess der Abwertung in Relation zum Yen und der Deutschen Mark (1990). Das US-Defizit schafft Probleme in der Weltwirtschaft. Bush hat ein Programm zur Verringerung des Defizits vorgeschlagen, aber dies würde grosse soziale Kosten beinhalten, Lohnkürzung für die Arbeiter und Verringerung des Kapitals für Investitionen. Aber der US-Kongress hat es abgelehnt (1990) und er lehnt es ab solch ein Budget zu genehmigen.

Alle diese Fragen zeigen, dass sich Zusammenstösse und Kämpfe entwickeln, die mit den Gebieten der Vorherrschaft und der Neuaufteilung der Welt zu tun haben. Und wieder sind die beteiligten Mächte die gleichen wie jene des II. Weltkrieges. Deutschland und Japan sind als grosse ökonomische Mächte aufgestiegen und fordern die Neuaufteilung. Sodass wir eine erneute Neuaufteilung der Welt vorhersehen können und diese kann nur durch die Mittel des Krieges kommen.

Wir haben die Gebiete der Vorherrschaft und Einflusssphären gesehen, da die Supermächte und Grossmächte um die Weltherrschaft kämpfen. Die Grossmächte wollen die Supermächte ablösen, aber um dies tun zu können, müssen sie selbst Supermächte werden und daher sind sie bestrebt, dies zu tun.


C. DIE 3. WELT. ASIEN, AFRIKA UND LATEINAMERIKA: UNTERDRÜCKTE NATIONEN. REGIONEN DES KONFLIKTS UND DER NEUAUFTEILUNG. DAS PROBLEM DES PERSISCHEN GOLFS. DER HAUPTWIDERSPRUCH UND LOKALE, REGIONALE UND WELTKRIEGE. DIE REVOLUTION ALS HAUPTTENDENZ ANERKENNEN

Fünfundachtzig Prozent (85%) der Weltbevölkerung wird im Jahr 2000 in den unterdrückten Nationen leben. Die Anzahl der Unterdrückten, ihre Prozentzahl, die Ungerechtigkeit, die dies voraussetzt, die grosse Bedeutung der Bürden für die vielen zum Wohl der wenigen – all dies schafft ein enormes Potential für die Revolution. Diese Regionen, mit Ausnahme der sogenannten Tigerstaaten Asiens (1990), sind unterentwickelte Regionen. Ebenso sind sie Regionen der Konflikte. Die Supermächte und Grossmächte investieren in sie und möchten sie kontrollieren, weil sie abhängige Ökonomien sind. Sie sind Regionen des Konfliktes und der Neuaufteilung. Wieder ist Ausbeutung in der Diskussion.

Es gibt weder Frieden noch Ruhe. In der heutigen Welt brechen Absprachen und der Kampf um Gebiete der Vorherrschaft und die Neuaufteilung der Welt aus. Die Offensive der Ausbeuter entwickelt sich und die Bedingungen werden hoch brisant in der ganzen Welt. Besonders die Dritte Welt wird ausgebeutet. Asien, Afrika und Lateinamerika werden zu Töpfen, die überkochen, wie ausbrechende Vulkane. Die konterrevolutionäre Offensive entwickelt sich mit Hilfe der Opportunisten und Revisionisten, die auf Dialog, Wahlen und Abkommen unter Kontrolle der Vereinten Nationen abzielen; und in diesem Licht können lange Prozesse des revolutionären Kampfes gesehen werden, wie jene in Angola, Nikaragua, Guatemala, El Salvador, Südafrika etc.

Und so sehen wir, dass gegen die grossen Massen, die ununterbrochen kämpfen, eine revisionistische konterrevolutionäre Offensive hereinbricht, die sich auf Absprachen und Kampf gründet, und denjenigen dient, die kämpfen, um verschiedenen Regionen bei der Neuaufteilung der Welt zu beherrschen. Und das finstere Abkommen befördert die Opportunisten und Revisionisten, die auf diese oder jene Weise Verbündete der imperialistischen Mächte sind.


a. Der Persische Golf

Gelegen in Asien, traditionell das Land der fünf Meere, ist er ein Gebiet der Widersprüche und Konflikte. Wir erwarten, dass sich dies über das Jahr 2000 fortsetzt.

Hier sind Ägypten, Saudi Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Kuweit, Iran, Irak, Israel, Jordanien, Syrien, Türkei, die Sowjetunion etc. beteiligt. Auch die USA und Europa, die hier zum Wohl seiner Erdölvorkommen zusammenarbeiten, und Japan, das neunzig Prozent (90%) seines Erdölbedarfs hier deckt, sind von dieser Region abhängig.

Als geschichtlichen Hintergrund müssen wir den heftigsten Konflikt in dieser Region, den zwischen Israel und Palästina, sehen, einen grossen Kampf, in dem die arabische Welt das palästinensische Volk unterstützt. Aber in den späten 70er Jahren entwickelte sich ein anderer wichtiger Konflikt zwischen Iran und Irak. Der Iran ist unter der Unterjochung durch den Schah eine Bastion der USA gewesen. Diese wurde zerschmettert und ein mohammedanisches, theokratisches System kam an die Macht, organisiert durch die muslemische Priesterschaft, so kam der Islam in Konflikt mit den Supermächten, den USA und der Sowjetunion, und mit dem sogenannten dritten Teufel, Saddam Hussein des Irak. Die USA hatten ihre Bastion im Mittleren Osten verloren. Israel ist sehr klein im Vergleich mit seinem Einfluss. Daher unterstützten die USA den Irak in seinem Krieg gegen den Iran. Der Krieg dauerte zehn Jahre, kostete Millionen von Menschenleben und beinhaltete den Gebrauch chemischer Waffen. Dies beteiligte die religiöse Ideologie. Die Rolle der Fundamentalisten, der Ayatollahs, war wesentlich. Khomeini hatte sich als Führer durchgesetzt, der fähig war sie zu vereinen. Und so verschob sich das Zentrum des Kampfes in der Region auf den Iran-Irak. Zusammen mit dem sowjetischen Einmarsch in Afghanistan, wo die Sowjets versuchten einen Zugang zum Indischen Ozean zu bekommen, war dies eine gefährliche Situation für die USA. Das Spiel ging um die Kontrolle des Mittleren Ostens.

