Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Perus: “Marxist sein heisst, den Marxismus-Leninismus-Mao Tse-tung Denken zu vertreten”

Proletarier aller Länder, vereinigt euch!
Es gibt ein Ziel, die Eroberung der Macht!

MARXIST SEIN HEISST, DEN MARXISMUS-LENINISMUS-MAO TSE-TUNG DENKEN ZU VERTRETEN

Zentralkomitee
Kommunistische Partei Perus
Oktober 1977

Verlag Rote FahneReproduziert von
Die Rote Fahne

MARXIST SEIN HEISST, DEN MARXISMUS-LENINISMUS-MAO TSE-TUNG DENKEN ZU VERTRETEN

Aus „Rote Fahne“ nr. 47-48, Oktober 1977.

Der Vorsitzende Mao Tse-tung hat die Entwicklung der Weltrevolution auf der Grundlage des Marxismus-Leninismus systematisiert und grundlegende Thesen aufgestellt, die den Marxismus weiterentwickeln und die wir uns bei der Einschätzung der gegenwärtigen internationalen Lage vergegenwärtigen müssen. In seinem grossen Werk „Über die Neue Demokratie“ stellt er fest, dass die Geschichte mit dem ersten Weltkrieg und der Oktoberrevolution in eine neue Epoche eingetreten ist, die „Epoche einer neuen Weltrevolution […] der sozialistischen Weltrevolution des Proletariats“, und „wenn in einer solchen Epoche ein beliebiges koloniales oder halbkoloniales Land eine Revolution gegen den Imperialismus, d. h. gegen die internationale Bourgeoisie, gegen den internationalen Kapitalismus, unternimmt, dann gehört diese Revolution nicht mehr zur Kategorie der bourgeois-demokratischen Weltrevolution, sondern zu einer neuen Kategorie […]“.

Auf diese Weise vertrat er, dass die machtvolle revolutionäre Bewegung der Kolonien und Halbkolonien ein Teil der Revolution ist, die das internationale Proletariat im Weltmassstab führt. Er betonte, dass die Völker Lateinamerikas nach dem zweiten Weltkrieg keine unterwürfigen Sklaven des nordamerikanischen Imperialismus mehr sind, dass in Asien eine grosse nationale Befreiungsbewegung entstanden ist, und rief die unterdrückten Völker des Orients auf, den Imperialismus und die einheimischen Reaktionäre zu bekämpfen, um sich zu emanzipieren, und sagte: „Wir müssen unsere Reihen von jeglichem Schwäche- und Ohnmachtsdenken säubern. Alle Ansichten, in denen eine Überschätzung der Kräfte des Feindes und eine Unterschätzung der Kräfte des Volkes zum Ausdruck kommen, sind falsch. […] Wir befinden uns jetzt in der geschichtlichen Periode, da in der ganzen Welt der Kapitalismus und Imperialismus ihrem Untergang und der Sozialismus und die Volksdemokratie ihrem Sieg entgegengehen.“ Aufgrund der Analyse der vergangenen Kämpfe bestimmte er die gegenwärtige Epoche:

Von jetzt an gerechnet sind die nächsten rund 50 bis 100 Jahre ein grosses Zeitalter tiefgehender Umwälzung in den Gesellschaftssystemen der ganzen Welt, ein welterschütterndes Zeitalter, das mit keinem früheren zu vergleichen ist. Wir, die wir in einem solchen Zeitalter leben, müssen auf grosse Kämpfe vorbereitet sein, welche sich in ihrer Form durch viele Merkmale von denen vergangener Epochen unterscheiden werden.“

In der Analyse dieser Epoche der proletarischen Revolution stellte der Vorsitzende Mao Tse-tung seine grosse These über die Reaktionäre auf: „Alle Reaktionäre sind Papiertiger. Dem Aussehen nach sind sie furchterregend, aber in Wirklichkeit sind sie nicht gar so mächtig. Auf lange Sicht haben nicht die Reaktionäre, sondern hat das Volk eine wirklich grosse Macht.“ Im „Gespräch mit A.L. Strong“, aus dem das vorherige Zitat stammt und in dem er die Widersprüche und das Kräfteverhältnis analysiert, heisst es weiter:

Die USA und die Sowjetunion sind voneinander durch eine sehr ausgedehnte Zone getrennt, die viele kapitalistische sowie koloniale und halbkoloniale Länder Europas, Asiens und Afrikas umfasst. Bevor die USA-Reaktionäre diese Länder nicht unterworfen haben, kann von einem Angriff auf die Sowjetunion nicht die Rede sein.“

Zu diesen Standpunkte aus dem Jahr 1946 muss man folgende Analyse des Vorsitzenden Mao Tse-tung über die Widersprüche zwischen den Imperialisten, zwischen Imperialismus und unterdrückten Nationen und die an den Konflikten beteiligten Kräften hinzufügen:

Der Widerspruch, der hinter der Rauferei der imperialistischen Länder und ihrer Streitigkeiten um die Kolonien steht, ragt unter allen anderen hervor. Was geschieht, ist, dass sie die Widersprüche, die sie zu uns haben, zum Vorwand für die Verschleierung der unter ihnen benutzen.“

In dem Konflikt [die Ereignisse des Suezkanals], der dort stattfindet, konvergieren zwei Arten von Widersprüchen und drei verschiedene Kräfte. Diese beiden Arten von Widersprüchen sind: erstens die interimperialistischen Widersprüche, das heisst, die Widersprüche zwischen den USA und England und zwischen den USA und Frankreich, und zweitens die zwischen den imperialistischen Mächten und den unterdrückten Nationen. Unter den drei beteiligten Kräften sind die USA als grösste imperialistische Macht die erste, die zweite England und Frankreich als imperialistische Länder zweiter Ordnung und die dritte die unterdrückten Nationen.“

Im Januar 1964 sandte der Vorsitzende Mao Tse-tung eine Erklärung zur Unterstützung des Volkes von Panama, in der er erklärte, der nordamerikanische Imperialismus „plündert und unterdrückt fortwährend die Völker aller Länder Lateinamerikas und unterdrückt den nationalen demokratischen Kampf dieser Länder“, und „hat den Süden Koreas und den Süden Vietnams in seine Kolonien verwandelt, übt in Japan Kontrolle und halbmilitärische Besetzung aus, […] und führt Interventionen und Aggressionen gegen die übrigen Länder Asiens durch“. Des weiteren zeigte er auf: „In Afrika treibt der nordamerikanische Imperialismus verstärkt die neokolonialistische Politik voran, setzt alles daran, die Stelle der alten Kolonialisten einzunehmen, plündert und versklavt die Völker aller Länder Afrikas, sabotiert und zertritt die nationalen Befreiungsbewegungen.“ Er rief zur Wachsamkeit gegenüber der Agressions- und Kriegspolitik der USA auf: „Die Aggressions- und Kriegspolitik des amerikanischen Imperialismus […] setzt auch alles daran, in den sozialistischen Ländern eine Politik der ‚friedlichen Veränderungen‘ voranzutreiben“, und „verfolgt sogar gegenüber seinen Bündnispartnern in Westeuropa, Nordamerika und Ozeanien die Politik ‚dass die Schwachen von den Starken aufgefressen werden‘ und setzt alles daran, seinen Fuss auf sie zu setzen“. Und schliesslich rief er dazu zu auf: „Die Völker aller Länder des sozialistischen Lagers sollen sich vereinigen, die Völker aller Länder Asiens, Afrikas und Lateinamerikas sollen sich vereinigen, die Völker aller Kontinente der ganzen Welt sollen sich vereinigen, alle friedliebenden Staaten sollen sich vereinigen, alle Länder, die unter der amerikanischen Aggression, Kontrolle, Intervention und Unterjochung leiden, sollen sich vereinigen, die breiteste Einheitsfront bilden, sich gegen die Aggressions- und Kriegspolitik des amerikanischen Imperialismus wenden und den Weltfrieden schützen.“

So entlarvte er den nordamerikanischen Imperialismus und rief zum Kampf gegen ihn auf. Aber der Revisionismus usurpierte die Macht in der Sowjetunion, stellte den Kapitalismus wieder her, und verwandelte sie in ein sozialimperialistisches Land, das als solches im Kampf um die Weltherrschaft gegen den US-Imperialismus seine Einflusszone, seine Wühlarbeit, seine Kontrolle und seine Herrschaft ausweitete, indem es in die sogenannte Zwischenzone eindrang. Der Vorsitzende Mao Tse-tung erklärte: „Die heutige Sowjetunion ist eine Diktatur der Bourgeoisie, eine Diktatur der Grossbourgeoisie, eine deutschfaschistische Diktatur, eine Diktatur im Stile Hitlers […]“. Im Aufruf zum Kampf gegen die Supermächte entwickelte er folgende wichtige Thesen:

Amerika ist ein Papiertiger. Schenken Sie ihm keinen Glauben. Mit einem Stich kann er durchstossen werden. Auch die revisionistische Sowjetunion ist ein Papiertiger.“