Als der Krieg beendet wurde, kam das Problem auf, wer würde die arabische Welt führen – wer würde die Region kontrollieren? In diesem Zusammenhang sehen wir den Einmarsch in Kuweit durch den Irak, der beansprucht, dass Kuweit geschichtlich zum Irak gehört. Nichtsdestotrotz war es ein Krieg des irakischen Expansionismus und es hat damit zu tun, wer die arabische Welt führen wird.

Wie hat der Imperialismus geantwortet? Indem sie Truppen nutzte, die UN nutzte, in Absprache mit der Sowjetunion – die viele ähnliche Interessen mit den Imperialisten hat, was auch immer die Differenzen sind – begann die USA einen Einmarsch in den Mittleren Osten. Sie sprechen vom Irak, aber das Grundproblem ist der gesamte Mittlere Osten, die Frage des Erdöls, die strategische Situation und die Kämpfe der Supermächte und imperialistischen Mächte. Es ist ein Problem wie die Kontrolle der gesamten Region garantiert werden kann. Erdöl beteiligt die Energieinteressen von Japan und Europa sowie die ökonomischen Interessen der USA. Und daher sehen wir den Zusammenstoss der Grossmächte und Supermächte, weil auch die Sowjetunion Interessen in der Region hat, und ein Krieg in der Nähe ihrer Grenzen kann Rückwirkungen auf ihre eigenen muslemischen Regionen (1990) haben, umso mehr in diesen Zeiten, in denen sie ihre eigene Desintegration durchmacht.

Aber als Ergänzung sehen wir, dass es Regime des alten feudalen Systems, der alten Aristokratien, königlichen Familien wie in Jordanien gibt. Wir sehen, dass alle dieser erdölfördernden Länder und andere ihre Positionen gefährdet sehen, ihre Interessen bedroht sehen. Ägypten zum Beispiel hilft den USA und ist Teil der Besatzungskräfte (1991), sodass die USA einige seiner Schulden erlassen wird. Syrien hilft den USA, weil es seine eigenen Streitigkeiten mit dem Irak hat, weil es hofft die Golanhöhen mit Hilfe des US-Einfluss auf Israel zurückzubekommen und weil es hofft, wieder Einfluss im Libanon im Bündnis mit den USA zu bekommen. Israel sieht sich selbst als aufstrebende Kraft und denkt, dass diese Kämpfe seine Probleme lösen könnten. Palästina spielt auch auf eine Verbesserung der Situation zu seinen Gunsten. Arafat strebt danach, Territorium zu bekommen und arbeitet mit den USA zusammen. Der Libanon wünscht, dass die Lösung des Konflikts irgendwie dazu beitragen wird, die Besatzung seines Landes zu beenden und seine Regierung zu stärken.

Und so sehen wir die sehr verstrickten Interessen der Supermächte, Weltmächte, unterdrückten Nationen und verrotteten Regimen, die vielleicht alle zusammen fallen werden, und die Interessen des arabischen Volkes, das vom Imperialismus und von seinen eigenen einheimischen Regimen ausgebeutet wird. Die Supermächte, Grossmächte und ihre Lakaien erheben ihre Stimmen in Selbstgerechtigkeit, aber das arabische Volk verharrt in Gleichgültigkeit, einschliesslich des Iraks.

Saudi Arabien, Kuweit, die Vereinigten Arabischen Emirate, die verschiedenen teilnehmenden Mächte haben ihre eigenen Interessen. Die USA hat 200.000 Mann (1991) stationiert und wartet ab. Die USA wollen keine Zeit verschwenden. Es ist abgemacht, den Irak ökonomisch zu strangulieren. Die Supermächte und Grossmächte realisieren, dass Krieg für sie gefährlich werden wird. Er wird vielleicht Millionen Dollar und vielleicht 20.000 oder 30.000 Leben kosten. Am Gefährlichsten, das arabische Volk wird sich vielleicht in einem Hauptkampf gegen den Imperialismus erheben. Die USA möchten einen schnellen Angriff führen. Sie möchten schnelle und gezielte Aktion. Sie möchten keinen langen Krieg.

Frankreich möchte seinen Einfluss im Mittleren Osten, besonders im Libanon, gerne behaupten. Die Franzosen haben eine gemeinsame diplomatische Lösung für die Hauptprobleme des Mittleren Ostens vorgeschlagen, die den irakischen Rückzug aus Kuweit, ein Abkommen über die Wiedererrichtung der Grenze zwischen Irak und Kuweit und eine Lösung des palästinensischen Problems beinhaltet. Im libanesischen Bürgerkrieg unterstützte Frankreich die christliche Fraktion geleitet von General Michel Aoun und als Aouns Truppenlager von den Muslimen angegriffen wurde, suchten die Christen Zuflucht in der französischen Botschaft.