Sowjetrevisionismus und amerikanischer Imperialismus haben als Spiessgesellen so viele Schlechtigkeiten angerichtet, Übeltaten begangen und Skandale angezettelt, dass ihnen die revolutionären Völker der ganzen Welt nicht vergeben können. Die Völker aller Länder der Welt erheben sich gerade. Eine neue historische Periode des Widerstandes gegen den amerikanischen Imperialismus und den Sowjetrevisionismus hat bereits begonnen.“

Völker der ganzen Welt, vereinigt euch, kämpft gegen Aggressionskriege, die von welchem Imperialismus auch immer und Sozialimperialismus entfacht werden; sie sollten vor allem gegen diejenigen Aggressionskriege Widerstand leisten, welche die Atombombe als Waffen einsetzen. Wenn es zu einem solchen Krieg kommt, sollten die Völker der ganzen Welt mit Hilfe des Revolutionskrieges die Aggressionskriege vernichten. Man muss von jetzt an darauf vorbereitet sein.“

So wurde die Periode des Kampfes gegen die Supermächte, nämlich die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion, genau bestimmt. Unter diesem Gesichtspunkt und mit dem Bewusstsein der Rolle der Völker der Welt sprach der Vorsitzende Mao Tse-tung 1970 seinen berühmten Satz: „Das Volk eines kleinen Landes kann, wenn es den Mut hat, zu den Waffen zu greifen, und die Geschicke seines Landes in die Hand nimmt, mit Sicherheit die Aggression einer Grossmacht vereiteln. Das ist ein Gesetz der Geschichte.“

Der Vorsitzende Mao Tse-tung legte immer sehr viel Wert auf taktische Prinzipien. Sein Werk „Über unsere Politik“ ist in dieser Hinsicht sehr wichtig; hier kommt er zu folgendem Ergebnis: „In bezug auf die wechselseitigen Beziehungen zu den verschiedenen Klassen innerhalb des Landes besteht unsere grundlegende Politik darin, die fortschrittlichen Kräfte zu entfalten, die Kräfte der Mitte zu gewinnen und die antikommunistischen ultrakonservativen Kräfte zu isolieren.“ Bezüglich der Ultrakonservativen wies er auf die Notwendigkeit hin, eine revolutionäre Doppelpolitik zu haben und im Kampf gegen sie folgendes anzuwenden: „Im Kampf gegen die antikommunistischen Ultrakonservativen müssen wir die Widersprüche ausnutzen, die Mehrheit gewinnen, der Minderheit entgegentreten, die Feinde einzeln schlagen; dabei müssen wir im Recht sein, Vorteil haben und masshalten.“ Diese zunächst für den Kampf in China aufgestellten Prinzipien sind übertragbar auf den Kampf gegen die Imperialisten.

Im Jahr 1957 fasste Vorsitzender Mao Tse-tung seine Strategie und Taktik im Kampf gegen den Feind folgendermassen zusammen:

Für den Kampf gegen die Feinde haben wir über einen grossen Zeitraum folgende Konzeption entwickelt: Strategisch sollten wir alle Feinde geringschätzen, taktisch sollten wir sie alle ernst nehmen. Das heisst auch, insgesamt gesehen sollten wir sie auf jeden Fall geringschätzen, in jeder einzelnen konkreten Frage aber auf jeden Fall ernst nehmen. Wenn wir die Feinde insgesamt nicht geringschätzen, werden wir den Fehler des Opportunismus begehen. Marx und Engels waren nur zwei einzelne Menschen, aber sie sagten schon damals, dass der Kapitalismus auf der ganzen Welt geschlagen würde. Wenn wir aber die Feinde in konkreten Fragen, in jeden einzelnen Feind betreffenden Fragen nicht ernst nehmen, werden wir den Fehler des Abenteurertums begehen. Im Krieg kann nur eine Schlacht nach der anderen ausgefochten werden: die Feinde können nur einer nach dem anderen vernichtet werden. Fabriken können nur eine nach der anderen errichtet werden, und auch der Bauer kann sein Feld nur Furche um Furche umpflügen. Mit dem Essen ist es genauso. Strategisch gesehen ist das Problem der Einnahme einer Mahlzeit geringzuschätzen: Wir können sie ohne weiteres bewältigen. Aber konkret gesehen schlucken wir einen Bissen nach dem andern. Man kann nicht ein ganzes Festmahl auf einmal verschlingen. Das heisst eben: ein Problem nach dem anderen zu lösen. In der militärwissenschaftlichen Literatur nennt man das: einen Feind nach dem anderen schlagen.“