Japan unterstützt die USA und zurzeit versucht es direkt Einfluss zu gewinnen. Auch die Japaner haben andere Interessen als jene der USA. Dergleichen Deutschland, es konzentriert sich auf seinen Expansionismus und hat, wie Japan, Millionen Dollars Hilfe in die Region gegeben, aber es hat den USA nicht offen widersprochen.

Welchen Ausweg gibt es für Saddam Hussein? Er könnte an den Islam appellieren und Palästina unterstützen, um den arabischen Nationalismus zu stärken. Die Fundamentalisten sind wenige, aber sie sind eine Kraft, die fähig ist, die Waffen zu ergreifen und zu kämpfen. Sie können terroristische Akte in Europa und den USA ausführen. Sie können Ölquellen sabotieren, einschliesslich in Saudi Arabien. Diese Dinge haben ihre Grenzen. Ein Krieg mit den USA könnte vorkommen. Die Imperialisten könnten Saddams Macht so weit wie möglich verringern. Oder sie versuchen einen „demokratischen Wechsel“ einzuleiten, d.h. eine Marionettenregierung zu installieren. Oder sie könnten versuchen all die Probleme des Mittleren Ostens zu lösen. Alles weniger wird nur ein Schritt zu einer endgültigen Lösung sein.

Was könnte das arabische Volk tun? Kampf zur Befreiung vom Imperialismus, besonders von dem der USA. Dies wird ein langer Kampf sein. Ihnen fehlt die politische Führung, aber die Araber sind erfahren in bedeutenden Kämpfen. Sie können Führung und Leitung entwickeln.

Die Interessen der Supermächte und Grossmächte sind in Gefahr. Die Allianz bietet der Sowjetunion Garantien und Dollar an. Deutschland, Frankreich und Japan streben nach Garantien zur Kontrolle des Erdöls, erwarten den günstigsten Moment und hoffen auf die Zukunft, da sie als Schatten der USA agieren, die die Allianz führen.

Was können die arabischen Länder tun? Die Konflikte unter den Supermächten und Grossmächten nutzen, um ihre eigenen Positionen zu verbessern, wenn die Möglichkeiten es zulassen.

Diese Situationen führen einen zur Schlussfolgerung, dass Kriege, die stattfinden, sich nicht auf Brennpunkte beschränken, sondern Kriege der Supermächte und Grossmächte in Absprache und Kampf sind, gegen die unterdrückten Nationen, um sie zu unterwerfen durch Blut und Feuer, vielleicht auch durch Völkermord; dies ist das Vorhaben. Dies zeigt, dass der Hauptkampf der zwischen den unterdrückten Nationen gegen die Supermächte und imperialistischen Mächte ist. Es gibt vielleicht Kriege der imperialistischen Ausbeutung, einschliesslich des Hauptkampfes. Und dies könnte vielleicht im Moment zweitrangig werden, wenn die Imperialisten beginnen sich untereinander zu bekämpfen. Aber dies kann nur zeitweise so sein, weil solange die Ausbeutung und Neuaufteilung der Welt fortschreitet, die Bevölkerung der unterdrückten Nationen wächst und die Armut zunimmt, wird das revolutionäre Potential der Massen bis zu dem Punkt anwachsen, wo das Volk den Kampf vorziehen wird, lieber als zu sterben. Dies wird der Ausgangspunkt für antiimperialistische Kämpfe, Kriege der nationalen Befreiung, des Widerstandes gegen Aggression und der Revolutionen im Allgemeinen. Wie werden die Imperialisten unter solchen Umständen antworten? Mit grausamen Kriegen zur Neuaufteilung der Welt und zur Festlegung der Hegemonie. Dies sind dann die Grundfragen, die am Golfkrieg beobachtet werden können.

Wir halten den Slogan hoch: „Yankees raus aus dem Mittleren Osten!“ Wir unterstützen das arabische Volk! Wir denken dies ist gemäss der objektiven Situation. Saddam ist in Kuweit eingefallen zum Vorteil der Klassen und Gruppen, die in seinem Land, dem Irak, herrschen. Trotzdem durch die Umstände, besonders die Aggression der Allianz, in der die USA andere imperialistische Länder und die reaktionären arabischen Regime führt, präsentiert Saddam die Möglichkeit, dass die Situation zu einem Widerstandskrieg führen könnte. In diesem Fall könnte er einen wichtigen Wandel voranbringen und der Führer eines gerechten Krieges werden, indem er sein Land gegen die imperialistische Aggression, besonders die Yankee Aggression, verteidigt. Diese Umstände könnten sich zu dem Punkt entwickeln, wo das Volk selbst einen lebensfähigen Widerstand entwickeln könnte. Nur in diesem Fall könnte das Volk offen handeln. Wir wissen, dass es heute eine irakische Aggression gegen Kuweit gibt. Aber es ist nicht hilfreich, entweder diese oder Saddam zu verdammen. Dies würde dem Imperialismus dienen. Wir denken auch, dass dies in der arabischen Welt die Vorherrschaft des Imperialismus verstärken könnte. Wenn das Volk heute die Rolle, die ihm vorbestimmt ist, nicht annimmt – die Opfer eines grossen Massakers zu werden – wenn es dies verwirft, wird es ein grosser Kessel werden, der überkocht. Es wird sich erheben, jetzt da der historische Prozess die Fähigkeit zu kämpfen gezeigt hat.

Saddam? Seine Position ist schwierig. Wenn er von den Imperialisten entmachtet worden wäre, wäre er von den Lakaien der Imperialisten wieder eingesetzt worden. In diesem Fall wären diese Lakaien Ziele für die Revolution geworden. Aber mittlerweile würden sie den Imperialismus stärken. Daher drückt „Yankees raus aus dem Mittleren Osten!“ unsere Position aus und erklärt, warum wir offen Saddam und den Irak unterstützen.

Deswegen hat die Situation am Golf viele Folgen, die einem erlauben, den Hauptkampf heute in der Perspektive zu sehen und dessen Verbindung mit lokalen und regionalen Kriegen und auch der Gefahr des Weltkrieges. Und so sehen wir die charakteristischen Merkmale der antiimperialistischen Kriege, der Befreiungskriege, der nationalen Befreiungskriege und Revolutionen in den unterdrückten Nationen. All dies verschärft den Hauptkampf und führt uns dazu zu bestätigen, dass die unterdrückten Nationen die Basis der Revolution als die Hauptbewegung in der Welt sind. Wir bestehen darauf, dass diese Bewegung als eine historische Bewegung, als eine politische Bewegung gesehen werden muss und dass ihr Verständnis den Kommunisten helfen wird, klarer zu erkennen, welche Aktionen notwendig sind, um die Gesellschaft zu verwandeln. Wir bringen in der Zusammenfassung nochmals zum Ausdruck, in Zustimmung zu den Erklärungen der Kommunistischen Partei Chinas, dass die unterdrückten Nationen die Basis der Revolution als der Hauptbewegung der Geschichte sind.

3. DIE DREI AUFGABEN DER KONTERREVOLUTION UND IHRE PERSPEKTIVE

A. BOTSCHAFT, PROGRAMM UND STABILISIERUNGSPLAN. CHARAKTER DER REGIERUNG (BOTSCHAFT VON ALBERTO FUJIMORI VOM 28. JULI 1990)

Wir bringen wichtige Fragen vor, ohne zu vergessen dass viel, von dem was gesagt wird, Verallgemeinerungen und demagogische Erklärungen sind, wie bei jedem Programm einer reaktionären Regierung. Aber wenn wir ihre Positionen verstehen möchten, werden wir auf die falschen Erklärungen hören, da jeder neue Anfang so sein wird, an den wir gewöhnt sind, und hören auf jeden neuen Wechsel der reaktionären Behörden.


a. Thema und Anwendung

Bemerkenswert ist, dass er mit dem Dank an Gott beginnt und endet mit: „Möge Gott das Volk erleuchten und mich erleuchten.“ Einerseits drückt er seine Ideologie und sein Festhalten am Katholizismus damit aus, einer alten und zutiefst reaktionären Ideologie. Andererseits ist es nichts anderes als politische Demagogie, mit der Religiosität des Volks zu spielen und Gott die Verantwortung für seine eigenen Fehler zuzuschieben. Ausserdem sucht er die Unterstützung der katholischen Kirche, mit der er jetzt Konflikte hat.

„Ein Präsident, der wie Du selbst ist.“ Dies ist Betrug und Heuchelei, weil er nicht der Vertreter des Volkes ist. Er ist gegen das Volk und fährt damit fort es mehr auszubeuten.

Thema: Ehrlichkeit als eine Lebensnorm und Symbol der alten peruanischen Zivilisation. Er beruft sich auf den liberalen früheren Präsidenten Fernando Belaunde Terry und identifiziert sich selbst mit den Wertvorstellungen jenes grauen Kopf, um ihn selbst in Nationalismus einzuwickeln. Der erste Teil seines Themas ist die Unmoral zu bekämpfen und beginnt mit einem „Kreuzzug für Moral“. Dies ist nicht neu; Morales Bermudez beförderte eine Kampagne gegen Unmoral. Der Kampf gegen Unmoral ist ein altes System. Dies ist einfach deren Politisierung, um sich gut mit dem vollen Vertrauen der Massen zu stellen, indem deren Bewusstsein zu zerstören. Er schlägt ein Komitee gegen Korruption vor, benennt Leute dafür, die von ihm ausgewählt wurden und nur ihm verantwortlich sind.

Respektiert die Freiheit der Information. Letztendlich ist es Freiheit für die Ausbeuter und ihre Lakaien, vorgesehen um eine konterrevolutionäre, proimperialistische öffentliche Meinung zu schaffen.

Technologie. Es ist der Imperialismus, der die Technologie als eine neue Revolution präsentiert. Der Revisionismus unterstützt diese Vorstellung. Sie versuchen den Klassenkampf durch eine angenommene technologische Revolution zu ersetzten. Die Wissenschaft hat die Hochtechnologie entwickelt. Diese wissenschaftlichen und technologischen Entwicklungen sind Produkte der schöpferischen Aktion des Proletariats und des Volkes. Aber die Finanzoligarchie, die Grossbourgeoisie und der Imperialismus eignen sie sich an. Sie sind ihr Privateigentum, der Monopole und der Instrumente der Ausbeutung. Im Schatten dieses hat sich eine Schicht des Abschaums der Technokraten entwickelt, die arglistig versucht, Lärm zu machen, mit dem Ziel in der Arbeiterklasse und besonders bei kleinbourgeoisen Intellektuellen eine falsche Revolution als Ersatz zu schaffen, mit einem unterschiedlichen Weg und ohne den Klassenkampf. Wie auch immer nur mit der wirklichen Revolution kann Wissenschaft und Technologie ihr Potential ausschöpfen. Weil nur mit der Revolution ihre volle Produktivität erreicht werden kann und ihre Vorteile die Arbeiter und Armen erreichen kann.