Das alles sind grundlegende Fragen zur historischen Epoche, in der wir leben, über die Widersprüche, die beteiligten Kräfte und die Taktik, es handelt sich um grundlegende Probleme von Strategie und Taktik. Doch ausserdem widmete sich der Vorsitzende Mao Tse-tung der Systematisierung der Erfahrungen der sozialistischen Revolution und schuf seine grosse Theorie über die Fortsetzung der Revolution unter der Diktatur des Proletariats, als er mit der Grossen Proletarischen Kulturrevolution (GPKR) die geeignete Form zu ihrer Weiterentwicklung fand. Zu Beginn und im Verlauf dieser grossen Revolution stellte er folgende Thesen auf:

Das ‚grosse Chaos im Reiche‘ wird zu ‚grosser Ordnung im Reiche‘ führen, nach sieben, acht Jahren wird sich das wiederholen, dann kommen die Rinderdämonen und Schlangengeister von selbst herausgesprungen, sie sind durch ihren eigenen Klassencharakter bestimmt und können gar nicht anders als hervorspringen.“

In der vergangenen Zeit haben wir Kämpfe auf dem Lande, in den Fabriken und auf kulturellem Gebiet durchgeführt und die sozialistische Erziehungsbewegung entfaltet, das Problem konnte aber nicht gelöst werden, weil wir noch keine Form und keine Methode gefunden haben, mit deren Hilfe die breiten Massen zur Aufdeckung unserer Schattenseiten öffentlich, umfassend und von unten nach oben mobilisiert werden.“

In Wirklichkeit sind erst jene den kapitalistischen Weg gehenden Machthaber in der Partei, die die bourgeoisen Wissenschaftspäpste unterstützen, sowie jene Vertreter der Bourgeoisie, die sich in die Partei eingeschlichen haben und die bourgeoisen Wissenschaftspäpste beschützen, die grossen Parteibosse, die den Namen der Partei usurpiert haben, nicht studieren und keine Zeitungen lesen, keinen Kontakt mit den Massen haben, über keinerlei Bildung verfügen und sich ausschliesslich darauf stützen, ‚willkürlich zu entscheiden und die anderen mit ihrer Macht zu unterdrücken‘.“

Die Vertreter der Bourgeoisie, die sich in die Partei, die Regierung, die Armee und in die verschiedenen Bereiche der Kultur eingeschlichen haben, sind ein Haufen konterrevolutionärer Revisionisten, sie werden, wenn eines Tages die Zeit dafür reif ist, die politische Macht an sich reissen und die Diktatur des Proletariats in eine Diktatur der Bourgeoisie umwandeln. Wir haben bereits einige dieser Leute durchschaut; es gibt aber noch solche, die nicht durchschaut sind; manche erfreuen sich in diesem Augenblick unseres Vertrauen und werden zu unseren Nachfolgern herangezogen, Leute vom Schlage Chruschtschows, die gerade jetzt neben uns nisten.“

Was tut ihr, wenn im Zentralkomitee Revisionismus auftritt? Es ist sehr leicht möglich, dass er auftritt, das ist die grösste Gefahr.“

Das Proletariat muss im Bereich des Überbaus einschliesslich verschiedener Sektoren der Kultur eine umfassende Diktatur über die Bourgeoisie ausüben.“

Die Grosse Proletarische Kulturrevolution ist absolut notwendig und wird genau zur rechten Zeit durchgeführt, um die Diktatur des Proletariats zu festigen, die Restauration des Kapitalismus zu verhüten und den Sozialismus aufzubauen.“

Es ist unumgänglich, die Grosse Proletarische Kulturrevolution durchzuführen!“

Die gegenwärtige Grosse Proletarische Kulturrevolution ist nur die erste; in Zukunft müssen zwangsläufig noch mehrere durchgeführt werden. Der Vorsitzende Mao Tse-tung hat in den letzten Jahren häufig gesagt, dass die Frage, wer wen in der Revolution besiegt, erst in einem sehr langen historischen Zeitraum entschieden werden wird. Wenn wir es nicht gut machen, ist jederzeit eine Restauration des Kapitalismus möglich.“

Rebellion gegen die Reaktionäre ist gerechtfertigt!“

Proletarische Revolutionäre, vereinigt Euch und entreisst der Handvoll von Machthabern in der Partei, die den kapitalistischen Weg gehen, die Macht!“

Die GPKR schlug das konterrevolutionäre bourgeoise Hauptquartier mit Liu Schao-tschi, dem chinesischen Chruschtschow, an der Spitze, dessen Stellvertreter Teng Hsiao-ping war, ein weiteres hochrangiges Element an der Macht, das innerhalb der Partei dem kapitalistischen Weg folgte, und sie bezwang ebenso das konterrevolutionäre konspirative Hauptquartier mit Lin Piao an der Spitze. So entwickelte sich die GPKR, um die Diktatur des Proletariats zu festigen, der Restauration des Kapitalismus entgegenzuwirken und den Sozialismus aufzubauen. Die Erfahrungen wurden auf dem 9. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) zusammengefasst wurden, der ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der KPCh und der internationalen kommunistischen Bewegung ist.