Arbeit. Er drückt eine bourgeoise Konzeptualisierung aus. Die Ökonomen des 18. Jahrhunderts stellten fest, dass die Arbeit die Quelle des Wohlstandes ist. Marx machte dies klarer. Arbeit, erklärt er, schafft Mehrwert und die Akkumulation des Mehrwerts schafft Kapitalismus und folglich Beziehungen der kapitalistischen Ausbeutung. Fujimori nutzt den Begriff „Arbeit“, um die Kleinbourgeoisie zu täuschen, das versucht seine Arbeit zu schützen, und er versucht den Betrug auf die Arbeiterklasse auszuweiten. Aber er geht weiter und erhält eine „Kultur gestützt auf Arbeit“ aufrecht. Dies löscht den Klassencharakter aus. Dies trachtet danach, die Vorstellung annehmbar zu machen, dass gestützt auf Arbeit eine neue Gesellschaft geschaffen werden könne, ohne Ausbeutung – etwas anderes, als das was vom Imperialismus und der Reaktion geschaffen wurde. Er sagt: „Arbeit ist eine kreative Kraft.“ Einfach zu arbeiten wird eine wohlhabende Gesellschaft schaffen? Wer wird diese Gesellschaft führen? Wohlstand wird es nur für die Klasse geben, die herrscht. Hinter diesem Konzept von Arbeit sind die Beziehungen der Ausbeutung verborgen. Das Lied von einer „neuen Kultur der Arbeit“ entwickelt sich zu einer streng bourgeois-reaktionären Konzeption, die darauf abzielt, den Imperialismus zu schützen, bereichern und zu stärken. Zum Beispiel sagt er: „Wir appellieren an die internationale Solidarität.“ Dies für bare Münze zu nehmen, bedeutet zu glauben, dass der Imperialismus und die unterdrückten Nationen wie Peru in Solidarität leben können, solange die Beziehung eine der Unterwerfung ist. Und seit vielen Jahren haben wir gesehen, dass die Beteiligung des Imperialismus im Land immer ein Akt gegen den Volkskrieg gewesen ist. Der Imperialismus handelt, um uns auszubeuten, und versucht den Volkskrieg zu zerstören. Er fährt fort: „Seit Jahrzehnten … versuchen wir selbst, uns aus der Unterentwicklung herauszuheben.“ Dies ist eine Orientierung des Imperialismus, der seit einigen Jahren gefordert hat, wegen der ungenügenden Beträge des Kapitals, dass der unterjochte Staat die innere Enthaltung einführen sollte, sodass vielleicht Kapital akkumuliert werden könnte, indem man es vom Volk herauspresst, indem man es noch mehr als zuvor von der Arbeiterklasse und dem Volk herauspresst. Dieser Weg hat seine Wurzeln im Halbfeudalismus, bürokratischen Kapitalismus und Imperialismus. Aber für Fujimori, einem treuen Lakai, gibt es keinen Imperialismus. Das Problem der ungleichen und ungerechten Verteilung des Wohlstandes ist eine Angelegenheit des Imperialismus, der das Volk ausbeutet und von Fujimori, der sein eigenes Volk ausbeutet. Diese „Lösungen“ sind Wege, um den Blutzoll zu steigern.

Die bourgeoisen Wurzeln dieser neuen Kultur der Arbeit werden auch aufgezeigt, wenn er sagt, dass es Bedingungen schaffen wird für einen geordneten Markt. Durch dieses seichte Konzept versucht er eine Marktwirtschaft einzuführen. Wie die Regierung in ihrem Vorschlag vom Mai, vor den Wahlen, sagte, ist es das Problem Märkte unterschiedlicher Arten zu schaffen, Märkte besonders für die Landwirtschaft zu entwickeln (die das halbfeudale Fundament zum Vorschein bringen). Fujimori sagt, dass seine Kultur der Arbeit eine bessere Verteilung des Wohlstandes bringen wird und Konzentrationen vermeiden wird und vielleicht auch Monopole. Aber wir haben schon gesehen, dass die herrschende Klasse nur auf die Staatsmonopole zielt: Enci, Ecasa, Petro-Peru.

Er diskutiert nicht die Sozialökonomie des Marktes, wenn er über die Marktwirtschaft spricht. Gut wir müssen mit dieser sehr grundlegenden Theorie in unserem Land und in der Welt zurechtkommen. In dem Ökonomie- und Finanzwörterbuch von Bernard und Colli ist der Markt als der Platz definiert, wo Güter, Dienstleistungen und Kapital gekauft, verkauft oder liquidiert werden, ein Platz des Zusammentreffens von Angebot und Nachfrage. Die Theorie, die benutzt wird, um die Notwendigkeit des Marktes zu rechtfertigen, ist der ökonomischer Liberalismus, eine Position, die offen unterstützt wird von Vargas Llosa, den bourgeoisen Kaufmännern und dem Imperialismus. Es ist folgendermassen festgelegt: Die ökonomische Lehre legt fest, dass das beste wirtschaftliche System jenes ist, das das freie Spiel der einzelnen Eigeninitiative der wirtschaftlichen Akteure garantiert. Aber nicht der Regierungen. Diese sollten individuellen Interessen und Interessen der Gesellschaft als Ganzem erlauben, durch Selbstregulierung und selbstbestimmte Normen zusammenzukommen. Auf dem Markt treffen dann freie individuelle Initiativen zusammen und jede versucht den höchsten Profit mit der wenigsten Anstrengung zu erzielen. Und hier kommen dann die Interessen eines jeden zusammen mit den Interessen aller, durch die Bewegung des natürlichen Rechts. Es ist das freie Spiel, das im Markt arbeitet, und die Regierung sollte nicht eingreifen. Es ist das freie Zusammenspiel der Interessen, jeder strebt nach seinem eigenen Interesse, und als Interesse eines jeden und das Interesse aller trifft auf dem Markt zusammen, er entwickelt das Interesse aller durch das Interesse des einzelnen. Wenn Ungleichgewichte vorkommen, gibt es natürliche Gesetze, die daraufhin arbeiten, das Gleichgewicht wiederherzustellen.

Gut, die bourgeois-reaktionäre Theorie der Arbeit ist eine oberflächliche Illusion, ein Fetischismus, der die Oberfläche der Beziehungen von Gütern und deren Austausch sieht, aber nicht deren Quelle sieht, wie diese Güter und dieser Reichtum geschaffen wurde. Die Quelle sind nicht die Händler. Es ist die Arbeitskraft, die alles schafft, was in der Wirtschaft hervorgebracht wird – das interessiert die Marktökonomen nicht. Wir müssen uns daran erinnern, was Marx sagte: Arbeit, der Austausch von Gütern und Dienstleistungen, die Liquidierung von Gütern und Dienstleistungen – diese Dinge kommen nicht zum Wohle aller zusammen. Weil es die Beziehungen der Ausbeutung sind, die ihre eigenen Gesetze haben. Dies ist die Position der marxistischen Ökonomie. Die bourgeoise Position, die Theorie des Marktes zielt auf Kauf, Verkauf und Liquidierung von Gütern und Dienstleistungen ab, um die Aufmerksamkeit von den Beziehungen der Ausbeutung, die vor dem Austausch existieren, abzubringen.

All dies zeigt, dass das was heute über Marktwirtschaft, Freihandel, Vereinigungsfreiheit, Menschenrechte gesagt wird, der wiederbelebte Liberalismus des 18. Jahrhunderts ist.

Was sagt die peruanische Verfassung über dieses Problem? Artikel 115 sagt: „Private Unternehmen sind frei. Es wird eine soziale Marktwirtschaft ausgeführt. Der Staat belebt und reguliert ihre Aktivität, um sie mit den Interessen der Gesellschaft in Einklang zu bringen.“ Dies ist das ökonomische System der peruanischen Gesellschaft; so steht es in der Verfassung.

Ein Vertreter der Handelsbourgeoisie, Chirinos Soto, kommentiert diesen Artikel und zitiert Garcia Pérez wie er sagt, dass Unternehmen nicht frei sind, wenn sie beschränkt werden; und dass wenn private freie Unternehmung in einer Marktwirtschaft nicht ausgeführt wird, sie weder privat noch frei ist. Hier wird von einem grossen Förderer der nationalen, demokratischen und Volksrevolution ein Marktwirtschaft gefordert!

Der Haupttheoretiker der Marktwirtschaft, W. Ropke, sagt, dass das Wesen des Systems der Marktwirtschaft ist, dass es nur in einem System der Konkurrenz operieren kann, im Gegensatz zu allen kollektiven Systemen, klarer im Gegensatz zu allen sozialistischen Systemen. Dies ist dann seine Antithese. Er sagt auch, dass es das beste System ist, um Privateigentum zu verteidigen, weil in der Marktwirtschaft Vergleich gezeigt werden kann und sie bietet sie bessere Bedingungen an, Eigentum zu garantieren, wie er sagt, es vor einem Angriff zu verteidigen.

Aus all dem können wir ableiten, dass dies Formen sind, die die Entwicklung des Kapitalismus gestatten und ihm jeden Vorteil verschaffen, die zu Monopolen führt.

Reagan, der in seiner Zeit die Trommeln für Verkündung dieser Theorie schlägt, sagte, dass alle anti-monopolistischen Gesetze aufgehoben werden sollten, weil die Existenz dieser Gesetze in den USA die Wettbewerbsfähigkeit der US-Unternehmen im Vergleich zu den Japanern und Deutschen beschränkt, die diese Einschränkungen nicht haben.

Daraus können wir schliessen, dass das System der Marktwirtschaft zur Entwicklung des Kapitalismus führt. Es gestattet auch die Entwicklung der imperialistischen Form des Kapitalismus. Einerseits beschränkt der Imperialismus den Wettbewerb; andererseits öffnet er den Markt auf Weltebene. Dies ist sein Widerspruch. Das Monopol setzt die Preise fest. Wenn Märkte sich erst entwickeln, konkurrieren sie miteinander. Das ist zu sagen, Konkurrenz existiert im vormonopolistischen Kapitalismus. Imperialismus ist nicht gegen Monopole; er ist nur gegen Regierungsmonopole. Chirinos Soto selbst sagt, dass der moderne Staat eingreift, um die Marktwirtschaft zu garantieren. Die Regierung verlässt die Marktwirtschaft nicht durch ihre eigenen Massnahmen. Sie greift ein, um diese zu schützen. Gesetze des Staates funktionieren zu diesem Zweck. So sind die Marktökonomen gegen Regierungsmonopole, aber sie nehmen Regierungsaktionen an, die der Marktwirtschaft dienen. In Wirklichkeit sehen wir, dass Monopole oft unbeschränkt sind in den USA genauso wie in Deutschland und Japan.