Die Entwicklung des Klassenkampfes in China, der Kampf zwischen Kapitalismus und Sozialismus, zwischen Bourgeoisie und Proletariat, zwischen Marxismus-Leninismus-Mao Tse-tung Denken und dem konterrevolutionären Revisionismus und Kapitulantentum mündete in die grosse Kampagne der Kritik an Konfuzius und Lin Piao, in der das Problem von Restauration und Gegenrestauration behandelt wurde, des langwierigen Prozesses der Konsolidierung einer Klasse an der Macht, der beinhaltet, Vorkehrungen gegen die erneute Machtübernahme durch die Reaktionäre und die daraus folgende Restauration zu treffen und im Falle der Niederlage für die Rückeroberung der Macht zu kämpfen, ein Problem, dass am Anfang der Polemik gegen den Revisionismus von Chruschtschow und Breschnew aufgeworfen wurde. Später konzentrierte sich der Kampf auf die zentrale Frage und das Wesen der Macht, nämlich das Problem der Diktatur des Proletariats. Dazu schreibt der Vorsitzende Mao Tse-tung:

Warum sprach Lenin von der Diktatur über die Bourgeoisie? Über diese Frage muss man sich Klarheit verschaffen. Mangelnde Klarheit in dieser Frage führt zu Revisionismus. Dies muss dem ganzen Land bewusst gemacht werden.“

Mit einem Wort, China zählt zu den sozialistischen Ländern. Es unterschied sich vor der Befreiung kaum vom Kapitalismus. Jetzt werden noch ein achtstufiges Lohnsystem ‚jedem nach seiner Leistung‘ und Austausch mittels Geldes praktiziert, bei alldem gibt es nicht viel Unterschied zur alten Gesellschaft. Der Unterschied ist, dass sich die Eigentumsverhältnisse verändert haben.“

Unser Land praktiziert gegenwärtig ein Warensystem, und auch das Lohnsystem ist ungleich, es gibt ein achtstufiges Lohnsystem usw. Diese können nur unter der Diktatur des Proletariats eingeschränkt werden. Deshalb ist es für Leute vom Schlage Lin Piao‘s, wenn sie an die Macht kommen, sehr leicht, ein kapitalistisches System zu betreiben. Darum sollten wir mehr marxistisch-leninistische Werke lesen.“

Lenin sagte: ‚Die Kleinproduktion […] erzeugt unausgesetzt, täglich, stündlich, spontan und im Massenumfang Kapitalismus und Bourgeoisie.‘ Auch bei einem Teil der Arbeiterklasse und bei einem Teil der Parteimitglieder ist eine solche Situation vorhanden. Sowohl im Proletariat als auch unter den Mitarbeitern der Behörden gibt es Leute, die einen bourgeoisen Lebensstil entwickelt haben.“

Lenin sprach vom Aufbau eines bourgeoisen Staates ohne Kapitalisten zum Schutz des bourgeoisen Rechts. Wir selbst haben eben einen solchen Staat aufgebaut, er unterscheidet sich nicht sehr von der alten Gesellschaft: Wir unterscheiden Rangstufen, wir haben ein achtstufiges Lohnsystem, es gilt ‚jedem nach seiner Leistung‘ und es herrscht Äquivalentenaustausch.“

Diese Thesen bilden zusammen mit den vorangegangenen offensichtlich die Fortsetzung und Weiterentwicklung von grundlegenden Positionen des Marxismus-Leninismus. Der Vorsitzende Mao Tse-tung betont die Gültigkeit der Positionen von Marx und Lenin über den langen revolutionären Transformationsprozess der alten Gesellschaft, die Notwendigkeit der Diktatur des Proletariats und ihre Stärkung, den unaufhörlichen Klassenkampf innerhalb der sozialistischen Gesellschaft und seine extreme Verschärfung unter bestimmten Umständen, das Fortbestehen des bourgeoisen Rechtes und die Notwendigkeit seiner Beschneidung, die permanente Erzeugung von Kapitalismus und Bourgeoisie mit der Möglichkeit der Restauration des zur Macht drängenden Kapitalismus, das Fortbestehen eines „bourgeoisen Rechtes“ und eines „bourgeoisen Staates“, der ihn beschützt, woraus sich die Notwendigkeit ergibt, gegen diejenigen vorzugehen, die den kapitalistischen Weg in den Reihen der Partei einschlagen, und die Revolution unter der Diktatur des Proletariats mittels der Kulturrevolution fortzusetzen.