Chirinos Soto beansprucht, dass die Feinde des Privatunternehmertums sagen, dass es nicht dem Wohlstand zuliebe produziert, nicht um Bedürfnisse zu befriedigen, und dies zu sagen wäre Unsinn. Aber dies zu fordern ist Unsinn, weil die Produktion, die vom Kapitalismus geschaffen ist, nicht dazu dient, Bedürfnisse zu befriedigen. Sie strebt danach das zu produzieren, was am meisten nachgefragt wird. Sie strebt danach, das zu produzieren, was sich besser verkaufen wird. Dies gestattet mehr Produktion und die Beschäftigung von mehr Arbeitern, um mehr Mehrwert zu produzieren. Dies geschieht nicht aus Liebe zu den Konsumenten; es ist ein Ausdruck sich mehr Mehrwert zu verschaffen. Und so zu sagen, dass dieses System bessere Preise und höhere Qualität gestattet, ist pure Lüge.

Chirinos Soto ist ein Liberaler und er ist es seit den 50er Jahren gewesen und seine Vorstellungen sind dieselben, die von Fujimori verfolgt wurden, der ebenso im Wesentlichen ein Liberaler ist. Das Problem ist, dass die gegenwärtigen Bedingungen in Peru es ihm nicht erlauben, diese Vorstellungen offen auszudrücken. Daher fordert er stattdessen den Staat zu nutzen, um den Markt zu beleben, wie es in dem Regierungsdokument vom Mai festgestellt wird. Aber dies ist nur Rhetorik. Weil wir sehen können, dass die Vorstellungen, die in dieser Botschaft ausgedrückt werden und in dem im Mai präsentierten Programm sind nicht die aktuelle Linie von Fujimoris heutigen Aktionen. In Wirklichkeit folgt er dem Gedankengut der Roca und Cambio 90 Gruppe. Er hat zum Beispiel gesagt, dass der Markt eine Volksabstimmung der Konsumenten ist – eine perfekt bourgeoise Vorstellung!

Erhardt, Autor des „Deutschen Wirtschaftswunders“ von 1948, ein christdemokratischer Wohltätiger der Bedürftigen, sagt, dass es drei Fragen gibt, die die Theorie der Marktwirtschaft ausmachen:

1. Die Inflation in Griff behalten.
2. Die Produktion auf allen Ebenen beleben. Und
3. Die Gesetze der Marktwirtschaft aufrechterhalten.

Aber was passiert heute in Peru? Es gibt keine Inflation. Im Gegenteil es gibt Rezession; es gibt keinen Konsum, weil die meisten Leute es sich nicht leisten können, irgendetwas zu kaufen; es gibt Deflation.

Ein Vertreter der bourgeoisen Bürokratie, Alberto Ruiz Eldredge, sagt in seinem Buch „Die Verfassung erklärt“, dass es die Vereinigte Linke (IU) war, die die soziale Marktwirtschaft vorschlug, und er verteidigt die Prinzipien, die dazu führten, was in Deutschland 1948 geschah. Heute wird also viel gesagt darüber, wie das deutsche Beispiel jener Tage imitiert werden könnte, das „Deutsche Wirtschaftswunder“. Aber wir sehen dessen spezifische Bedingungen nicht. Deutschland wurde im II. Weltkrieg geschlagen. Die militärischen Besatzungsmächte wandten ein System der organisierten Verteilung von Konsumgütern an, die der Staat selbst garantierte. Und der Marshallplan trug eine riesige Menge Kapital bei, um die Aktionen des Sozialismus in Europa zu unterbinden und einzusperren. Nach dem Verlust eines faschistischen Regimes wurden die „Prinzipien der Neuen Ordnung“ angewandt: Persönliche Freiheit, soziale Gerechtigkeit und ökonomische Leistungsfähigkeit. Die deutschen Theorien der Marktwirtschaft stellen fest, dass es notwendig ist, alle Teile der sozialen Produktion als Einheit zu sehen, zum Beispiel die kulturellen, ethischen, juristischen und ökonomischen Sphären. Daher kommt das, was heute Ethik genannt wird. Es wird gesagt, dass in Europa vor dem sogenannten Fall des Sozialismus, den sozialistischen Gesellschaften die Ethik gefehlt haben soll. Aber dies ist nichts Neues. Es wurde am alten Revisionismus der II. Internationale, von Kautsky, gesehen, der feststellte, dass der Marxismus keine ethische Philosophie hätte, nichts was auf Kant antworten könnte, der sagte, dass der Mensch in seinen Taten von der Ethik geführt wird und nach gemeinsamen Gütern strebt. Die juristische Komponente ist die Vorstellung, dass man durch die Gesetze die Klassenverhältnisse und die Situation des Volkes verändern könnte. Dies ähnelt der Praxis von Hernando de Soto: Das Gesetz des Landregisters, verwaltungstechnische Vereinfachungen, die Fortschritte bei der Anerkennung der Mikro- und kleinen Unternehmen, die informellen Prozesse, die Verfügungen für die Produzenten von Koka etc. Für die ökonomische Komponente ist es offensichtlich, was benötigt wird, das imperialistische System durchzusetzen. Die kulturelle Komponente ist nicht was man gewöhnlich über Kultur denkt; sondern es ähnelt Fujimoris Kultur der Arbeit. Bei den vier Teilen wird Ethik herangezogen. „Ethik“ wird benutzt, um die Beziehungen der Ausbeutung zu verschleiern.

Das System der sozialen Marktwirtschaft des deutschen Imperialismus beinhaltet einige Grundideen: Behindert nicht die Konkurrenz unter den Monopolen das Ziel, aber es reguliert die Monopole, um die Konflikte unter ihnen und mit den Ländern, die sie ausbeuten, zu verringern? Schafft man ein System der sozialen Sicherheit, das eine Reihe sozialer Wohltaten umfasst, als Gegenstück zu ökonomischen Plänen, um den Kampf der Arbeiterklasse zu befrieden, was zurzeit eine hervorragende wirtschaftliche Ressource ist. Eine Politik der Preisstabilität, um die Inflation zu bekämpfen, strebt danach die Möglichkeit einer Krise zu verringern. Eine Grundidee ist die Kombination einer Politik der Konkurrenz mit einer Politik des Ausgleichs. Dies alles sind Mittel, um den Klassenkampf zu befrieden.