Im Januar 1975 wurde Teng Hsiao-ping Vizevorsitzender des Zentralkomitees, in das er auf dem 10. Parteitag wieder aufgenommen worden war. Im September des gleichen Jahres wurde zur Kritikkampagne an dem Roman „Die Räuber vom Liangshan-Moor“ aufgerufen. Der Vorsitzende Mao Tse-tung forderte dazu auf, gegenüber der Kapitulation, die eine zentrale Frage des Revisionismus ist, wachsam zu sein. Er sagte:

Der Wert des Buches ‚Die Räuber vom Liangshan-Moor‘ liegt genau in der Darstellung der Kapitulation. Es dient als Lehrmaterial am negativen Beispiel und hilft dem Volk, Kapitulanten zu erkennen.“ „‚Die Räuber vom Lianshan-Moor‘ richtet sich nur gegen korrupte Beamte, nicht aber gegen den Kaiser. Es schliesst Chao Gai von den 108 aus. Song Jiang kapituliert, betreibt Revisionismus, ändert den Namen des Juyi-Saals Chao Gai‘s in Zhongyi-Halle und nimmt das Angebot auf Amnestie und Posten an. Song Jiang‘s Kampf gegen Gao Qiu ist ein Kampf verschiedener Fraktionen innerhalb der Grundherrenklasse. Nachdem Song Jiang kapituliert hat, zieht er gegen Fang La in den Kampf.“ (Chao Gai: im Roman Gründer des aufständischen Bauernheeres; die 108: die aufständischen Offiziere; Song Jiang: Romanfigur, die die Führung der aufständischen Armee usurpiert, Juyi-Saal: bedeutet, sich zu verbünden und in Rebellion zu erheben, und so nannte der Rebellenchef den Saal, wo sich die Aufständischen versammelten; Zhongyi-Halle bedeutet, dem Kaiser die Treue halten, Bezeichnung, die der Usurpator benutzte.) Hervorzuheben ist, dass das Kapitulantentum die Kapitulation der Klasse vor der Bourgeoisie innerhalb des Landes und Kapitulation der Nation vor dem Imperialismus im internationalen Massstab bedeutet. Kapitulation ist Revisionismus.

Das waren die Umstände, unter denen sich der Kampf gegen die Zurückschlagung der rechten Revisionstendenz der Kulturrevolution vollzog. Der Vorsitzende Mao Tse-tung sagte hierzu:

Nach der demokratischen Revolution sind die Arbeiter, armen Bauern und unteren Mittelbauern nicht stehengeblieben, sie wollen die Revolution. Aber ein Teil der Parteimitglieder will nicht weiter vorwärtsschreiten, manche sind nach rückwärts gegangen uns sind nun gegen die Revolution. Warum? Weil sie hohe Beamte geworden sind und die Interessen der hohen Beamten schützen wollen.“

Die sozialistische Revolution steigt ihnen nun selbst aufs Dach. Während des genossenschaftlichen Zusammenschlusses gab es in der Partei Leute, die dagegen waren, und sie haben Widerwillen gegen die Kritik am bourgeoisen Recht. Man macht die sozialistische Revolution und weiss nicht, wo die Bourgeoisie sitzt; sie sitzt mitten in der Kommunistischen Partei — es sind die Machthaber in der Partei, die den kapitalistischen Weg gehen. Diejenigen auf dem kapitalistischen Weg gehen diesen Weg noch.“

Revision läuft dem Willen des Volke zuwider!“

Ohne Kampf gibt es keinen Fortschritt. Können 800‘000‘000 Menschen ohne Kampf auskommen?“

Was soll das, ‚die drei Weisungen als Leitlinie betrachten‘? Stabilität und Zusammenschluss heisst nicht, den Klassenkampf aufgeben; der Klassenkampf ist die Leitlinie, alles andere hängt von ihm ab.“

Dieser Mensch packt nicht den Klassenkampf an, über diese Leitlinie spricht er nie. Also immer noch ‚weisse Katze, schwarze Katze‘, es ist ihm egal. ob es sich um Imperialismus oder Marxismus handelt.“

So richtete sich der Kampf gegen Teng Hsiao-ping, gegen den Mann, der in Übereinstimmung mit Liu Schao-tschi, dem chinesischen Chruschtschow, die Theorie vom Erlöschen der Klassenkämpfe im Sozialismus vertrat, der auf dem 8. Parteitag im Jahr 1956 in seinem Bericht über die Modifikation der Statuten die Position vertrat, dass die Klassen, insbesondere die Bourgeoisie, im Absterben begriffen seien und die sozialistische Revolution bereits ihre Hauptaufgaben erfüllt habe und der Schwerpunkt der Arbeit nicht auf dem Klassenkampf, sondern auf den Aufgaben des Aufbaus liegen müssen, der im gleichen Bericht die Massentheorie Liu Schao-tschis vertrat, um sie den Thesen über die Partei des Vorsitzenden Mao Tse-tung entgegenzustellen, der die Standpunkte des 20. Parteitags der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPSU) verteidigte, auf dem Chruschtschow unter dem Vorwand des Kampfes gegen den sogenannten „Personenkult“ die Diktatur des Proletariats angriff, was Teng als „bedeutenden Verdienst“ betrachtete. Für ihn war „einer der wichtigsten Verdienste“ des 20. Parteitages ausgerechnet der „Kampf gegen die Vergöttlichung“, den er benutzte, um gegen den Vorsitzenden Mao Tse-tung vorzugehen.

Die Kampagne zur Zurückschlagung der rechten Revisionstendenz gegen die GPKR konzentrierte sich auf Teng Hsiao-ping, den entschiedenen Verteidiger Peng Te-huais, des militaristischen Karrieristen und Verschwörers, der 1959 abgesetzt und von Liu Schao-tschi und seiner reaktionären Gruppe verteidigt wurde, der im Bündnis mit dem chinesischen Chruschtschow in den schwierigen Jahren von 1959-61 die drei roten Banner angriff: die Generallinie, den Grossen Sprung nach vorn und die Volkskommune, der für die Ausweitung privat genutzten Bodens, für freie Märkte, für Unternehmen mit Eigenverantwortung für ihre Gewinne und Verluste und für landwirtschaftliche Produktionsquoten auf der Basis jeder einzelnen Familie eintrat, wodurch er die revisionistische Position der bäuerlichen Individualwirtschaft durchsetzen wollte, der die Position vertrat, „ob schwarz oder weiss, wenn eine Katze Mäuse fängt, ist sie eine gute Katze“. Das ist der Teng Hsiao-ping der fünfziger und sechziger Jahre, „ein weiteres hochrangiges Element mit Macht innerhalb der Partei, das dem kapitalistischen Weg folgt“, wie der Stellvertreter Liu Schao-tschis charakterisiert wurde, und der Generalsekretär war, bis die GPKR ihn entmachtete.

Der Kampf, den der Vorsitzende Mao Tse-tung anführte, um die Revisionstendenz zurückzuschlagen, richtete sich gegen Teng Hsiao-ping, der seit den fünfziger Jahren ein konterrevolutionäres Programm vertrat und der wie andere, kaum an eine Machtposition zurückgelangt, seinen ursprünglichen Weg weiterverfolgte, indem er aufs neue ein Gegenprogramm entwickelte, das sich darauf stützte, „die drei Weisungen als Leitlinie betrachten“, und das Ziel verfolgte, „die ideologische Position erobern als Mittel, öffentliche Meinung zu bilden“, „sich in erster Linie mit den Führungsorganen zu befassen“, um organisatorischen Einfluss zu gewinnen, „Berichtigung in jeder Hinsicht“, ein Programm, das darauf abzielte, die GPKR zu widerrufen, die Führung an sich zu reissen, um die Restauration voranzutreiben, die Diktatur des Proletariats zu untergraben, das Ende des Klassenkampfes zu propagieren und den Schwerpunkt auf die Entwicklung der Produktivkräfte zu setzen, ein Programm, das die GPKR bekämpfte, indem sie ihr unterstellte, sie habe „erfahrene Kader“ verletzt und „gute Parteikader gestürzt“. Die Kulturrevolution wurde als ultralinks bezeichnet, weil sie die Anhänger des kapitalistischen Weges bekämpfte. Dieser Kampf gegen die Revisionstendenz führte zur „Absetzung Teng Hsiao-ping‘s aus allen seinen Ämtern innerhalb und ausserhalb der Partei“, eine Entscheidung, „die dem Vorschlag des Führers, des Vorsitzenden Mao Tse-tung“ folgte.