Daher ist die soziale Marktwirtschaft ein System des deutschen Imperialismus, das sozial darauf orientiert ist, den Klassenkampf zu verringern und die Klassenversöhnung zu befördern. So wurde die Vereinigte Linke ermutigt, auf Grundlage des Artikels 115 der Verfassung, die kräftigste kapitalistische Entwicklung für möglich zu halten. Dabei vergisst sie, das Peru nicht Deutschland ist, sie halfen den bürokratischen Kapitalismus zu entwickeln.

Was wird in Peru heute diskutiert? Obwohl die Theorie die soziale Marktwirtschaft ist, ist es die reine Marktwirtschaft, was sie verteidigen und heute anwenden möchten, ohne die soziale Komponente, weil dies ist, woran der US-Imperialismus am meisten interessiert ist, durch die Mittel der CEPAL zu erschaffen, die von der „ökonomischen Umwandlung durch Gleichheit“ sprechen. Der Begriff „sozial“ wird manchmal benutzt, aber ohne Inhalt. Und „Gleichheit“ ist gleichbedeutend mit „gerecht“ und wird in Bezug auf „Ethik“ und „Moral“ orientiert. Dies ist der Weg, der in Peru verfolgt wird; es ist der Weg von Fujimori, der grossbourgeoisien Lakaien des Imperialismus, besonders des Yankee-Imperialismus.

Die kleinbourgeoisen Intellektuellen, die dem Imperialismus dienen, sprechen auf diese Vorstellungen an und erklären sie und antworten darauf mit vielen Worten. Sie kritisieren in Worten, aber sie helfen aktuell dem Imperialismus und schlagen immer Wege vor, den Klassenkampf zu schwächen. Ein Beispiel ist der englische Historiker Toynbee, der vorschlägt, das das Proletariat auf das Niveau des „mittleren Einkommens“ erhöht werden sollte, die Klassen verschmelzen sollten, ein Netz der sozialen Sicherheit geschaffen werden sollte, die soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Produktivität angewandt werden sollte, um die Revolution auszuführen. Wie wir gesehen haben, dient die neue Kultur der Arbeit dazu, die imperialistische Ausbeutung zu stärken, die Marktwirtschaft anzutreiben und zielt auf Staatsmonopole. Das letzte wird klar gemacht in einem Absatz der Botschaft, in dem er ein geplantes anti-monopolistisches Gesetz vorschlägt.

Verbunden mit dieser neuen Kultur der Arbeit ist auch die sogenannte „volle Teilnahme“. Dies kommt aus der faschistischen Regierungspraxis, im Wesentlichen die Organisationen der Massen zu nutzen, sie durch die Arbeiteraristokratie zu kontrollieren – durch die Gewerkschaftsbonzen als Garde, die dazu dient den alten Staat aufrechtzuerhalten. Er hat ein Gesetz zur Teilnahme des Volkes vorgeschlagen, zur Kanalisierung der öffentlichen Meinung, die nichts anderes ist als der „zünftlerische Sozialismus“, den Lenin entlarvte. Dies ist ein falscher Sozialismus; es ist Revisionismus. Er ruft dazu auf eine soziale Maschine zu bilden, um das System anzuwenden – das gleiche sahen wir bei Velasco, bei Garcia und jetzt bei Fujimori.

In Übereinstimmung mit dieser neuen Kultur der Arbeit stehen die verwaltungstechnischen Vereinfachungen, die nicht neu sind; sie kommen von Garcia Pérez. Zu dieser Zeit wurden die Tarifgesetze angepasst, vorgeschlagen, um den Export der Produkte der mittleren und kleinen Landbesitzer zu beleben, aber stattdessen wurden die Exporte der grossen Unternehmen stimuliert. Seit der Teil von Fujimoris Plan (1990) für Peru ist, sich selbst in die internationale Finanzgemeinschaft wieder einzugliedern, kann die neue Kultur der Arbeit nicht anders als zu helfen, das Land an das imperialistische Weltsystem anzubinden. Dies bedeutet nach der Entwicklung Perus zu streben unter dem Joch des Imperialismus, besonders Yankee-Imperialismus, und dessen Instrumente des IWF [Internationaler Währungsfonds], der Weltbank und dem GATT [Allgemeines Handels- und Zollabkommen]. Er möchte alte Probleme lösen und die Schulden begleichen, vorrangig um die ausländischen Investitionen zu ermutigen.

In der Zusammenfassung zeigt all das, dass wir als eine Folge dieser neuen Kultur der Arbeit – und die Arbeit ist vielleicht sehr anstrengend – die Exporte entwickeln können und wir werden vielleicht reicher sein, aber wenn dies so ist, dann wird es unter der Schwinge des Imperialismus sein, durch die internationale Finanzgemeinschaft, die fordert, dass die Schulden zurückgezahlt werden und dass die bestmöglichen Bedingungen für die ausländischen Investitionen gegeben werden. Dies ist die Grundlage eines propagandistischen Themas. Alles, was es in demagogischen Worten enthält, fördert die Unterwerfung unter den Imperialismus, die Wiedererstarkung des bürokratischen Kapitalismus unter dem Imperialismus.

Februar 1991

Zentralkomitee
Kommunistische Partei Perus