Der Tod des Vorsitzenden Mao Tse-tungs hat wie der Tod aller Führer des Proletariats tiefe Erschütterung in China und der ganzen Welt hervorgerufen und weitreichende Auswirkungen gehabt; und unter den Bedingungen, unter denen sich der Kampf in China entwickelte, ermöglichte er der Rechten durch einen Staatsstreich die Macht der Diktatur des Proletariats zu übernehmen, die Errungenschaften der GPKR zu unterminieren und der kapitalistischen Restauration, der Kapitulation und dem Revisionismus die Tore zu öffnen. Der Klassenkampf in China zwischen Revolution und Konterrevolution, zwischen Marxismus-Leninismus-Mao Tse-tung Denken und Revisionismus, zwischen der proletarischen Linie des Vorsitzenden Mao Tse-tung und der bourgeoisen, revisionistischen, konterrevolutionären und kapitulationistischen Linie unter Führung von Teng Hsiao-ping ist in einen entscheidenden, komplexen und schwierigen Moment eingetreten. Bei der Behandlung der Probleme und im Kampf werden merkwürdige und überraschende Methoden angewandt, es gibt bedeutsame und weitreichende Veränderungen in der Führung und den Organisationen vor allem in der Partei, während gleichzeitig die Kritikkampagne gegen die Revisionstendenz Teng Hsiao-ping‘s eingestellt worden ist. Die GPKR wird öffentlich in Frage gestellt, die Kapitulation, insbesondere die nationale Kapitulation, wird propagiert und das konterrevolutionäre Programm von Teng zum Banner erhoben. All dies ist nichts anderes als ein rechter Staatsstreich im scharfen Kampf zweier Linien in der Periode der Fortsetzung der Revolution unter Ausnutzung der Konjunktur und der Erschütterungen, die der Tod des Vorsitzenden Mao Tse-tung hervorgerufen hat.

Die in China entstandene Situation, ist kein unbedeutendes Problem. Sie ist im Gegenteil ein Problem von grosser Tragweite für die Revolutionäre und Kommunisten der Welt, und wir alle müssen unser ganz spezielles Augenmerk darauf richten, denn aus der Usurpation der Macht folgt die allgemeine Veränderung der Linie sowohl in der Entwicklung des Sozialismus als auch in der internationalen Politik. Die entscheidende Frage des Marxismus ist die Diktatur des Proletariats. Das ist seine Quintessenz, und die Usurpation der Macht durch einen rechten Staatsstreich ist ein schwerwiegendes Problem mit weitreichenden Folgen, und das ist nicht nur für China, sondern für alle Kommunisten, denn es hat Auswirkungen auf die Weltrevolution. Die Erfahrung der Restauration und der Usurpation der Macht in der USSR ist eine frische Lektion, die wir nicht vergessen dürfen.

Mariátegui lehrte uns: „Die Geschicke einer Nation, die zeitlich und räumlich einen so bedeutenden Platz einnimmt, können wir unmöglich ausser acht lassen. Chinas Gewicht für die Menschheitsgeschichte ist zu gross, als dass uns seine Geschehnisse und Menschen nicht anziehen würden.“ Diese grosse Wahrheit ist heute wie nie zuvor für alle Kommunisten und Revolutionäre des Landes gültig. Doch auch wenn uns die Ereignisse in China, insbesondere nach dem Tod des Vorsitzenden Mao Tse-tung, mit berechtigter Sorge erfüllen und uns dazu verpflichten, das Banner des Marxismus zu verteidigen, so sollten wir uns bei seiner Verteidigung von der Voraussage des Vorsitzenden Mao selbst leiten lassen: „Wenn in China ein antikommunistischer Staatsstreich der Rechten erfolgen sollte, so kann ich mit Bestimmtheit sagen, dass sie keine Ruhe haben würden, sehr wahrscheinlich wird das eine kurzlebige Sache sein. Denn alle die Interessen von über 95% des Volkes vertretenden Revolutionäre würden das nicht zulassen.“

In China wie auch in allen anderen Ländern der Welt werden, um es mit einem Wort zu sagen, letzten Endes über 90% der Bevölkerung den Marxismus-Leninismus unterstützen. Es gibt zur Zeit immer noch viele Menschen in der Welt, die aufgrund der Täuschungen der sozialdemokratischen Parteien, des Revisionismus, des Imperialismus und der Reaktionäre der verschiedenen Länder nicht zu Bewusstsein gekommen sind. Aber früher oder später werden sie allmählich zu Bewusstsein kommen und den Marxismus-Leninismus unterstützen. Der Wahrheit des Marxismus-Leninismus kann niemand widerstehen. Die Volksmassen wollen die Revolution, und die Weltrevolution wird früher oder später siegen.“

Peru, Oktober 1977

Zentralkomitee
Kommunistische Partei Perus